Hallo,
Habe das Forum bereits nach "Inbetriebnehmer" durchsucht und ein paar
interessante Threads gefunden. Das Inbetriebnehmer von Kraftwerken oft
in
abgelegenen Orten arbeiten müssen leuchtet ein. Wie sieht das aber bei
Inbetriebnehmern im Bereich Automatisierungstechnik aus?
Mir wurde (wie wohl anderen auch) gesagt, dass ich Einfluss auf den
Einsatzort hätte (also aus verschiedenen Projekten wählen kann).
Nunja wie das dann nachher wirklich ist, werde ich wohl erst dort
feststellen. Allerdings gehe ich davon aus, dass die Anlagen, die ich
Inbetriebnehmen muss, Industrieanlagen sind und daher nicht allzuweit
von der Stadt abgelegen sind. Wie seht ihr das? Habt ihr Erfahrungen
dazu? Bitte ernsthafte Antworten und nicht nur rumtrollen (auch wenn ich
weiß, dass dieses Thema immer wieder die Trolle hervorruft).
Generell interessiert mich der Job, weil man in der Welt herumkommt und
einen abwechslungsreichen Job hat. Ich habe auch noch ein Angebot als
Entwickler, der finanziell ähnlich gelagert ist. Allerdings reizt mich
der Job in der Automatisierung mehr. Die "Horrorgeschichten" in den
anderen Threads haben mich zum Nachdenken gebracht...
Also wenn jemand Erfahrungen hat, würde ich mich über Einblicke in den
Berufsalltag sehr freuen.
Danke!
Unschlüssiger
Unschlüssiger schrieb:> Habe das Forum bereits nach "Inbetriebnehmer" durchsucht und ein paar> interessante Threads gefunden. Das Inbetriebnehmer von Kraftwerken oft> in> abgelegenen Orten arbeiten müssen leuchtet ein. Wieso? Kraftwerke stehen auch in
der Stadt z.B. Frankfurt a.M. oder Nürnberg Sandreuth.
> Wie sieht das aber bei> Inbetriebnehmern im Bereich Automatisierungstechnik aus?
Da kannste auch am Arsch des Planeten landen und für 2-4 Jahre Linie für
Linie IBN machen.
> Mir wurde (wie wohl anderen auch) gesagt, dass ich Einfluss auf den> Einsatzort hätte (also aus verschiedenen Projekten wählen kann).
Echt? Wer solche Versprechen macht, lügt auch das Blaue vom Himmel
runter.
> Nunja wie das dann nachher wirklich ist, werde ich wohl erst dort> feststellen.
Genau!
> Allerdings gehe ich davon aus, dass die Anlagen, die ich> Inbetriebnehmen muss, Industrieanlagen sind und daher nicht allzuweit> von der Stadt abgelegen sind.
Wo Industrie ist, ist auch Dreck, eher ned so die Idylle.
> Wie seht ihr das? Habt ihr Erfahrungen
Ja
> dazu? Bitte ernsthafte Antworten und nicht nur rumtrollen (auch wenn ich> weiß, dass dieses Thema immer wieder die Trolle hervorruft).
Mich grad einer zum Chef-Troll gemacht!
> Generell interessiert mich der Job, weil man in der Welt herumkommt und
Heh du machst ned Sightseeing, du hast zu malochen. Die Termine sind bei
der IBN immer von um Monate verstrichen. Da wird am Ende alles aus dir
rausgeholt was geht.
> einen abwechslungsreichen Job hat. Ich habe auch noch ein Angebot als
Ja, du wirst echt das Ganze Panoptikum menschlicher Verrücktheiten
kennlernen, so daß du froh bist wenn du die Tür hinter dir zumachen
kannst und keiner ausser dir im Raum ist.
> Entwickler, der finanziell ähnlich gelagert ist. Allerdings reizt mich> der Job in der Automatisierung mehr. Die "Horrorgeschichten" in den> anderen Threads haben mich zum Nachdenken gebracht...
