Guten Tag.
Habe ein Haus gekauft, aklte elektrik. Nun wollte ich mit dem
Phasenprüfer mal an den Steckdosen testen ob alles ok ist.
Normale Schukosteckdose...
Links = Glimmlampe an = gut.
Rechts = Glimmlampe aus = gut.
Schutzleiter = Glimmlampe schwach an = sollte das nicht auch aus sein?
Ok glimmt nur schwach aber es glimmt.
ist das wirklich in Ordnung so?
grüße
Angsthase
Hallo
danke für die schnellen Antworten. Wie / Was messe ich da denn? Ein
einfaches Multimeter (5 Euro aus dem Baumarkt) habe ich auch hier
irgendwo.
Mir gehts hauptsächlich darum kann ich da noch was anschliessen? Es wird
bald dunkel und mein Notebook ist auch bald leer. Besser doch wieder
nach hause fahren und einen anderen Tag mit Elektriker wiederkommen?
grüße
Angsthase schrieb:> danke für die schnellen Antworten. Wie / Was messe ich da denn? Ein> einfaches Multimeter (5 Euro aus dem Baumarkt) habe ich auch hier> irgendwo.
Die beiden Messkabel am Multimeter richtig einstecken, sollte
beschriftet sein. Den Messbereich richtig wählen, hier AC und mindestes
250V Bereich.
Dann messen:
L-N
L-PE
N-PE
Oft ist der Schutzleiter irgendwo nicht korrekt angeschlossen. Das was
Du da misst, sind Induktionsspannungen.
Das sollte sich aber wirklich ein Elektriker genauer ansehen. Er hat
auch die passenden Messgeräte da.
Phasenprüfer sind hierfür völlig ungeeignet!
Du brauchst was das beim messen die Leitungen etwas belastet. Mit nem
Multimeter o. Phasenprüfer hängst Du da nur ~10MOhm dran und misst auch
die auf den Schutzleiter kapazitiv eingestreute Spannung die im normalem
Leben völlig uninteressant ist.
Google mal nach "DUSPOL" (gibst auch von anderen Hersteller)
Es gibt auch fürn paar Euros Steckdosentester.
Ohne jetzt irgend welche Verantwortung für Leib u. Leben zu übernehmen!
Schein alles in Ordnung zu sein.
Laptop sollte eigtl. ok gehen, der hat ja sowieso ein snt dazwischen ->
selbst wenn der schutzleiter spinnt keine akute lebensgefahr (der
schutzleiter in den nts is nur wegen emv drinne)...
edit: wo ist das haus dass es um 12 uhr mittags dunkel wird ?
> Habe ein Haus gekauft,
Na gut, welches Baujahr?
> aklte elektrik.
Wie alt, woran stellst du das fest?
> Nun wollte ich mit dem Phasenprüfer mal an den Steckdosen testen
Was verstehst du darunter?
> ob alles ok ist.
Dann musst du "prüfen".
Eine Prüfung umfasst das:
Besichtigen, Erproben und Messen.
> Normale Schukosteckdose...
Solche bis 16A?
Mensch, wir sind hier bei mikrocontroller.net,
geht doch lieber zum Fachmann, oder wenigstens in den Baumarkt,
das Forum verkommt langsam, demnächst gibt es noch Tipps zum Bäume
verschneiden.
> ist das wirklich in Ordnung so?
Nein. Vermutlich ist der Schutzleiter nicht angeschlossen.
Du kannst die Steckdose aber benutzen so lange dein
Stecker selbst auch keinen Schutzleiterkontakt hat.
> Phasenprüfer sind hierfür völlig ungeeignet!> Die beiden Messkabel am Multimeter richtig einstecken
Messgeräte auch.
> Ein einfaches Multimeter (5 Euro aus dem Baumarkt)> habe ich auch hier irgendwo.
Nein, ein Duspol sollte es sein, denn der belastet die
Leitung, und das ist beim Messen wichtig.
> Habe ein Haus gekauft
Du hättest vorher die Elektrik begutachten sollen, um
die notwendigen Sanierungskosten vom Kaufpreis abzuziehen.
So hast du eine teure Schrottimmobilie erworben.
Es ist zu befürchten, daß die Elektrik im ganzen Haus
erneuert werden muß, um Schutzleiter und FI einzubauen.
Denn dein aktueller Stand ist lebensgefährlich, und
eine Reparatur bringt dich immer nur auf den alten
Stand zurück.
>Links = Glimmlampe an = gut.>Rechts = Glimmlampe aus = gut.>Schutzleiter = Glimmlampe schwach an = sollte das nicht auch aus sein?>Ok glimmt nur schwach aber es glimmt.
Das Problem hatte ich auch schon mal. Wenn Du mit einem hochohmingen
Multimeter den Schutzleiter gegen die echte Erde misst ( z.B. die
Heizung ) wird es vermutlich 115V anzeigen.
Das liegt daran, dass der Schutzleiter zussamen mit dem Nullleiter und
der Phase im Kabel geführt wird. Es gibt vom Schutzleiter einen
kapazitiven Spannungsteiler zwischen Nulleiter und Phase. Dadurch die
115V ( im Falle der Symmetrie ).
Ich vermute, Dein Schutzleiter ist nicht wirklich an Erde angeschlossen,
also offen.
Angsthase schrieb:> Besser doch wieder> nach hause fahren und einen anderen Tag mit Elektriker wiederkommen?
Ja! Dein 5 EUR-Multimeter hilft Dir jedenfalls nicht.
Gruss
Harald
franz schrieb:>>> nach hause fahren und einen anderen Tag mit Elektriker wiederkommen?>>Ja! Dein 5 EUR-Multimeter hilft Dir jedenfalls nicht.>> Warum?
Was soll er denn mit dem Multimeter messen?
Gruss
Harald
> Warum?
Das wurde bereits geschrieben
Weil es zu hochohmig misst.
Man muss niederohmiger messen, leicht belastet wie es ein Duspol macht.
Damit kapazitive (nicht induktive, wie hier ein Honk fälschlicherweise
geschrieben hat) Kopplungen nicht das Ergebnis verfälschen.
Hans schrieb:> Die beiden Messkabel am [5€-]Multimeter richtig einstecken, sollte> beschriftet sein. Den Messbereich richtig wählen, hier AC und mindestes> 250V Bereich.>> Dann messen:
Blöd nur wenn in diesem Moment ne Transiente daher kommt... Diese
Billigdinger sind nicht umsonst CAT I!
MaWin schrieb:> Es ist zu befürchten, daß die Elektrik im ganzen Haus> erneuert werden muß, um Schutzleiter und FI einzubauen.
Im Altbau ist das nicht notwendig. Da ist klassische Nullung normal.
Teo Derix schrieb:> und misst auch> die auf den Schutzleiter kapazitiv eingestreute Spannung die im normalem> Leben völlig uninteressant ist.
Auf den Schutzleiter hat nichts einzustreuen das da eine Glimmlampe
angeht.
Wenn dort eine Glimmlampe angeht ist der normalerweise unterbrochen und
kann seine Funktion nicht mehr wahrnehmen.
> Schein alles in Ordnung zu sein.
Vorsicht mit solchen Aussagen. Die Steckdose ist nicht in Ordnung.
Hans schrieb:> Mein billiges Multimeter ist CAT III
Um so besser, dann haben wir nicht die gleiche Definition von "billig".
Ich bezog mich auf ein gelbes Pollindingsa (was eigentlich für den Preis
gar nicht schlecht ist).
>Die Steckdose ist nicht in Ordnung.
Der Meinung bin ich auch. Elektriker rufen.
Hans schrieb:> Angsthase schrieb:>> danke für die schnellen Antworten. Wie / Was messe ich da denn? Ein>> einfaches Multimeter (5 Euro aus dem Baumarkt) habe ich auch hier>> irgendwo.>> Die beiden Messkabel am Multimeter richtig einstecken, sollte> beschriftet sein. Den Messbereich richtig wählen, hier AC und mindestes> 250V Bereich.>> Dann messen:
genau das ist kompletter schwachsinn...
du hast hier im thread nichts kapiert...
Ist es nicht bei Altbauten üblich, dass die Sicherung über den Nulleiter
läuft und die Erdung gar nicht angeklemmt ist? Ich habe selber noch
einen Altbau der überall nur 2 Adern liegen hat und Selbst wenn es
Schuko Steckdosen gäbe (was ich grad nicht weiß), bin ich mir 100%
Sicher dass die keinen angeschlossenen PE haben.
Florian Trück schrieb:> Ist es nicht bei Altbauten üblich, dass die Sicherung über den Nulleiter> läuft und die Erdung gar nicht angeklemmt ist?
Was fuer ein Schutz soll das sein?
>Ich habe selber noch> einen Altbau der überall nur 2 Adern liegen hat und Selbst wenn es> Schuko Steckdosen gäbe (was ich grad nicht weiß), bin ich mir 100%> Sicher dass die keinen angeschlossenen PE haben.
Dann wird es Lebensgefaehrlich. Da wuerde ich mir an deiner Stelle mal
Gedanken um eine Renovierung der E.Anlage machen.
> Ist es nicht bei Altbauten üblich, dass die Sicherung über den Nulleiter> läuft und die Erdung gar nicht angeklemmt ist
Nein.
