Gast
#3148672
Hallo Liebe Community,
für ein HF RFID-System (14443-Standard) habe ich eine H-feld antenne
vorliegen. Dies hat bei der Trägerfrequenz des Readers von 13,56MHz eine
Induktivität von ca. 1000nH und einen Wicklungswiderstand von ca. 3 Ohm.
Diese Werte des Serienersatzschaltbildes ohne
Impedanzanpassungsschaltung wurden mit einem LCR-Meter bei 13.56MHz
gemessen. Der Gütefaktor der Antenne müsste sich meiner Meinung nach mit
[math Q = \frac{\Omega_0 L}{R} = \frac{2 \pi 13.56MHz 1000nH}{3 \Omega}=
28,4]
berechnen lassen.
Allerdings ist die Antenne mit einem L-Impedanzanpassnetzwerk bestehend
aus zwei Kondensatoren auf 50 Ohm des Readers bei 13.56MHz angepasst.
Wenn ich jetzt die beschriebenen Antenne mit dieser Impedanzanpassung an
meinen Reader anschließe und die Datenrate der Luftschnittstelle auf den
maximalen Wert von 847kBaud/s in beide Richtungen einstelle, habe ich
wider Erwartens keine Probleme mit der Datenübertragung.
Ich hätte allerdings erwartet, dass bei dieser Datenrate von 847kBaud/s
eine Bandbreite von ca. 1.6MHz benötigt wird und sich Probleme
einstellen würden. Bei einer geforderten 3dB-Bandbreite von 1.6MHz
ergibt sich ein Q-faktor von kleiner 8.
[math Q = \frac{f_r}{2 Datenrate}]
Habe ich hier an dieser Stelle einen Denkfehler, oder verändert die
Impedanzanpassung mit der angeschlossenen Readerausgangsimpedanz von 50
Ohm meinen Q-faktor des Systems? Oder liegt es daran, das die Reader in
der Lage sind auch die Lastmodulation des Tags für deutlich kleinere
Werte erkennen zu können?
Noch zu erwähnen ist, das der Abstand zwischen Antenne und Tag sehr
gering ist.
Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen.
Liebe Grüße
Hannes