Horror? Nix als die blanke Realität!
> Also wenn jemand Erfahrungen hat, würde ich mich über Einblicke in den> Berufsalltag sehr freuen.
Reine IBN ist nur für Junging. auf 2 Jahre Sicht zu empfehlen. Wer
länger dabei ist, wird immer dabei bleiben müssen!
Besser ist wenn man Projektiert und die Anlagen inbetriebsetzt. Da hat
man häusliche Ruhe und ab und zu mal wieder Troubel.
Marco schrieb:> Wenn bei IBN nicht mindestens das doppelte rausspringt wie bei nem>> rugigen 8-5 Entwicklerjob, dann würde ich das nicht in Betracht ziehen.
Was aber heute eher umgekehrt ist. Der IB`ler hat meist ned die tollen
Reisezeitregelungen wie die Serviceleute. Die bekommen noch jede Fahrt
zumindestens als Reisezeit gezahlt! Der IB`ler kann Froh sein
Kilometergeld zu bekommen und alle 4 Wochen eine Heimreise machen zu
dürfen. Von den Traumbedingen der Buerolöwen mal ganz zu schweigen. Die
fliegen an einen Tag hin, machen noch ne Sause Nachts, um dem nächsten
Tag mal ein Meeting für 2-3 Stunden abzuhalten und sind dann wieder am
nächsten Tag auf dem Rückflug. Alles 100% Arbeitszeit plus 6-Sterne
Übernachtung vom Feinsten!.
Unschlüssiger schrieb:> Hallo,>> Habe das Forum bereits nach "Inbetriebnehmer" durchsucht und ein paar> interessante Threads gefunden. Das Inbetriebnehmer von Kraftwerken oft> in> abgelegenen Orten arbeiten müssen leuchtet ein. Wie sieht das aber bei> Inbetriebnehmern im Bereich Automatisierungstechnik aus?> Mir wurde (wie wohl anderen auch) gesagt, dass ich Einfluss auf den> Einsatzort hätte (also aus verschiedenen Projekten wählen kann).> Nunja wie das dann nachher wirklich ist, werde ich wohl erst dort> feststellen. Allerdings gehe ich davon aus, dass die Anlagen, die ich> Inbetriebnehmen muss, Industrieanlagen sind und daher nicht allzuweit> von der Stadt abgelegen sind. Wie
Also Einsätze deutschlandweit sind quasi normal. Sag mir mal bitte
welcher Betrieb der Automatisierungstechnik nur im Umkreis der Stadt
Anlagen verkauft?
Einen Einfluss hat man natürlich. Normalerweise ist es ein geben und
nehmen und man kann sich sicher mit Kollegen absprechen. Aber unterm
Strich gibt es eben auch internationae IBN. Generall nein sagen wird man
wahrscheinlich nicht können sonst müßten die ja noch wen einstellen und
wenn der auch nein sagt hat man schon 2 ings da sitzen...
Oh sorry das war wohl missverständlich ausgedrückt. Es geht sehr wohl um
internationale Inbetriebnahme. Nur ist mir halt wichtig, dass ich nicht
irgendwo in der Pampa lande, wo ich außer arbeiten nichts machen kann.
Als Inbetriebnehmer für Automatisierungstechnik gehe ich davon aus, dass
ich in Industrie Gebieten arbeite wo eine gewisse Infrastruktur gegeben
ist und ich am Wochenende auch mal was in der Gegend anschauen kann.
Danke!
Marx W. schrieb:> Besser ist wenn man Projektiert und die Anlagen inbetriebsetzt. Da hat> man häusliche Ruhe und ab und zu mal wieder Troubel.
Und wie nennt sich der Job dann? Ich dachte das fällt auch unter
Inbetriebnahme.