> bin ich mir 100% Sicher dass die keinen angeschlossenen PE haben.
Dann hast du lebensgefährlichen Pfusch im Haus.
Üblich war damals klassische Nullung.
Da geht dann leider kein FI.
Klaus schrieb:> http://de.wikipedia.org/wiki/Nullung
Den Artikel habe ich gerade gelesen, aber ich versteh da gerade was
nicht.
Wenn ich eine alte Steckdose her nehme, hat die L und N, aber kein PE.
Es gibt ja auch nur 2 Kabel. Also ist ein separater Schutzleiter wie
heute üblich nicht vorhanden.
Verstehe ich richtig, dass klassische Nullung bedeutet dass N
gleichzeitig geerdet ist?
MaWin schrieb:> Da geht dann leider kein FI.
Doch, geht trotzdem.
Wenn der motor der waschmaschine z.b. einen hau hat und L hat dort
masseschluss, liegt am gehäuse des gerätes L an. Ohne angesclossenen pe
löst der fi nicht aus (normalerweise würde dann auch der
sicherungsautomat fliegen). Wenn ich dann das gehäuse aber anfasse (vll
noch barfuß) und strom fließt durch mich in die "erde", löst der fi aus.
In einem altbau ist aber selten mal einer verbaut...
Florian Trück schrieb:> Ist es nicht bei Altbauten üblich, dass die Sicherung über den Nulleiter> läuft
Nein! Sicherung läuft immer über L also Phase. Auch im Altbau.
Florian Trück schrieb:> Verstehe ich richtig, dass klassische Nullung bedeutet dass N> gleichzeitig geerdet ist?
N ist immer geerdet.
Klassische Nullung bedeutet, dass der PE-Kontakt in der Steckdose direkt
mit N verbunden ist und es in der Zuleitung zur Steckdose keinen
separaten PE gibt.
ron schrieb:> Wenn ich dann das gehäuse aber anfasse (vll> noch barfuß) und strom fließt durch mich in die "erde", löst der fi aus.
Das ist aber wie russisches Rollett spielen...
OK, gut aber ich glaube das Ursprüngliche Problem war etwas anderst,
oder?
Der Threadersteller fragte nach dem Schutzkontakt welcher anscheinend
auch Spannung führen soll.
Ich habe hier sowas ähnliches, allerdings bei einem Lichtschalter. Dort
ist der PE nicht sauber angeschlossen, was aus meiner Sicht an sich
schon ein Verbrechen ist. Dort habe ich den selben Effekt und die
Erkläung mit der kapazitiven einstreuung würe dann noch passen, oder?
Florian Trück schrieb:> Der Threadersteller fragte nach dem Schutzkontakt welcher anscheinend> auch Spannung führen soll.>
Das ist ja hinreichend geklaert worden. PE ist nicht angeschlossen.
> Ich habe hier sowas ähnliches, allerdings bei einem Lichtschalter. Dort> ist der PE nicht sauber angeschlossen, was aus meiner Sicht an sich> schon ein Verbrechen ist.
Laut VDE muss er angeschlossen sein. Das wuerde ich jetzt aber nicht als
Sicherheitsrisko einstufen. Lichtschalter die einen PE brauchen sind
recht selten...
> Dort habe ich den selben Effekt und die> Erkläung mit der kapazitiven einstreuung würe dann noch passen, oder?
Jepp.
Früher hätte man das so getestet: Phase (da wo der Phasenprüfer
leuchtet) mit einem Stück Draht auf die Erdung gelegt, **BUMM!** alles
okay, nicht bumm irgendwas stimmt nicht...
Helmut Lenzen schrieb:> Laut VDE muss er angeschlossen sein. Das wuerde ich jetzt aber nicht als> Sicherheitsrisko einstufen. Lichtschalter die einen PE brauchen sind> recht selten...
Es sei denn, er würde als Leiter in einer Sparschaltung verwendet wie es
hier bei mir der Fall war. Ich hab dem Vermieter bescheid gesagt. Dessen
"Elektriker" konnte daran keinen Fehler feststellen. Soviel dazu, also
hab ich den PE vom Lichtschalter abgeklemmt und den Vermieter auf einen
gravierenden Fehler hingewiesen.
Da das System nicht mehr verwendet wird (Hab eine Alternative) ist keine
Gefahr da, allerdings werde ich den Vermieter beim Auszug nochmal
schriftlich mit Unterschrift von ihm darüber aufklären das er hier
handeln muss und ihm seine Verantwortung bewusst ist.
Ben _ schrieb:> Früher hätte man das so getestet: Phase (da wo der Phasenprüfer> leuchtet) mit einem Stück Draht auf die Erdung gelegt, **BUMM!** alles> okay, nicht bumm irgendwas stimmt nicht...
Hehe, der gefällt mir. Nur ist das etwas riskant, da mit den Fingern ran
zu langen. Wenn die Erdung nicht angeschlossen ist, ist es umso
riskanter.
Ben _ schrieb:> Früher hätte man das so getestet: Phase (da wo der Phasenprüfer> leuchtet) mit einem Stück Draht auf die Erdung gelegt, **BUMM!** alles> okay, nicht bumm irgendwas stimmt nicht...
Habe ich auch schon mal so gemacht.
Florian Trück schrieb:> Es sei denn, er würde als Leiter in einer Sparschaltung verwendet wie es> hier bei mir der Fall war.
Noch groessere Murks. Sag deinem Vermieter mal das er mit einem Bein im
Knast steht.
Florian Trück schrieb:> Da das System nicht mehr verwendet wird (Hab eine Alternative) ist keine> Gefahr da, allerdings werde ich den Vermieter beim Auszug nochmal> schriftlich mit Unterschrift von ihm darüber aufklären das er hier> handeln muss und ihm seine Verantwortung bewusst ist.
Was geht dich das an, wenn du gar nicht mehr dort wohnst?
Der Vermieter ist wohl zu Recht froh, dass er dich los ist.
Helmut Lenzen schrieb:> Noch groessere Murks. Sag deinem Vermieter mal das er mit einem Bein im> Knast steht.
Hilft nicht, der steht schon mit beiden Beinen drin. Nur die Tür ist
noch nicht zu gemacht.
abcd schrieb:> Was geht dich das an, wenn du gar nicht mehr dort wohnst?> Der Vermieter ist wohl zu Recht froh, dass er dich los ist.
Ich wohne da noch. Und der Vermieter kann sich glücklich schätzen, dass
ich noch da wohne. Ich bezahle meine Miete immer pünktlich und mache
auch keinen Ärger. Was will man als Vermieter mehr?
Ben _ schrieb:> Phase (da wo der Phasenprüfer> leuchtet) mit einem Stück Draht auf die Erdung gelegt, **BUMM!** alles> okay
blödsinn...
die allermeisten fi kommen mit einem leitungsschutz-schalter.
der auslösestrom kann ein vielfaches vom sollwert betragen.
wenn du schon so super-cool mit bumm und krawall schreibst, dann schreib
wenigstens etwas, das auch stimmt!
mh schrieb:> blödsinn...> die allermeisten fi kommen mit einem leitungsschutz-schalter.> der auslösestrom kann ein vielfaches vom sollwert betragen.
Nur wenn man auch einen FI verbaut hat. Das ist die Voraussetzung dafür.
Wenn man keinen hat, machts Bumm**
Es ging nicht um den Test eines FI-Schalters, sondern um das "Prüfen"
der Funktionsfähigkeit des Erdleiters bei klassischer Nullung. Da gibts
keinen FI.
Außerdem, wenn ein FI dranhängt und der löst aus, dann hängt der
Erdleiter schon mal nicht in der Luft.
Ben _ schrieb:> Außerdem, wenn ein FI dranhängt und der löst aus, dann hängt der> Erdleiter schon mal nicht in der Luft.
Das ganze umgedreht: Wenn der FI (sofern verbaut) nicht auslöst, dann
hängt der PE in der Luft und der Tester liegt am Boden wegen
Stromschlag. No Pain, no gain...
Florian Trück schrieb:> Ich wohne da noch.
Dann wäre noch die letzte Frage, ob der Vermieter Deinen Garbstein
bezahlt.
Wiederholung: Sobald der Pasenprüfer am Schutzkontakt leuchtet ist was
faul!
Besonders dumm wird es, wenn dann noch 5-fach Verteiler angesteckt
werden und das Risiko auf 5 Schuko-Geräte-Blechgehäuse übertragen wird!
Dann steht nicht nur Deine kaputte Kaffeemaschine sondern noch 4 weitere
Gehäuse unter Spannung!
Er soll ja nicht an die Erdung dranlangen und ich denke auch, daß dieser
Test heutzutage überholt ist. Aber früher ist zumindest ein Block des
AKW Greifswald bestimmt nur für solche Tests gelaufen.
Fakt ist, das ganze gehört fachmännisch überprüft. Entweder Du hast
Glück und irgendwo ist nur ein schlechter Kontakt, oder das endet in
deiner größeren Reparatur.
Ist denn nur eine einzige Dose betroffen oder mehrere? Wenns mehrere
sind mußt Du aufpassen, das ist dann nicht ganz ungefährlich. Dann liegt
der Fehler irgendwo im Leitungsstrang und und nicht nur an der einen
Dose.
oszi40 schrieb:> Dann wäre noch die letzte Frage, ob der Vermieter Deinen Garbstein> bezahlt.
