Digitalism schrieb:
> Deine Antwort scheint mir am ehesten auf meine Frage einzugehen (danke
> den anderen zwei trotzdem).
Hast du dir die anderen Links wenigstens angesehen und ein wenig darüber
nachgedacht?
Das Prinzip ist so einfach wie
Denk dir eine Zahl zwischen 0 und 1023 aus! Hast du?
Gut
Ist deine Zahl größer/gleich oder kleiner als 512?
Aha kleiner.
Ist deine Zahl größer/gleich oder kleiner als 256
Aha größer.
Ist deine Zahl größer/gleich oder kleiner als 384 (das ist (512+256)/2)
Aha kleiner.
Ist deine Zahl größer/gleich oder kleiner als 320 (das ist (384+256)/2
Aha größer.
Ist deine Zahl größer/gleich oder kleiner als 352
Aha kleiner
...
Mit jeder Entscheidung schränkst du den 'Suchraum' um die Hälfte ein.
Nach 10 derartigen Abfragen hast du die Zahl eindeutig festgenagelt.
Der SAR macht auch nix anders.
Der Teil "Denk dir eine Zahl" ist die Sample&Hold Stufe, in der die
aussen anliegende SPannung zwischengespeichert wird.
Der Teil "Ist deine Zahl ..." ist eine Kombination, indem der Wandler
sich selbst eine Spannung aus einem Bitwert erzeugt ...
"größer/gleich oder kleiner"
... und mit einer OpAmp vergleicht, welches Verhältnis zwischen der
erzeugten Spannung und der zu messenden Spannung vorliegt.
je nach diesem Ergebnis entscheidet sich, ob das zugehörige Bit in dem
Register aus dem die Vergleichsspannung erzeugt wurde auf 1 bleibt oder
ob es auf 0 gesetzt werden muss.
Das ADC beginnt also im 10 Bit Register damit, dass er das linkste Bit
(das MSB) versuchsweise auf 1 setzt (und damit die Hälfte der
Referenzspannung als Vergleichsspannung benutzt wird) und wenn die so
erzeugte Vergleichsspannung kleiner als die zu messende Spannung ist,
dann bleibt dieses Bit auch auf 1 (und wird ansonsten auf 0
zurückgesetzt). Damit ist geklärt, wie das oberste Bit aussehen muss.
Dann kommt das nächste Bit drann. Aufgrund seiner Bitposition schaltet
es ein 1/4 der Referenzspannung zur Vergleichsspannung dazu. Und wieder
die Frage: Ist die Vergleichssapnnung damit größer oder kleiner als die
zu messende Spannung. Je nach Ausgang behält das Bit seine 1 oder wird
zurückgesetzt. Und so geht das weiter. Bit für Bit wird entschieden, ob
man einen entsprechenden Anteil der Referenzspannung braucht, damit man
die zu messende Spannung damit abbildet.
Ist der Prozess durch, dann kannst du dir die 10 Bit abholen. Der ADC
hat eine Spannung gewandelt.
Und jetzt schaust du dir den Link
http://en.wikipedia.org/wiki/Successive_approximation_ADC
nochmal genauer an. Du findest dort alles wieder. Das Prinzip ist
wirklich sehr/sehr simpel.