Hallo,
meine ATI Radeon 9800 Pro Grafikkarte zeigt seit einigen Tagen hin und
wieder gleichmäßig verteile Pixelpakete auf dem Bildschirm.
Diese Pakete flimmern alle gleichmäßig (bei speicheränderung?) und
verschwinden manchmal von selber, manchmal werden es auch mehr, bis man
fast nichts mehr auf dem Bildschirm erkennen kann.
Ist die Karte noch zu retten oder ein Fall für die Tonne?
Backofen oder GraKa-Bios-Update angebracht???
Was meint Ihr?
Viele Grüße!
Kann auch am Kabel/Stecker/Buchse liegen, das schonmal geprüft?
Wie siehts mit der Temperatur aus?
Tritt der Fehler mehr/weniger bei warmer oder kalter Grafikkarte/Monitor
auf?
2D und/oder 3D betrieb?
Wenn der Speicher oder GPU ne Macke hätte bekommst du eher einzelne
Pixelfehler. Bei HDMI/DVI Übertragungsproblemen sind eigentlich immer
mehrere Bildteile betroffen.
Kannst du mal ein Foto machen?
Wenn du ein bisschen Zeit hast, lohnt es sich oft, die Elkos der Onboard
Schaltregler (neben den Speicherdrosseln) zu ersetzen, vor allem wenn du
sonst mit der Leistung zufrieden bist. Gerade wenn die Karte etwas älter
ist, ist das gerne mal der Grund für solche Ausfälle. Hatte ich bei
einer älteren X800 von ATI auch vor einiger Zeit.
Hallo,
Danke für die Antworten!
Bis vor kurzem war ein Monitor über VGA-Kabel an die Karte
angeschlossen, da gab es keine Probleme bei der Anzeige.
Dann habe ich vor ein paar Tagen einen anderen Monitor über HDMI/DVI
angeschlossen. Am Anfang lief alles bestens, aber nach ein paar Tagen
tauchten sporadisch diese regelmäßig über den Bildschirm verteilten
Pixelfehler auf.
Seitdem tauchen diese Fehler auch im reinen VGA-Modus auf, auch, wenn
der DVI-Stecker gar nicht belegt ist.
Timmo H. schrieb:> Kann auch am Kabel/Stecker/Buchse liegen, das schonmal geprüft?
Sieht nicht so aus.
> Wie siehts mit der Temperatur aus?
Temperatur der Graka ok.
> Tritt der Fehler mehr/weniger bei warmer oder kalter Grafikkarte/Monitor> auf?> 2D und/oder 3D betrieb?
2D-Betrieb
> Wenn der Speicher oder GPU ne Macke hätte bekommst du eher einzelne> Pixelfehler. Bei HDMI/DVI Übertragungsproblemen sind eigentlich immer> mehrere Bildteile betroffen.
Siehe oben.
> Kannst du mal ein Foto machen?
Am Wochenende poste ich eins.
Matthias Sch. schrieb:> Wenn du ein bisschen Zeit hast, lohnt es sich oft, die Elkos der Onboard> Schaltregler (neben den Speicherdrosseln) zu ersetzen,
Auf gut Glück, oder nur, wenn sie schon leicht ausgebeult sind?
gerri schrieb:> Auf gut Glück, oder nur, wenn sie schon leicht ausgebeult sind?
Auf gut Glück. Die Teile verlieren durch Temperatur und Ripplestrom an
Kapazität. Wenn sie ausgebeult sind, sind sie i.d.R. komplett hin.
Max
Max G. schrieb:> Auf gut Glück. Die Teile verlieren durch Temperatur und Ripplestrom an> Kapazität. Wenn sie ausgebeult sind, sind sie i.d.R. komplett hin.
So isses - als glücklicher Besitzer eines Oszis konnte ich an den Elkos
schönen Ripple sehen, obwohl die Elkos noch nicht ausgebeult waren. Nun
ist die Radeon 9800 Pro nicht wirklich eine Karte, die sehr viel Wärme
entwickelt, aber dafür ist sie auch schon länger in Betrieb, vor allem,
wenn das noch das AGP Modell ist.