Muss er nicht, denn wie ich schon geschrieben habe, nutze ich diese
Lichtanlage nicht mehr. Der entsprechende PE der falsch angeschlossen
war ist nun auch nicht mehr angeschlossen.
Mir ist klar, dass da immer noch ein großes Sicherheitsrisiko vorhanden
ist und ohne Gefahr ist es auch nicht. Ich werde den Vermieter sowieso
noch mal kommen lassen und dann werde ich ihm klar machen was das für
Gefahren sind.
Ben _ schrieb:> Er soll ja nicht an die Erdung dranlangen und ich denke auch, daß dieser> Test heutzutage überholt ist. Aber früher ist zumindest ein Block des> AKW Greifswald bestimmt nur für solche Tests gelaufen.>> Fakt ist, das ganze gehört fachmännisch überprüft. Entweder Du hast> Glück und irgendwo ist nur ein schlechter Kontakt, oder das endet in> deiner größeren Reparatur.
Geht doch... warum schreibst du nicht einfach so?
Mit deinem anderen Post schindest du Eindruck bei Grundschulkindern,
keinen Fachforenteilnehmern.
Angsthase schrieb:> Links = Glimmlampe an = gut.> Rechts = Glimmlampe aus = gut.> Schutzleiter = Glimmlampe schwach an = sollte das nicht auch aus sein?Harald Wilhelms schrieb:> Nein. Das sollte ein Elektriker Deiner Wahl untersuchen.> Gruss> HaraldHans schrieb:> Könntes du das mit einem Duspol/Multimeter messen? Den Schraubendrehern> kann/soll man nichts glauben
Der Schraubendreher mit Glimmlampe misst eine Spannung über deinen
Körper gegen Erde.
Sollte der Schutzleiter auch nur ein leichtes Glimmen anzeigen stimmt
was nicht.
Da am N-Leiter die Glimmlampe aus ist, dürfte es sich nicht um eine
ordungsgemäße klassische Nullung handeln.
Sollte im Haus ein FI verbaut sein, einfach mal die Test-Taste drücken.
Florian Trück schrieb:> Ich werde den Vermieter sowieso> noch mal kommen lassen und dann werde ich ihm klar machen was das für> Gefahren sind.
In dem Punkt sind die meistens Taub. Letztens Jahres hat mich eine
Bekannte angerufen und sagte mir in ihrem Badezimmer waere kein Licht
und ob ich mal vorbei kommen koennte. Kurze Messung und ich musste
feststellen das an keiner Steckdose in der Wohnung ein PE angeschlossen
war. Darauf hin liess die Bekannte den Vermieter holen. Ich hatte darauf
hin dem Vermieter klar gemacht das an seiner elektrischen Anlage etwas
nicht richtig ist. Ein paar Wochen spaeter hat mir die Bekannte gesagt
das er das alles ignoriert hatte und ihr gesagt hatte das jetzt schon
seit Jahrzehnten so laeuft und deshalb nicht so schlimm sein kann.
Helmut Lenzen schrieb:> In dem Punkt sind die meistens Taub. Letztens Jahres hat mich eine> Bekannte angerufen und sagte mir in ihrem Badezimmer waere kein Licht> und ob ich mal vorbei kommen koennte. Kurze Messung und ich musste> feststellen das an keiner Steckdose in der Wohnung ein PE angeschlossen> war. Darauf hin liess die Bekannte den Vermieter holen. Ich hatte darauf> hin dem Vermieter klar gemacht das an seiner elektrischen Anlage etwas> nicht richtig ist. Ein paar Wochen spaeter hat mir die Bekannte gesagt> das er das alles ignoriert hatte und ihr gesagt hatte das jetzt schon> seit Jahrzehnten so laeuft und deshalb nicht so schlimm sein kann.
Naja, in dem Fall ist es ja relativ einfach: Schriftliche Ermahnung an
den Vermieter, 2 Wochen Frist. Wenn er nicht reagiert: Elektriker rufen,
der es richtet und Rechnung direkt an den Vermieter. Wenns der
Elektriker direkt bezahlt will, selbst bezahlen und mit der nächsten
Miete verrechnen. Da hat der Vermieter keine Chance.
> Doch, geht trotzdem.
Nein, ein FI an einer klassischen Nullung bekommt jeden Ableitstrom als
Fehlerstrom mit. Schon ein paar Geräte mit Funkenstörkondensatoren
reichen, und dir donnert dauernd der FI raus. FI mit klassischer Nullung
geht also nicht. Er würde auch dort vor einigen elektrischen Gefahren
schützen, klar, aber was nützt es dir, wenn du nur 3 Geräte anschliessen
darfst bevor es dunkel wird.
> bekommt jeden Ableitstrom als Fehlerstrom mit
Hmm, erst nachdenken, dann schreiben, das war's gerade nicht
warum kein FI bei klassischer Nullung eingesetzet wird,
den bekommt der FI bei klassicher Nullung nicht mit.
> Ein paar Wochen spaeter hat mir die Bekannte gesagt> das er das alles ignoriert hatte und ihr gesagt hatte das jetzt schon> seit Jahrzehnten so laeuft und deshalb nicht so schlimm sein kann.
Das war, nachdem der Vermieter den Kostenvoranschlag des Elektrikers
gesehen hat, was es kosten würde, in der Wohnung einen Schutzleiter
nachzurüsten. Beispielsweise Komplettsanierung des Bades wegen
aufgestemmter Fliesen.
MaWin schrieb:> Das war, nachdem der Vermieter den Kostenvoranschlag des Elektrikers> gesehen hat, was es kosten würde, in der Wohnung einen Schutzleiter> nachzurüsten. Beispielsweise Komplettsanierung des Bades wegen> aufgestemmter Fliesen.
Naja, es ist ja dann kein Nachrüsten, wenn schon einer da ist. Dieser
schien nur nicht sauber angeschlossen zu sein. Wenn dem so ist, ist es
keine Nachrüstung, sondern eine Instandsetzung und dazu ist der
Vermieter gesetzlich verpflichtet, da es sich beim PE um eine
Schutzvorrichtung handelt. Im dümmsten Fall können die Stadtwerke kommen
und den Stromzähler abklemmen. Mit der Auflage dass der Zähler erst
wieder angeklemmt wird, wenn die Installation den Bestimmungen
entspricht. Das kann sogar noch teuer werden, wenn dann ein neuer
Zählerschrank samt Ausstattung dazu kommt, oder ne neue Panzersicherung,
oder ein neues Hauptkabel zum Zählerschrank.
MaWin schrieb:> Das war, nachdem der Vermieter den Kostenvoranschlag des Elektrikers> gesehen hat, was es kosten würde, in der Wohnung einen Schutzleiter> nachzurüsten. Beispielsweise Komplettsanierung des Bades wegen> aufgestemmter Fliesen.
Yepp so war es. Mittlerweile ist die da ausgezogen. Da war aber auch
keine einzige Steckdose richtig angeschlossen. Wohl gemerkt ich habe da
nur geprueft und nix veraendert und das dem Vermieter vor Zeugen gesagt.
Helmut Lenzen schrieb:> Da war aber auch> keine einzige Steckdose richtig angeschlossen.
Das war wohl ein Fachbetrieb, der sich sicher ist, sich immer auf seine
Versicherung verlassen zu können. Selten dämlich. Ein Heimwerker hätte
sich das nicht getraut und es nicht nur im eigenem Interesse richtig
gemacht.
Helmut Lenzen schrieb:> keine einzige Steckdose richtig angeschlossen.
Es gab auch schon den bösen Fall, daß alle Steckdosen richtig
angeschlossen waren aber ein "Elektriker" ein paar Räume weiter in einer
ausgebrannten Dose die Drähte vertauscht hat.
Dont feed the Troll...
Egal!
Ich bekomme nämlich Angst wenn ich hier einige Beiträge lese!
Wer keine Ahnung hat sollte vielleicht mal lieber ruhig sein!
Einer der ersten Tipps vor dem Hauskauf alles zu prüfen ist sicherlich
nicht schlecht. Jetzt jedoch zu spät.
Aber die Elektroinstallation alleine reicht da nicht.
Es gibt noch Heizung und Sanitär. Und zu guter letzt könnte die
Bausubstanz an sich noch vor Hauskauf geprüft werden.
Schwamm drüber...
Wenn eine Nullung durchgeführt wurde ist es doch eher unwahrscheinlich
das PE und N unterschiedliche Potentiale haben.
Wenn es sinnvoll durchgeführt wurde, ist der "N" auf der PE-Klemme und
dann eine Brücke auf die N-Klemme (sofern man die Klemme so definieren
will).
Und ...
Wenn das so gemacht wurde und ein FI eingebaut ist und man trotzdem Tod
neben dem Toaster liegt, dann ist wohl grundsätzlich etwas falsch
gelaufen.
Einige sind hier entweder so jung das sie keine Ahnung haben oder so alt
das sie nur FU's kennen.
Wenn man mal mit etwas gesunden Menschenverstand an die Sache geht:
Das Haus wurde gebraucht gekauft.
Hätte es 27 Vorbesitzer, wäre man evtl schon stutzig geworden.
Lasst das Haus doch mal 30 bis 40 Jahre als sein.