Unschlüssiger schrieb:> Marx W. schrieb:>> Besser ist wenn man Projektiert und die Anlagen inbetriebsetzt. Da hat>> man häusliche Ruhe und ab und zu mal wieder Troubel.>> Und wie nennt sich der Job dann? Ich dachte das fällt auch unter> Inbetriebnahme.
musst dann in die projektierung.
Die hantieren oft mit Eplan, Stücklisten und Zeichnungen rum.
Stresig kann das auch werden. Bist halt erser ansprechpartner des
vertriebs wenn es um technische Aussagen geht.
" Wie breit wird der Schrank" kann man ne S7 auch durch ne x ersetzen
etc...
würde das der IBn immer vorziehen man lernt viel. Schaden tut 1 jahr ibn
aber auch nicht , dann aber von anfang an klarstellen das IBN nur zum
lernen und nicht für die nächsten 35 Jahre ist.
Am besten in der projektierung starten.
Unschlüssiger schrieb:> Wie sieht das aber bei> Inbetriebnehmern im Bereich Automatisierungstechnik aus?
Da hängst du dann in irgendeinem Industriegebiet in irgendeiner öden
WerkStadt rum. Du kriegst erstmal das was keiner machen will, gute Jobs
machen die Alteingesessenen selber.
Malaria ist noch das beste was du mitbringst und deine Kollegen vor Ort
haben es dort meist auch nicht grundlos so lange ausgehalten . Alimente
oder aggressiver Jähzorn sind so die einfachen Kategorien. Wenn du
besonderes Glück hast kommst du in ein Land wo du ständig von einem mit
MP bewacht wirst damit dich keiner klaut.
Hitze bis zum umfallen Essen das dir die Schleimhäute wegäzt und Nächte
die du mit Baufuzzis durchsäufst die deine Sprach nicht sprechen (und
vice versa). Camps du du gern verlassen kannst, wenn du Lebensmüde bist
und die reine Männerwelten sind.
Wenn dich das alles nicht schreckt sondern antörnt, wenn dicvh Steppen
und Dschungel, Sümpfe und Moraste am Morgen und 5 Sterne Hotels am Abend
totale Erschöpfung und dazwischen ein paar geil.... Mädels (oder wenn du
Pech hast ein paar weniger tolle Muttis) mehr interessieren als Stechuhr
Kantine und Kopierer dann hast du eine tolle Zeit.
Wenn du Pech hast kommst du aber nach Lüneburg Papenhude oder
Kufstein... im Winter ;-).
Marx W. schrieb:> Nein, die Jobs gibts meist nur bei Firmen in der Größe 40-120 Mann.> Projektierungsing. ist meist der Schlüsselname.> Sind Hersteller von einem Produkt meist.> Mal ein paar Stellen gefällig?> Kannste haben, bin schließlich der Over-Troll hier!> Kuck dir an:> http://www.stepstone.de/stellenangebote--Elektroin...> http://www.stepstone.de/stellenangebote--Ingenieur...> http://www.hsenergie.eu/de/home/karriere/> http://www.stepstone.de/stellenangebote--Elektroin...
Hallo Marx W.,
Vielen Dank für deine Beiträge! Und nein ich habe nicht dich als Troll
gemeint sondern jemanden der unter verschiedenen Pseudonymen schreibt ;)
Ich schaue mir mal die Stellen an! Bekommt man solche Jobs denn als
Einsteiger? Hört sich für mich danach an als bräuchte man da mehr
Erfahrung? Falls ja was kann man als Jahres Gehalt fordern?
Nochmals vielen Dank an alle.
Unschlüssiger.
Also habe mir die Ausschreibungen mal angeschaut. Vielen Dank nochmals.
Sehr interessant. Verstehe ich das richtig dass IBN dort quasi dazu
gehört? Es ist nämlich in einigen Stellen mit angegebn. Wie z.B in
folgender:
http://www.buhlergroup.com/global/jobdetails-europe.htm?jd=7052_353439.htm&lng=de-de
Vielen Dank für die Informationen. Erscheint abwechslungsreicher und man
sieht immer noch was von der Welt. V.a. scheint es für die Karriere
nicht so eine Sackgasse wie IBN zu sein. Seht ihr das auch so?
