Bernd Rüter schrieb:
> Bei diesem "Schutz" habe ich immer das Problem, daß die Überspannung in
> die Versorgungsspannung abgeleitet wird. Was passiert dort damit ?
Die Versorgungsspannung ist ja in den allermeisten Fällen irgendwie
geregelt, z.B. mit dem Schaltregler von nem Steckernetzteil oder
klassisch von nem 7805 hinter nem Trafo. Der Regler erkennt daß die
Ausgangsspannung ansteigt und regelt runter. Fertig.
Das geht natürlich nur bei kleinen Energiemengen. Bei mehr wird hier
aber vermutlich der 1k-Widerstand oder die Diode vorher verglühen. Um da
mehr sagen zu können, müsste der TO natürlich genauer spezifizieren
gegen was für Arten von Überspannung er schützen möchte.
> Oder einen Transil, der eine "härtere" Kurve hat?
Die Transil hat eine härtere Kurve, aber meist erst zu spät. Schau Dir
mal ne TVS/Transil an die für 5V Betrieb spezifiziert ist - die SMAJ5.0A
z.B. leitet zwischen 6,40V und 7,07V 10mA. Erst danach geht es steil mit
dem Strom hoch, max. Clamping Voltage ist dann 9.2V. Bis dahin ist Dein
µC schon lange tot.
Bedenke daß nen µC normal selbst Schutzdioden gegen Masse und Versorgung
wie oben gezeigt enthält. Die sind normal klassisches Silizium und
beginnen damit bei ca. 0,7V zu leiten. Wenn deren maximaler Strom
überschritten wird gehen sie kaputt. Die externe Schottky fängt vorher
zu leiten an (ca. 0,4V) und übernimmt so den Strom bevor was an den µC
kommt.
Bei der normalen Z-Diode ist das Problem ähnlich.