ISDN S0 per LAN

OP #3008668
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Hallo Leute!

Bin auf der Suche nach einer Möglichkeit ISDN S0 transparent per LAN zu 
übertragen.

Es gibt da schon fertige Sachen:
http://www.xnet2000.de/isdn-s0-ueber-ip.html

Aber zu Preisen das es einen umhaut.

Und genau die Funktionen des o.G. Teils bräuchte ich.

Weiß jemand von Euch ob es da billigere Lösungen gibt?
Gerne auch zum Selbstbauen.
OP #3008717
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Also der Hintergrund:

Gebäude A --> Telefonanschluss, Gebäude B --> TK-Anlage

Gebäude A und B sind per WLAN verbunden.

Kabellösung nicht möglich.

Ich würde gerne in Gebäude A nach dem DSL Splitter oder nach dem NTBA

auf WLAN übergeben um dann in Gebäude B meine TK-Anlage zu nutzen.

Den Standort der TK kann ich nicht ändern, da ich dort anderweitige 
Schaltmöglichkeiten der Anlage nutzen will.

Noch als Hinweis in Gebäude A bräuchte ich überhaupt kein Telefon, dort 
reicht wenn DSL bereitstehen würde.

Ich hoffe ihr könnt mit meinen Infos was anfangen.

Danke Euch.
#3008734
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Hallo,

> Oha! ISDN über WLAN könnte recht interessant werden.

Jep, da glaube ich nicht so recht recht dran.

Allerdings SIP über WLAN klappt auch unter schwierigen Bedingungen recht 
gut. Ich würde deshalb eher eine solche Lösunge vorziehen.
Leider kenne ich keinen WLAN-SIP auf ISDN Client, der unterm Strich die 
beiden B-Kanäle wieder zusammenfasst.

Auf 'Gebäude A'-Seite tut's z.B. eine Fritz!Box mit aktiviertem 
SIP-Server.

timpi.
Gast #3008758
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Fritz S. schrieb:
> Gebäude A --> Telefonanschluss, Gebäude B --> TK-Anlage
>
>
>
> Gebäude A und B sind per WLAN verbunden.

Vergiss es, das klappt nicht. ISDN ein Echtzeitprotoll, welches kleinste 
Latenzen mit Dropouts oder gar Verbindungsabbrüchen quittiert. Unter 
umständen wird sich die PBX nicht einmal sauber mit dem ISDN Takt 
synchronisieren können. Dann sind gar keine externen Gespräche möglich.

Die xnet Teile sind ja auch nicht bloss Mediakonverter. Da steckt ein 
Bisschen Intelligenz drin, die den ISDN Datenstrom aufrecht erhält, wenn 
von der IP Seite Daten verspätet ankommen sollten.
#3008772
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Guest schrieb:
> Die xnet Teile sind ja auch nicht bloss Mediakonverter. Da steckt ein
> Bisschen Intelligenz drin, die den ISDN Datenstrom aufrecht erhält, wenn
> von der IP Seite Daten verspätet ankommen sollten.

Eben, mit etwas Aufwand geht das schon, aber den will er wie es aussieht 
nicht bezahlen.

Ich kenne beispielsweise Dinger von RAD, die S2m-Strecken von Tk-Anlagen 
über LAN/WAN verbinden. Allerdings steckt da deutlich Aufwand drin, um 
mit dem Jitter zurecht zu kommen. Und ob die mit der Charakteristik von 
WLAN klarkommen weiss ich nicht, ich kenne sie nur von Standleitungen 
mit QoS. Ausserdem haben diese Teile eine hässlich hohe Ausfallrate und 
übertragen die konfigurierten 64kbit-Kanäle permanent, ob grad was 
drüber läuft oder nicht.
Gast #3008842
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Kommt drauf an was die TK Anlage fürn Amtsanschluss hat.....

Wenns einfach wirklich nur S0 ist.....

Dann auf beiden Seiten eine Asterisk Software z.B. auf ner Fritzbox

Ein paar Konfig files....

