Inwieweit drück sich Filz unter Last platt ?

Gast #3151772
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Folgendes:

Ein Möbelstück samt befülltem Aquarium wiegen zusammen etwa 300kg.
Das Möbelstück hat eine Bodenplatte, auf die sich abgesehen von den 
Seitenteilen die ganze Konstruktion stützt.

Es besteht allerdings ein kleiner Absatz, so dass bei aufliegenden 
Seitenteilen der Möbelstückboden etwa 1,3mm über dem Fußboden schweben 
dürfte.

-> als Höhenausgleich

Dachte daran 1,5mm starkes Filz zu verwenden, weil es günstig und leicht 
zu beschaffen ist. Allerdings muss ich mir die Frage stellen, ob das 
Filz sich nicht zu sehr zusammendrückt.

Meines Wissens nach handelt es sich ja bereits um gepresste Fasern, 
womit das Material unter Last nicht nennenswert dünner werden sollte.

Oder irre ich mich da? Weiss es hier jemand genauer?

Danke
#3151782
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Bei neuen Möbeln sind in der Packung immer gern solche dünne laminierte 
Sperrholzstreifen.
Traditionell hebe ich die auf, gerade um solche Höhenausgleiche 
(besonders gerne auch vorn, damit das Möbel leicht nach hinten, gegen 
die Wand geneigt steht) vorzunehmen.

In Deinem Fall und bei so geringem Höhenunterschied dürfte es der 
sprichwörtliche Bierdeckel oder ein gefalteter Bogen Papier tun. Filz 
ist eher schon übertrieben.
Persönliche Seite #3151904
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Chris schrieb:
> Oder irre ich mich da?

Nimm ein Stück Filz und pack es in den Schraubstock. Das wird erheblich 
flacher.

Wobei natürlich die Frage der Auflagefläche zu berücksichtigen ist - 
wenn Du die gesamte Bodenplatte auf Filz auflegst, ist natürlich der 
Druck auf die Filzplatte erheblich geringer als wenn das nur punktuell 
geschieht.

Den Druck kannst Du auch leicht ausrechnen:

Druck = Gewichtskraft/Fläche

Bei 300 kg beträgt die Gewichtskraft etwa 3 kN, bei einer --völlig 
willkürlich-- angenommenen Fläche von 30x60cm ist diese also 0.18 m² 
groß.

Damit ist der Druck 3000N / 0.18 m² = 16666 N/m²

N/m² sind Pascal, also geht es hier um 17 kPa.

Das sind --in altertümlichen Maßeinheiten-- 0.17 Bar (kg/cm²)

Damit Du Dir was drunter vorstellen kannst: Zwei Tafeln Schokolade, von 
einer fehlt schon ein Stück, liegen auf einem 1 cm² großen Stück Filz.

Oder ein etwas schwereres Mobiltelephon (ein iPhone wiegt je nach Modell 
um die 130 g).

Also:
Wenn Du etwas steiferen Filz verwendest (wie das Zeug, daß es in 
Aufkleberform zum Unter-Möbel-Kleben gibt), wird sich da nicht allzuviel 
zusammendrücken. Es gibt aber auch sehr viel weicheren Filz (aus dem 
Kleidungsstücke, Beutel etc. hergestellt werden können), das ist 
ungeeignet.
Gast #3152737
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Nicht böse sein aber den Druck ausrechnen kann ich selber. Bringt mir 
nur nicht viel ...

Dank verschiedenster Filzarten ist mir das ganze inzwischen zu heikel 
und ich werde auf ein anderes Unterlegmaterial umschwenken.
Da gäbe es Metallplatten aber auch Teflon und anderes Kunststoffe als 
Plattenware. Am ehesten tendiere ich aber momentan wegen 
Preis/Leistung(Ebay)/Bearbeitbarkeit zu Furnier als Unterlage.
#3152862
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Also nochmal: Dein mm Höhenunterschied ist - bei einem 300er Becken - 
nicht die Welt.
Was Du nicht erwähnt hast - in welche Richtung überhaupt ?
Wenn das Becken leicht in Richtung Wand geneigt ist, wäre das nicht 
einmal ein Nachteil.

Ansonsten bleibt's dabei: Nimm einen entsprechend n-fach gefalteten 
Bogen Papier, der trägt das. (Ich habe seit Jahren mehrere Becken - auch 
größerer Gewichtsklassen - problemlos stehen.)

[Nachtrag: außerdem habe ich zwei (fette) Katzen, die zu gern auch mal - 
ob der Wärme - auf eben jenen Becken liegen, trotzdem nie ein Problem 
gehabt.]
Gast #3152882
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Chris schrieb:
> Es besteht allerdings ein kleiner Absatz, so dass bei aufliegenden
> Seitenteilen der Möbelstückboden etwa 1,3mm über dem Fußboden schweben
> dürfte.

Wenn der Absatz zwischen Möbel und Fußboden liegt, kann die Kante dem 
Aquarium doch völlig wurscht sein, solang das Möbel nicht 
zusammenbricht.
Und wie werden die Kräfte vom Aquarium überhaupt in die Bodenplatte 
eingeleitet. Vielleicht hat der Absatz einen konstruktiven Sinn und soll 
gerade dafür sorgen, dass die Kräfte über die Seitenteile in den Boden 
laufen.
Gast #3153486
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Michael schrieb:
> Vielleicht hat der Absatz einen konstruktiven Sinn und soll
> gerade dafür sorgen, dass die Kräfte über die Seitenteile in den Boden
> laufen.

wir reden von einem quergelegten Ikea Expedit 2x4, dass verstärkt werden 
sollte. Da ist es sicher nicht sinnig, die Kraft über die Seitenteile in 
den Boden einzuleiten. Die Aussenwände sind eine eine 
Hohlkammerkonstruktion mit so Pappwaben, wo die Stege zwischen den 
großen Flächen verlaufen. Um da die maximale Stabilität rauszuholen muss 
die große Fläche gleichmäßig ausgenutzt werden. Das starke Belasten der 
schmalen Seiten oder punktueller Druck würde zur Zerstörung führen.

Wie auch immer - das Ding zu verwenden würde heissen:

- Flächen angleichen
- zusätzliches verstreben
- Rückwand einbauen

Hinzu kommt ein nötiger Fußbodenausgleich (Gefälle), der wegen des 
Hohlkammersystems ja auch noch flächig erfolgen muss.

Das ist mir nun doch zu viel Aufriss dafür, dass man dann ein  Regal 
hat, bei dem man penibel darauf achten muss, dass kein Wasser darauf 
stehen bleibt, weil die Beschichtung minderwertig ist.

Das Ikea-Teil wird also einen anderen Platz finden und ich baue was 
ernstzunehmendes. Da weiss ich dann wenigstens, dass ich mich darauf 
verlassen kann.
Vermutlich was in Richtung Massivholz-Küchenarbeitsplatte mit wasserfest 
verleimten Verstrebungen aus lackiertem MDF.

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