Ich habe hier 3 LED-Strahler 10W von Pollin:
http://www.pollin.de/shop/dt/Mzg5NzY0OTk-/Lichttechnik_Leuchtmittel/LED_Technik/LED_Leuchten/LED_Flutlichtstrahler_DAYLITE_PLF_10W_10_W_warmweiss.html
Alle 3 Strahler stören den UKW-Empfang im Radio, getestet mit 3
verschiedenen Radios, Abstand etwa 2m. Als Netzteil ist ein "EBLED001"
ohne weitere Angaben verbaut. Die Strahler haben CE-Zeichen, keine
Angaben zur EMV im Datenblatt.
Ich gehe mal davon aus, dass derartige Störungen nicht zulässig sind.
Sollten Schaltnetzteile nicht entsprechend entstört sein? Ist das ein
ausreichender Rücksendegrund?*
Kann ich das Netzteil nachträglich mit wenig Aufwand entstören? Viel
Platz ist halt auch nicht, ein X2 mit 47n würde noch reinpassen, aber
sicher kein vollständiger Netzfilter.
*) Ich will die nicht zurückgeben, Helligkeit und Lichtfarbe sind
eigentlich in Ordnung.
Dazu muss ich die LED ablöten und die Kabel verlängern, gehen direkt aus
dem SNT raus durch das Gehäuse an die LED.
33n X2 primärseitig haben nichts gebracht. Hatte ich jetzt ohne weitere
Induktivität auch nicht erwartet.
Bei UKW reichen ja schon wenige cm Draht als "Antenne". Deshalb sollte
man die Entstörmaßnahme möglichst nahe am Übel versuchen. Klappferrit um
die Zuleitung wäre ein erster bescheidener Versuch. Es scheint aber noch
mehr 230V-LED-Lampen zu geben, die Funkstörungen verursachen wie man so
liest.
Entweder man hat steile Schaltflanken im Netzteil, die im Radio stören
oder etwas verschliffene, die mehr unerwünschte Wärme zur Folge haben
und damit die möglichst kleinen Schalttransitoren schwitzen lassen. Es
soll ja billig sein ...
Der Tipp mit dem Klappferrit war gut, hab den allerdings um die
Netzleitung gelegt: 15cm vom SNT keine Wirkung, knapp am SNT deutliche
Reduzierung der Störung. Hätte nicht gedacht, dass so ein Klappferrit im
UKW schon so wirksam ist.
Hab jetzt, weil der Klappferrit zu groß ist, die Netzleitungen am SNT
durch einen Ringkern gezogen. Die Störungen sind nicht ganz weg, aber
deutlich weniger.
Nebenbei habe ich den Netzleitungen in der Anschlussklemme Aderendhülsen
verpasst. Da waren L und N mit verzinnten Enden in einer Lüsterklemme
ohne Drahtschutz. Die Chinesen werden es nie lernen...
man detektiert diesen nutzungsschrott mit einem LCD phasenprüfer von
conrad . der zeigt dann 110volt oder 230volt an,weil sein
innenwiderstand 100megaohm hoch ist.es könnten aber auch tödliche
spannungen am schutzkleinspannungsnetzteil anliegen.meist ist der
isolationsweg zu klein zur 230volt seite oder der schalttransistor
strahlt in die kleinspannungsseitenleiterbahnen.
wer die leinpannungsseite niederohmig erdet riskiert ein netzteilbrand
wenn lötperlen die kurze strecke überbrücken.
wer sie hochohmig (230volt vollauglich 47kohm 2watt widerstand an
erde)erdet könnte den brand vielleicht umgehen es brummt aber dann
wieder ein wenig.
nicht vergessen schaltreglernetzteile zerstören sich nach 3-5 jahren von
selbst wie induktionskocher.die lötpunkte gehen auf.trafonetzteile sind
bei einbauen und vergessen besser.
es gibt netzteile die nicht oder nur wenig strahlen aber man muss
mehrere kaufen und 1 behalten.
für das bett sind die dinger absolut nichts wenn sie so strahlen.4m
schutzkleinspannungszuleitung legen.
dauerrauscher schrieb:
@dauerrauscher: Wovon redest du eigentlich? Ausserdem ist deine Shift
Taste kaputt.
