Stahl vor Rost schützen

#3078570
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Hi,

da ich gerade Zeit habe um an meiner CNC Fräse weiter zu arbeiten, habe 
ich alle Stahlteile fertig geschweißt.
Jetzt muss ich sie irgendwie vor Rost schützen.
Ich werde die Teile Sandstrahlen.
Was soll dann gemacht werden? Einfach nur streichen oder 
pulverbeschichten?

Wenn ich es Streiche, was ist da zu empfehlen? Es soll wie gesagt vor 
Rost schützen, und einigermaßen Schlagfest sein, wenn mal ein kleines 
Metallteil drauf fällt, dass mir der Lack nicht abplatzt.

Danke
Gast #3078580
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Das haengt ganz fuerchterlich davon ab, wo die Fraese stehen wird.
Wenn die in einer Schlosserei steht, da brauchst Du sie prinzipiell nur 
mit Oel einspruehen, wenn die in der trockenen beheizten Wohnung 
(Arbeitszimmer) steht, dann noch nicht mal das. Wenn die aber draussen 
unter dem Schleppdach sthen soll, dann muss es wohl ein mehrschichtiger 
Farbaufbau sein.

Oder so fuer die Ewigkeit unter Wasser:
(ungebetener) schrieb:
> Oder Chromatieren oder galvanisch
> verzinken und erst danach Pulverbeschichten lassen.

Also: Was fuer Umgebungsbedingungen herrschen?

fonsana
Moderator Persönliche Seite #3078621
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Sehe ich genauso wie Bernd.

Alle Stahlkonstruktionen für meine Maschinen sind einfach grundiert und 
dann mit einem einfachen 1K-Lack (hier lichtgrau) mit Rolle lackiert.
Die Sachen stehen teilweise schon zehn Jahre in einer Garage, in der es 
durchaus mal feucht ist. Die CNC-Fräse wird auch so behandelt werden.

Bisher: absolut problemlos.

Mit Sprühdose geht's übrigens auch gut.
Gast #3078677
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Lack ist bei Werkzeugmaschinen lediglich Deko, denn die entscheidenden 
Stellen (Gleitbahnen etc.) darfst du nicht lackieren und sie müssen 
rostfrei bleiben. Natürlich darfst du zur Deko lackieren.
Gast #3078718
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Zum Thema las ich gestern den Wikipedia-Artikel Eiffelturm. Der wurde 
seit Bestehen sogar 20 mal gestrichen, im Schnitt alle 7 Jahre. Ob man 
da Zeit hat, alte Lackschichten abzukratzen, besonders an den 
Nietbolzen, die teils unterrostet sein könnten, ist eine gute Frage. Im 
Artikel steht aber, daß mit Lackherstellern da Spezialmischungen 
erarbeitet wurden. Und, daß der Lack von Anstrich zu Anstrich zu 75% von 
alleine eroiert, also von selbst verschwindet.

Mein Vater machte sich aus Winkeleisen aus dem Eisenhandel selbst Tische 
und Werkbänke für den Keller. Da kam einfach nur ein Rostanstrich und 
ein Endanstrich drauf, das hält seit 30 Jahren.

Vor 40 Jahren machte er noch Stahl-Haustüren nach Kundenwunsch. Die 
wurden auch nur mit Bleimennige vorgestrichen, dann kam Hammerschlaglack 
aus der Lackierpistole drauf. Das hält an einer Haustür auch ewig.

Diese schweren verglasten Stahlhaustüren sind aber heute weitgehend 
wieder verschwunden, es war mal eine Modeerscheinung in den 1960-ern. 
Alu-Rahmen kamen erst 5 Jahre später auf, und noch mal 5 Jahre später 
erst Kunststoffrahmen.
Gast #3078900
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@Mike
Zu spät, falsches Material.

Natürlich kannst Du den üblichen Dreisatz: Sandstrahlen, grundieren und 
Lackieren anwenden, aber alle Flächen auf denen was gleitet oder rollt, 
müssen "sauber" gehalten werden und am besten regelmäßig gefettet 
werden. Lack ist im Grunde ein chemischer Oberflächenschutz aber kein 
mechanischer.
Lack selbst ist weder gegen Reibung (Gleiten) noch gegen Druck (Rollen) 
geschützt und das ist auch, auch wenn die Werbung anderes suggeriert, 
nicht seine Aufgabe.
Zum partiellen Oberflächenhärten, der Verschleißflächen, muss das 
Material von vorherein geeignet sein und dieser Umstand muss auch bei 
der Konstruktion berücksichtigt worden sein.
Gast #3078902
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Hab gute Erfahrung mit einem Eisenglimmer-Lack aus dem Klo-Bus gemacht, 
heisst Primaster oder so. Sollte aber grundiert werden. Ist relativ 
schnell trocken, braucht dann aber ein paar Tage, bis er wirklich 
durchgehärtet ist.

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