Unschlüssiger.
Du bist ganz schön leichtgläubig. Du gehst nicht dahin wo du willst
sondern dahin wo der Kunde dich braucht. Ob München, Hintertupfingen
oder jenseits des Arsch der Welt. Ob Stadt oder langweilige einöde
darauf hast du keinen Einfluss.
Bei meiner alten Firma hatten die Monteure Glück und durften Nein zu
Israel sagen. Darfst du das fals da mal wieder schlimme Luft ist. Oder
in andere Länder wo es gefährlich werden könnte. Ich hab aber auch schon
von tiefsten Rusland gehört wo du einsam bist weil du nicht weißt was du
machen kannst wenn du nicht arbeitest.
Es gibt Gegenden in denen du ohne Begleitung vor die Tür darfst.
Ich kenn aber auch Monteure die sich in das Land verliebt haben und nur
zurück kommen weil sie müssen.
Es kann sich in beide Richtungen entwickeln vom besten was dir je
passiert ist bis zum schlimmsten Albtraum.
Das Leben kann doch furchtbar kompliziert sein. Vor allem, wenn man die
schwarz getönte Brille aufsetzt und die guten Ohrenstöpsel reinschiebt.
Eine Firma, die sich auf Automatisierungstechnik spezialisiert hat,
produziert selbst nicht, hat oft noch nicht mal Platz genug um die
fertig zusammengebauten Maschinen aufzustellen.
Daraus folgt: Nach der Projektierung ist Dein Arbeitsplatz überall, nur
nicht in den Firmenräumen und dass bis das Projekt abgeschlossen ist.
Damals, als es noch kein Internet gab, konnte man davon ausgehen, dass
Dein Einsatzort in Firmennähe war und selbst das auch nur, wenn kein
Mensch Deinen Laden kennt.
Heute schickt Dein Auftraggeber seine Anfragen an ein dutzend,
potentiell in Frage kommende Firmen und wer am Billigsten ist bekommt
den Auftrag.
Natürlich wird eure Geschäftsleitung Deinen Wünschen nach einem nahen
Einsatzort die höchste Priorität einräumen. Vor allem wenn die Kunden
vor der Türe Schlange stehen. Die Wünsche von Neulingen haben natürlich
eine noch höhere Priorität als die der Altgedienten.
Hallo Amateur,
Schon klar. Es ging mir nur darum, ob der Arbeitsplatz tendenziell eher
in der Nähe einer Stadt oder in der Pampa ist. Aber da lässt sich
sowieso keine generelle Aussage achen. Werde es wohl oder übel
ausprobieren müssen...
Unschlüssiger schrieb:> Bekommt man solche Jobs denn als> Einsteiger?
Jein!
In einem Teilbereich sollte man da schon "Profi" sein.
Damit man ned total "footloose" durch die Gegend schleudert.
> Bei kleien Firmen Hört sich für mich danach an als bräuchte man da mehr> Erfahrung?
Na davon träumt man da. Aber wenn du zumindest in einen Teilbereich
Kenntnisse hast (Kenntnis meine ich nachgewissenes Wissen, gibt ja auch
das schöne Wort der "Kenntnisprüfung") dann sind deine Karten nicht die
schlechtesten.
> Falls ja was kann man als Jahres Gehalt fordern?
Das sind KMU`s.
Da sind die Einkommensunterschiede schon sehr Extrem.
Da mußte schon selber mal rumschauen.
amateur schrieb:> Natürlich wird eure Geschäftsleitung Deinen Wünschen nach einem nahen> Einsatzort die höchste Priorität einräumen.
Jo, und das Datum wann das passiert ist zu 100% der 30.02.2XXX!
