Gast
#2973559
Beim Durchschauen meiner Studienunterlagen hat sich mir heute eine Frage aufgeworfen. Und zwar nehmen wir gerade die Drehstrom-ASM durch. Diese Maschine kann man elektrisch gesehen ja wie einen Drehstromtransformator auffassen. Deswegen gilt bei dieser Maschine ja auch das einphasige Ersatzschaltbild, welches im Prinzip dem eines Transformators entspricht. Soweit so gut. Nur haben wir in der Vorlesung aufgeschrieben, dass der Leerlaufstrom einer ASM wesentlich höher als der eines Transformators ist, weil die ASM wegen dem unvermeidlichen Luftspalt eine kleinere Hauptinduktivität als der Transformator besitzt. Das verstehe ich prinzipiell auch noch. Wenn ich das einphasige ESB ohne Belastung, also mit offener Sekundärseite zeichne, dann fließt der Magnetisierungsstrom ja über die primäre Streuinduktivität und die auf die Primärseite bezogene Hauptinduktivität. Jetzt verstehe ich aber nicht, warum dann der Leerlaufstrom bei einer kleineren Hauptinduktivität größer wird, weil ja eine kleinere Hauptinduktivität auch eine größere primäre Streuinduktivität zur Folge hat und der Leerlaufstrom ja von beiden Induktivitäten begrenzt wird. Wer kann mich aufklären? Viele Grüße