Danke für die antworten!
So sehen die Pixelfehler aus, die z.T. auch am Mauszeiger kleben:
http://compidiaries.files.wordpress.com/2011/07/ati-radeon-bildfehler.jpg
Zitat von dieser Seite:
http://compidiaries.wordpress.com/2011/07/04/radeon-reparieren/
"Ich hatte ja schon im Geittreffen-Artikel beschrieben, dass die in
meinem PowerMac G4 verbaute ATI Radeon 9800 Pro fehlerhafte Darstellung
produziert. Man sieht direkt nach dem Start des Rechners vertikale
Streifen mit Pixelmüll und auch am Mauspfeil hängen Fehlerpixel. Oft
werden nach dem Warmwerden der Grafikkarte die Fehler geringer oder
verschwinden ganz. Dieses Verhalten lässt auf unsaubere Lötstellen oder
Haarrisse auf der Platine schließen und schließt ausgelaufene Elkos
weitgehend aus."
Dann wird es wohl eher ein Haarriss sein...!?!!
Matthias Sch. schrieb:> Nun> ist die Radeon 9800 Pro nicht wirklich eine Karte, die sehr viel Wärme> entwickelt, aber dafür ist sie auch schon länger in Betrieb, vor allem,> wenn das noch das AGP Modell ist.
Ja, ist das AGP-Modell
> So sehen die Pixelfehler aus, die z.T. auch am Mauszeiger kleben:
klassischer Grafikchipdefekt endweder Backofen und warscheinlich
wegwerfen oder gleich wegwerfen.Bei der Karte lohnt sich keine
große Rep
Thomas
gerri schrieb:> und schließt ausgelaufene Elkos> weitgehend aus.
Das ist nicht wahr - Elkos reagieren sehr wohl positiv auf Wärme und
arbeiten dann oft besser. Auslaufen tun Elkos übrigens in den wenigsten
Fällen. Der Kapazitätsverlust entsteht durch exzessive Wärme und
Austrocknen des Elektrolyten.
Wenn die Karte bei dir im Mac läuft, lohnt sich ein wenig Aufwand, denn
eine AGP Karte mit OpenFirmware BIOS zu bekommen, dürfte recht schwierig
werden.Es gibt zwar Software, um das BIOS umzuflashen, aber heutzutage
ist das nicht trivial.
Wenn die Karte allerdings im PC steckt, lohnt der Aufwand vermutlich
nicht so, es sei denn, du kriegst keine AGP Karte mehr und musst das
System am Laufen halten.
So schwierig ist Elko tauschen übrigens nicht. Meine Radeon 9800 hat
damals im PC immer gute Dienste geleistet und hatte diesen Fehler nie,
sehr wohl aber die o.a. X800 PCIe aus Mutterns Rechner.
Thomas schrieb:> klassischer Grafikchipdefekt
Quark! So sehen typischerweise Speicherfehler aus, die durchaus auch
durch eine schlechte Spannungsversorgung hervorgerufen werden können.
Zum Thema Elkos: (SMD-)Elkos im Alu-Becher sieht man in der Regel gar
nichts an. Nachmessen oder auf Verdacht tauschen.
Jupp schrieb:> Zum Thema Elkos: (SMD-)Elkos im Alu-Becher sieht man in der Regel gar> nichts an. Nachmessen oder auf Verdacht tauschen.
Die Elkos sehen allesamt unverbeult/unauffällig aus. Gibt es besondere
Kandidaten, die in Frage kämen? Oben hat jemand was von Elkos in der
Nähe von Induktivitäten geschrieben. Da kämen ca. 6 Stück (alle SMD) in
Frage...
gerri schrieb:> Da kämen ca. 6 Stück (alle SMD) in> Frage...
