Gast
#3016965
Ich ätze meine Platinen seit einiger Zeit mit Natriumpersulfat. Die Lösung lagere ich in einer gekennzeichneten 1L-Flasche, geätzt wird in einem alten Edelstahlkochtopf direkt auf einer Kochplatte. Die Temperatur wird nicht extra gemessen, ich denke es sind so zwischen 50 und 70°C. Wenn die Ätzwirkung spürbar nachlässt, kommt die Brühe in den 5L Sammelkanister und ich setze neue an. Das kommt so ein, zweimal im Jahr vor. Soweit wird der Prozess ja bekannt sein, ich denke ihr macht das ähnlich. Heute wäre wieder ein Wechsel der Ätzlösung fällig gewesen. Bei der letzten Platine ging kaum noch was, es hatte mehr als eine Viertelstunde gedauert. Nun fiel mir auf, das die Flasche nur noch etwa halb voll war. Der Rest war, bestimmt begünstigt durch den offenen Kochtopf, verdunstet. Ich dachte es ist eine Versuch wert und füllte die Flasche wieder mit VE-Wasser bis oben auf. Danach habe ich eine Platine geätzt und was soll ich sagen, das Zeug geht wieder! Nach etwa 5 Minuten verschwand das erste Kupfer. Dann fertig geätzt und begutachtet - Top Ergebnis! Ich werde jetzt jedenfalls immer nach dem Ätzen die Flasche wieder mit VE-Wasser auffüllen, mal schauen wie lange die Brühe noch durchhält. Es wäre interessant ob ihr ähnliche Beobachtungen gemacht habt. Vielleicht ist auch ein Chemiker hier unterwegs der den genauen Zusammenhang erklären kann? lG