Nach etwa 10 Jahren als "Teilzeit IBNer" fällt mein Resume nicht ganz so
positiv aus. Du siehst meist nicht viel von einem Land.. Flughafen, die
Strecke zwischen Autobahn und Hotel und zwischen Hotel und Baustelle.
Arbeitzeiten liegen meist zwischen 10 und 13 Stunden am Tag und wenn
dann alle zwei Wochen ein Wochenende frei ist, lag mein Arsch meist so
fest im Bett das ich auch nichts groß von der Umgebung gesehen habe.
Zusätzlich hatte ich oft auch kein eigenen Wagen, da es für die Kunden
billiger ist einen Fahrer zu schicken.
Jedoch ist meine Grundeinstellung auch immer "so schnell wie möglich
fertig und dann nach Hause". Wenn du die Energie aufbringen kannst gibts
auch bestimmt etwas Weltreiseflair.
Übrigens ist man als z.B. Facharbeiter der IBN auch körperlich mehr
gefordert als wenn man Programmierer ist. Du rennst quasi den ganzen Tag
auf der Anlage herum, klettern, knien.. das ganze irgendwie immer in der
Kälte oder Hitze.
Ich hatte da keinen Bock mehr drauf, ich hatte aber Kollegen, die bis
zur Rente noch auf Baustellen gefahren sind.
>...ich hatte aber Kollegen, die bis zur Rente noch auf Baustellen gefahren >
sind.
ja warum wohl? weils schön oder Spass macht garantiert nicht,
und wer sich zu viele Gedanken macht bekommt dann vllt. ein Problem mit
seiner CPU im Kopf,
Hallo,
Ich spreche zu Euch als Ex Inbetriebnehmer.
Ich habe SPS Steuerungen und Visualisierungssysteme weltweit in Betrieb
gesetzt.
S5,S7, WinCC + Flexible, Hima, Simovert, div. Frequenzumrichter, VB, C,
SQL, Servos, Datenbanksysteme mit Materialverfolgung.
Einsätze hauptsächlich in der Metallindustrie und in der Chemie.
Die Firma war mit 5 Programmierern, 1 Chef, 1 Abteilungsleiter, 1
Kaufmann, 1 Sekretärin, 1 Buchhaltung, 5 Elektroingenieuren zu Planung.
Die Programmierer haben „Ihre Anlagen“ meist selbst in Betrieb genommen.
Die Anlagen wurden mit Zeichnungen und Funktionsbesprechungen erklärt,
dann programmiert und umgesetzt. Eigenen Stil reinbringen war auch ok.
Soweit so gut. Manchmal wurden 2 oder 3 Anlagen gleichzeitig
geschrieben..
Anfänger habe kleine Sachen oder Umbauten/Erweiterungen bekommen. Hohe
Fluktuation.
Firmenwagen zu den Einsätzen, welche, je nach Anlage, bis zu 3 Monaten
dauern konnten.
Habe dann vor Jahren den Job gewechselt, weil er zwar super war, sich
dennoch nicht mit der Familie, Haus usw. vereinen konnte. Man ist
einfach nie zuhause, entfernt sich von den Freunden, hat am WE keine
Lust was mit der Frau/Familie was zu unternehmen.
Im Nachhinein würde ich technisch gesehen das für den Start eine
Programmier- oder IBN Karriere machen, aber zusehen, das man auf Dauer
was anderes bekommt.
Bezahlung war such nicht gut, für das man sich den A***h aufreisst.
Der Druck ist zu hoch. Geschäftsführer oder kostenverantwortliche Leute,
die keine Ahnung von der Technik haben versuchen einen immer wieder was
anzuheften, weil die Inbetriebnahme nicht schnell genug geht. =>
Schwachmaten sind das! Sollten eigentlich im Büro bleiben.
Wenn man gerade in den Job einsteigt, nimmt man sich das auch zu Herzen.
Zusätzlich auch noch die Gefahr, etwas an der Anlage durch
Programmierfehler kaputt zu machen.