Genau diese sinds. Die Induktivitäten sind die Speicherdrosseln für die
Onboard Spannungsversorgung. Diese Spannungsversorgung arbeitet nach dem
Schaltwandler Prinzip und die Elkos sorgen für die Glättung. Du kannst
ja bei jedem Regler erstmal einen gegen einen neuen tauschen und
schauen, ob die Fehlersymptome geringer werden. Wenn ja, wechselst du
die restlichen auch noch. Typisch sind da nämlich einige Elkos parallel
geschaltet.
Ich habe schon öfters Laptops mit defekten Onboard-Grafikkarten
repariert und Dein Fehlerbild erinnert mich stark an kaputte Lötstellen
unter den BGA-Balls. Ich hatte zwar bisher dieses Vergnügen nur mit
nVidia-GPUs, um aber alle Zweifel auszuschließen, würde ich die
Siebelkos (und NUR diese) einfach mit Kältespray behandeln, um zu
rauszufinden, ob der Fehler evt. vermehrt auftritt. Wenn dies nicht der
Fall ist, drück ruhig während des Betriebs ein wenig am Kühlkörper der
GPU rum. Wenn sich das Fehlerbild damit ändert, ist die GPU locker und
muss via Reflow wieder angelötet werden. Nimm bitte Abstand von
Backrohr-Hausrezepten: ROHS-Zinn schmilzt bei deutlich höheren
Temperaturen, als bei diesem proklamierten "70°C-Ausheizen". Und auch,
wenn Du den Ofen weiter aufdrehst und das Zinn dann doch schmilzt,
schwimmen Dir im Extremfall alle Bauteile weg, wenn das Handling nicht
passt. Auf defekte Speicherchips auf der Grafikkarte bin ich übrigens
noch nie gestossen....
leiterbahn schrieb:> Auf defekte Speicherchips auf der Grafikkarte bin ich übrigens> noch nie gestossen....
Dann hast du keine relevante Reparatur-Erfahrung. Wieviele Kartons soll
ich Dir zukommen lassen? Und das ist kein neuzeitliches Problem, ich
bekomme gelegentlich sogar noch alte PCI
S3-oder-CirrusLogic-schlagmichtot aus Videospielgeräten mit defektem
Speicher in die Finger. Da ist von BGAs weit und breit nix zu sehen.
Sicher sind Probleme mit BGAs gang und gäbe, aber eben lange nicht die
einzige Fehlerquelle.
Danke für die vielen Antworten!
Meine Karte sieht eher so aus:
http://www.golem.de/0309/27689-r9800xt_gross.jpg
Die vier Becherelkos, die über dem VGA-Anschluss zu sehen sind, haben
bei mir einen ohmschen Widerstand von ca. 20 Ohm (in beide Richtungen).
Muss das eventuell so sein?
mhh schrieb:> gerri schrieb:>> Muss das eventuell so sein?>> Irgendwie schon, da ja Strom fließen muss im Betrieb.
Die Elkos (alle 4 sind parallel geschaltet) haben von + nach - gemessen
einen R von 20 Ohm. Das aber nur nebenbei.
So, habe wohl den eigentlichen Fehler gefunden:
leiterbahn schrieb:> Dein Fehlerbild erinnert mich stark an kaputte Lötstellen> unter den BGA-Balls.
Wenn man am Kühlkörper der Graka wackelt, ändert sich das
Pixelfehlerbild. Es scheinen dort tatsächlich kalte Lötstellen
vorzuliegen. Kann man diese irgendwie neu verbinden (ohne Heißluft und
ohne Backofen)?
Auf der GPU sind am Rand solche Metallstreifen angebracht. Kann man
diese hierfür erhitzen (z.B. mit einem 100W-Bräter-Lötkolben)?
Mir ist das Lötprinzip mit diesen BGA-Balls noch nicht ganz klar.
gerri schrieb:> Die Elkos (alle 4 sind parallel geschaltet) haben von + nach - gemessen> einen R von 20 Ohm. Das aber nur nebenbei.