Timm Thaler schrieb:> Die Chinesen werden es nie lernen...
Doch. Sie haben gelernt, das die primärseitige Entstörung völlig unnötig
ist, weil das vor dem Kauf keiner weiss und sie nach dem Kauf ihr Geld
bereits haben.
Du könntest in das Netzteil in die Primärseite eine stromkompensierte
Drossel einbauen, dann wäre Ruhe. Vermutlich ist das aber zugeklebt und
eh kein Platz dadrin.
dauerrauscher schrieb:> nicht vergessen schaltreglernetzteile zerstören sich nach 3-5 jahren von> selbst wie induktionskocher.die lötpunkte gehen auf.
Völliger Quatsch. Ein richtig dimensioniertes SNT läuft jahrzehntelang
ohne Probleme und ohne Störungen zu verursachen. Alles eine Frage des
Aufwandes.
Matthias Sch. schrieb:> Ein richtig dimensioniertes SNT läuft jahrzehntelang
So die Hoffnung! Ob die verbauten Elkos das auch schon wissen? Genau da
wird´auch künftig die Sollbruchstelle der meisten Sparlampen sein, die
noch Jahre als "Ersatzteil" im Regal liegen.
walter schrieb:> Ich hatte ebenfalls massive Störungen, solange ich nicht die Mindestlast> des Netzteils angeschlossen hatte.
Das SNT liefert laut Aufdruck 900mA an 11V, die 10W der LED sollten also
passen. Gemessen hab ich es noch nicht, weil ich die LED noch nicht
auslöten wollte.
Ich hab aber heut bei nem anderen Strahler ähnlicher Bauform (von Norma,
10W kaltweiss) das Gleiche bemerkt: Stört am Anfang im Radio. Wird mehr,
wenn man sich dem Strahler nähert, Abstand zum Radio ca. 3m.
Witzigerweise scheint die Störung nachzulassen, wenn der Strahler eine
Weile an ist. Kann natürlich auch sein, dass das UKW-Signal besser wird
(Wetter), oder das Radio sich auf den Sender anpasst (AFC, Drift der
ZF). Muss das mal im Dauerlauf testen.
Timm Thaler schrieb:> Witzigerweise scheint die Störung nachzulassen, wenn der Strahler eine> Weile an ist.
Ich denke eher, daß das SNT warm wird und die Taktfrequenz minimal
driftet. Weil UKW die x-te Oberwelle ist, wandert das Störsignal von
einem Sender weg und eventuell zum nächsten. Oder mit etwas Glück (oder
Pech?) komplett aus dem UKW Rundfunkband. Ich würde dazu raten, die
Dinger ordentlich zu verdrosseln. Ansonsten steht schlimmstenfalls die
Bundesnetzagentur vor der Tür und untersagt den Betrieb.
Servus
Michael
Michael M. schrieb:> Weil UKW die x-te Oberwelle ist, wandert das Störsignal von> einem Sender weg und eventuell zum nächsten.
Der stört eher breitbandig im UKW. Zumindest stopft er mehrere Sender
effektiv zu. Allerdings hab ich hier auch ziemlich schlechten Empfang,
da ist das keine Kunst. Ein ähnliches Phänomen hatte ich mal mit einem
unbelastetem 12V-SNT, auch von Pollin.
> Dinger ordentlich zu verdrosseln. Ansonsten steht schlimmstenfalls die> Bundesnetzagentur vor der Tür und untersagt den Betrieb.
Dann zeig ich denen das CE-Zeichen, da können die gar nix machen. ;-)
Martin B. aus E. schrieb:> Für die BNA reicht doch wahrscheinlich die "Sendeleistung" nicht aus.> Bis zum Nachbarn wird das Teil doch hoffentlich nicht reichen
Es gibt keine feste Reichweite für Funkwellen. Das kommt immer auf
den jeweiligen Empfänger und die äusseren Umstände an.
