ATX "Labornetzteil"

Gast #3099945
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naja ein richtiges Labornetzteil ist es nicht, da keine Strombegrenzung 
und keine regelbare Spannung.
Vor allem die fehlende Strombegrenzung ist ein Problem was dir im 
Fehlerfall die Schaltung ordentlich grillen kann.

aber ansich kanns schon nützlich sein.

ich hab als ich mit basteln angefangen hab das gebaut
http://www.forum.knollep.de/forum/attachment.php?id=239&;

mal schaun wie viele sich wieder über die sicherheit aufregen und 
sowas...
Gast #3099956
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hmmm... könnt jetzt an meinen Bastelschrank gehen, genau das gleiche 
Ding rausziehen und ein Foto machen....bin aber gerade zu faul zu.

Also jetzt im Ernst, ich hab damals im meinem jugentlichen Bastlerwahn 
unüberlegt genau das gleiche gebaut. Getreu dem Motto " Hey, da hab ich 
doch alle Spannungen, die man so brauchen wird, wenn man uC und so 
machen will"
Hab dieses Ding nicht einmal benutzt. Gut mir standen dann auf einmal im 
Kellerlabor der Uni 'Töllner' Labornetzteile zur Vefügung, mit denen man 
ziemlich schnelllll einsah, dass Strombegerenzung und Co. Sinn macht. 
Ich empfehle dir , wenn du Lust auf auf ein "ein bischen selbstgebautes 
LabNetzeil" Lust hast, dann guck mal nach nem Bausatz bei ELV .. Die 
sind immernoch besser, als die China-Ebay Dinger für 50-100€. Wenn du 
Kohle hast, kauf dir gleich was richtiges


Grüße Henning
#3100117
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Ich hatte auch so angefangen, jetzt hab ich ein Labornetzteil.

In meins hatte ich noch ne kleine Platine rein gebaut, mit nem 7805 um 
so eine Begrenzung zu haben.

Im Anfang hatte ich mir zwei ATmega 32 bei C gekauft (siebeneuronochwas) 
und die sind abgebraten, obwohl nichts verkehrt angeschlossen war und 
obwohl sie ne Weile so liefen. Das waren dann schon mal fast 16 Euro vom 
Labornetzteil.

Kurzschluss macht den Dingern nichts, da schalten die sofort ab, aber 20 
Ampere auf so einen µC, das musste ich selbst einsehen, dass das nicht 
gut ist.
Gast #3116243
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Schalten modernere ATX Netzteile überhaupt noch ein wenn nicht an +12V 
bzw +5V eine ausreichende "Grundlast" vorhanden ist?

Abgesehen davon und von allen anderen bereits besprochenen Nachteilen 
ist es eine Effizienzkatastrophe. PC Netzteile haben ihren besten 
Wirkungsgrad bei 90%+ Belastung.

Meistens zumindest :)
#3116314
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Manuel Z. schrieb:
> Schalten modernere ATX Netzteile überhaupt noch ein wenn nicht an +12V
> bzw +5V eine ausreichende "Grundlast" vorhanden ist?

Zum Einschalten genügen ein paar 100mA Grundlast. Das eigentliche 
Problem ist der entnehmbare Strom bei unsymmetrischer Belastung. Das 
heißt, wenn auf der 12V-Schiene mehrere Ampere fließen sollen, muß auch 
die 5V-Schiene entsprechend belastet werden. Ansonsten bricht die 
Spannung ein oder das Netzteil schaltet ab.
#3116323
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Icke ®. schrieb:
> heißt, wenn auf der 12V-Schiene mehrere Ampere fließen sollen, muß auch
> die 5V-Schiene entsprechend belastet werden. Ansonsten bricht die
> Spannung ein oder das Netzteil schaltet ab.

Das Alter vom Netzteil könnte dabei eine massgebliche Rolle spielen. 
Heuzutage liegt mit CPU und ggf. Graka fast die gesamte Kern-Last 
ohnehin schon auf den 12V. Ohne Disks und nennenswerter USB-Last spielen 
sich auf 3,3V und insbesondere 5V nicht viel ab. Die Netzteile müssten 
das also abkönnen.
Gast #3116333
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Heute übliche PC-Netzteile erzeugen oft mit dem Trafo nur eine oder 
mehrere 12V-Schienen, 5V und 3,3V werden durch Stepdownwandler erzeugt. 
Von dem her müssten sie ohne Grundlast auf 5V/3,3V funktionieren, da 
diese separat geregelt werden.
#3116486
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A. K. schrieb:
> Das Alter vom Netzteil könnte dabei eine massgebliche Rolle spielen.
> Heuzutage liegt mit CPU und ggf. Graka fast die gesamte Kern-Last
> ohnehin schon auf den 12V. Ohne Disks und nennenswerter USB-Last spielen
> sich auf 3,3V und insbesondere 5V nicht viel ab. Die Netzteile müssten
> das also abkönnen.

