Li-Ionenakkus gefrostet

Gast #3055999
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Hallo Gemeinde,
Kapazitätsgewinn durch Frosten von Lithium Ionenakkus, so, oder ähnlich 
habe ich es im Internet gelesen. Das wollte ich nachprüfen.
Aber der Reihe nach.
Vor einiger Zeit befand ich mich auf unserer Wertstoffsammelstelle.
Dort hüpften, in einem unbeobachteten Moment einige defekte 
Notebookakkus in meine Tasche.
Zuhause befreite ich alle vom Gehäuse und selektierte sie nach Spannung.
Akkus unter 2,0 Volt kamen gleich wieder in die Wertstoffkiste.
16 Paare blieben übrig, die ich alle nacheinander ge- und entladen habe.
Akku 1 bis 7 habe ich für gut befunden und schieden aus.
Die Messungen waren ohnehin genug Zeitaufwändig, aber als Rentner hat 
man eh nichts besseres zu tun.
Akku 11 und 15 hatten gute Kapazität trotz geringer Anfangsspannung.
Akku 9 und 12 habe ich Entladen, 14 und 16 vollgeladen, über Nacht in 
einer Tupperschüssel in die Gefriertruhe gesteckt. Siehe angehängtes PDF
Akku 8 wurde nur ge- und entladen.
Die interpretation meiner Ergebnisliste überlasse ich jedem Leser 
selbst.

MfG cf
Angehängte Dateien:
#3056139
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Hömm, ... wenn man mal ruhig drüber nachdenkt, kann starkes Kühlen 
genauso wie starkes Erhitzen den Akkus NIE gut tun.

Chemisch ist das Lithium im geladenen Zustand in einem Graphengitter 
eingebettet.
Wenn man das abkühlt, wird das Li auf die stabilsten Plätze wandern und 
dort nicht mehr so leicht weg wollen.
Wenn man das warm macht, wird ein guter Teil des Lithiums aus dem Gitter 
hinaus wandern.

Also beides nicht toll für die Kapazität oder Ladung.

Genauso ist Tiefenentladen hier ganz schlecht, denn wenn die 
Lithiumionen aus den Graphenschichten (zu größerem als normalen Anteil) 
raus sind, kommen sie nicht mehr so leicht wieder rein.

Zickig die Biester!
Gast #3056648
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>>>und wo ist da jetzt die Sensation?

"dass Akku frosten nichts bringt"

schließlich hat fast jeder schon mal davon gehört...

es wäre doch schön gewesen, wenn man seinen ausgelutschten Akku nur über 
Nacht in die Gefriertruhe legen müsste, dort zerbrechen dann Kristalle 
und am nächsten Tag hat man einen neuen.
MfG
#3056771
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campingfunker schrieb:
> es wäre doch schön gewesen, wenn man seinen ausgelutschten Akku nur über
> Nacht in die Gefriertruhe legen müsste, dort zerbrechen dann Kristalle
> und am nächsten Tag hat man einen neuen.

Genau. Und Münzen soll man an einem Automaten reiben, dann nimmt er sie 
besser an, hat jeder schon von gehört.
Manchmal zerbricht bei mir der Glaube an die Menschheit.
Gast #3056821
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Ich hätte beim Frosten angst dass sich Kristalle bilden die die 
Membranen durchstechen und einen Kurzschluss auslösen.

Obwohl.
Ich habe noch nie einen abgebrannen Gefrierschrank gesehen.
Also probiert es aus.
Vergesst aber nicht Fotos und Filmchen zu machen.
#3056835
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Für mein GSM Modul habe ich mal den neuen billig Li-Akku von Reichelt 
bei -20 Grad gefrostet... trotz diverser Stromspitzen eines GSM Moduls 
bei Netzeinwahl und Anruf, konnte ich das Modul danach anrufen...
Um mal noch was sinnvolles beizutragen...

Das iPhone hat letztens bei Skifahren den Faden bei -6 Grad in der 
Innentasche verloren ;)
duck und weg
#3057007
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Na, das hoffe ich doch nicht!! :-O

Ich habe ein e-Bike, mit dem ich auch bei Minustemperaturen regelmässig 
zur Arbeit fahre (ein bisschen Bewegung tut gut, aber so ganz ohne 
Unterstützung will das mein innerer Schweinehund nicht).

Dieser Akku hat 720Wh Kapazität. Ich denke, wenn der bei Frost seine 
Betriebssicherheit verlöre, hätte das Bike keine Strassenzulassung.

Ich habe bis jedenfalls noch keine negativen Erfahrungen gemacht.

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