Testplatine für Steppertreiber

Gast #3040179
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Hallo,

ich möchte eine Platine machen mit einem TB6560AHQ, um den IC ein 
bischen kennenzulernen. Da taucht schon direkt die erste Frage auf. Sind 
diese Teile 
http://www.conrad.de/ce/de/product/428861/SMD-Drahtwiderstand-3-W-SMD-022-3-W-5- 
als current sensing resistors geeignet? Da ist ja ein aufgewickelter 
Draht drin, kann dessen Induktivität Probleme machen?
Gast #3040241
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Das würde ich meinen. Selbst ein Hochlastwiderstand, der aus einem 
Keramikkörper besteht, der z.B. mit Kontantandraht bewickelt ist, hat 
eine vernachlässigbare Induktivität im Vergleich zu den Feldspulen von 
Schrittmotoren.
Gast #3040740
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Nun habe ich mir noch ein paar Gedanken gemacht wie das Ganze mal 
aussehen könnte. Eine Achse nützt ja nicht viel, es werden also sicher 
drei. Ich möchte einzelne Platinen für jeden Treiber machen (Bild1), 
schon wegen der halben "eagle Freikarte". Ausserdem wollte ich die im 
Datenblatt geforderte power-on Schaltung einzeln für jede Achse 
realisieren. Da kann ich die Treiber im zeitlichen Versatz einschalten, 
ist bestimmt auch gut für das Netzteil.
Die Steuerung soll zwar von einem PC erfolgen, ich wollte mir aber alle 
Optionen offen lassen was die Konfiguration der Treiber angeht. Also 
kein Mäuseklavier, sonder ein µC der die Eingänge bedient.
Das Problem ist jetzt die Masseführung. Was wäre da sinvoll? Die 
Signalmasse ganz weglassen, die Verbindung ist ja am Netzteil gegeben, 
oder diese Schleife wie in Bild 3? Da habe ich zusätzlich noch mit einer 
Verbindung über Kühlkörper/Befestigung gerechnet, die könnte man aber 
eliminieren.
Eigentlich gefällt mir Bild 2 am Besten, auch wenn ich das in der Praxis 
noch nicht gesehen habe. Was denkt ihr?
Angehängte Dateien:
Gast #3041772
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Zwischen den Pins PGND (A/B) und SGND kann ich mit dem Multimeter keinen 
Durchgang messen. Wäre dann auch diese Masseführung denkbar? Eigentlich 
dürfte so kein Strom aus der Endstufe über die Signalmasse zurücklaufen 
können und ausserdem wäre bei verschobenem Massepotential auf PGND 
trotzdem gewährleistet das Vdd - SGND max 5V ist. Oder?

Nochmal zur Erklärung, man stelle sich 3 einzelne Platinen vor, die 
jeweils mit Kabeln (kurz) am Netzteil angeschlossen sind. Die µC Platine 
ist genauso einzeln und mit Kabel verbunden.
Angehängte Dateien:
Gast #3042066
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> Sind diese Teile als current sensing resistors geeignet

Nein.

> Das Datenblatt , keine Angabe zur Induktivität.

Weil so schlecht daß man damit nicht werben kann.

Nimm
http://www.ebay.de/itm/100-x-1R2-1-2Ohm-5-CRCW2512-TK200-1Watt-e3-SMD-Widerstande-SMD-Resistors-Chip-/281031128990?pt=Bauteile&hash=item416ec2b79e

(mit passendem Widerstandswert, ggf. mehrere parallel)

Oder nimm was fertiges:

http://www.ebay.de/itm/CNC-Router-Single-Axis-3A-TB6560-Stepper-Stepping-Motor-Driver-Controller-Board-/261163540953?pt=Motoren_Getriebe&hash=item3cce8f61d9
Gast #3042076
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MaWin schrieb:
> Nein.

Also wegen der Induktivität, oder warum?