Und am internen S0 der Fritzbox dann die eigentliche TK anlage....

Das geht schon.
(Firma: fritzler-avr.de) #3008852
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Wenns nur über ISDN quatschen ist, dann 2 Fritzboxen
In Haus A hängt die am ISDN und da ist nen SIP Telefon eingerichtet.
In haus B ist noch ne Fritzbox und da ist der ISDN für TKA eingerichtet 
und als "SIP Anbieter" die andere Fritzbox.

Mit Fax wirds dann eklig.
Gast #3008887
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Fritz S. schrieb:
> Ich würde gerne in Gebäude A nach dem DSL Splitter oder nach dem NTBA
> auf WLAN übergeben um dann in Gebäude B meine TK-Anlage zu nutzen.

Klingt nach Anleitung zum unglücklich werden, warum nimmst du nicht DECT 
(schnurlos)? Das ist dafür gemacht?
#3009455
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Fritz S. schrieb:
> DECT scheidet aus. Da die TK-Anlage in Gebäude B stehen muss!
>
> SIP bringt mir momentan leider auch nichts.

Und wenn Du 2 TK-Anlangen nimmst? Also eine, die das ISDN auf SIP 
umsetzt und die andere, die dann auf Basis von SIP alles mögliche andere 
bereitstellt?

Das wird vermutlich für alles funktionieren, außer ISDN-Datenübertragung 
(also X.75 und PPP-over-ISDN).

> Eine Überlegung von mir wäre  noch gewesen die ganze Sache optisch und
> nativ  per Laser zu übertragen. Dann sollten ja auch irgendwelche
> Protokolle keine Rolle spielen.

Dann leuchte mal mit dem Laser die 4 Drähte an und schau ob es 
funktioniert. Ohne Umsetzer, der die Protokolle kennt und einhält geht 
da gar nix.
Gast #3009542
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Also ein DSL-Router vom Typ Draytek Vigor 2820 IPPBX kann z.B. intern 
IP-Telefone versorgen (bis zu 50 Nebenstellen) und diese nach draussen 
hin per ISDN weiterleiten - klappt hervorragend. Die eine oder andere 
Fritzbox sollte das auch können ... wenn auch nicht so viele ... :-)
Gast #3010379
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Hallo,

habe das Thema hier auch verfolgt.

Leider habe ich mit dem Thema ISDN noch nicht sehr große Erfahrungen 
gesamelt.
Aber die Lösungswege die der Threadersteller sucht, finde ich durchaus 
auch für mich Interessant.

Wenn man wie oben beschrieben zwei Fritz Boxen oder auch sonstige 
höherwertige TK-Anlagen nach obigem Muster installieren würde:

Sprich ISDN S0->SIP->ISDN S0

-Habe ich dann in beide Gebäuden den S0 vorhanden?
-Kann ich im "Zielgebäude" den S0 genauso nutzen wie im ersten Gebäude 
mit  Telefonanbindung?
-gehen im "Zielgebäude" dann B und D Kanal?

Ich habe nämlich ein ähnliches Problem.
Nur habe ich "alte Hardware" einige DECT-Telefone die intern weiterhin 
telefonieren sollen. Auch nutze ich im Moment die Möglichkeit um an 
meiner Anlage einige Relais zu schalten bzw. nutze ich auch die 
Funktionalität das ich die Türsprechanlage mit über die Anlage laufen 
lasse. Gehen solche Sachen auch über SIP?
OP #3011802
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Danke an alle für Eure zahlreichen Antworten und Vorschläge.

Ok. Hab mich noch etwas in die SIP-Geschichte eingelesen.
Diese scheidet tatsächlich für mich aus. Ich brauche auch die 
Datenkanäle.


Gerd E. schrieb:
> Dann leuchte mal mit dem Laser die 4 Drähte an und schau ob es
> funktioniert. Ohne Umsetzer, der die Protokolle kennt und einhält geht
> da gar nix.