Dann hätte jedes Jahr jemand drin sterben müssen und es wurde dann
verkauft.
Die elektrische Anlage war wohl schon einige Zeit in Betrieb, ohne
Todesfall.
Oder die lebten dort nur mit Kerzen und Gaskocher. Dann hat der
Strom-Zähler jetzt etwa 10kWh auf der Uhr ;)
Richtig ist das die Anlage geprüft werden soll. Sollte Sie so oder so in
regelmäßigen Abständen.
Also einen Elektriker in der Nähe suchen der einen seriösen Eindruck
vermittelt und das Problem schildern. Und dann einen nehmen der was von
Isolationsmessung und so erzählt. Und der das inkl. Protokoll für n paar
hundert € verkauft. Und der auch verspricht das jemand kommt der die
Messung gleich vor Ort bewertet und erläutert. Nicht das ein
Auszubildender im ersten losgeschickt wird, der da aufm ProfiTest 0100 n
bissl rumdrückt.
Wahrscheinlich stimmt da was nicht. Vielleicht ist es auch nur eine
kapazitive Spannung die nach einer Messung mit einem Duspol weg ist.
Soviel dazu.
Noch so nebenbei:
Dem Strom ist es egal welche Farbe die Isolierung hat die in eingrenzt.
Das kann schwarz, blau, braun, grau, rot oder auch grün-gelb sein.
Also ist ein grün-gelber als Schaltdraht verwendet keine Fehlfunktion
der Anlage.
Hallo, mal im ernst... so war das damals. Der Kunde wünscht einen
zusätzlichen Schalter in der Küche. Der Installateur sagt "geht nicht,
da fehlt ne Ader" dann der Kunde "da liegt doch noch eine lose in der
Dose!".
Is nicht schön, aber is nunmal so.
Ich als Vermieter würde mich freuen wenn ich diese Information erhalte.
Es ist ja auch nicht so, das ich jedes mal wenn ich die Wohnung neu
vermiete alle Schalter und Steckdosen ausbaue nur um zu sehen ob alles
richtig angeklemmt ist und die richtige Aderfarbe hat.
Und wenn ich da mit anfange, dann muss ich alle Heizungsrohr frei legen
um zu schauen ob da nicht zwischen den Eisenrohren ein Stück Kupfer
eingebaut wurde.
Und ich muss das Haus außen einmal rings herum freilegen um zu schauen
ob noch eine Schutzschicht an der Gründung vorhanden ist und ob diese
(die Schicht sowohl auch die Gründung) keine Risse hat.
Was ich als Vermieter aber dann machen würde ist den Mietern die an
meiner elektrischen Anlage rumfummeln mal was erzählen.
Ist ja von außen nicht zu erkennen das ein grün-gelber als Schaltdraht
verwendet wurde.
Und bei der nächsten Renovierung im Raum wird n neues Kabel verlegt. So
lange fummelt da keiner rum und dann passiert auch nix.
Hoffentlich sind einige die hier geschrieben haben keine ausgebildeten
Elektroinstallateure. Wenn doch, dann erklärt es sich auch wo die
Stromunfälle herkommen.
Eine Aussage wie "Ein FI bringt nix wenn ne Nullung gebaut ist" finde
ich nicht fachlich unterlegt.
Es wundert mich das noch keiner gemeckert hat das es keine FIs mehr gibt
sondern nur RCDs!
Bitte schreit nicht gleich rum wenn einer ne Frage stellt. Denkt auch
mal ein paar Minuten drüber nach und schaut dabei auch über den
Tellerrand!
asdf schrieb:> Hallo, mal im ernst... so war das damals. Der Kunde wünscht einen> zusätzlichen Schalter in der Küche. Der Installateur sagt "geht nicht,> da fehlt ne Ader" dann der Kunde "da liegt doch noch eine lose in der> Dose!".> Is nicht schön, aber is nunmal so.
Da wird der VDE aber mit dem erhobenen Finger daneben stehen. Gelb-Grün
als Leiter ist nicht nur unschön, es ist nicht erlaubt. Wer es dennoch
macht muss irre sein. Das erste was man lernt: Gelb-Grün ist Erde. Wenn
da jemand die irre Idee hat, das zu ändern ist das mehr als nur nicht
"schön". Wenn das ein Elektriker macht, macht er sich nach meinem
Kenntnisstand auch strafbar.
ron schrieb:> Doch, geht trotzdem.> Wenn der motor der waschmaschine z.b. einen hau hat und L hat dort> masseschluss, liegt am gehäuse des gerätes L an. Ohne angesclossenen pe> löst der fi nicht aus (normalerweise würde dann auch der> sicherungsautomat fliegen). Wenn ich dann das gehäuse aber anfasse (vll> noch barfuß) und strom fließt durch mich in die "erde", löst der fi aus.> In einem altbau ist aber selten mal einer verbaut...
Was hier wieder gesagt wird ist schon klasse! Ein Fi-Schutzschalter ist
bei einer zwei Draht Technik verboten! Denn es handelt sich um euren
N-Leiter nicht um einen N-Leiter sondern um einen PEN-Leiter, und der
darf nie unterbrochen werden, niemals auch nicht über einen
Fi-Schutzschalter. Der Fi soll dazu beitragen, Personen vor gefährlichen
Strömen zu schützen. Da die defekte Waschmaschine, den Fi ausgelöst hat,
ist auch der PEN-Leiter unterbrochen, wo bleibt da der Schutzleiter an
der Maschine?
Florian Trück schrieb:> Wenn das ein Elektriker macht, macht er sich nach meinem> Kenntnisstand auch strafbar.
Wohl kaum. VDE-Normen sind keine Gesetze sondern nur Empfehlungen, die
sogar unter Verschluss gehalten werden. Nenne mir einen Fall wo die
Nichteinhaltung von VDE-Normen strafbar war.
Hubert Mueller schrieb:> Der Fi soll dazu beitragen, Personen vor gefährlichen> Strömen zu schützen. Da die defekte Waschmaschine, den Fi ausgelöst hat,> ist auch der PEN-Leiter unterbrochen, wo bleibt da der Schutzleiter an> der Maschine?
Sobald der FI ausgelöst hat, kann niemand mehr gefährdet werden.
us schrieb:> Wohl kaum. VDE-Normen sind keine Gesetze sondern nur Empfehlungen, die> sogar unter Verschluss gehalten werden. Nenne mir einen Fall wo die> Nichteinhaltung von VDE-Normen strafbar war.
Soweit mir bekannt ist, nehmen Sachverständige und Gerichte Normen und
Richtlinien (wie z.B. auch die VDE) als Grundlage für ihre Beurteilungen
und Entscheidungen.
Kommt ein Fall zur Verhandlung, in dem geltende Vorschriften und
Richtlinien nicht eingehalten wurden, zur Verhandlung kann das
entscheidend auf das Urteil Einfluss nehmen.
Bedenke: Die StVO ist auch nur eine "Richtlinie", aber wenn man zu sehr
dagegen verstößt, macht man sich strafbar.
Hallo
wow, dachte nicht das ich hier so einen Thread lostrete.
Zum Haus : baujahr 1700irgendwas (das weis keiner so genau, die letzten
Unterlagen (war ein Anbau) sind auf das Jahr 1803 datiert).
Fi-Schalter? Da gibts 3 so Keramikteile die man aufschraubt und dann
eine Sicherung reinsteckt und dann wieder zuschraubt. Kenne ich von
meiner Kindheit noch als wir mal unsere Oma besuchten.
Grün-Gelb war wirklich nicht angeschlossen. Bin den Kabeln (aufputz) mal
gefolgt und kahm an eine art Verteiler. Dort hing der Draht einfach drin
rum.
Dort waren die Anschluesse übrigends rot/schwarz, kenne ich gar nicht
aber seis drum.
Das Licht funktionierte und die Säge/Schlagbohrhammer funktionierten,
habe erste mal ein wenig entrümpelt, morgen ruf ich mal einen Elektriker
an das er sich das anguckt. Zumindest diese "Schraubsicherungen" will
ich loswerden...
grüße
Angsthase schrieb:> Das Licht funktionierte und die Säge/Schlagbohrhammer funktionierten,> habe erste mal ein wenig entrümpelt, morgen ruf ich mal einen Elektriker> an das er sich das anguckt. Zumindest diese "Schraubsicherungen" will> ich loswerden...
Gratuliere, Du hast wirklich einen sehr alten Altbau. Rot und Schwarz
sind noch die ganz alten Verkabelungen. Klar, Schlagbohrer und
Staubsauger tun, nur die Sicherheit ist eine andere Sache. Du wirst da
mit FI-Schaltern kein Glück haben, ohne die gesamte Verkabelung
auszutauschen.
Die Schraubsicherungen könnten vielleicht noch weitere Dinge nach sich
ziehen, wie z.b. dass die Verkabelung erneuert / ausgetauscht werden
muss. Fragt sich ob Du einen Elektriker findest der Dir dann neue
Sicherungsautomaten einbaut ohne die Verkabelung zu ändern.
Bist Du noch am Umbau / Renovieren vor dem Einzug, oder wohnst Du schon
drin?
Florian Trück schrieb:> Bedenke: Die StVO ist auch nur eine "Richtlinie", aber wenn man zu sehr> dagegen verstößt, macht man sich strafbar.