MaWin schrieb:
> Oder nimm was fertiges:

1. Habe ich hier ein paar TB6560AHQ vor mir liegen, warum zweimal 
kaufen?
2. Ist diese Chinesenplatine bestimmt nicht ohne Macken. Wenn ich da 
auch wieder dran rumlöten muss, kann ich es auch gleich selber machen.
Was ist mit der Power-on Sequenz? Wo sind die Freilaufdioden? Geht der 
Sense-Strom über diese Schalterchen? Diese Platine ist doch Schrott!
3. Will ich es einfach selbst bauen.

Was sagst du zur Masseführung, MaWin?
Gast #3042080
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> Wo sind die Freilaufdioden?

Die TB6560A benötigen keine.

> Was sagst du zur Masseführung, MaWin?

Keine Ahnung ich kann die Platine nicht ausreichend erkennen,
aber sie wird funktionieren.

Im Gegensatz zu einer mit Drahtspulenwiderständen.
Gast #3042108
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MaWin schrieb:
> Die TB6560A benötigen keine.

Also ich geb zu ich hab hier im Forum schon ein bissel zum Thema gelesen 
und bestimmt 3 Beiträge oder so gesehen wo du das Gegenteil behauptest. 
Im Netz findet man auch einige Beispiele wo Leute den Treiber gehimmelt 
haben, ohne Dioden. Auf LinuxCNC gibt es eine Empfehlung die Dioden 
einzubauen.
Mir kommt es auf die paar Cents nicht an, ich baue nur eine Steuerung 
für mich. Und da kommen die Dioden rein.

MaWin schrieb:
> Keine Ahnung ich kann die Platine nicht ausreichend erkennen

Ich meine die von mir skizzierte Masseführung und meine Fragen dazu. Ist 
das so unverständlich?
Gast #3042143
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cnc_noob schrieb:
> Also ich geb zu ich hab hier im Forum schon ein bissel zum Thema gelesen
> und bestimmt 3 Beiträge oder so gesehen wo du das Gegenteil behauptest.

Relevant ist immer noch das Datenblatt, egal was an irgendwelchen 
Stammtischen propagiert wird. Im Abschnitt "Current Discharge Path when 
ENABLE is Set as Low During Operation" (DS p.24) und "Output Transistor 
Operating Modes" (DS p.25) sind die Strompfade gezeigt.
Gast #3042174
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> wo du das Gegenteil behauptest

Die TB6560 benötigten welche, die TB6560A nicht mehr (laut Datenblatt),
die chinesischen hye99 Platine enthielt nach wie vor welche, und weil 
die wohl tausendfach verkauft wurde, schrieb ich "die werden wohl wissen 
was die tun". Inzwischen wissen wir, daß die chinesische Platine Murks 
war, sie wussten also nicht was sie taten, und modernere Platinen 
enthalten keine mehr. Dennoch gehen TB6560 kaputt, wenn man am 
Schrittmotor dreht, also als Generator verwendet, weil sie eine Spannung 
induzieren. Die genaue Ursache ist unklar, vielleicht weil die 5V fehlen 
darf die generierte Spannung nicht zu sehr steigen, es gibt den 
Siebelko, aber wenn das Netzteil per Diode abgekoppelt ist, reicht der 
vielleicht nicht. Wie gesagt, Ursache unklar aber mit Dioden nach GND 
nicht zu verhindern.

> sondern um die Anbindung von GND an den einzelnen Boards.

Sag das doch gleich. Ja, die ist richtig so.
Gast #3042275
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Danke für deine Antwort. Du scheinst ja schon ein wenig Erfahrungen mit 
den Treibern gesammelt zu haben. Ich werde dann mal ein Layout machen 
und das dann hier vorstellen.

Zum "Generator-Problem". Da wird doch eine Wechselspannung induziert. 
Wenn ich jetzt Dioden nach Vb und GND habe, quasi einen Gleichrichter, 
dann wird doch beim Drehen des Motors "nur" der Kondensator aufgeladen. 
Vielleicht braucht man hier einfach eine Maßnahme zur 
Spannungsbegrenzung? Ist jedenfalls auf keinem mir bekannten Board so zu 
finden. Ein Varistor müsste doch da ausreichen.
Irgendwo hab ich auch mal ein Relais gesehen was die Motorausgänge 
kurzschliesst, das wäre auch eine Lösung. Oder man dreht halt nicht wild 
an den Motoren ;)

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