usr schrieb:
> na erst mal informieren wäre da evt. besser gewesen
Ah, noch ein Schlauberger, der alles weiß, aber selber nix kann.
Mal zur Sache: Für Kurzwellenempfänger wird Trennschärfe gebraucht.
Analog ist das ein Quarzfilter mit 6..8 Quarzen und digital braucht man
dazu vermutlich einen Band- oder Tiefpaß mit 100 Taps oder mehr. Das
läßt sich entweder parallel per großem FPGA oder sequentiell per DSP mit
entsprechend hoher Taktfrequenz machen. Irgendwo muß man immer Aufwand
treiben. Wenn man das Frontend analog macht, also den bekannten
I/Q-Mischer bemüht, um erstmal von KW auf NF herunter zu kommen, dann
geht das Ganze sicherlich noch mit einem Cortex M4 zu erledigen. Aber
wenn man so verrückt ist, per schnellem ADC direkt abzutasten, dann wird
es ganz schnell sehr aufwendig. Für 30 MHz sollte man wenigstens mit 80
MHz abtasten, weil man ja vor den ADC einen Tiefpaß schalten muss, der
dafür sorgt, daß die Aliase - also Abtastfrequenz-Empfangsfrequenz - die
im Analogen "Spiegelfrequenz" heißen, quasi nicht mehr vorkommen. Und
eine Sperrflanke, die von 30 MHz bis 50 MHz um (sagen wir mal) 80 dB
runter geht, ist schon ein analoges Kunststück.
Tja und wie man dann hinter dem ADC weitermacht, kann man immer noch
nicht per frei zugänglicher Literatur wirklich praxisgerecht nachlesen.
Da wäre Wurschteln angesagt und das ist eben immer noch zuviel für einen
Einzelbastler, der nebenher auch noch seine Familie ernähren muß. Aber
ein interessantes Thema ist es schon.
W.S.