Netz-Wechselsprechanlage. Frequenz?

OP #2988360
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Hallo,

sicher kennt der ein oder andere noch diese Wechselsprech Geräte, die 
man nur in die "Steckdose stecken" musste und die dann über das 
Stromnetz eine Verbindung von Raum zu Raum ermöglichen. Vorausgesetzt 
sie sind an der gleichen Phase angeschlossen.

Meine Fragen:

Weiß von Euch jemand, welcher Frequenzbereich da auf die Netzleitung 
aufmoduliert wird? ( Ich meine mich zu erinnern, dass die Teile irgendwo 
im Langwellenbereich eine modulierte HF einkoppeln ).

Und: Ist das heutzutage noch zulässig?

In den frühen 80er Jahren hat man die Geräte ab und zu gesehen, aber 
mittlerweile scheint diese Technik ausgestorben zu sein ( oder nicht 
mehr erlaubt )...
#2989620
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>> Ist das heutzutage noch zulässig?
Was Du im Bereich 3 kHz bis 148,5 kHz mit welcher Leistung und 
Modulation auf dem Stromnetz übertragen darfst ist u.a. durch die 
CENELEC Bänder A bis D festgelegt:

A 9 - 95 kHz Energieversorger
B 95 - 125 kHz Kundenanlagen - Die Nutzung dieses Bandes erfordert kein 
Zugriffsprotokoll.
C 125 - 140 kHz Kundenanlagen - Die Signalübertragung in diesem Band 
erfordert die Anwendung eines Zugriffsprotokolls.
D 140 - 148,5 kHz Kundenanlagen - Die Nutzung diese Bandes erfordert 
kein Zugriffsprotokoll.

-->  DIN EN 50065-1 VDE 0808-1:2012-01
Signalübertragung auf elektrischen Niederspannungsnetzen im 
Frequenzbereich 3 kHz bis 148,5 kHz

Die meisten Sprechanlagen liegen im B-Band um die 100kHz und senden mit 
5-10mW
(Firma: matzetronics) #2996375
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Michael M. schrieb:
> Wie wird bei diesen Wechselsprechanlagen die HF auf die Phase auf
> gekoppelt ?
> Wird das über ein Ferrittrafo gemacht oder über Einkoppelkondensatoren ?

Meine hat eine Gegentaktendstufe aus Transistoren, die auf einen 
resonanten Schalenkerntrafo arbeitet (ist auf die Mitte der Kanäle, also 
bei mir 115kHz gestimmt). Netzseitig wird dann mit 22nF/630V an beiden 
Enden eingekoppelt. Die Kondis sind natürlich X-Typen.

??? schrieb:
> Vergiss diesen Mist. Ein ordentlicher Netzfilter an irgendeinem Gerät
> und Essig ists mit der Kommunikation.

Nö, ist hier nicht so. Schwieriger ist es da schon, über die Phasen zu 
kommen, da hilft allerdings lustigerweise ein 3-phasiger FI.
Gast #3000666
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e- T0M schrieb:
> CENELEC Bänder A bis D festgelegt:
>
> A 9 - 95 kHz Energieversorger
> B 95 - 125 kHz Kundenanlagen - Die Nutzung dieses Bandes erfordert kein
> Zugriffsprotokoll.
> C 125 - 140 kHz Kundenanlagen - Die Signalübertragung in diesem Band
> erfordert die Anwendung eines Zugriffsprotokolls.
>
> D 140 - 148,5 kHz Kundenanlagen - Die Nutzung diese Bandes erfordert
> kein Zugriffsprotokoll.
>
> -->  DIN EN 50065-1 VDE 0808-1:2012-01
> Signalübertragung auf elektrischen Niederspannungsnetzen im
> Frequenzbereich 3 kHz bis 148,5 kHz

Gilt das auch für Ethernet über Steckdose?
#3000726
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Ja, es gibt Systeme, die auch Ethernet in diesem Spektrum übertragen, 
allerdings mit sehr geringer Übertragungsrate, da die nutzbare 
Bandbreite einfach sehr gering ist. Energieversorger verwenden dies für 
Datenübertragung über ihr Verteilnetz. Hierbei wird meist OFDM BPSK 
moduliert. Die Übertragungsraten liegen dabei <100kBit/s.
Stichworte für weitere Infos: G3, Prime, Yitran,...

Die Systeme, die Du vermutlich meinst, die heute im Heimbereich 
eingesetzt werden arbeiten je nach System und Datenrate in höheren 
Frequenzbereichen:
z.B. HomePlug AV : 1,8 - 28Mhz
Hier wird OFDM mit 1536 Trägern und bis zu QAM1024 eingesetzt.

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