6116 in 300mil-DIP24?

OP #2981490
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Gibts sowas noch? Bang & Olufsen-CD-Spieler, der Speicher ist hin (eine 
Datenleitung kaputt). Habe jetzt was gestrickt mit nem 600mil-Typ, 
läuft.
Originalbezeichnung ist nur 6116-4, sehr eigenartig, kein Hersteller, 
kein datecode. B&O hatte wohl nie die Stückzahlen, sich eigene Chips 
labeln zu lassen....
Na egal, ich würde gerne wieder einen mech. passenden einbauen.
OP #2981650
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Danke, das ist nett.
Ich werde aber erst mal mit dem Besitzer des Geräts reden und das ganze 
erklären wie es ist. Mal schauen, was er sagt. Der hängt irgendwie an 
der Kiste (hat gerade 200€ im "B&O-Service-Center" gelassen, "Gerät 
gereinigt und geschmiert", funktionierte leider trotzdem nicht, 
Diagnose: Laser defekt, nicht mehr lieferbar :-). Die Frechheit muss man 
sich mal vorstellen...
Ist auch sonst gut durchkonstruiert, das Gerätchen, siehe Bilder :-), 
insgesamt 3 nachgefrickelte Platinchen, die so rumhängen.
Die Mechanik ist aber grundsolide.
Angehängte Dateien:
Persönliche Seite #2981765
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Jobst M. schrieb:
> Dennis Heynlein schrieb:
>> Obwohl mich ja eher interessieren täte, welche Daten da im SRAM liegen
>
> Na, die Daten von der CD werden dort mit VCO-Takt (welcher auf die CD
> syncronisiert ist) hinein geschrieben und dann mit Quarztakt wieder
> ausgelesen. Eine kleine FIFO, um den Jitter der CD auszugleichen.
>
>
> Gruß
>
> Jobst

Danke
Beides vom gleichen Controller nehm ich an.
Ist ja kein DualportRAM.
#2982209
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Die schmalen SRAMs waren eher die stromfressenden Cache-Ram Typen mit 
<10ns, während die 6116 mit Batteriepuffer betrieben werden konnten, mit 
typ. 70...100 ns Zugriffszeiten. Die findet man noch eher, z.B. bei 
Reichelt.

Ich hatte auf dem Atmel STK200 das umgekehrte Problem, die IC-Fassung 
ist breit, aber für schnelle Zugriffe sollte es eher ein Cache-Ram-Typ 
sein.
Gast #2982271
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Christoph Kessler (db1uq) schrieb:

> während die 6116 mit Batteriepuffer betrieben werden konnten, mit
> typ. 70...100 ns Zugriffszeiten

Auf dem Foto sehe ich einen 6116LP-4. Kann das ein ganz lahmer Hund 
sein, 200ns, und das tatsächlich die Problemquelle sein?

Nebenbei bemerkt: Hitachi und W.Germany im selben Stempel ist doch auch 
mal was, eine kleine Rarität!
Persönliche Seite #2982288
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Auf dem Foto sehe ich einen 6116LP-4. Kann das ein ganz lahmer Hund
> sein, 200ns,

Ja, steinalt halt.

> und das tatsächlich die Problemquelle sein?

Nein, das ist ja schon der Ersatz, mit dem es funktioniert.

Wilhelm Ferkes schrieb:
> Hitachi und W.Germany im selben Stempel ist doch auch
> mal was, eine kleine Rarität!

Habe ich Anfang der 80er auch mit ein paar davon herumgebastelt. 6264 
waren damals leider vieeel zu teuer, und 61256 erstmal ...
Gast #2982653
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bko schrieb:

> Wilhelm Ferkes schrieb:
>> Hitachi und W.Germany im selben Stempel ist doch auch
>> mal was, eine kleine Rarität!
>
> Evtl. in Chip aus Landshut, Lfoundry das einstige Hitachi-Werk,
> aber nun aus und vorbei:
> 
http://www.wochenblatt.de/nachrichten/landshut/regionales/LFoundry-Es-ist-vorbei-;art67,71546

Oh mann, böse Sache!

Ich habe in meiner größeren EPROM-Sammlung nur einen einzigen 2732 mit 
Hitachi und W.Germany drauf, deswegen fiel mir der Stempel auf. Die 
beiden Steine (meiner, und der oben auf dem Foto) sind aber etwa aus dem 
Jahr 1985, lange her. Deshalb hätte ich vermutet, daß das Werk schon 
länger als seit 2011 nicht mehr existiert.



Rufus Τ. Firefly schrieb:

> Nein, das ist ja schon der Ersatz, mit dem es funktioniert.

Dann habe ich wohl weiter oben was übersehen bzw. überlesen...

Sonst war der 6116 robust, habe auch noch ein paar Exemplare in uralten 
Schaltungen mit µC 8048 und 8051 und langsameren Quarzen von nur unteren 
einstelligen MHz. Einer glühte durch verdrehte Einsteckrichtung und 
damit Falschpolung mal, Finger dran verbrannt, aber der tut es noch. 
Hobby, ein Ersatzstein ist auch noch vorhanden, da ist das mal gerade 
nicht so ganz wichtig.
Gast #2982880
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Wilhelm Ferkes sein Urenkel schrieb im Beitrag #2982793:

> daß mit der Erfindung des Hebdrehwählers

Der HDW war eine große geniale Erfindung, führte letztendlich zum 
automatischen Wählsystem. Die Handvermittlung wurde etwa gegen 1965 
vollständig abgeschafft.

Tja, ich interessiere mich außer für Neues auch für Altes. Nur dadurch 
versteht man Fortschrittsschritte.
OP #2983018
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So, allgemeine Entwarnung, Gerät wurde heute abgeholt und die Lösung für 
gut befunden und akzeptiert. Ich habe den ebay-link dazugegeben, wenn er 
will, kann er sich selbst einen besorgen und reinstecken, Fassung ist ja 
nun schon drin.
Tja - wie gefunden? Ich habe den Laserkram nicht geglaubt, weil er 
sowohl CD erkannt hat als auch abspielte (track- und Zeitanzeige 
funktionierte korrekt, allerdings nur völlig sinnloses Gekrächze). Geht 
ja schlecht mit nem defekten oder ausgelutschtem Laser...
Dachte erst, dass irgendwas mit dem D/A-Wandler oder ganz simpel mit dem 
Filter/Verstärker sei. Tja, und dann habe ich eben mit dem Oszi die tote 
Datenleitung gefunden.

PS: vielen Dank für die Angebote, aber hat sich ja nun erledigt.
Und der Kunde will noch mal energisch bei B&O vorsprechen :-)

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