Gruss
Harald
Martin B. aus E. schrieb:> reicht doch wahrscheinlich die "Sendeleistung" nicht aus.
Das ist ganz verschieden. Ein "Entstörer" hat mir vor langer Zeit
berichtet, daß er auch eine simple Straßenlampe als Störquelle gefunden
hat. Solange jeder Draht auch eine Antenne ist, kann man auch mit
kleiner Leistung größeren Ärger haben.
Timm Thaler schrieb:> Dann zeig ich denen das CE-Zeichen,
Wenn aus meinem Motor Öl läuft, dann zeig ich Euch meine TÜV-Plakette?
Gibts eigentlich sowas wie die Netzentstörfilter auch in klein? Ein
Strom von 0.1A würde ja schon reichen, das Teil dürfte aber nicht größer
als eine Lüsterklemme sein. Diskret geht das wegen der Entstörkondies
und der nötigen Abstände nicht, aber vergossen vielleicht?
oszi40 schrieb:> Wenn aus meinem Motor Öl läuft, dann zeig ich Euch meine TÜV-Plakette?
Wenn aus meinem Finger Blut rausläuft, zeige ich ihm den
letzten Gesundheitscheck meines Hausarztes?
SCNR
Harald
oszi40 schrieb:> Matthias Sch. schrieb:>> Ein richtig dimensioniertes SNT läuft jahrzehntelang>> So die Hoffnung! Ob die verbauten Elkos das auch schon wissen? Genau da> wird´auch künftig die Sollbruchstelle der meisten Sparlampen sein, die> noch Jahre als "Ersatzteil" im Regal liegen.
Lol, ich rede ja auch nicht von Schrott, sondern von richtig
dimensionierten SNT. Mein letzter (Röhren-)Fernseher vor der LCD
Generation lief 25 Jahre mit seinem SNT, und ich habe ihn weder
geschont, noch repariert. Das einzige was ich gemacht habe, war,
innerhalb der 25 Jahre 2-mal die Bildröhre zu regenerieren.
Es geht also durchaus. Und verklebte/vergossene Eisenkerntrafos mit
durchgebrannten Thermosicherungen hatten viele hier auch schon. Das kann
man auch nicht reparieren und das Ding landet beim Recycling. Ein SNT
hingegen ist da schon mal reparierbar.
Ich muss da nochmal ran, würde doch gern die Störung mit geringem
Aufwand etwas reduzieren.
Timm Thaler schrieb:> Gibts eigentlich sowas wie die Netzentstörfilter auch in klein?
Oder alternativ, welche Ringkerne eignen sich gut zur Entstörung. Ich
hab jetzt wahllos 2 Graue mit passender Größe rausgegriffen, die gehen
einigermaßen, habe aber keine Angaben zu den Kernen. Klappferrit bringt
mehr Effekt, aber der passt leider nicht ins Gehäuse.
ich hatte das gleiche Problem mit MR 16 LED-Spots.Heute habe ich mir
eine Schaltung so aufgebaut, dass eine Gleichrichter-Diode vor die LED
geschaltet wurde. Verblüffenderweise funktioniert die LED und das
Brummen im Küchenradio (mit Wurfantenne)ist verschwunden. Daraufhin habe
ich die 3 eingebauten Strahler durch Auftrennen einer Zuleitung ebenso
ausgerüstet und alles ist perfekt. Sicherlich reicht auch eine Diode für
die 3 LED´s, aber da komme ich schlecht ran.
> Heute habe ich mir eine Schaltung so aufgebaut, dass eine Gleichrichter-Diode
vor die LED geschaltet wurde.
Welche Spezifikation muss die Diode haben? Ich habe hier ein Netzteil
mit 12V DC Ausgang (bis 1,25 A). Kann ich da die Diode zwischen eine der
abgehenden Leitungen und den Ausgang setzen? Also die Leitung an die
Diode löten und die andere Seite der Diode am Netzteil anklemmen?