Was du da misst ist sicherlich nicht der Widerstand der Elkos, denn es
ist parallel dazu ja noch etwas mehr angeschlossen. Elkos haben
idealerweise einen unendlich großen DC-Widerstand (wenn er aufgeladen
ist)
> Wenn man am Kühlkörper der Graka wackelt, ändert sich das> Pixelfehlerbild. Es scheinen dort tatsächlich kalte Lötstellen> vorzuliegen. Kann man diese irgendwie neu verbinden (ohne Heißluft und> ohne Backofen)?> Auf der GPU sind am Rand solche Metallstreifen angebracht. Kann man> diese hierfür erhitzen (z.B. mit einem 100W-Bräter-Lötkolben)?>> Mir ist das Lötprinzip mit diesen BGA-Balls noch nicht ganz klar.
Da man die Grafikkarte nicht wie eine Xbox in ein nasses Handtuch
einwickeln kann.... es gibt auch andere rabiate Methoden:
http://www.youtube.com/watch?v=DMsjCG09gmQ :D
Aber wer noch einen Rechner mti AGP Grafikkarte hat sollte vielleicht
mal über einen neuen Rechner nachdenken. Ein Rechner mit gleicher bzw.
mehr Geschwindigkeit verbraucht heutzutage weniger Strom und kostet
nicht mehr die Welt.
Timmo H. schrieb:> Aber wer noch einen Rechner mti AGP Grafikkarte hat sollte vielleicht> mal über einen neuen Rechner nachdenken.
Der TE zitiert oben jemanden, bei dem die Karte in einem PowerMac G4
steckt - dieser Rechner wäre nicht so ohne weiteres ersetzbar. Ansonsten
stimme ich dir zu. Für einen PC mit AGP Karte klingen schon seit einiger
Zeit die Friedhofsglöcklein.
@Jupp: Da habe ich mich evt. missverständlich ausgedrückt.Ich meinte,
dass mir bisher (bei den ca. 20 Reparaturen, die Grafikprobleme
umfassten), keine Probleme mit defekten Speicherchips unterkamen. Im
aktuellen Fall können wir diese Fehlerquelle aber offensichtlich
ausschließen.
@gerri: Defekte Elkos lassen sich nur mit einem ESR-Messgerät aufspüren.
Zum Thema "BGA" gibts ausreichend Infos im Netz, einfach recherchieren!
leiterbahn schrieb:> @gerri: Defekte Elkos lassen sich nur mit einem ESR-Messgerät aufspüren.> Zum Thema "BGA" gibts ausreichend Infos im Netz, einfach recherchieren!
Allgemeine Sachen wie das hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ball_Grid_Array
findet man einige.
Meine Frage ist, ob man die GPU versuchsweise mit einem dicken Lötkolben
durch geschicktes Erhitzen nachlöten kann.
Wenn es nicht klappt, landet die Karte in der Tonne, aber einen Versuch
ist es sicher wert.
Wahrscheinlich muss man den Si-Kern beim Löten irgendwie kühlen?!?
gerri schrieb:> Meine Frage ist, ob man die GPU versuchsweise mit einem dicken Lötkolben> durch geschicktes Erhitzen nachlöten kann.> Wenn es nicht klappt, landet die Karte in der Tonne, aber einen Versuch> ist es sicher wert.>> Wahrscheinlich muss man den Si-Kern beim Löten irgendwie kühlen?!?
Ich würde da mit nichts anderem als mit einer geregelten
Heißluftlötstation oder Pizzaofen beigehen. Mit nem Lötkolben wird das
nichts.
>> klassischer Grafikchipdefekt>Quark! So sehen typischerweise Speicherfehler aus, die durchaus auch>durch eine schlechte Spannungsversorgung hervorgerufen werden können.
wieviele Grafikkarten hast du denn schon repariert?
Ich komme auf 2..3 Pro Woche also erzähl mir nichts über Speicherfehler.
Mit der Spannungsversorgung hat das garnichts zu tun.
Thomas
Nachdem Du nicht direkt an die Lötstellen kommst, nachdem diese unter
dem Chip liegen, ist ein Lötkolben für diesen Zweck unbrauchbar. In
Deinem Fall bleibt, wenn Du das Problem quick-and-dirty lösen willst,
nur der Griff zur Heatgun.
