Transistor zu empfindlich ?

#3116411
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Ahoy.

Ich habe eine - wahrscheinlich einfache - Frage zum Schaltverhalten 
eines BC337 Transistors:
Mit dem Transistor möchte ich 12V, welche aus einem 7812 kommen, gezielt 
an und abschalten können; dazu habe ich den Transistor in 
Emitterschaltung zwischen OUT vom 7812 und Masse geklemmt.
[Die "Last" in Form eines Lüfters (mit eigener Reglerplatine [edit: ist 
ein ordinärer CPU-Lüfter; ein- und abgeschaltet werden soll dieser durch 
Anlegen und Abklemmen der 12V]) käme später dazwischen (zwischen OUT und 
Kollektor), derzeit hängt dort zum Test nur ein fetter Widerstand]

An der Basis des Transistors hängt der obligatorische 4k7 Widerstand.
[Der Transistor soll später durch einen µC geschaltet werden.]

Lege ich jetzt die Basis auf 5V, kann ich erwartungsgemäss 12V an der 
"Last" messen, aber:

- ist der Basiseingang hochohmig oder mit Masse verbunden, "schwingt" 
die Spannung an der Last im negativen Bereich [ zwischen wenigen mV und 
-2V Peaks ]

- die Beschaltung scheint sehr empfindlich, insbesondere führt das 
Auflegen eines Fingers auf den 4k7 Widerstand dazu, dass etwa 6V auf der 
Lastschiene fliessen

Was ist da los ?
#3116435
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A. K. schrieb im Beitrag #3116426:
> Also ein kontrollierter Kurzschluss vom 7812? Sehr kreativ.

Tja, so bin ich.
Hatte zwar den Fall doch noch etwas anders beschrieben, aber die Blumen 
nehm ich dennoch gerne an.

A. K. schrieb im Beitrag #3116426:
>> [ zwischen wenigen mV und -2V Peaks ]
>
> Wo treibst du die negative Spannung auf?

Wenn ich das wüsste, würde ich ein Paper darüber schreiben; da dem nicht 
so ist, reichte es nur für den Beitrag hier.

---

Bei der Beschaltung handelt es sich eigentlich um die 
"Standardschaltung" aus dem Artikel Transistor:

 7812
 OUT o-------------+
                   |
       +--- (+)
      [Lüftercontroller]
       +--- (-)
                   |
An: Vcc  _     |/
    o---|4k7|----|  337
Aus: GND         |>
                   |
 GND o-------------+
#3116442
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Martin Schröer schrieb:
> Bei der Beschaltung handelt es sich eigentlich um die
> "Standardschaltung" aus dem Artikel Transistor:
>
>  7812
>  OUT o-------------+
>                    |
>        +--- (+)
>       [Lüftercontroller]
>        +--- (-)
>                    |
> An: Vcc  _     |/
>     o---|4k7|----|  337
> Aus: GND         |>
>                    |
>  GND o-------------+

Wenn du statt dem "Lüftercontroller" da einen Widerstand hast wie oben 
beschrieben, dann kann der beschriebene Effekt nicht sein.
Da ist ein Fehler im Aufbau oder etwas anderes, das wir hier nicht 
sehen.
Gast #3116459
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4k7 sind sehr viel, erlauben 1mA Basisstrom der für nicht mehr als 20mA 
Kollektorstrom passt, aber ein Lüfter zieht mehr.

Man sollte 220 Ohm nehmen, um die 20mA des uC-Ausgangs auch voll in den 
Transistor stecken zu können damit der zumindest 300mA schalten kann, 
oder gleich einen LogicLevel-NMOSFET nehmen.

Aber das hat nichts damit zu tun, daß "schwingt die Spannung an der Last 
im negativen Bereich [ zwischen wenigen mV und -2V Peaks". Hier ist 
schon unklar, ob du eine absolute Spannung unterhalb der 0V (GND) meinst 
oder nur den Kollektor relativ zum 12V Ausgang. Eine echt negative 
Spannung kann ja nirgends herkommen. Bei offener Basis könnte ein paar 
Mikroampere fliessen, aber bei Basis über 4k7 an Masse sollte sogar das 
unterbunden sein.

Ein Lüfter mag einen Kondensator enthalten, so daß der sich auch mit 
Mikroampere aufladen lässt, dann läuft der Lüfter an und sofort ist der 
Kondensator alle, aber die Energie im Lüfter (der Spule des Motors) wird 
abgebaut und könnte eine negative Spannungssitze ergeben. Da die aber 
durch den Kondensator muss, kann in der Summe keine negative Spannung 
entstehen.
#3116503
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A. K. schrieb:
> Aber stimmt: Intels Lüfter-Spezifikation sieht keine Totalabschaltung
> per PWM-Pin vor. Der in Frage kommende Bereich ist "undetermined".

Darauf stützt sich mein Ansatz:
Bei dem von mir verwendeten Lüfter (irgendein Foxconn, AMD branded) fiel 
mir auf, dass dieser mit ca. 3k U/min dreht, wenn nur 12V anliegen.
Daher der ganze Tanz.

Wobei Peter II natürlich auch Recht hat:
Richtig elegant [und deutlich flexibler] wäre es, würde ich die PWM 
nutzen und das Ding dann so ansteuern, wie es eigentlich gedacht ist.
Aber auch irgendwie langweilig. ;)

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