Gast
#3066577
Hallo, ich bin Doktorand an einer Universität in Norddeutschland (mehr Infos möchte ich dazu nicht geben). Ich selbst komme von einer FH und habe damals die Möglichkeit bekommen nach meinem FH Diplom an die Uni zu wechseln um dort eine ganz normale Promotion im Ingenieursbereich machen zu können (Elektrotechnik). Dort angekommen schlug mir zunächst natürlich eine enorme Welle von Arroganz seitens der Leute mit einem "richtigen" Diplom entgegen. Anfangs glaubte ich ja auch noch tatsächlich, dass hier nun ein ganz anderer Wind weht. Schließlich sind wir hier an der Uni und es gibt riesen Abbrecherquoten die dann ja zur FH gehen, weil sie es hier nicht schaffen usw. Und in den Grundlagen der Elektrotechnik sind Durchfallquoten zwischen 65% und 90% "normal". Zur Zeit bin ich dabei eine Grundlagen der Elektrotechnik 1 Klausur zu korrigieren, aufgrund der hohen Durchfallquoten wurde hier das Niveau wieder einmal gesenkt. Ich habe es nun mal mit Klausuren aus meiner FH Zeit verglichen und auch befreundete FHler um Klausuren gebeten. Es ist ganz deutlich, dass das Niveau dieser Klausur keinesfalls höher ist als das Niveau der FH Klausuren (teilweise sogar darunter). Wie kann es nun sein, dass an der FH solche Klausuren mit einem Notenschnitt von ca. 2 bestanden werden, hier an der Uni aber 70% durchfallen? Der erste Gedanke ist natürlich eine schlechtere Lehre. Ich kenne aber die Vorlesung zum Teil die hier für die Grundlagen gehalten wird und ich kenne auch die Hörsaalübungen und ich würde nicht sagen, dass diese meinen Vorlesungen damals an der FH nachstehen. Gibt es hier noch mehr Leute, die beide Seiten (FH/Uni) kennen? Ich wüsste gerne ob es nur an unserer Uni so aussieht oder ob an vielen Unis das Elitedenken in die Köpfe der Studenten gesetzt wird, bei Klausuren auf FH Niveau. Vielen Dank