Thomas schrieb:> wieviele Grafikkarten hast du denn schon repariert?Sehr viele. Ich greife lötenderweise zwar nur noch ins Geschehen ein,
wenn es brennt, bin aber durchaus unmittelbar am Thema.
> Ich komme auf 2..3 Pro Woche
Nett. Das ist in strammen Zeiten der Durchsatz an einem Vormittag für
einen fitten Techniker.
> also erzähl mir nichts über Speicherfehler.> Mit der Spannungsversorgung hat das garnichts zu tun.
Ja ja, alle doof, nur du nicht. RAM bzw. VRM defekt macht ca. 50% der
Reparaturen aus.
leiterbahn schrieb:> In> Deinem Fall bleibt, wenn Du das Problem quick-and-dirty lösen willst,> nur der Griff zur Heatgun.
Ok, wie geht man denn in so einem Fall mit der Heißluftpistole vor?
gerri schrieb:> Ok, wie geht man denn in so einem Fall mit der Heißluftpistole vor?
Vorsichtig. Ich habs nicht selber ausprobiert, aber ein Tipp, um defekte
Grafikchips auf iBook Platinen wieder zum Laufen zu bringen, war, auf
den Chip Lötzinnstückchen zu legen, damit man weiss, wann man die
richtige Temperatur mit der Heatgun hat. Regelbare Heatgun anwerfen und
die Temperatur auf ca. 300°C einstellen, evtl. auch 350°C. Nahe an den
Chip ran und dabei drauf achten, das man nicht aus Versehen die Bauteile
daneben wegbläst, also nur mit wenig Druck pusten. Wenn die
Lötzinnstückchen anfangen zu fliessen, noch ein paar Sekunden länger
draufhalten und dann weg.
Abkühlen lassen und dann ausprobieren.
Matthias Sch. schrieb:> Vorsichtig. Ich habs nicht selber ausprobiert, aber ein Tipp, um defekte> Grafikchips auf iBook Platinen wieder zum Laufen zu bringen, war, auf> den Chip Lötzinnstückchen zu legen, damit man weiss, wann man die> richtige Temperatur mit der Heatgun hat
Danke für den ausführlichen Tipp!!! :O)
> Nahe an den> Chip ran und dabei drauf achten, das man nicht aus Versehen die Bauteile> daneben wegbläst, also nur mit wenig Druck pusten. Wenn die> Lötzinnstückchen anfangen zu fliessen,
Die Umgebung des Chips kann man ja mit Alufolie o.ä. abdecken...
Nehme an, dass man hier als "Indikator-Lötzinn" bleifreies Lot
verwenden sollte!?!
Was ist mit dem flachen Siliziumblock in der Mitte des Chips?
Ansonsten hat der vorligende Chip an allen vier Rändern obenauf
Metallstege angebracht, kann es sein, dass diese in besonderem Maße
für die Wärmeübertragung gedacht sind?
Jupp schrieb:> Ja ja, alle doof, nur du nicht. RAM bzw. VRM defekt macht ca. 50% der> Reparaturen aus.
Früher hab ich auch jede Menge PC's repariert und Speicherfehler kamen
da sogar sehr häufig vor. Hab das allerdings immer mit einem
Testprogramm gemacht und die Karten weggeworfen (war ja auch schließlich
mein Umsatz:-)).
Allerdings waren das dann meistens keine Pixelfehler. Da blieb mal eher
das Bild stehen.
Da der Fehler nun bekannt ist, ist es gut, ich hätte aber eher auf eine
Leiterbahn nahe der Stecker getippt. Da ja vor dem Ändern des Ausgangs
alles ok war.
Matthias Sch. schrieb:> Wenn die Lötzinnstückchen anfangen zu fliessen, noch ein paar Sekunden> länger draufhalten und dann weg.
...und mit etwas Glück das flüssige Zinn über die Platine verteilen.
Toller Tip.
Icke ®. schrieb:> ...und mit etwas Glück das flüssige Zinn über die Platine verteilen.> Toller Tip.
