Digitalmultimeter ablesen - Skala verändert Wert?

#3097085
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Hallo zusammen,

ich möchte die Potentialdifferenz durch statische Aufladung eines 
Bauteils gegen Erde messen, und verwende dazu mein Digitalmultimeter.

Eigentlich dachte ich, ich wüsste genau, wie man mit der 
Skalen-Einstellung umgeht und abliest: man tastet sich von oben an den 
passenden Messbereich heran und kann den Wert direkt ablesen. Anders 
ausgedrückt: wenn 20mV anliegen, dann lese ich entweder 00.02 oder 0.020 
.0200 auf dem Display, da sich ja immer nur der Dezimaltrenner 
verschiebt. Der Wert muss aber immer 0,02 entsprechen, da 20mV eben 
0,02V sind.

Folgendes zeigt mein Multimeter jedoch an (Skala: Wert):

 - 1000 --> 000
 -  200 --> 00.0
 -   20 --> 0.01
 -    2 --> .011
 - 200m --> 11,6

Hier verstehe ich nur den letzten Wert nicht: das Komma müsste ja nach 
links "rauswandern", gibt man den Wert nun in mV an, um die Anzeige nich 
mit der ersten Einstellung (ohne Komma) zu verwechseln?


Viel verwirrender wird es, wenn ich den abfließenden Strom messen 
möchte. Hier wird Folgendes angezeigt:

 -   20 --> 0.38
 -    2 --> .044
 - 200m --> 09.8
 -  20m --> 1.44
 -   2m --> .150
 - 200µ --> 15.1

Hier ändert sich nicht nur die Position des Dezimaltrenners, sondern 
auch der Wert??! Liegen hier nun (wie in der obersten Einstellung 380mA 
an oder wie weiter unten 150mA?
Verlasse ich hier den Messbereich und bekomme deswegen Phantomwerte, 
oder ist mein Multimeter defekt?

Wäre für eine Erleuchtung dankbar, stehe anscheinend echt auf dem 
Schlauch... ;)


Viele Grüße

Alex
Gast #3097245
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> - 1000 --> 000
> -  200 --> 00.0
> -   20 --> 0.01
> -    2 --> .011

Super.

> - 200m --> 11,6

Natürlich steht das Komma bei mV und nicht bei V,
es steht ja auch am Schalter mV und nicht V

> -   20 --> 0.38
> -    2 --> .044
> - 200m --> 09.8
> -  20m --> 1.44
> -   2m --> .150
> - 200µ --> 15.1

Das Messgerät braucht immer 200mA für Vollausschlag,
also verändert es beim Bereichsumschalten seinen Widerstand

 -   20 --> 0.38   0.01 Ohm, 380mA
 -    2 --> .044   0.1  Ohm, 44mA
 - 200m --> 09.8   1 Ohm     9,8mA
 -  20m --> 1.44   10 Ohm    1,44mA
 -   2m --> .150   100 Ohm   0.15mA
 - 200µ --> 15.1   1000 Ohm immer noch 0.15mA (vermutlich bleibt
es bei 100 Ohm und wird intern um 10 verstärkt).

und der wiederum liegt im Stromkreis,
verändert also den fliessenden Strom.

Völlig normal.
Du misst eien Spannung von ca. 15mV mit einem Innenwiderstand von ca. 
0.5 Ohm.


Der Effekt nimmt ab, wenn die Spannung höher wird.

> ich möchte die Potentialdifferenz durch statische Aufladung eines
> Bauteils gegen Erde messen, und verwende dazu mein Digitalmultimeter.

Das kannst du natürlich ziemlich vergessen, denn 10MOhm sind niederohmig 
wenn man statische Aufladungen essen will. Solche Messgeräte haben eher 
Teraohm als Innenwiderstand am, Eingang.
#3099702
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Ich fürchte auch, dass die Messung nur Netzbrumm detektiert.

Für statische Felder gibts die Feldmühle, damit kann man schöne 
imponierende Hochspannungen pro Meter anzeigen. Man sollte allerdings 
erwähnen, dass meistens praktisch keine Energie dahintersteckt.
Außerdem verringern sich solche Spannungen bei Annäherung. Man muß nur 
die Gleichung für den Plattenkondensator anschauen, die Kapazität ist 
umgekehrt proportional zum Abstand. Nach C=Q/U und Q konstant muss sich 
U verkleinern, wenn die Platten angenähert werden. Aus den Kilovolt 
werden harmlose Volt. Aber mit teurem ESD-Krempel läßt sich gut Geld 
verdienen.

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