Ich hatte schon als Student mein Oszilloskop abgesetzt. Wenn man sowas
studiert, wird das akzeptiert, auch wenn man es nicht wirklich braucht
:-)
Bei Bauteilen halte ich es für kritisch, sofern ihr nichts eigenes
produziert oder entwickelt, denn für den Beruf werden keine Bauteile
benötigt. Ein Buchverkäufer im Supermarkt muss sich privat ja auch keine
Bücher kaufen, bzw ein Entwickler von Milchprodukten keinen Yoghurt.
Etwas anderes ist es, wenn man selbständig ist oder ein Gewerbe hat:
Dann ist es plausibel, sich Bauteile zu kaufen, sofern sie nicht privat
genutzt werden. Dann muss aber auch eine Gewinnerzielungsabsicht
erkennbar sein und man man nur kauft und absetzt, ist das nicht gegeben.
Als Selbstständiger kann man Teile, PCs und Laptops in nahezu jedem
Umfang absetzen, da man von seinen Auftraggebern keinen Arbeitsplatz
oder Mittel bekmmmt und vor allem auch Einnahmen gegenüber stehen.
Das gilt auch für solche Geschichten wie die RD-teile oben, die man in
der Tat zweckentfremden kann und ich mache sowas sogar!
Als Angestellter ist es schwieriger.
Sinnvoll und begründet nutzbar, weil zum Lernen (und damit
korrekterweise absetzbar) sind meines Erachtens auch für reine
Angestellte:
- Experimentierbords mit FPGAs und MCUs, besonders dann, wenn sie
NICHT in einem Produkt verwendet werden (sollen)
- Messmittel dann, wenn sie für obige Systeme benötigt werden und
offenkundig dem Lernen dienen
- reine Lernsysteme, wie die klassischen Elektronikbaukästen
- Edu-Software für obige Systeme
- Expertensysteme und Datenbanken mit Bauteilen
- Elektronische Literatur
- Fachliteratur
- Spezialsoftware, die offenkundig themenbezogen ist, wie Compiler
- normale Windowssoftware, wie Virenscanner und Office, wenn sie
überwiegend beruflich genutzt wird
- Microsoft Office, weil das freiweillig keiner kauft, wenn er es nicht
unbedingt für den Job braucht
Auch, wenn nicht überwiegend beruflich genuzt, kann in der Regel
abgesetzt werden:
- ein kompletter PC
- die Betriebssystemsoftware
- die normale Software
- eine zweiter, rein technischen PC mit Sonderfunktionen, wenn man es
begründen kann, weil man einen entsprechenden Job hat
- gfs einen Laptop
Tipp: Kauft euch einen reinen "Gamer-PC" und deklariert ihn als Privat.
Danach sind alle anderen Rechner und Bauteile dafür "frei".
Optimal ist eine VPN-Verbindung für den Arbeitsplatz. Dann ist
mindestens ein normaler PC komplett durch, samt Internetkosten,
Virenscanner, IT-infrastruktur, WLAN, Router, Switches, Patchbay, etc
.... :-)