Solche Kommentare bringen mir sichtlich wenig!

Warum sollte es den nicht gehen den S0 optisch zu übertragen?!

Soweit ich nun herausgefunden habe ist der „Datenstrom“ mit einem 
AMI-Code versehen.

Dieser kennt, mehr oder weniger, nur den Schaltzustand ein oder aus.

Speziell beim S0 wird Der modifizierte AMI-Code verwendet und 
unterscheidet sich vom AMI-Code nur dadurch, dass die logische 0 
abwechselnd eine positive und eine negative Spannung führt.

Die zwei binären Zustände werden hier mit drei Potentialen
(+750mV, 0V und -750mV) dargestellt.
Dabei gilt:
• die binäre „1“ -> Signal 0V
• die binäre „0“ -> abwechselnd Signal +/- 750mV (geringer Gleichstrom)


Theoretisch bräuchte ich nicht einmal die drei Potenziale, da ich keine 
Gleichspannungsfreiheit herstellen will.
Demnach: die binäre 1 wird übertragen --> Laser aus. / Die binäre 0 wird 
übertragen (sprich 750mV liegen an) --> Laser ein.
Warum sollte sich das nicht 1:1 umsetzen lassen.
Alternativ. Falls doch das negative Signal gebraucht wird. Hab da mal 
was mit Rahmensynchronisation / HDB3 gelesen, dann bräuchte es halt noch 
einen zweiten Laser. Aber das wäre ja nicht das Thema.
Also warum sollte ich das nicht auf einer Laserstrecke übertragen 
können?
#3011935
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Du solltest mit abklären, ob es nicht doch einen Weg gibt, ein Kabel 
zwischen beiden Gebäuden zu bauen (oder mieten).
Eventuell hat ja ein Netzbetreiber beide Gebäude mit einer 
Hauseinführung versehen, dann wäre ja eine Mietleitung eine Möglichkeit.
Wenn du Datenübertragungen über den S0 nutzen willst, wird du um 
aufwändige Lösungen nicht rumkommen, da ISDN sehr zeitkritisch ist. 
Stimmt der Takt nicht, bricht dir die Datenübertragung bei jedem Resync 
zusammen.

Selbst die oben angeführte Lösung nennt nur Voice und Fax.
Ob überhaupt die Datendienste damit gehen?????
#3011964
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Hallo,
ich weiß es klingt nach einem doofen Vorschlag aber manchmal sieht man 
den Wald vor lauter Bäumen nicht:

Warum nicht den Telefonanschluss umziehen ins Haus B und dort die TK mit 
allem drum und dran betreiben, und dann ins Haus A per wLAN das DSL (bzw 
eben eher das LAN) verteilen?

Dann muss man das wLAN nicht für irgendwelchen synchro-Konverter-Sachen 
bemühen und hat eigentlich ne Anwendung die fast schon langweilig ist.
Einzig: Umzugskosten für den Telefonanschluss und Verkabelungsaufwand im 
Haus B.

Grüße
jan
Gast #3012588
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Jan X. schrieb:
> Vielleicht auch einfach mal nach NetCAPI oder capioverTCP suchen. Da
> sollte sich etwas mit 2 Fritzboxen realisieren lassen.

Die C-API hat aber mit den ISDN Protokollen nichts zu tun.


Fritz .. schrieb:
> Also warum sollte ich das nicht auf einer Laserstrecke übertragen
> können?

Mit welcher Leistung willst du denn senden damit

a: Drüben noch was ankommt (auch bei Nebel etc)
b: Niemandem (auch Vögel Hunden etc. ) die Netzhaut weggebrannt wird


Jan Dressler schrieb:
> ich weiß es klingt nach einem doofen Vorschlag aber manchmal sieht man
> den Wald vor lauter Bäumen nicht:
> Warum nicht den Telefonanschluss umziehen ins Haus B und dort die TK mit
> allem drum und dran betreiben,

Einfach und genial, muss man erst mal drauf kommen ;-).

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