gebundene Diplomarbeit wieder lösen?

Gast #3066600
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Hallo,

Hab gestern Abend meine Diplomarbeit in Leimbindung (mit Klarsichtfolie) 
binden lassen und als ich zu Hause war, ist mir aufgefallen, dass drei 
Seiten fehlerhaft sind: Tabellenwerte sind in der Spalte verrutscht, ist 
mir bisher nach 3mal durchlesen nicht aufgefallen, sondern natürlich 
erst jetzt, nach dem Drucken und Binden. Krise! Kann man diese Art der 
Bindung wieder lösen, ohne dass die Seiten zu stark beschädigt werden? 
Dann würde ich die drei fehlerhaften Seite einfach austauschen lassen? 
Hab nämlich keine Lust (bzw. kein Geld) nochmal ordentlich Asche für 
Drucken und Binden auszugeben. (sind immerhin 5 Exemplare)

Danke für eure Antwort.
Gast #3066619
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Jo schrieb:
> Kleiner Tipp: Sobald man das Ding gebunden hat, nicht mehr reinschauen,
> sonst wird man wahnsinnig. Ich glaube nicht, dass solche Lapalien
> kriegsentscheidend sind.

Seh ich genauso. Ich habe meine Diplomarbeit damals noch durch zwei 
Leute Korrekturlesen lassen und trotzdem habe ich (natürlich erst nach 
dem Druck) noch (Rechtschreib-)Fehler gefunden. Interessiert hat es aber 
niemanden.
Gast #3066645
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Schnurpsel schrieb:
> Seh ich genauso. Ich habe meine Diplomarbeit damals noch durch zwei
> Leute Korrekturlesen lassen und trotzdem habe ich (natürlich erst nach
> dem Druck) noch (Rechtschreib-)Fehler gefunden. Interessiert hat es aber
> niemanden.

Rechtschreibfehler sind auch nicht das Problem!
Gast #3066747
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Diplomarbeiten müssen in der Regel ja gebunden abgegeben werden, eben 
damit man nicht unauffällig noch was daran ändern kann ;)
Ich hatte meine erst auf den letzten Drücker fertig und hab beim Brennen 
der dazugehörigen CD was verhunzt mit der Ergebnis, dass diese leer war 
- selbst da hat mit keiner den Kopf abgerissen, als es aufgefallen ist 
konnte ich die einfach nachreichen.
Persönliche Seite #3066783
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Moin.

Ich kann mich der vorherrschenden Meinung nur anschließen. Zwar hätte 
ich im ähnlichen Fall damals "bessere Karten" gehabt, da mein Prof 
lieber gelochte Seiten im Ordner haben wollte - aber mir sind die Fehler 
eh' erst nach der Abgabe aufgefallen...
Die beiden Schnitzer habe ich dann schlicht beim Beginn des Kolloq 
angesprochen und den Prüfern neben dem Handout der Präsentation auch die 
korrigierten Seiten in die Hand gedrückt. Ein freundliches "Danke, das 
ist uns auch schon aufgefallen - dann legen Sie mal los" und das war's.
(Ob ich aus diesem Grund "nur" die 1.3 bekam? - Nö, wahrscheinlich 
nicht.)

Da du noch nicht abgegeben hast - ich würde die betreffenden Fehler 
(aber auch nur die großen, also deine Tabelle, ggf falsche Formeln - 
KEINE Rechtschreibfehler) in einem Errata zusammenfassen und alles 
zusammen abgeben.

Merke: So verschroben die Profs/Prüfer auch sein mögen, irgendwann saßen 
sie auch mal auf der anderen Seite vom Tisch. Und die meisten können 
sich sogar noch gut daran erinnern ;-)

hth, viel Erfolg & Grüße,
Markus
Gast #3066864
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Das ist immer so. Hab meine DA damals beim Prüfer abgegeben, dann nach 
Hause, mein Exemplar kurz aufgeschlagen und direkt auf der ersten Seite 
die ich sehe, habe ich in einer Formel Sinus und Cosinus vertauscht. 
Sowas passiert, ist nicht tragisch. Ich habs dann gelasse ndie Arbeit 
nochmal zu lesen ... :D Hab trotzdem eine 1.0 bekommen. Reg dich also 
nicht auf ;)
Gast #3066882
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Hi, "Nomadd",

frag den Buchbinder.
Ein besonders edles Angebot für Saudi Arabien wurde auch mal gebunden,, 
sogar mit Goldprägung, oh! - da war's aber kein Fehler, sondern "wir 
sollten da noch was ändern..."

Das Angebot war wohl mit Leimbindung gebunden wie Taschenbücher. Das war 
blitzchnell wieder befreit, ohne Schäden am Papier.

Aber es ist schon richtig - wer verlangt solche Perfektion? Selbst der 
Brockhaus daheim hatte einen Band "Supplement" mit Richtigstellungen.


Ciao
Wolfgang Horn
Gast #3066889
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Nomadd schrieb:
> nochmal ordentlich Asche für
> Drucken und Binden auszugeben. (sind immerhin 5 Exemplare)

Wenn Du nicht jeden Tag eine DA schreibst,
fallen die paar Euronen nicht auf. Frage ist eher, wie schnell Dein 
Buchbinder ist und ob er für "gute Kunden" einen Sonderpreis hat.

Hinterlistige Zeitgenossen würden die Leute mit weiteren (richtigen) 
Drucken überschwemmen. Das könnte aber Jahre später wie bei manchen 
Politiker nach hinten losgehen.
Gast #3067062
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Keine Panik! Beiblätter sind OK und in professionellen Büchern üblich, 
haben aber den Nachteil, dass sie leicht aus der Arbeit herausrutschen, 
also ist das bereits empfohlene Kleben die Ideallösung, ggf. etwas(!) 
dickeres Papier nehmen, sollte Text durchscheinen. Vielleicht auch kein 
ganzes Blatt einkleben, sondern nur die "schadhaften Stellen" 
ausbessern.
Ein kleiner Trost: Auch bei vielfachem Korrekturlesen durch 
unterschiedliche Leute gibt es kaum 100-prozentig fehlerfreie Bücher.

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