Gast
#3109640
Hallo zusammen! Ich möchte mit Schülern in Acrylglas eine Bohrung von 10mm einbringen. Hat da schon jemand Erfahrungen? Winkelschliff für den Bohrer bzw. Kühlmittel?
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Acrylglas bohren
Gast
#3109640
Hallo zusammen! Ich möchte mit Schülern in Acrylglas eine Bohrung von 10mm einbringen. Hat da schon jemand Erfahrungen? Winkelschliff für den Bohrer bzw. Kühlmittel? Ich verwende dazu die stumpfe Metallbohrer und einen Bohrständer. Das Problem bei Handgeführter Maschine ist, dass der Bohrer sich oft ins Material hinein frisst und man dann die Maschine nicht mehr halten kann.
Gast
#3109657
Dazu eignen sich sog. Spatelboher (Holz, zwei klingen) bei sehr langsamer Drehzahl. Zu schnelles Bohren führt zum Schmelzen des Acryls. Als Schmierstoff empfehle ich Wasser (unbrennbar).
Gast
#3109659
Stumpfer Boher heisst doch auch weniger Anstellwinkel? Stumpfer Bohrer kann sich auch durch das Acrylglas hindurch schmelzen! Wie sieht´s dann mit der Qualität aus?
Gast
#3109672
Das Metallerbuch schreibt da: Spitzenwinkel: 60°...90° Schnittgeschwindigkeit: 20...60m/min Spanwinkel: 0°...4° Freiwinkel: 3°...8° Schneidstoff: Schnellarbeitsstahl
Gast
#3109675
größere Löcher als 4mm in Kunststoffgehäuse bohre ich nur noch mit Stufenbohrer
Gast
#3109678
Stefan Frings (stefanfrings_de) Datum: 30.03.2013 22:27 > Ich verwende dazu die stumpfe Metallbohrer Scharf sollten sie schon geschliffen sein, sonst wirds zu warm und schmilzt :-)
Gast
#3109679
Meine Erfahrung: Je schärfer der Bohrer, desto sauberer wird das Loch. Stumpfe Bohrer neigen eher zum Durchschmelzen, was unschöne Grate hinterlässt. Also langsam drehende Maschine mit scharfem Metall oder Holzbohrer. Ob man bei Acrylglas jetzt ein Kühlmittel einsetzt oder dem Bohrer Zeit zum Abkühlen lässt, ist Geschmacksache. Das Kühlmittel sollte aber Rückstandsfrei entfernbar sein (keine polaren Lösungsmittel). Allerdings liegt auch viel am Material selbst, da Acrylglas != Acrylglas. Habe schon Platten gehabt, die liesen sich wunderbar bearbeiten und andere, die auf den selben Maschinen nur zusammengeschmolzen sind.
Gast
#3110646
Danke für die Antworten! Ich werd´s nicht weiter studieren, sondern einfach probieren! :-)) Nimm Stufenbohrer...
Gast
#3114262
BerndB schrieb: > größere Löcher als 4mm in Kunststoffgehäuse bohre ich nur noch mit > Stufenbohrer Thomas der Bastler schrieb: > Nimm Stufenbohrer... Wie wird das? Bzw. wieso? Mich würde das sogar bis 30mm interessieren aber so richtig zufriedenstellend ist das bisher nicht geworden.
Gast
#3115240
Probiere das mit dem Stufenbohrer an einem Abfallstück und Du wirst sehen: Das geht besser als alle anderen Vorschläge. gez. Buna-Pelzer
Gast
#3115252
Schmiermittel = Spiritus Spiritus macht manche Kunststoff"gläser" spröde. Besser mit Spüliwasser kühlen - danach aber natürlich den Bohrer reinigen und etwas ölen...
Gast
#3116006
Ich glaub mal gelesen zu haben, dass man PMMA nicht mit Spiritus bohren sollte. Allerdings ist das, was im Baumarkt als Bastlerglas verkauft wird, auch kein PMMA Plexiglas Acrylglas, sondern Polystyrol. Dann hängt es davon ab, was Du bohren willst: Dünne Platte => Stufenbohrer, dickes Vollmaterial => sehr scharfer Bohrer, langsam bohren, mit Wasser kühlen. Um Ausplatzer zu vermeiden, auf die Bohrstelle Klebeband (Malerkrepp) kleben. Hier steht einiges über die Be- und Verarbeitung von Acrylglas, mit Video. http://www.plexiglas-shop.com/DE/de/man_info/verarbeitungshinweise-fnbcb65zznu.htm Gruß debe
Gast
#3116991
Ja, Seifenwasser ist gut zum kühlen und idealerweise sollte der Sptzenschliff etwa 60 Grad haben.... wenn man viel zu bohren hat.
Gast
#3129881
Hallo Pastor Braune heißt Du Christian ?? Gruß Holger
Gast
#3130024
Acrylglas von beiden Seite, sonst reisst das Loch aus wenn man durchsticht. Viktor N. schrieb: > Acrylglas von beiden Seite, sonst reisst das Loch aus wenn man > durchsticht. ...aber nicht, wenn man ein zweites (Rest-)Stück Acrylglas ausreichender Stärke als "Opferplatte" darunterlegt (am besten miteinander verspannen). Damit kann man dann auch ganz normale HSS-Metallbohrer nehmen und notfalls(!) sogar ohne Bohrständer hantieren - die Resultate sind dann natürlich entsprechend unpräzise. Das mit dem Splittern und Reißen ist aber wirklich gefährlich, wenn man die Finger mit im Spiel hat, weil selbst sehr dickes Material anschließend gern mal mit dem Bohrer mitdreht --> akute Verletzungsgefahr! Viele Grüße Ich habe ziemlich gute Erfahrungen mit langsamem Bohren mit scharfem Holzbohrer sowie als Kühlmittel tropfenweise Petroleum gemacht. Kühlen muß unbedingt sein, schmiert sonst sehr schnell; möchte in der Nähe von Bohrer und Bohrmaschine nicht mit Wasser hantieren, soweit vermeidbar. Mit normalem Spiralbohrer springt Acrylglas nach meiner Erfahrung schneller als mit Holzbohrer. Ein Bohrständer wäre eine gute Sache. Ansonsten Maschine mit beiden Händen möglichst ruhig halten und Kühlmittel von zweiter Person auftropfen lassen. Wahrscheinlich geht es mit einem Spezialbohrer aber noch deutlich besser... Antwort schreibenBitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben. |
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