Der Job ist technisch genial, aber politisch ein Grauen => wie immer in
diesem Land!
C
Elo schrieb:> ja warum wohl? weils schön oder Spass macht garantiert nicht,> und wer sich zu viele Gedanken macht bekommt dann vllt. ein Problem mit> seiner CPU im Kopf,
Das waren halt Leute die gerne Unterwegs waren. Die konnten auch nicht
in der Firma arbeiten weil es dort Leute gab die Anweisungen gegeben
haben.
Und ich rede von Facharbeitern, teilweise mit Haus und Familie, da
wechselt man nicht so schnell den AG.
Die Selbstständigkeit ist ein großes Plus, selber Arbeit aufteilen und
auch seine Arbeitszeiten selber bestimmen ist normal. Dafür haste
teilweise echt Stress, gerade auf großen Baustellen (so 4-9 Monate) hast
du Zeitpläne und musst deine Arbeit dauerhaft verteidigen.
Als IBN sollte man ein dickes Fell haben, sei es den Auftraggebern
gegenüber oder wenn ein technische Probleme dich um Schlaf und Verstand
bringt.
Ich finde das man für solch einen Job schon gerne machen muss, sonst
liegst du nach nem halben Jahr krank zu Hause oder suchst ne neue
Arbeit. Nur mit dem Vorsatz das man etwas von der Welt sehen will wird
das nix.
Michael schrieb:> Nach etwa 10 Jahren als "Teilzeit IBNer" fällt mein Resume nicht ganz so>> positiv aus. Du siehst meist nicht viel von einem Land.. Flughafen, die>> Strecke zwischen Autobahn und Hotel und zwischen Hotel und Baustelle.>> Arbeitzeiten liegen meist zwischen 10 und 13 Stunden am Tag und wenn>> dann alle zwei Wochen ein Wochenende frei ist, lag mein Arsch meist so>> fest im Bett das ich auch nichts groß von der Umgebung gesehen habe.
Kann ich bestätigen, der TE glaubt wohl an einen bezahlten
Abenteuerurlaub und meint auf diese Weise die Welt sehen zu können. Die
meiste Zeit sieht man aber trostlose Hotelzimmer und trostlose
Werkshallen von innen. Mit Urlaub hat das nichts zu tun. Und
Infrastruktur muss im Zielland trotz Stadt nicht vorhanden sein.
Hi Marco,
Nein das sehe ich gewiss nicht so. Hast du dir schonmal überlegt, dass
es eine gute Möglichkeit ist, die so oft geforderte Auslandserfahrung zu
erlangen? Für einen Berufsanfänger gibt es da nicht so viel Auswahl.
Also muss man halt in den sauren Apfel beißen. Wenn du eine gute
Möglichkeit sieht diese anders zu erlangen nur zu. Natürlich reißen sich
die OEMs darum einen Berufsanfänger ins Ausland zu schicken und mit
verantwortungsvollen Aufgaben zu beauftragen (IRONIE).
Ich bedanke mich nochmals bei Marx W. für seinen Tip mit dem
Projektierungsingenieur. Das hört sich besser an. Da man hier länger im
Ausland lebt und das Projekt komplett abwickelt kann man sicher eine
Menge lernen und kuturelle Kompetenz aufbauen. Falls es LEute gibt die
hier noch ein paar Erfahrungen und Empfehlungen zum besten geben würde
ich mich sehr freuen.
Danke!
Also es kommt darauf an. Ich war nun auch 6J. als Junging. auf IBs,
allerdings primär als Trainer. Der Vorteil ist, ich war in einem großen
Unternehmen, d.h. kein Großprojektgeschäft, sondern eher kleine
Sonderprojekte, da nur eine Sparte. War halt ein Nischenbereich mit
kleinem Sondermaschinenbau. Meine Einsätze waren daher nur meist wenige
Wochen und die meiste Zeit auch eher als Einweiser und Trainer und
weniger als IBler (Anlagen halt nicht so groß).
