Da möchte ich dir nicht zu nahe treten aber:
Wenn der PE gemeint ist der in elektrischen Anlagen Mensch und Tier vor
lebensgefährlichen Spannungen schützt würde ich mir das ganze Projekt
noch einmal überlegen.
Da die Klemme keine Zulassung hat (und vermutlich der gesamte Aufbau
davor und dahinter auch nicht, inkl. der Leiterbahnen etc.) ist deine
Frage müßig.
Müßig deshalb weil du das ganze so oder so nicht durchführen dürftest,
da die Vorschriften das verbieten. Das kann man natürlich ignorieren,
aber da hätte ich vorher jede Menge Fragen.
Was machst du z.B. wenn nach einem Isolationsfehler der erste
Kurzschlussstrom deine Leiterbahnen durchschmurgelt und der zweite, nach
wieder einschalten der Sicherung, das Herz deiner liebsten?
Jens Martin schrieb:> Da die Klemme keine Zulassung hat (und vermutlich der gesamte Aufbau> davor und dahinter auch nicht, inkl. der Leiterbahnen etc.) ist deine> Frage müßig.
Welche Klemmen dürfte ich dann benutzen???
Jens Martin schrieb:> Müßig deshalb weil du das ganze so oder so nicht durchführen dürftest,> da die Vorschriften das verbieten. Das kann man natürlich ignorieren,> aber da hätte ich vorher jede Menge Fragen.
Warum dürfte ich das den so oder so nicht???
Jens Martin schrieb:> Was machst du z.B. wenn nach einem Isolationsfehler der erste> Kurzschlussstrom deine Leiterbahnen durchschmurgelt und der zweite, nach> wieder einschalten der Sicherung, das Herz deiner liebsten?
Hier gebe ich dir gerne Recht!!!
Hallo,
dafür gibts z.B.: von Phoenix eingefärbte und intern gebrückte Klemmen
MKDS 3/ 2-B-5,08 GNYE
Man muss aber beachten, dass die Klemmen auf der Leiterplatte mit min.
demselben Leiterbahnquerschnitt verbunden sind, wie die
Anschlussleitung. Wenn Du also das Gerät mit einer 1,5 mm^2
Anschlussleitung versiehst, MUSS die Leiterbahn für PE min. auch 1,5
mm^2 aufweisen, d.h. bei einer 70µm Dickkupfer braucht man immer noch
11mm Leiterbahnbreite (oben + unten).
Hintergrund: wie schon Jens Martin schrieb muss die Leiterbahn einen
Fehlerfall überstehen, darf also nicht das schwächste Glied in der Kette
sein.
VG
Ray
Franz schrieb:> Welche Klemmen dürfte ich dann benutzen???
gar keine unter anderem weil du (sorry) keine Ahnung von den hast was du
anrichten kannst (s. unten). Das hast du nicht bedacht und es gibt noch
eine endlose Anzahl weiterer Fehlerquellen. Derating z.B. wovon du
nehme ich an bisher wenig und von den Auswirkungen gar nichts gehört
hast.
Der ganze PE Zweig muss zwingen VDE etc. Zulassung haben und ist der
gefährlichste Teil einer >42V Installation was Staatsanwalt und
Zuchthaus angeht.
Hier ist ein kleiner Einstieg (eigentlich als Nachschlagewerk für
ausgebildete Profis gedacht).
http://www.moeller.net/binary/schabu/SB2011-10_online_DE.pdf
Verboten ist das ganze so oder so weil du zur Errichtung entsprechender
Anlagen eine Zulassung (z.B Elektromeister etc.) haben musst.
Das ist einer der Bereiche wo im überregulierten Deutschland eine Regel
sinnvoll ist.
RAY schrieb:> Wenn Du also das Gerät mit einer 1,5 mm^2 Anschlussleitung versiehst,
er will 9 PE's auf einer Leiterplatte zusammen führen. Ich kann's mir
zwar denken, will aber lieber nicht wissen was er damit vorhat.
OK was ich damit machen will, es sollen über Relais 8 Steckdosen in
einem Gehäuse geschalten werden.So jetzt habe ich mir überlegt, den PE
Leiter bei allen Steckdosen Parrallel anzuschliessen, wie mann das auch
bei der Hausinstallation macht.
Die Leistung beträgt bei allen Steckdosen zusammen max 1000W.
Ich hoffe das geht.
Jens Martin schrieb:> RAY schrieb:>> Wenn Du also das Gerät mit einer 1,5 mm^2 Anschlussleitung versiehst,>> er will 9 PE's auf einer Leiterplatte zusammen führen. Ich kann's mir> zwar denken, will aber lieber nicht wissen was er damit vorhat.