Aufgrund der StVO macht sich niemand strafbar!
Ob es sich um eine Straftat handelt, bestimmt das StVG und StGB.
us schrieb:> Aufgrund der StVO macht sich niemand strafbar!
ja genau, deswegen das O für Ordnung, wer dagegen verstößt begeht eine
Ordnungswidrigkeit, keine Straftat.
us schrieb:> Diese Schraubsicherungen sind nichts schlimmes und noch heute sehr> verbreitet bei Häusern älter 40 Jahre.
In der Industrie werden sie heute immernoch verwendet. Die 3
Schraubsicherungen sollten kein Problem sein, solange sie sicher sind.
us schrieb:> Aufgrund der StVO macht sich niemand strafbar!> Ob es sich um eine Straftat handelt, bestimmt das StVG und StGB.
Richtig.
Ein Beispiel: Fährt man auf der Landstraße 190km/h, verstößt man gegen
die StVO (100 km/h), aber man macht sich ebenfalls strafbar durch die
fahrlässige Gefährdung anderer. Das wiederum wird durch das Gesetz
geregelt.
Also kann der Verstoß gegen eine Richtlinie (in diesem Fall StVO) zu
einem Gesetzesverstoß (Gefährdung anderer,etc.) führen. So kann das auch
für die VDE gelten. Stell Dir vor, der Elektriker vertauscht PE und L.
Der Elektriker sagt es wäre alles OK und Du liegst tot neben der
Waschmaschine.
Hallo,
ja ein sehr altes Haus. Ist eher ein "Beschäftungsprojekt" für die
nächsten 10-20 Jahre. 300m2 Wohnhaus, Stall und Scheunen mit über 1000m2
dazu div. Schuppen etc. 3000m2 Garten alles für nicht mal 10k und grad
40min zur nächsten Großstadt mit mehr als 1mio Einwohner.
Dach ist dicht, Wasser und andere Sachen sind i.o. sogar DSL gibts -laut
Nachbar- mit 16Mbit.
Klar das ich ein vielfaches des Kaufpreises noch reinzustecken muss,
aber ich habs nicht eilig.
Und die Schraubsicherungen mag ich nicht weil wenn eine fliegt man grad
keine neue hat. Da sind mir die Neuen lieber, da leg ich einfach den
Schalter um und gut.
Mal gucken was der Elektriker sagt, das ich wohl alles neu mit der
Elektrik machen muss ist mir klar, dachte nur das ich bis dahin das
bestehende benutzen kann.
Vielleicht macht ja auch so eine Art Baustrohmverteiler sinn, bin ja nur
Wochenende da, und "Entkerne" das Wohnhaus.
grüße
Angsthase schrieb:> Vielleicht macht ja auch so eine Art Baustromverteiler sinn, bin ja nur> Wochenende da, und "Entkerne" das Wohnhaus.
Perfekt, ja das geht. Dann kannst Du den Elektriker gleich zur Planung
einer neuen Elektro Anlage inkl. allem Schnickschnack zu Rate ziehen.
Dann kannst Du nämlich auch gleich schon mit einplanen einen Hausbus und
Netzwerkkabel (hohe Kategorie) zu verlegen. Dann hast Du nämlich gleich
noch was zum spielen. :-)
Florian Trück schrieb:> Ein Beispiel: Fährt man auf der Landstraße 190km/h, verstößt man gegen> die StVO (100 km/h), aber man macht sich ebenfalls strafbar durch die> fahrlässige Gefährdung anderer. Das wiederum wird durch das Gesetz> geregelt.
Was noch zu beweisen wäre ob diese Geschwindigkeitsüberschreitung
wirklich eine Straftat oder nicht nur eine Ordnungswidrigkeit ist. Mir
ist kein Fall bekannt, wo das als Straftat gewertet wurde.
> So kann das auch> für die VDE gelten. Stell Dir vor, der Elektriker vertauscht PE und L.
Das kann, wenn überhaupt, nur dann strafbar sein, nachdem ein Schaden
aufgetreten ist. Was nicht passiert, wenn man die "falschen" Farben
verwendet weil das die Sicherheit nicht beeinflusst. Nur als Beispiel.
Die VDE kann auch nicht den gleichen Stellenwert haben wie die StVO,
weil die VDE nur eine Empfehlung eines privaten Verbandes ist, die sogar
unter Verschluss gehalten wird.
Rudi Radlos schrieb:> Es gibt da ein paar neuere DIN-Anforderungen, die man kennen sollte.> Quelle Hager: DIN 18015-2:2010-11 ist seit November 2010 in Kraft.> Sie beschreibt Art und Umfang der Mindestanforderun-> gen an die Ausstattung elektrischer Anlagen in Wohn-> gebäuden.
Interessant (Küche):
> Neu hinzugekommen sind als Mindestausstattung (*) ein Radio-/> TV-/Datenanschluss (RuK) sowie drei zusätzliche Steckdosen für> Radio, TV und Datengeräte.
Ist diese DIN-Anforderung bindend?
MaWin schrieb:> Echt ? Beleuchtung ohne FI ? Ich dachte, FI ist inzwischen bei allen> Stromkreisen Pflicht (und heisst RCD).
Ich hab mal gehört das ein Fi nur bei Stromkreisen, wo Steckdosen dabei
sind notwendig ist, aber keine Ahnung ob das stimmt.
Die StVO ist eine Rechtsverordnung. Rechtsverordnungen sind Gesetze, die
nicht im förmlichen Gesetzgebungsverfahren vom Bundestag verabschiedet,
sondern von der Bundesregierung, einem Bundesminister oder einer
Landesregierung erlassen werden. Diese werden dazu durch ein Gesetz
ermächtigt. (Einfach man "Rechtsverordnungen" googeln)
Wer gegen die StVO verstößt, verstößt also durchaus gegen ein Gesetz,
auch wenn dieses nicht so heißt.
Die VDE-Richtlinien sind keine Gesetze. Klingt komisch, ist aber so.
Strafrechtlich dürfe es daher arg schwer sein, einen Elektriker wegen
eines falsch angeklemmten grüngelben Leiters zu belangen, selbst wenn
jemand dadurch zu Schaden kommt - man müsste nämlich nachweisen, dass
der Fehler auch wirklich die Ursache des Stromunfalls war, und das ist
schwer.
Haftungsrechtlich sieht das aber ganz anders aus, da schauen
Versicherungen und später Zivilgerichte sehr wohl nach den "anerkannten
Regeln der Technik", und da sind die VDE-Richtlinien wieder im Spiel.
Und hier kann es um viel Geld gehen, wenn die Bude abfackelt, wenn
jemand verletzt wird...
> Ich hab mal gehört das ein Fi nur bei Stromkreisen, wo Steckdosen dabei> sind notwendig ist, aber keine Ahnung ob das stimmt.
FI/RCD ist seit einiger Zeit bei üblichen Steckdosen Pflicht, bei
Deckenlicht nicht. Hintergrund ist wahrscheinlich, daß man nicht total
im Finstern steht. Genau deshalb sollte man ja auch mehrere FI haben.
Sonst taut bei jeder Gelegenheit auch der Kühlschrank ab!
Angsthase schrieb:> Zumindest diese "Schraubsicherungen" will ich loswerden...
Warum? Die sind nun wirklich kein Sicherheitsrisiko. Man sollte
nur Ersatz liegen haben, falls sie mal durchbrennen.
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:> Die sind nun wirklich kein Sicherheitsrisiko.
Doch.
Ich hab schon genügend schlecht eingedrehte gesehen, beispielsweise wo
der Schraubring auf dem Plastikgehäuse auflag und die Sicherung nur
locker drin war oder wo so fest zugedreht wurde daß Porzellanteile
zerbrachen. Dann ist auch das Rausdrehen oder reindrehen unter hoher
Last nicht ganz problemlos wegen Lichtbogenbildung.
MaWin schrieb:> nicht ganz problemlos wegen Lichtbogenbildung.
Genau deswegen mag ich diese Schraubsicherungen nicht. Da lobe ich mir
die Sicherungsautomaten...
Florian Trück schrieb:> Genau deswegen mag ich diese Schraubsicherungen nicht. Da lobe ich mir> die Sicherungsautomaten...
Seit wann gibt es diese Automaten eigentlich schon bzw seit wann sind
die im privaten Umfeld üblich?
hans schrieb:> Seit wann gibt es diese Automaten eigentlich schon bzw seit wann sind> die im privaten Umfeld üblich?
Keine Ahnung, lange?
Ich weiß noch dass ich die bei meiner Oma immer gewechselt habe und das
fand ich immer blöd.
@MaWin
Glaubst Du wirklich sooooo viel besser zu sein als mehrere Generationen
von Elektrikern?
Die gute, alte Schraubsicherung und auch ihre Nachfolger sind von der
Konstruktion her so gebaut, dass beim Ausdrehen, auch unter Last, nichts
passieren kann.
Wenn Du allerdings der Meinung bist, dass die Manipulation an einem
System die richtige Vorgehensweise ist - mein herzliches Beileid!
Bei der Installation des Systems hat der Elektriker in dem
Sicherungshalter eine sogenannte Passschraube platziert, die verhindern
soll, dass eine falsche Sicherung eingesetzt werden kann. Üblicherweise
abhängig vom Leitungsquerschnitt und der Verlegung.