So hat es auch Spass gemacht, es gab stressige Zeiten, aber auch sehr
easygoing Zeiten. Genrell jedoch wirst du vom Land nichts sehen, das ist
klar, denn meine Erfahrung ist die, wenn du Zeit hast, bist du in der
Pampa und wenn du an einem geilen Ort bist, hast du idR keine Zeit. Das
ist mein Resumé nach 6J. und ca. 60+ besuchten Ländern, wobei ich mich
nicht beschwere, immerhin habe ich die Länder auf meiner Liste, die ich
sehen wollte, gesehen (z.B. Australien, Kanada, Russland) und dort hatte
ich den Flug etwas gedehnt für 1-2 extra Tage (hat mir sogar mein Chef
so empfohlen :)).
Was ich nicht machen würde, wären so Großbaustellen, auf denen man für
Monate rumhängt. Ich kam mir sowas nur leicht in Berührung, aber die
Arbeitsweise in anderen Ländern lässt doch sehr zu wünschen übrig. An
manchen Orten wäre mir da die Bezahlung zu gering gewesen. Ich hatte
Glück, dank Tarif habe ich 70k p.a. kassiert und noch die Spesen
eingeheimst (meist eingeladen Vorort). Daher schaue dich mal um, was es
in größeren Firmen mit Tarif so gibt, dort hast du vor allem
Reiserichtlinie und Hilfe, wenn du sie brauchst. In manchen Ländern ist
die Absicherung das A und O und ich weiß nicht, wie gut das bei den KMUs
ist.
Allerdings ist IBN eine Sackgasse karrieretechnisch. Einzig zum
Projektleiter kannst du da aufsteigen, aber das ist die Konkurrenz der
alten Hasen zu groß. D.h. die Meisten machen das auch ihr Leben lang.
Ich habe viele Kollegen und Leute aus Partnerfirmen getroffen, die seit
Jahrhzehten IBN machen. Ich kann es auch nachvollziehen, wenn man mal
die Reiseaction genossen hat, dann ist Büro einfach nur noch öde. Daher
gibt es für mich erstmal nur den einzigen logischen Schritt, der
Außendienstvertrieb. Dort bin ich mit Kusshand genommen worden, da hohe
Reisebereitschaft, hohes techn. Verständnis und bereits Kundenerfahrung.
Für mich natürlich die Aufstiegschancen und vor allem die Möglichkeit
zum Netzwerken. Das Ziel ist das Management für die Sesshaftigkeit und
da ist der Vertrieb eben näher dran als IBN ;)
Michael schrieb:> Als IBN sollte man ein dickes Fell haben, sei es den Auftraggebern> gegenüber oder wenn ein technische Probleme dich um Schlaf und Verstand> bringt.
Vorallem im Elektro- Automatisierungsbereich.
Da die Gewerke als letztes fertig werden, ist der Termin der IBN immer
zu 100% nach dem vertraglich zugesagten Übergabezeitpunkt.
Da ist man dann der "Letzte" den da alle Hunde beißen.
Ok. IBN scheidet mal aus ;) Kann mir jemand etwas mehr über den Beruf
des Projektierungsingenieurs erzählen. Habe schon danach gegoogelt aber
noch nicht so viel gefunden. Wie läuft denn so ein Projekt (grob) ab?
Welche Phasen gibt es?
Danke!
Unschlüssiger
Unschlüssiger schrieb:> Ok. IBN scheidet mal aus ;) Kann mir jemand etwas mehr über den Beruf> des Projektierungsingenieurs erzählen. Habe schon danach gegoogelt aber> noch nicht so viel gefunden.
Planungs- oder Konstruktionsing. googel mal.
> Wie läuft denn so ein Projekt (grob) ab?
Kuck mal Projektmanagement.
> Welche Phasen gibt es?
Lies das:
http://de.wikipedia.org/wiki/Projektmanagement