Digitaler varaktor. Möglich?

Gast #3040082
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Hallo Profiforum.
Ich habe gerade eine Anwendung, bei der es eigentlich notwendig wäre 
eine Kapazität variabel zu gestalten.
Dabei bräuchte ich eben eine Kapazität von 0 bis 8nF, stellbar.
Kapazitätsdioden gibt es nicht in solchem Ausmass.
Da temperaturabhängige Abweichungen jetzt keine wirkliche Rolle spielen, 
dachte ich daran 8nF einfach so aufzuteilen:
bit 7 = 4nF
bit 6 = 2nF
bit 5 = 1nF
bit 4 = 510pF
bit 3 = 220pF||33pF = 253 pF
bit 2 = 120pF
bit 1 = 62pF
bit 0 = 30pF
Diese würde ich dann mittels 4051 8-bitmässig ansteuern und selektiv 
parallelschalten und hätte dann 256 stufen, das wäre absolut 
ausreichend.
geht das wirklich so einfach oder hab ich was übersehen?
Gast #3040111
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Im Prinzip geht das mit dem digitalen zusammenschalten von 
Kondensatoren. Nur wird der 4051 dazu nicht gut gehen, denn der 
Verbindet immer nur einen der 8 Pins mit dem gemeinsamen. Für 8 Bis 
sollten es da schon 2 mal 4066 sein, oder ggf. auch direkt 8 IO Pins am 
µC, wenn man die Ausgänge auch auf Hochohmigen Eingang schalten kann, 
und der daran hängende Eingang nicht stört oder sich abschalten lässt.

Alternativ könnte man auch den groben Teil (z.B. 4 Bit) digital machen, 
und die Feinheiten per Kapazitätsdiode. Das Reduziert dann auch die 
Anforderungen an die Genauigkeit der Kondensatoren. Für etwa 300 pF 
sollte sich eine Kapazitätsdiode finden lassen.
Gast #3040190
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Den Serienwiderstand der CMOS Schalter muss man gegen die Verluste in 
einem größeren Varaktor abwägen. Als Schalter könnte man sonst auch nur 
N-Kanal FETs wie BS170 nehmen.

Oft sind FET und geschaltete Kondensatoren eine Alternative um ein 
höheres Q als nur mit einem Varaktor zu erreichen.
#3040304
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Also mal den Rechner bemühen.
4nF bei 1,6Mhz bedeuten 24Ohm.
Selbst für eine lausige Güte von 100 braucht man einen Schalter mit 
Ron=0,24Ohm und einer Kapazität mit wenigen pF im Auszustand da du ja 
auch kleine Kapazitätsbereiche hast. Da hilft nur ein möglichst kleines 
Reed-Relais als Schalter.
Gast #3912711
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Hallo dotm,
eine Reaktanzstufe sollte doch auch gehen, C von Kollektor nach Basis,
(Bzw. von D nach G) mit dem Arbeitspunkt/Steilheit die Kapazität ändern.
Formel hab ich grad nicht im Kopf, könnte aber nachsehen.
Karl
Gast #3912888
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Helmut S. schrieb:
> Also mal den Rechner bemühen.
> 4nF bei 1,6Mhz bedeuten 24Ohm.
> Selbst für eine lausige Güte von 100 braucht man einen Schalter mit
> Ron=0,24Ohm und einer Kapazität mit wenigen pF im Auszustand da du ja
> auch kleine Kapazitätsbereiche hast. Da hilft nur ein möglichst kleines
> Reed-Relais als Schalter.

240/100 = 0,24?!
#3919317
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@Abdul

24Ohm = 14Ω Ja klaro!

@dotm

Die BB112 hat typisch 470pF bei 1V und das bei einer Güte von 450. Bei 
0,9V erreicht sie möglicherweise schon 500pF.

Bei der BB212 handelt es sich um eine Doppeldiode mit 2 x 550pF. Sie 
kostet ca. 5,50 Euro.

Die BB313 enthält 3 Varicaps und kann annähernd 2nF erreichen. Sie 
kostet allerdings auch 6,50 Euro.

Aber mit 4 per Realais geschalteten Festkondensatoren 500pF, 1n, 2n und 
4n und einer BB112 sollte das machbar sein.

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