SOLLTE DIE SICHERUNG EINMAL DURCHBRENNEN, SO LIEGT DASS MIT ABSOLUTER
SICHERHEIT NICHT AN DER SICHERUNG SONDERN AM VERBRAUCHER.
Ich schrieb:> Matthias L. schrieb:>> Und hier kann es um viel Geld gehen, wenn die Bude abfackelt, wenn>> jemand verletzt wird...>> Da muss man aber schon Vorsatz oder Fahrlässigkeit nachweisen können.> Einen Nachweis dass der Fehler auch wirklich die Ursache des> Stromunfalls war ist auch notwendig.> Siehe auch: Beitrag "Re: Elektrik in Eigenleistung & Abnahme durch Meister: Tipps & Kosten?"
Also, wenn jemand als Elektriker den grüngelben Leiter zweckentfremdet,
dann ist das vorsätzlich oder fahrlässig - was denn auch sonst?! Und
da kam die Rechts-Diskussion doch her...
Unter dem von dir verlinkten Beitrag ging's um die Verwendung von evtl.
minderwertigem Material, das ist nun aber ganz etwas anderes.
Matthias L. schrieb:> Also, wenn jemand als Elektriker den grüngelben Leiter zweckentfremdet,> dann ist das vorsätzlich oder fahrlässig - was denn auch sonst?! Und> da kam die Rechts-Diskussion doch her...
Genau der Meinung bin ich auch. Fahrlässigkeit durch einen Fachmann ist
schlimm, egal ob er damit gegen ein Gesetz oder eine Richtlinie
verstößt.
> Glaubst Du wirklich sooooo viel besser zu sein
Im Gegenteil. Ich laufe nur nicht hurraschreiend betriebsblind durchs
Land, so wie du, sondern merke mir Probleme und Fehlerursachen. Dazu muß
man natürlich schon ein paar Jahre mit offenen Augen durchs Leben
laufen, die fehlen dir vermutlich.
Da merkt man sich durchgescheuerte Isolierung am Sicherungskasten weil
der Elektriker den Blechkasten für das neue Kabel mit dem
Seitenschneider gemacht hat, heisse Kabel drücken schmelzende Isolierung
aufeinander weil die Schraubklemme nicht fest genug angezogen war um
Oxidation wegzuschaben, etc.
> SOLLTE DIE SICHERUNG EINMAL DURCHBRENNEN, SO LIEGT DASS MIT ABSOLUTER> SICHERHEIT NICHT AN DER SICHERUNG SONDERN AM VERBRAUCHER.
oder an simpler Überlastung des Hausanschlusses denn es sind ja meist
mehr als vier 16A Sicherungen hinter der 63A Schmelzsicherung, aber
klar, das hast du in deinem Schmalspurleben noch nicht erlebt.
Helmut Lenzen schrieb:>> Seit wann gibt es diese Automaten eigentlich schon b>> Seit 1924.
Wirklich? In meinem Haus, Baujahr 1970, gibts die noch nicht. Da gibts
übrigens auch noch keinen Schutzleiter.
MaWin schrieb:> oder an simpler Überlastung
Kann schon mal vorkommen, wenn man den Herd auf Volllast fährt,
Waschmaschine, Fön, Toaster, etc. anschaltet und gleichzeitg, weil es
immer noch etwas kühl im Haus ist, etwa 14 Stück Heizlüfter zuschaltet..
hans schrieb:> Wirklich? In meinem Haus, Baujahr 1970, gibts die noch nicht. Da gibts> übrigens auch noch keinen Schutzleiter.
Das ist wie mit dem Farbfernsehen. Nur weil es das ab 1967 in
Deutschland den Startschuss dazu gab, hatten deshalb noch lange nicht
alle Haushalte ein Farbgerät. Selbst 10 Jahre später war das noch nicht
Standard überall.
So war es auch mit Sicherungsautomaten. Die Dinger waren teuer. Also hat
man das genommen was am Markt noch immer günstig war.
1. so ein einpoliger Stromprüfer ist in gutes Mittel, gefährliche
Potentiale anzuzeigen. Obwohl die Anzeige echt einfach ist, ist das
Interpretieren dieser Anzeige nicht einfach mal auf einem Faltzettel
ablesbar. Da ich selbst (ins Installateurverzeichnis eingetragene)
Elektromeister kenne, die das nicht ordentlich hinbekommen, wird vor den
Teilen auch gewarnt. Demzufolge gilt in jedem Fall dann für Laien: Hol
(nicht frag!) einen Fachmann.
2. ein FI-Schalter darf in einer klassischen Nullung nicht eingesetzt
werden. Und jeder E-Meister, der das nicht begreift, muß sich von mir
Dummheit, Inkompetenz, und grobe Fahrlässigkeit vor allen Bauarbeiten
vorwerfen lassen.
Ich habe erst vor 3 Monaten so eine Null von der Baustelle einer meiner
eingerichteten Filialen gejagt, nachdem er u.a. bei zwei zu verbauenden
FIs einige L einer Leitung durch FI1 und die dazugehörigen Ns durch FI2
geschalten hatte.
(Bauklage läuft noch, Baustelle inzw. beendet, nur noch finanzieller
Kram).
3. die VDE ist tatsächlich nur eine Richtlinie, im Gegensatz zur StVO,
die (Schon gewusst?) eine Verordnung ist und deren Nichteinhalten eine
Ordnungswidrigkeit mit entsprechenden Strafen darstellt. Die VDE-Normen
sind u.a. deshalb eine Richtlinie, weil es manchmal widersprüchliche
Anforderungen gibt, die sich gegenseitig ausschließen. Hier wird dann in
der Regel eine völlig andere Lösung gesucht.
4.[Quote]Genau deswegen mag ich diese Schraubsicherungen nicht. Da lobe
ich mir die Sicherungsautomaten...[/QUOTE]
Sicherungsautomaten lassen sich aber schlechter gegen Wiedereinschalten
sichern. Eine Schraubsicherung steckst du mitsamt der Kappe in die
Hosentasche.
Obiger Eletrikser meinte auch, daß er der Elektriker ist und deshalb
jede Sicherung(sautomaten) einschalten darf, auch wenn da ein Zettel
hängt "Nicht Schalten!" (<-war übrigens der Tropfen, der das Faß zum
Überlaufen brachte)
achja: auch wenn man die Schraubsicherung mitsamt Kappe in de
Hosentasche hat: Es gibt "Kollegen", die haben Ersatz einstecken ;)
@MaWin
Im Kindergarten haben sie immer gesagt: "Mit Dir spiel' nicht"!
In Deinem Beispiel sprachst Du von Schraubsicherungen die schief
eingeschraubt waren.
In Deinem Antwortscenario ging es um die Hauptsicherungen...
Für mich besteht da ein ganz kleiner, aber feiner Unterschied.
Aber all die Beispiele, auch wenn sie nicht an den Haaren herbeigezogen
sind, ändern nichts an der Tatsache, dass DIE FEHLER NIE AN DEN
SICHERUNGEN LIEGEN.
Andy schrieb:> Obiger Eletrikser meinte auch, daß er der Elektriker ist und deshalb> jede Sicherung(sautomaten) einschalten darf, auch wenn da ein Zettel> hängt "Nicht Schalten!" (<-war übrigens der Tropfen, der das Faß zum> Überlaufen brachte)
Ich kann mir schon den Kollegen vorstellen der den Zettel hingehängt hat
(an die Sicherung). Der zappelte dann bestimmt im Nebenraum an der
Leitung die er gerade anklemmen wollte...
Klar, den Sicherungsautomat kannst schlecht gegen Wiedereinschalten
sichern, aber auf der Baustelle kannst ihn dann auch abklemmen, wenn die
Leitung dahinter noch nicht sicher ist. Im Heimgebrauch ist das
natürlich anders. Wobei ich mir vorstellen kann, dass auch da die
irrsinnigsten Ideen zustande kommen. Ich will die hier jetzt nicht
schreiben, will ja niemand auf dumme Gedanken bringen... :-)
Florian Trück schrieb:> Wobei ich mir vorstellen kann, dass auch da die> irrsinnigsten Ideen zustande kommen.
Au ja...
zB Schraube durch den Hebel treiben mit man den nicht wiedereinschalten
kann.
Ich dacht ich guck ned richtig...
Martin Wende schrieb:> Au ja...> zB Schraube durch den Hebel treiben mit man den nicht wiedereinschalten> kann.> Ich dacht ich guck ned richtig...
Aber ne Schraube um den am einschalten zu hindern ist gar nicht mal so
dumm. Da wird jeder erstmal denken: Nanu? Vielleicht doch nicht
einschalten...
Anders herum schon schlimmer: Draht um den Schalter und oben düber
irgendwo fixieren, damit er nicht mehr ausschalten kann...
Verdammt nun hab ich doch darüber geschrieben... :-)
Stammtisch schrieb:> LS Schalter haben eine Freiauslösung.
Täusche ich mich, oder kam das erst mit der DIN VDE 0660 (1982) in Mode?
Hatten die Automaten davor keine Freiauslösung?
> Im Kindergarten haben sie immer gesagt: "Mit Dir spiel' nicht"!
Du musst es wissen, bist ihm doch offenbar noch nicht entwachsen.