Unsinn - ich rede hier von kleinen Stückchen (2-3mm) und nicht von
langen Enden. Da man sowieso nur mit wenig Luftzug arbeiten sollte, wird
da auch nichts über die Platine verteilt. Aber du kannst natürlich gerne
was besseres vorschlagen.
gerri schrieb:> Was ist mit dem flachen Siliziumblock in der Mitte des Chips?
Ja, der ist da nun mal - entfernen ist nicht, also wird der mitgeheizt.
Sei halt vorsichtig, um nicht die ganze Chose weg zu braten.
gerri schrieb:> Ansonsten hat der vorligende Chip an allen vier Rändern obenauf> Metallstege angebracht, kann es sein, dass diese in besonderem Maße> für die Wärmeübertragung gedacht sind?
Kann sein. Wenn du die vor der Aktion abnehmen kannst, tu das. Ansonsten
hast du ja keine Wahl. Mehr als eine nicht funktionierende GK hast du
nicht zu verlieren.
gerri schrieb:> Die Umgebung des Chips kann man ja mit Alufolie o.ä. abdecken...
Ist ne gute Idee.
>Sehr viele. Ich greife lötenderweise zwar nur noch ins Geschehen ein,>wenn es brennt, bin aber durchaus unmittelbar am Thema.
glaub ich nicht dass du da unmittelbar dran bist.
Bei dem Bildschimfoto ist sicher die GPU defekt.
Das will ich sehen, wie du 3 GPUs auf Laptopmainboards an einem Vormitag
tauschst. Aleine die Demonage und Montage dauert schon länger.
Thomas
Thomas schrieb:> glaub ich nicht dass du da unmittelbar dran bist.
Glaub was du willst.
> Das will ich sehen, wie du 3 GPUs auf Laptopmainboards an einem Vormitag> tauschst. Aleine die Demonage und Montage dauert schon länger.
Weiter oben warst du noch bei Grafikkarten, jetzt willst du Laptops
zerlegen...
Aber man merkt, du hast auf keinen Fall was im professionellen Umfeld
mit Reparaturen zu tun. Die Service-Zeitpauschalen bei uns liegen bei je
20 Min. für Demontage und Montage eines Laptops bei nicht-Zerlegung des
Displays. Bis auf wenige (modellabhängige) Ausnahmen wird das von der
Mehrheit der Techniker hier teils deutlich unterschritten. Mein
persönliches Rekordmodell sind HPs der NC/NX- Serie, die hab' ich in
fünf bis sieben Min. komplett nackig und genauso schnell wieder
zusammen. GPU-Tausch nochmal 30 Min., mehr Zeit bekommen wir schlicht
nicht bezahlt. Macht im Schnitt 'ne Stunde pro Gerät, anschliessende
Zeit im Testfeld natürlich nicht mitgerechnet.
Wir könnens ja mal antesten: Du besorgst 20 Notebooks mit defekter GPU
und wir schauen mal, wer wieviel am Ende des Tages repariert hat ;)
gerri schrieb:> Bis vor kurzem war ein Monitor über VGA-Kabel an die Karte> angeschlossen, da gab es keine Probleme bei der Anzeige.>> Dann habe ich vor ein paar Tagen einen anderen Monitor über HDMI/DVI> angeschlossen. Am Anfang lief alles bestens, aber nach ein paar Tagen> tauchten sporadisch diese regelmäßig über den Bildschirm verteilten> Pixelfehler auf.> Seitdem tauchen diese Fehler auch im reinen VGA-Modus auf, auch, wenn> der DVI-Stecker gar nicht belegt ist.
Kleiner Nachtrag, hatte den GraKa-Chip von einem Kumpel neu
heißluftverlöten lassen.
Die Pixel-Fehler blieben aber.
Dann habe ich der Karte das aktuellste Bios aufgespielt und seitdem geht
die Karte wieder, sowohl unter VGA als auch mit HDMI.
Die Löterei hätte man sich also komplett schenken können.
