Mosfet prüfen mit Diodentest

Gast #3002632
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Hallo

Ich möchte einen Mosfet selbstsperrend N-Kanal prüfen mittels Multimeter 
Diodentest
ich habe einen Thread gelesen und wollte wissen ob das stimmt.
und ob ich den Fet im eingelöteten Zustand auch prüfen kann.

vielen dank


Am besten lässt ein Mosfet sich im Diodentestbereich eines Multimeters
messen, dort beträgt der Messstrom normalerweise maximal 1mA und die
maximale Spannung etwa 2,5V. Im Widerstandsbereich könnte die Spannung
zu klein sein, so dass der MOSFET nicht durchgesteuert werden kann.

Eine extra Prüfspannung wird nicht benötigt.

1.) alle Pins verbinden, vor allem Gate mit Source, damit das Gate
entladen wird und der MOSFET sperrt.

2.) parasitäre Bodydiode prüfen: Plus des Multimeters an Source, Minus
an Drain, dann sollten 0,3 bis 0,6V zu messen sein, wie bei einer Diode.
Ist die Spnnung 0, hat der MOSFET einen Kurzschluss oder das Gate ist
inzwischen doch aufgeladen.

3.) Plus an Drain, Minus an Source, sollte hochohmig sein, daran
erkennbar, dass das Multimeter seine maximale Spannung anzeigt. Kann
auch im Widerstandsbereich gemessen werden, dann einige Megohm oder
unendlich.

4.) Minuspol bleibt an der Source, mit dem Pluspol das Gate kurz
berühren, damit es geladen wird. Da das Gate Kondensatorverhalten hat,
bleibt es auch geladen, wenn die Messspitze wieder entfernt wird.

5.) dann wieder Pluspol an Drain: es fließt Strom, weil der MOSFET jetzt
angesteuert ist, die Spannungsanzeige im Diodenbereich geht fast auf 0.
#3002653
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Wenn man nur testen möchte, ob der Mosfet kaputt ist oder nicht, ist es 
eigentlich ausreichend, die Body-Diode in beiden Richtungen zu messen 
(so wie oben beschreiben) und dann noch zu testen, ob die 
Gate-Source-Strecke hochohmig ist.

Wenn das alles passt, ist es extrem unwahrscheinlich, dass der Mosfet 
kaputt ist, zumindest hab ich das noch nie erlebt.

Den Test, ob er tatsächlich Durchschaltet bei einer bestimmten 
Gatespannung, muss man deshalb eigentlich nicht machen.

Jakob R. schrieb:
> und ob ich den Fet im eingelöteten Zustand auch prüfen kann.

Das kommt auf die Beschaltung an. Meistens kann man die Body-Diode und 
das Gate auch im eingebauten Zustand prüfen.
Zumindest die groben Fehler (Kurzschluss) erkennt man relativ leicht.
Gast #3002705
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es ist extrem komisch es handelt sich um ein Schaltnetzteil über der PFC 
regelung ist eine Diode misst man die durch in Durchlassrichtung bekomme 
ich 0.2 V in Sperrichtung 0.02V etwa. Lötet man sie aus scheint sie in 
Ordnung!
Also wie ein Kurzschluss ich vermutte ein FET ist schuld und macht einen 
Schluss. Oder : Zwei Drahtwiderstände mit 3 W und 2.5Ohm haben gemessen 
Ohm hab sie aber noch nicht ausgelötet.

Den PFC Baustein hab ich schon getauscht.
Das Netzteil sollte 12V Ausgangspannung liefern
Hab mal mit einem Oszi und Trenntrafo an den Optokopplern gemmessen und 
da kommnen nur Nadelimpulse an max 500mV. Am Trafo hab ich Spannung 
messen können glaub das waren 300V ungefähr ist schon eine Woche her.

Der PFC und PWM Controller bekommen alle die richtige Betreibsspannung.
Gast #3003623
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In 99% der Fälle reicht es aus die Bodydiode zu messen, auch im 
eingebauten Zustand. In einer PFC kann es dann sein, dass man zb den 
Brückengleichtichter mißt, wenn der Fet innen offen ist. Erkennt man 1. 
an der Flußspannung und 2. ist dann sehr großer Strom geflossen was man 
von außen sieht (Deckel offen, es klebt nur mehr das Drainblech am KK)

Ist der Fet nur durchlegiert, erkennt man das bei der Messung der 
Bodydiode. Wenn eingebaut sind hoffentlich Pulldowns vorhanden also kann 
der Kanal auch nicht zu sein.


MFG Fralla
Gast #3003792
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Wenn ein Schaltnetzeil kaputt ist, ist es fast immer (mindestens) der 
MOSFET!
Also auslöten - dann kannst du immer noch messen.
Es kommt auch vor, dass das Gate nicht mehr hochohmig zum Drain ist.

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