> In Deinem Beispiel sprachst Du von Schraubsicherungen die schief> eingeschraubt waren.
Nein.
Lesen ist offenbar nicht deine Stärke.
Lernst du vielleicht noch, wenn du an die Schule kommst.
Ich sprach von nicht ganz fest (weil ein schief montiertes
Plastikgehäuse so daß dessen Öffnungen für die Sicherungen versetzt
waren das ordentliche Einschrauben verhinderte es sei denn man drückte
das Gehäuse beim Einschrauben in die richtige Richtung) oder zu fest
eingeschraubten.
> In Deinem Antwortscenario ging es um die Hauptsicherungen...> Für mich besteht da ein ganz kleiner, aber feiner Unterschied.
So lange in der Installation beides Schraubsicherungen sind,
ist es kein Unterschied. Es gibt solche und andere Installationen, wer
klug ist, kann da also nichts herleiten. Wer nur sein Beispiel aus dem
Kindergarten kennt, kann sich vielleicht nichts anderes vorstellen.
> Aber all die Beispiele, auch wenn sie nicht an den Haaren herbeigezogen> sind, ändern nichts an der Tatsache, dass DIE FEHLER NIE AN DEN> SICHERUNGEN LIEGEN.
Aha.
Na wenn das so ist, dann sind die Sicherungen ja wie du.
Ben _ schrieb:> Früher hätte man das so getestet: Phase (da wo der Phasenprüfer> leuchtet) mit einem Stück Draht auf die Erdung gelegt, **BUMM!** alles> okay, nicht bumm irgendwas stimmt nicht...
Naja, wenn du nah genug an der Verteilung bist fliegt dir dort nicht nur
eine Sicherung. Also das ist eher eine Laienart es so zu überprüfen.
mh schrieb:> die allermeisten fi kommen mit einem leitungsschutz-schalter.> der auslösestrom kann ein vielfaches vom sollwert betragen.>> wenn du schon so super-cool mit bumm und krawall schreibst, dann schreib> wenigstens etwas, das auch stimmt!
dann denk du bitte auch nach, bevor du schreibst. Wenn du die Phase auf
den N legst, ist schließlich auch Erdpotential macht der FI gar nix.
Legst du die Phase auf den PE könnte es sogar sein, das nur der FI
kommt, je nachdem wie schnell der Strom ansteigt, da der Auslösestrom
für den FI nunmal deutlich eher erreicht ist, als für die Sicherung,
30mA versus 80A beim B16. Und innerhalb der 40ms, die Hersteller von
FI's garantieren müssen erstmal 80A zum fließen kommen.
MaWin schrieb:> Echt ? Beleuchtung ohne FI ? Ich dachte, FI ist inzwischen bei allen> Stromkreisen Pflicht (und heisst RCD).
Nach VDE sind beide Bezeichungen ok, also RCD und FI. Es gab mal eine
kurze Zeit, da war es nur RCD, aber da wir Deutschen warsch die
einzigsten in Europa sind, die sich daran halten darf der Begriff FI
wieder verwendet werden.
MaWin schrieb:> Echt ? Beleuchtung ohne FI ? Ich dachte, FI ist inzwischen bei allen> Stromkreisen Pflicht
Das Stichwort lautet Laienbedienbar. Eine Steckdose im Innenbereich bis
20A und aussen bis 32A. Eine Lampe ist in dem Sinne der VDE nicht
Laienbedienbar. Natürlich kann man das Leuchtmittel wechseln, aber wenn
man das tut, kann man nicht ausversehen an die Phase kommen, nur wenn
man es wirklich will. Ansonsten ist eine Lampe ein festangeschlossenes
Betriebsmittel, was der Laie nach VDE nicht selbst installieren darf, im
Gegensatz zu einem ortsveränderlichem Gerät mit Stecker. Hier steht sich
die Norm einfach selber im Weg, weil man ein festinstalliertes
Betriebsmittel irgendwie anders behandeln will, als ein
ortsveränderliches.
Ich persönlich sage auch, das bei Beleuchtung ein zu hoher Ableitstrom
nicht so tragisch ist, es ist eher selten, das man die Beleuchtung
anfasst, aber ein el. Gerät, was in einer Steckdose steckt, fasst man
eher schonmal an, also macht Sinn. Beleuchtung über FI ist nur im Bad.
Florian Trück schrieb:> Hatten die Automaten davor keine Freiauslösung?
Was meint ihr mit Freiauslösung?
MfG Dennis
Max D. schrieb:> Laptop sollte eigtl. ok gehen, der hat ja sowieso ein snt dazwischen ->> selbst wenn der schutzleiter spinnt keine akute lebensgefahr (der> schutzleiter in den nts is nur wegen emv drinne)...
Das ist gefährliches Halbwissen.
Bei Netzteilen mit Schutleiter kann auch die Sekundärseite geerdet sein
(PELV), wie z.B. beim PC-Netzteil. In diesem Fall sind die Anforderungen
an sichere elektrische Trennung deutlich geringer, da man sich ein Stück
weit auf den Schutzleiter verlässt. Wenn dieser nun einfach nicht
angeschlossen wird, kann es bereits beim ersten Fehler im Netzteil zu
gefährlicher Spannung (wie z.B. Netzspannung) an berührbaren Teilen
führen.
Als kleinen "Vorboten" kann man aber den u.U. stark erhöhten
Berührungsstrom am Netzteilausgang auf der eigenen Haut spüren.
Dennis H. schrieb:> Florian Trück schrieb:>> Hatten die Automaten davor keine Freiauslösung?>> Was meint ihr mit Freiauslösung?
Er meint damit das man den Hebel festhalten kann und der Automat denoch
ausloest.
Florian Trück schrieb:> Klar, den Sicherungsautomat kannst schlecht gegen Wiedereinschalten> sichern,
Warum das? Schau dir den Hebel mal genauer an da wirst du ein kleines
Loch finden... zumindest bei neueren Automaten.
MaWin schrieb:> Harald Wilhelms schrieb:>> Die sind nun wirklich kein Sicherheitsrisiko.>> Doch.>> Ich hab schon genügend schlecht eingedrehte gesehen,
Ich habe auch schon schlecht angeschlossene Kippautomaten mit
lockeren Schrauben gesehen. :-)
Gruss
Harald
Dennis H. schrieb:> Eine Lampe ist in dem Sinne der VDE nicht Laienbedienbar.
Ooh, muss ich jetzt jedes Mal den Elektriker holen, um das Licht
einzuschalten?
Gruss
Harald
Marcus schrieb:> Als kleinen "Vorboten" kann man aber den u.U. stark erhöhten> Berührungsstrom am Netzteilausgang auf der eigenen Haut spüren.
Viele der als "Wandwarzen" bezeichneten Steckernetzteile haben keine
Verbindung zum Schutzleiter.
Berührt man die - Leitung(meist der äussere Kontakt) nur leicht mit der
Fingerkuppe, ist (nicht nur bei chinesischen Modellen) oft ein
"Kribbeln" ein Zeichen für aufgesetzte Wechselspannung.
Der "Lügenfinger" (Phasenprüfer) leuchtet!
Habe nicht alles durchgelesen was hier geschrieben worden ist :)
Könnte zu mal an der Nullung liegen oder das irgend wo der N geschaltet
wird. Das hatte ich auch einmal im Altbau.
Vielleicht hilft es dir ja weiter.
Harald Wilhelms schrieb:> Dennis H. schrieb:>>> Eine Lampe ist in dem Sinne der VDE nicht Laienbedienbar.>> Ooh, muss ich jetzt jedes Mal den Elektriker holen, um das Licht> einzuschalten?
Zum Kaffeemaschine einschalten brauchst du ja auch keinen Eli. Okay, ist
ja auch ein Stecker dran :)
Anstecken darfst du die Kaffeemaschine ohne Eli, eine Lampe anschließen
darfst du nicht. Zumindest nach VDE. Das es trotzdem jeder selber macht,
weils ja wirklich kein Hexenwerk ist, ist eine andere Sache. Und wenn
mich ein Nicht-Eli fragt, wie er eine Lampe anschließen soll, dann sage
ich ihm das auch, dass er es selbst machen kann und gebe ihm keine
großen Warnungen, das dies nur ein Eli machen darf. In diesem Falle von
dem Thread hier ist das allerdings etwas anderes, Bei so einer echt
alten Installation(müsste ja fast noch von Adolf sein und es sollte
Kupfer sein, mit Baumwollummantelung) sollte man schon aufpassen, ich
habe selbst schon solche Kabel aus dem elterlichem Haus geholt, die im
Leerrohr lagen, aber blank waren, weil sie über einen Schonrsteinabzug
eines Ofens gelegt waren. Selbst der Rest der Kabel war nicht mehr
wirklich gut beisammen. Ist ja auch ok, nach 70Jahren darf ein Kabel
auch langsam seinem Ende entgegen sehen. Deshalb Daumen hoch für den TO,
wenn er die komplette Installation neu machen möchte, dies würde ich
auch dringend empfehlen.
MfG Dennis
Dennis H. schrieb:> (müsste ja fast noch von Adolf sein und es sollte> Kupfer sein, mit Baumwollummantelung)
Das wurde zu der Zeit aus Heimersatzstoffen gemacht. Kupfer wurde lieber
fuer Granaten verwendet.
