Gast
#3092597
Hallo, ich habe hier eine Antenne für 868 MHz, die auf 50 Ohm angepasst werden muss (und derzeit noch um einiges davon entfernt liegt). Dazu möchte ich die Impedanz der Antenne bestimmen. An der Antenne habe ich direkt keine Buchse, sondern es wird ein Koaxkabel (50 Ohm) angelötet, an dessen Ende sich dann eine Buchse befindet. Das Kabel transformiert die Impedanz natürlich wieder woanders hin - ich möchte aber, um die Anpassschaltung entwerfen zu können, die Impedanz direkt an der Antenne wissen. Meine Idee dazu: 1. VNA (Vektor Network Analyzer) kalibrieren 2. Kabel daran anschließen, dass später an Antenne gelötet wird 3. Dieses Kabel am offenen Ende kurzschließen 4. Offsets (Länge + Amplitude) am VNA so einstellen, dass Real- und Imaginärteil im Smith-Chart etwa 0 Ohm ergeben 5. Dann Kurzschluss am Kabelende entfernen und Kabel stattdessen an Antenne anlöten 6. Impedanz messen, fertig Wäre das Vorgehen so richtig? Mich irritiert eine Sache: Wenn ich in Schritt 5 den Kurzschluss entferne (also am Ende eine offene Leitung habe), messe ich einen Blindwiderstand von ca. +200 Ohm. Nach meinem Verständnis sollte ich mich doch eigentlich weiterhin auf der reellen Achse befinden? [idealer Kurzschluss: Z=(0+j*0) Ohm, idealer Leerlauf: Z=(unendlich+j*0) Ohm]. Kann eventuell jemand meine Verwirrung auflösen?