Danke - dort habe ich die auch schon gefunden.
Ich wollte am liebsten direkt bei einem Händler holen, damit das Ding
ggf am WE schon einsatzbereit wäre.
Oder bekommt man sowas dort nicht?
Wie leicht zu erkennen ist, sind das 3 (Funkentstör-)Kondensatoren und
ein Widerstand in einem Gehäuse.
Ob nun 0.2 oder 0.27, 0.010 oder 0.015, 1MOhm oder 4M7 ist eher egal.
Conrad hat nur 0.2uF/0.0025 ohne Widerstand (den man extern dranlöten
könnte), notfalls geht der auch, besser also weglassen (die Maschine
funktioniert auch ohne Funkentstörung).
Der Entstörkondensator hängt parallel an der Netzzuleitung. Die Maschine
läuft provisorisch sicher auch ein paar Tage ohne. Dann würde ich das
Originalteil bestellen und später einbauen.
Bei C... gibt es zumindest nicht den baugleichen Typ.
Stimmt - nachgeschaut - hängt parallel. Die Maschine funktioniert auch
ohne, nur die Umwälzpumpe läuft nicht an. Hatte eigentlich gehofft, dass
das der Übeltäter ist - aber dann ist es wahrscheinlich nicht der Fall
Hi,
habe den verbrannten Kondensator entfernt und die Pumpe läuft wieder.
Werde mir bei Ebay das Ersatzteil ordern!
Was macht eigentlich dieser Entstörkondensator? Spannungspitzen glätten?
Vielen Dank für die Hilfe!
m32 schrieb:> Was macht eigentlich dieser Entstörkondensator?
Na was schon?
Er entstört, heißt das Du den Nachbaren mit der scheiß Siemenskrücke
nicht auf den Sack gehst.
m32 schrieb:> in meiner Spülmaschine ist ein Kondensator explodiert.
Sei froh, das bei dieser Gelegenheit nicht Deine ganze Wohnung mit
abgebrannt ist. Das ist einer Nachbarin von mir passiert. Ich
verstehe auch nicht, wieso dieser Kondensator vor dem Netzschalter
angebracht wird und damit eine ständige, potentielle Brandgefahr
darstellt. Wer zieht denn schon nach jeder Wäche den Stecker aus
der Dose?
Gruss
Harald
PS: Aufgrund dieses Ereignisses habe ich meine eigene Maschine
so umgebaut, das der Entstörkondensator hinter dem Hauptschalter
liegt.
Das bringt leider nichts.
Es gibt unzählige Brandgefahren. Ach wenn du einen Teil der
unwahrscheinlichen Gefahren absolut hundertprozentig ausschließt -- die
Gefahr, dass irgendetwas Unwahrscheinliches passiert ändert sich nicht
wesentlich.
Wenn der Kondensator hinter dem Netzschalter angeordnet ist, wird der
Schalter beim Schließen stark beansprucht. Schalter, die direktes
Schalten von C's vertagen kosten mehr als die üblichen Versionen.
Also....
Ein weitres Gimmick ist dann noch: Wenn man beim ausgeschalteten Gerät
den Stecker zieht, kann man am Stecker eine gewischt bekommen.
Äh? Das spricht doch gerade FÜR die Position hinterm Schalter, denn dort
wird der Kondi von der Maschine entladen.
Gibt übrigens auch ne Vorschrift für die Zeitdauer der Entladung und in
normalen Geräten ist dazu auch ein Widerstand parallel.
@Harald Wilhelms um 11:34, @Lästermaul um 13:20:
> Es gibt unzählige Brandgefahren. Auch wenn du einen Teil der> unwahrscheinlichen Gefahren absolut hundertprozentig ausschließt --> die Gefahr, dass irgendetwas Unwahrscheinliches passiert> ändert sich nicht wesentlich."
Wenn dabei ein Brand entsteht, hat man wenig davon, zu wissen, dass das
nicht so oft vorkommt.
Liegt solch ein Kondensator hinter dem Netzschalter, gibt es eine
grössere Chance, dass jemand anwesend ist, wenn doch mal was passiert,
weil die Spülmaschine z.B. während des Urlaubs meist ausgeschaltet ist
...
Ich hatte mal einen Fall, da löste sich solch ein
Stör"schutz"kondensator in einem Haarfön fast restlos auf, und testete
dabei erfolgreich, aber nicht zerstörungsfrei die Hauptsicherung.
(Das Gerät funktionierte ohne dieses Ding wieder einwandfrei ...)
Es ist einfach Unfug, solch ein Teil (inkl. Entladewiderstand) völlig
nutzlos am Netz hängen zulassen !
U. B. schrieb:> Es ist einfach Unfug, solch ein Teil (inkl. Entladewiderstand) völlig> nutzlos am Netz hängen zulassen
Es entstört damit automatisch alle weiteren Geräte, die am selben
Stromkreis hängen und keinen Kondensator drin haben :)
>Ein weitres Gimmick ist dann noch: Wenn man beim ausgeschalteten Gerät>den Stecker zieht, kann man am Stecker eine gewischt bekommen.
Vor Schreck wirfst du dabei den Adventskranz um, die Weinachstischdecke
fängt Feuer....
So ein X2 Kondensator ist dermaßen sicher - der Versuch da irgend etwas
noch sicherer zu machen erzeugt ein Vielfaches an neuen Gefahren.
m32 schrieb:> Meiner ist beim Einstecken der Maschine explodiert. Ich vermute, dass> die Steckdose noch etwas nass/ feucht war.
Der Zustand der Steckdose spielt dabei keine Rolle.
Gruss
Harald
m32 schrieb:> Ich vermute, dass> die Steckdose noch etwas nass/ feucht war.
Feuchtigkeit ist ein Problem bei allen Kondensatoren, die hohe
Spannungen abkönnen müssen. Während des Betriebs wird der Kondensator
durch interne Verluste und durch andere wärmeemmittierenden Bauteile
aufgeheizt und kühlt später wieder ab. Durch ein paar Temperaturzyklen
kommen Risse ins Gehäuse, wo dann Feuchtigkeit eindringt. Wenn das
Wasser drin mit ein paar Salzen ein bisschen leitet, verdampft es bei
Anlegen der Spannung, was dann die Explosion auslöst. Bei
SMD-Komponenten ist das ganze weniger kritisch als bei bedrahteten
Bauelementen.
Feuchtigkeit kann also sehr wohl ein Auslöser der Explosion sein, jedoch
hat die Steckdose recht wenig damit zu tun. :)
mfg mf
m32 schrieb:> Kann ein Kurzschluß an der Steckdose nicht dazu führen, dass der> Kondensator explodiert?
Ein Kurzschluss i n der Steckdose kann wohl nur unter extremen
Bedingungen stattfinden. Ich denke, das gilt selbst dann, wenn
die Steckdose unterhalb des Wasserspiegels sitzt. Wenn man ein
Stück gebogenen Drahtes in die Dose steckt, hat man natürlich
einen Kurzschluss a n der Steckdose. Aber selbst das würde
die Steckdose selbst wohl kaum beeindrucken.
Gruss
Harald