Eben mit einem Tagan 400W nachvollzogen. Läuft auch ohne Last an. Bei 
Belastung der 12V-Schiene mit 20W bricht die Spannung von 11,9 auf 11,3V 
ein. Bei Belastung mit 50W geht es sofort aus.
#3116519
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Harald Wilhelms schrieb:
> Udo Schmitt schrieb:
>
>> Labornetzteil?
>> Na ja vor über 100 Jahren sagte Daimler zu einer umgebauten Kutsche mit
>> Gasmotor auch Auto.
>
> Nein, er sagte "Automobil". :-)
> Gruss
> Harald

Habe vor ein paar Wochen die Nachbauten der ersten 'Autos' von Daimler 
und von Benz in Stuttgart gesehen. Der Unterschied der beiden war schon 
signifikant. :-)

Gruß, Udo
Gast #3116625
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Schau einmalwie sich die anderen Spannungen entwickeln.

Ich habe vor etlicen Jahren ein altes AT-Netzteil auf reine 12V Regelung 
umgebaut.
Ich musste die anderen Spannungszweige stilllegen damit die Spannungen 
nicht durch die Decke gehen wenn ich den 12V zweig stärker belastet 
habe.

Hast du die Last im Betrieb oder vor dem Einschalten angeschlossen?

Mein AT-Netzteil will zum Beispiel keine großen Laständerungen.
Wenn sich die Last zu schnell ändert geht es sofort in den Notfallmodus 
und schaltet sich ab.

Eventuell ist das bei den ATX-Netztilen immer noch so.
Gast #3116696
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Hi,

also ich hab mir auch aus nem alten ATX-Netzteil ne Spannungsversorgung 
gebaut. Nur für die festspannungen zum testen von Komponeneten am Auto 
(Glühobst, Lüfter, Autoradio,...) dafür geeignet, aber für Elektronik 
(µC, etc) würde ich immer nur nen Labornetzteil mit Stzrombegrenzung und 
Regelung benutzen.

Wegne der Mindestlast, das bei mir an der Werkbank neben dem Auto 
hängende NT läuft ohne Last und auch sehr stabil. Die Spannungen sind 
ziemlich konstant, selbst bei großer Belastung (4 parallel geschaltete 
H7 Leuchten, a 8,5 A) brechen die 12.4 V nur auf 11,85 V ein (gemessen 
mit Fluke RMS 175). der rest ist sogesehen fast brachliegend, einzig die 
5V benutz ich ab und zu.

Falls einer die 5 VSB oder die -12 V verpolt belastet, ist es übrigens 
kein Wunder, dass die NT wegen Überlast ausschalten, die leifern doch 
meist nur so 15-30 W kombiniert.

Designtechnisch hab ich die Laborbuchsen auf der Seite eingebaut, aus 
der ehemals die Kabel für die Komponenten kamen. Damit hab ich genug 
Abstand zur Eingangsseite (230V).

MfG EGS
#3116721
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B.F schrieb:
> Ich habe vor etlicen Jahren ein altes AT-Netzteil auf reine 12V Regelung
> umgebaut.

Hab ich ohne Änderungen an der Regelung schon 1999 gemacht als 
Stromquelle für den RC-Lader und ich benutze es immer noch. Der 5V-Zweig 
ist mit einer 6V/21W KFZ-Lampe belastet, so kann man aus dem 12V-Zweig 
ca. 5A rausholen.

B.F schrieb:
> Hast du die Last im Betrieb oder vor dem Einschalten angeschlossen?

Nach dem Einschalten natürlich. Macht bei einem Labornetzteil auch 
keinen Sinn, wenn es vor jeder Laständerung ausgeschaltet werden muß.
Gast #3125154
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> Dachte auch mal, es wäre doch schade, so ein ATX-Netzteil einfach zu
> entsorgen oder weiterzureichen...
ist es ja auch

> Dennoch: Belastungsfragen, Regelungsfragen, Wirkungsgradfragen...
scheint ja zu gehen, wenn man einigen Leuten glauben darf.
Die Belastungsvariante im 5 V Zweig mit KFZ-Leuchte ist nicht schlecht, 
das läßt sich recht schnell realisieren.

> ATX als Universalnetzteil is wie ne Gabel als Kamm.
einfach entkernen und eigene Schaltung rein, das Gehäuse kann man immer 
brauchen
#3125172
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Bastler schrieb:
>> Dennoch: Belastungsfragen, Regelungsfragen, Wirkungsgradfragen...
> scheint ja zu gehen, wenn man einigen Leuten glauben darf.
> Die Belastungsvariante im 5 V Zweig mit KFZ-Leuchte ist nicht schlecht,
> das läßt sich recht schnell realisieren.

Also ich hab hier erst eine Schaltung getestet, die irgendwas 
einstelligen mA-Bereich aufgenommen hat. War überhaupt kein Problem. 
Saubere fünf Volt und PowerGood.

Das Netzteil ist nebenbei gute 5-8 Jahre alt.

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