Herrlich, wie manche Threads ausufern.
Ich bin mal so abartig, die ursprüngliche Frage fachkundig zu
beantworten:
> Schutzleiter = Glimmlampe schwach an = sollte das nicht auch aus sein?> Ok glimmt nur schwach aber es glimmt.> ist das wirklich in Ordnung so?
Die Glimmlampe zeigt an, dass der Schutzleiter unter Spannung steht. Das
darf nicht sein.
In diesem Fall hilft ein Duspol oder wie auch immer geartetes "besseres"
Meßgerät nicht weiter, denn Du weisst schon, dass der Schutzleiter nicht
in Ordnung ist. Daran wird ein anderes Meßgerät auch nichts ändern. Wie
hoch die Spannung wirklich ist, und ob sie unter Last zusammenfällt, ist
unwichtig. Denn eine Steckdose ohne funktionierende Erdung ist
gefährlich.
In Altbauten hatte man oft eine "Nullung". Die Verkabelun war zweiadrig
(N und P). Die Erd-Klemmen der Steckdosen hat man mit N verbunden. Genau
genommen heisst die Leitung dann PEN.
Die bereits genannte Vermutung, dass ein Erd-Leiter angeschlossen ist,
aber dessen anderes Ende irgendwo in der Luft hängt, halte ich für sehr
warscheinlich.
Das solltest Du reparieren lassen, bevor Du diese Steckdose verwendest.
Wenn Du Geld sparen willst, dann benutze die Steckdose nur Geräten ohne
Schutzleiter (schmale Euro-Stecker). Dann geht von den angeschlossenen
Geräten keine Gefahr aus.
Stefan schrieb:> Wenn Du Geld sparen willst, dann benutze die Steckdose nur Geräten ohne> Schutzleiter (schmale Euro-Stecker). Dann geht von den angeschlossenen> Geräten keine Gefahr aus.
Vorsicht mit solchen Auesserungen nachher macht der das Wirklich.
Die Kiste kostet anschliessend mehr als der Schutzleiter!
Die Betonung leigt bei:
> Dann geht von den angeschlossenen Geräten keine Gefahr aus.
Aber es geht Gefahr von Personen aus, die dort andere Geräte einstecken.
Aber das hat Angsthase sicher auch so verstanden ... hoffe ich
jedenfalls.
Angsthase?...Bist Du noch da?...Sag was, erleichtere mein Gewissen!
Vor lauter VDE Richtlinien und Vorschriften (gibt es überhaupt
Vorschriften für Elektroinstallationen?) frage ich mich, inwiefern der
Handel mit Toastern erlaubt ist, deren Heizdrähte offen liegen.
Florian Trück schrieb:>> LS Schalter haben eine Freiauslösung.>> Täusche ich mich, oder kam das erst mit der DIN VDE 0660 (1982) in Mode?> Hatten die Automaten davor keine Freiauslösung?
Freiauslösung hatten auch schon die alten Rundautomaten.
Gruss
Harald
> inwiefern der Handel mit Toastern erlaubt ist, deren Heizdrähte> offen liegen
Sondererlaubnis im Produktgesetz.
Es dürfte ausreichend Bestechungsgeld gegeben haben.
Stefan schrieb:> Herrlich, wie manche Threads ausufern.> Ich bin mal so abartig, die ursprüngliche Frage fachkundig zu> beantworten:>>> Schutzleiter = Glimmlampe schwach an = sollte das nicht auch aus sein?>> Ok glimmt nur schwach aber es glimmt.>> ist das wirklich in Ordnung so?>> Die Glimmlampe zeigt an, dass der Schutzleiter unter Spannung steht. Das> darf nicht sein.
Und genau das habe ich gleich in der ersten Antwort gesagt.
Der Thread hätte also an dieser Stelle geschlossen werden können.
Gruss
Harald
Stefan schrieb:> Vor lauter VDE Richtlinien und Vorschriften (gibt es überhaupt> Vorschriften für Elektroinstallationen?) frage ich mich, inwiefern der> Handel mit Toastern erlaubt ist, deren Heizdrähte offen liegen.
Einige Sachen wuerden heute nicht mehr so eingefuehrt wie sie zur Zeit
exestieren.
Schraubsockel fuer Lampen z.B.
Helmut Lenzen schrieb:> Einige Sachen wuerden heute nicht mehr so eingefuehrt wie sie zur Zeit> exestieren.>> Schraubsockel fuer Lampen z.B.
(Küchen-)Messer auch nicht? :-)
Gruss
Harald
PS: Der Schraubsockel war m.W. eine Erfindung Edinsons, der der
Glühlampe eigentlich erst zu Ihrem ökonomischen Durchbruch
verholfen hat.
>> Schutzleiter = Glimmlampe schwach an = sollte das nicht auch aus sein?>> Ok glimmt nur schwach aber es glimmt.>> ist das wirklich in Ordnung so?>> Die Glimmlampe zeigt an, dass der Schutzleiter unter Spannung steht. Das> darf nicht sein.
Also ist der Lügenstift doch für etwas gut.
Harald Wilhelms schrieb:> (Küchen-)Messer auch nicht? :-)
Konnte ich mir denken das wieder ein Kommentar von dir dazu kam.
Harald Wilhelms schrieb:> PS: Der Schraubsockel war m.W. eine Erfindung Edinsons, der der> Glühlampe eigentlich erst zu Ihrem ökonomischen Durchbruch> verholfen hat.
Der hat ihn ja fuer Gleichspannungsnetze erfunden die ungefaehrlicher
waren als das Wechselspannungnetz von Westinghouse/Tesla :=)
Helmut Lenzen schrieb:> Das wurde zu der Zeit aus Heimersatzstoffen gemacht. Kupfer wurde lieber> fuer Granaten verwendet.
0 Treffer bei Google für Heimersatzstoff. Was ist das?
ohne google dumm schrieb:> 0 Treffer bei Google für Heimersatzstoff. Was ist das?
So hat man im WW2 die Stoffe genannt die im Reich verfuegbar waren und
die andere knappe Werkstoffe ersetzt haben.
z.B wuerden anstatt Kupferleitungen das billigere Aluminium oder sogar
Eisen verwendet. Kupfer war wichtiger fuer die Granaten als fuer
Leitungen.
Deshalb hat man die Heimische Ersatzstoffe oder knapp Heimersatzstoffe
genannt.
Andy schrieb:> achja: auch wenn man die Schraubsicherung mitsamt Kappe in de> Hosentasche hat: Es gibt "Kollegen", die haben Ersatz einstecken ;)Florian Trück schrieb:> Klar, den Sicherungsautomat kannst schlecht gegen Wiedereinschalten> sichern,http://www.safetyseries.de/products/items.jsp?id=26850&sids=26823
Gibts auch für alle Arten Schmelzsicherung.
Helmut Lenzen schrieb:> z.B wuerden anstatt Kupferleitungen das billigere Aluminium oder sogar> Eisen verwendet.
Alu war damals wesentlich teurer als Kupfer, wurde auch hauptschich im
Flugzeugbau verwendet. Eisen, offen über Keramikisolatoren gespannt
hab ich selbst noch gesehen. Gabs aber auch schon vor dem 1.Wetkrieg.
Angsthase schrieb:> Vielleicht macht ja auch so eine Art Baustrohmverteiler sinn, bin ja nur> Wochenende da, und "Entkerne" das Wohnhaus.
Aber Vorsicht, nicht beim Energieversorger Deines Mißtrauens die
Aufstellung eines Baustromverteilers beantragen. Da zahlst Du Dich an
Miete und kWh-Preis dumm und dusselig.
Mehrstufig ausbauen!
1 Stufe: so schell wie möglich: klären ob ordentlicher PE-Anschluß
bereits vorhanden (Ringerder, ... ) wenn nicht installieren (lassen),
Hausanschlußkasten und Zählerschrank neu, erstmal eine Unterverteilung
mit Steckdosen. Rest abklemmen.
nächste Stufen: Etagenunterverteilungen
@ Angsthase (Gast)
-nur Mut, -und ein fröhliches Lied auf den Lippen!
Zum Beispiel den < Elektriker-Song >(sing mit)
" Tausend mal berührt,
tausendmal ist nicht's passiert,
tausend und eine Nacht
und es hat "ZOOM" gemacht ..."
(grad gehört im Radio )
Florian T. schrieb:> MaWin schrieb:> Üblich war damals klassische Nullung.> Da geht dann leider kein FI.>> Nur zum vervollständigen: Klassische nullung bedeutet dann?
Mit anderen worten es ist ein PEN Leiter heißt wenn irgendwo ein Phase
unsymetrisch belastet ist fließt ein Strom auf dem N und durch die
Verbindung zum PE weil das ja ein Pen ist hast du den Strom der da
fließt auf dem PE .Bevor jetzt rumgeheult wird mir ist bewusst das es
kein Bestandschutz mehr gibt aber sobald eine Sache in der Verteilung
geändert wird muss die ganze Elektrik auf neusten Stand gebracht werden
ich würde eine Fachkraft zu Rate ziehen .
letzter Beitrag: 12.03.2013 09:24
allerletzter: 03.05.2016 21:39
Zitat Juliane Werding:
"Für uns zwei ist die Ewigkeit 3 Jahre lang!"
Ende Zitat
MfG Paul