Hallo,
ich habe den 'Frequenzbesen' im Anhang aufgebaut und dazu zwei Fragen,
die ihr mir hoffentlich beantworten könnt.
Ich weiß bereits:
- Das das kein ordentlicher Sender ist, sondern eher zufällig
funktioniert
- Das das Oberwellenverhalten schlecht sein dürfte
- Das man sowas nur ganz kurz und mit wenig Leistung betreiben sollte,
wenn man keinen Ärger mit der BNetzA bekommen will
etc..
Nun zu den zwei Fragen:
1.) Ich empfange den Besen bei ~106 MHz. Der Schwingkreis sollte aber
eigentlich bei ~50 MHz schwingen, wenn ich die 10% Toleranz der
Induktivität in Richtung 0.9 uH interpretiere, bei ~53 MHz. Höre ich auf
~106 MHz also die erste Harmonische?
2.) Der BC547B ist in manchen Datenblättern mit 100 MHZ Transitfrequenz,
in anderen mit 300 MHz angegeben. Mit einem 100 MHz Typ dürfte es bei
echten 106 MHZ doch auch gar nicht mehr schwingen, oder?
Mit freundlichem Gruß,
Ernst-Georg
tabasco schrieb:> Höre ich auf> ~106 MHz also die erste Harmonische?
Gut möglich. Sinnvoll für solche Experimente, ist es, einen
„Weltempfänger” oder Scanner zur Hand zu haben.
> 2.) Der BC547B ist in manchen Datenblättern mit 100 MHZ Transitfrequenz,> in anderen mit 300 MHz angegeben. Mit einem 100 MHz Typ dürfte es bei> echten 106 MHZ doch auch gar nicht mehr schwingen, oder?
Das ist doch nur ein Garantiewert. Das Teil ist uralt, inzwischen
haben die Hersteller wahrscheinlich ohnehin kleinere und besser
beherrschte Prozesse und dadurch schnellere Transistoren. Da sie
die Datenblattwerte ja trotzdem alle prima erreichen, gibt es für
sie keinen Grund, an den Datenblättern was zu ändern.
Stefan M. schrieb:> Bei der 1µH Induktivität fehlt im Schaltplan ein Parallelkondensator (> Schwingkreis braucht L und C ).
Warum sagst du ihm sowas? Ist doch offensichtlich, dass wir hier von
einem verdammten Schwarzsender reden. Lass doch sowas einfach ins Leere
laufen. Es gibt tausende anderer Dinge die man Basteln kann. Schade dass
die Bundesnetzargentur in dieser Hinsicht nicht genügend unternimmt.
Das ist ein Serienschwingkreis.
Die Induktivität liegt mit dem 10pF und dem Emitterwiderstand in Reihe.
Der Transistor verstärkt gleichzeitig NF und HF und erzeugt über die
Kapazitätsänderung seiner Diodenstrecken eine Frequenzmodulation. Der
Output ist ein Gemisch aus AM und FM.
So denke ich mir das jedenfalls...
Es ist ein Sender, das stimmt.
Es ist unlizensiert bzw. auf den "falschen Frequenzen auch verboten,
klar.
Aber auch ich als Funkamateur, der nun schon alles über dieses Thema
weiss habe mit solchen Basteleien meine ersten Erfahrungen gesammelt und
vor allem habe ich dadurch die Neugier bekommen um herauszufinden wie
man es besser macht.
Mit einem BC547 holt man keinen A380 vom Himmel, wenn eine Oberwelle im
Flugfunkband vorbeiwischt.
Wenn der TO soweit ist, dass er mit > 50 Watt senden kann, dann hat er
zwangsweise die Grundlagen verstanden und wird es erst tun, wenn er eine
AFU Lizenz hat, und er im richtigen Frequenzband sendet.
Aber natürlich ist es verboten, das bestreite ich nicht.
Illegale Downloads sind auch verboten....
Linüx schrieb:> st doch offensichtlich, dass wir hier von> einem verdammten Schwarzsender reden.
Jetzt geht das wieder los. Stell Dir mal vor, das nicht jeder sowas baut
um eine terroristische Vereinigung zu steuern oder seinen Stadteil mit
seiner Lieblingsmusik zu beglücken, sondern nur um zu verstehen, wie so
ein Ding funktioniert. Ist ja schon spannend, daß es überhaupt
funktioniert.
Insgesamt war der vielleicht 1 Minute in Betrieb und landet bald wieder
in Einzelteilen in der Bastelkiste.
Klar hätte ich mir das auch bei youtube angucken können und glauben, daß
es geht, aber:
Wenn du es nicht bauen kannst, hast du es nicht verstanden.
Stefan M. schrieb:> Wenn der TO soweit ist, dass er mit > 50 Watt senden kann, dann hat er> zwangsweise die Grundlagen verstanden und wird es erst tun, wenn er eine> AFU Lizenz hat, und er im richtigen Frequenzband sendet.
Danke! Die Prüfung ist in zwei Monaten...
tabasco,
investier mal in einen DAB/DVBT USB Stick mit Realtek Chip z.B.
Beitrag "Noxon DAB+ für nen 10er (Versand incl.)"
Dann kannst du von <50MHz bis >900MHz schauen wo der Besen wie
sendet/stört ;)
Helmut Lenzen schrieb:> Die> Frequenz bei der der Transistor keine Impedanzwandlung mehr durch> fuehren kann heist maximale Schwingfrequenz.
Danke, wieder was gelernt. Ich dachte bisher, daß immer fmax < fT.
Henrik V. schrieb:> investier mal in einen DAB/DVBT USB Stick mit Realtek Chip z.B.
Auch danke. So wie z.B. hier beschrieben?
http://www.elektronik-labor.de/HF/NoxonSDR.html
tabasco schrieb:> Ich dachte bisher, daß immer fmax < fT.
Ne, ist nicht so. Wird allerdings kaum ausgenutzt weil das
Oszillatordesign dann schon sehr kritisch wird und es heute wesentlich
bessere Transistoren gibt.
tabasco schrieb:> Das ist ein Serienschwingkreis.>>>> Die Induktivität liegt mit dem 10pF und dem Emitterwiderstand in Reihe.>> Der Transistor verstärkt gleichzeitig NF und HF und erzeugt über die>> Kapazitätsänderung seiner Diodenstrecken eine Frequenzmodulation. Der>> Output ist ein Gemisch aus AM und FM.>>>> So denke ich mir das jedenfalls...
So im etwa ist es auch richtig.
Nennt sich Huth Kühn Oszillator.
Viel Erfolg bei der Afu Prüfung.