Will das nur noch mal anmerken, falls jemand ein ähnliches Problem haben
sollte.
Ihr lötet tatsächlich an NB-Boards rum? Wirtschaftlich???
Wir bekommen täglich ca. 100 als defekt gemeldete Thinkpads (T/X Serie)
rein.
Die eine hälfte hat nichts -> säubern und raus.
Die die andere Hälfte hat dann defekte... Reparatur erfolgt immer auf
die selbe Weise... defekte Teile identizieren -> ET bestellen ->
einbauen -> säubern und testen -> raus.
Bsp. bei einem T410 mit defektem Board bekommen wir 45 Minuten von
Lenovo bezahlt, die eigentliche Reparatur dauert nicht mal so lange...
ohne testen.
Da wird nichts gelötet, egal obs ein T-irgendwas für 1000 Teus oder ein
W-irgendwas für 4000 Teus ist.
Sowas würde ich privat mal durchtesten und dann evtl. Bauteile ersetzen
und das sowieso nur nach erloschener Garantie.
Wir bekommen z.b. auch defekte Acer-Displays rein, die gehen weiter zum
Acer Reparaturcenter. Da ist die Häufigste Fehlerangabe nachdem unser
1st Level Support schon defekte Kabel usw. ausgeschlossen hat "kein Bild
- LED blinkt gelb", klare Sache Netzteil defekt. Das NT befindet sich im
Display rückwärtig aufs Panel geklemmt. Ursache des defekts ist ein
Siebelko, der auch meistens komplett hochgekommen ist. Privat habe ich
den einfach ausgetauscht. Hat der Monitor aber noch Garantie, tauscht
Acer das NT und gut ist. Da im Rep-Center sitzt keiner und lötet...
deren Werkzeuge, genauso wie unsere sind Schraubendreher...
Heute wird doch so ne Business/Consumer Hardware nicht mehr aufwändig
analysliert und repariert. Austauschen und Tonne heisst es überall.
Ich lach mich immer innerlich weg wenn hier jemand schreibt "... joahr
da hab ich die GPU reballed..." meine Fresse ich dachte hier sind INGS
im Forum unterwegs.... sry fürs geflame aber das musste mal raus.
Com Post schrieb:> Ihr lötet tatsächlich an NB-Boards rum? Wirtschaftlich???
Nee, aus persönlicher Neugier privat rumgefrickelt, mich hatte die wahre
Ursache interessiert...
> Da im Rep-Center sitzt keiner und lötet...> deren Werkzeuge, genauso wie unsere sind Schraubendreher...
und weil dort nichts repariert wird sondern bei jedem Pipifax eben das
Board getauscht wird sind die Reparaturen so teuer.
Beispiel: eine durchschnittlche GPU kostet in Asien etwa 30..40 USD
Bei einem Laptop dauert der Tausch inc Montage und Test so ca 90 min.
und jetzt rate mal was billger wird Mainboard Tausch in 45min und
vieleicht 3 Wochen auf das Ersatzteil warten oder den Chip tauschen.
> Ihr lötet tatsächlich an NB-Boards rum? Wirtschaftlich???
natürlich tun wir das. Hast du eine Ahnung was ein Laptopmainboard
kostet?
Mainboardwechsel wegen einem defekten Steckverbinder. Das zahlt dir nach
der Garantie keiner.
Wenn ein Mainboard 800 Euro kostet was bei Lenovo oder Sony durchaus
passiert, kann man durchaus etwas Zeit in die Reparatur investieren.
Beim 300 Euro Billiglaptop halt eher nicht.
Man muss halt etwas Ahnung von Elektronik haben dann geht das schon.
Thomas
@ComPost
Du bist wohl stolz darauf, zum reinen Teiletauscher degradiert worden
zu sein?
Manch Einer hier ist (egal ob Ingenieur oder nicht) aus dem Holz, daß
er Nichts verloren gibt und den Fehler selbst zu finden versucht.
>....aber das musste mal raus.
Ja -und das mußte bei mir raus.
MfG Paul