Wäre im Prinzip ein Verteiler - da müsste dann die Verbindung /
Zuführung natürlich entsprechend stärker ausgelegt sein. Aber ich denke,
dass alleine die Tatsache, dass die Leiterbahnen bei 1,5mm^2 11mm breit
sin müssten, sollte einem zu denken geben. Gut die Phoenix Klemmen sind
intern gebrückt, bräuchten also eigentlich gar keine Leiterbahn, aber es
wird schon seinen Grund haben, dass es die max. 3-pol. gibt.
Das schlimmste was ich diesbezüglich bis jetzt gesehen habe war eine LP
mit einer Leiterbahnbreite von 1,3mm (35µ) für PE, also immerhin
0,045mm^2 !(
VG
Ray
Franz schrieb:> es sollen über Relais 8 Steckdosen in> einem Gehäuse geschalten werden.So jetzt habe ich mir überlegt, den PE> Leiter bei allen Steckdosen Parrallel anzuschliessen,
Der übliche Weg ist das vom Stecker nach Steckdose zu Steckdose zu
verdrahten, also gar nicht über die Leiterplatte zu ziehen. Möglichst
noch als einen einzigen starren grün gelben Draht (teilabisoliert).
Lüsterklemmen mit Drahtschutz und Aderendhülsen auf dem Anschlusskabel.
Besser ist Käfigzugfeder (wg. Litze/Starr Übergang).
> Die Leistung beträgt bei allen Steckdosen zusammen max 1000W.
Um das zu Gewährleisten müsstest du eine 1000W/230V = ~ 5A Sicherung
einbauen.
Stell mal n Foto rein.
RAY schrieb:> Das schlimmste was ich diesbezüglich bis jetzt gesehen habe war eine LP> mit einer Leiterbahnbreite von 1,3mm (35µ) für PE, also immerhin> 0,045mm^2 !(
Eine sog. russische PE Sicherung ;-).
Jens Martin schrieb:> Der übliche Weg ist das vom Stecker nach Steckdose zu Steckdose zu> verdrahten, also gar nicht über die Leiterplatte zu ziehen. Möglichst> noch als einen einzigen starren grün gelben Draht (teilabisoliert).
Ja - bestes Beispiel dafür sind Steckdosenleisten. Dann hat man die
Problematik von der Leiterplatte weg.
VG
Ray
Da sich das mit dem PE-Leiter geklärt hat, habe ich nur noch eine
Frage!!!
Ich ja nur eine Phase habe die reinkommt und ich sie auf alle Steckdosen
über die 8 Relais verteilen will, muss ich ja von einem Relais zum
nächsten.
Wie macht mann das am besten über min. 5,00mm breite Leiterbahnen oder
besser mit 1,5mm Leitungen über die Klemmen.
ich frage mich, wozu du unbedingt eine Leiterplatte nutzen willst. Du
willst einfach Relais schalten, dann tu das. Setz eine Hutschiene wie in
jedem Verteiler, und da dann entpsrechende Relais drauf. Die PE's und
N's mit Wagoklemmen verbunden. Übliche 230V Relais haben alle
Schraubanschlüsse, da einfach mit dem Draht rein, wenns flexibler Draht
ist, mit Aderendhülse. Also ich meine Relais, welche 230V schalten
können. Die Ansteuerung der Relais kannst du dann ja über eine
Leiterplatte machen. Wenn du schlau bist, nimmst du Relais, die man mit
12V ansteuern kann. So hast du auf deiner Leiterplatte nur noch mit 12V
zu tun und alles ist gut und die VDE hat nicht ganz soviel dagegen, nur
das es nicht korrekt geprüft wurde, weil du warsch kein VDE Messgerät
hast. Aber wenn du es sorgfältig anschließt und dir richtig sicher bist,
was du tust sehen wir da mal drüber weg. Wenn was passiert, bist du
trotzdem dran, aber wenn du es wirklich ordentlich gemacht hast, dürfte
nix passieren.
MfG Dennis
Natürlich kann man die Phase über die Leiterplatte führen - nur auf
genügend Abstand zur Niederspannungsseite achten. Mit 5mm Leiterbahnen
kann man schon 7A ohne merkliche Erwärmung führen, eigentlich sollten
auch 3mm reichen. Nur eine Sicherung sollte irgendwo rein, sonst brennt
im Fehlerfall die Leiterbahn durch.
VG
Rainer
Jetzt habe ich noch ne Frage reicht es als Sicherheit, die oberige
schaltung am eingang der Platine einzufügen oder soll ich lieber ein
Snubber an jedes Relais hinbauen???
Was hat seine Vor- und Nachteile???
MFG