Howdy Forumers,
Ich hab gerade ein wahres Meisterwerk vollbracht in der Disziplin: "Sorg
dafür, dass dich dein Schwiegervater dich auf ewig hassen wird."
Ich hab hier ein BBC Goerz Metrawatt MA 2H Multimeter, dass meiner
Recherche nach etwa Baujahr 1985 sein dürfte.
Nachdem ich Idiot vorhin die Stromaufnahme eines Lüfters gemessen habe,
wollt ich noch die Spannung einer Autobatterie messen. Die Messleitung
oben habe ich umgesteckt, in der Hektik aber vergessen, von 15A auf 15V
umzustellen. Nach dem anschließen hats dann geraucht und ordentlich
gestunken und jetzt sitz ich hier, hab das Teil aufgemacht und ne total
verbrannte Spule vorgefunden ( siehe Anhang )
Kann man die Spule aus geeignetem Spulendraht nachbauen oder gibts da zu
viel was man falsch machen könnte?
Ich brauch wirklich Hilfe. Ihr Vater killt mich, wenn ich ihm das
beichten muss.
Das "war" ein Shunt, vermutlich aus Konstantandraht. Läßt sich
theoretisch gut ersetzen, wenn man das passende Material da hat. Die
Leiterplatte hat so wie es aussieht, nichts mitbekommen.
Da hast du den Shunt für den (15-) Ampere-Bereich gekillt. Die Meßgeräte
gibt es immer wieder mal günstig bei eBay. Wenn es schnell gehen soll,
dann frag mal, wie Walter schon erwähnt hat, bei Gossen-Metrawatt nach
(Telefonnummer für Ersatzteilbestellung auf folgender Seite):
http://www.gossenmetrawatt.com/deutsch/seiten/service-centerkontakt.htm
Ist der Shunt nun hinüber oder sieht der bloss schaurig aus?
Ich hatte so eine Aktion mal mit italienischer Wertarbeit gemacht, da
war ein recht ähnlich aussehender Shunt drin. Es fand sich allerdings
eine passende Engstelle auf der Platine, die den Shunt rettete.
Walter R. schrieb:> Moin,>> rufe da mal in Nürnberg bei Metrawatt an und frage nach.> Die haben einen super Reparatur-Service!>> GW
Jaaaaa, und was ist, wenn der fauchende Grossvater in der vielleicht
langen Zwischenzeit nach dem Messgerät fragt, weil er ein Strom messen
will??? :-)
Fragen über Fragen? :-/
Gruss
Thomas
also is das wohl mit sicherheit kein kupferdraht, oder?... Verdammt!
dann werd ich wohl morgen mal bei metrawatt anrufen und fragen, obs den
shunt als ersatzteil gibt.
Ahoi Sascha,
wenn machbar, würde ich das AMM an Metrawatt zur Rep. senden und gleich
eine Kalibrierung durchführen lassen. Das Dingens kann man dann techn.
wieder als Neu betrachten.
Hast eventuell eine Haftpflichtversicherung, die den Schaden übernimmt?
GW
PS: Falls der Schwiwegervater nachfrägt, wo sein Meßgerät ist, kann man
immer noch sagen, daß dieses zu Metrawatt zwecks Kalibrierung gesendet
worden ist - als kleines Dankeschön.
Ich würde es so versuchen:
Mit Konstantan-Widerstandsdraht den abgefackelten Shunt ersetzen.
Der muss natürlich den max. Strom abkönnen, je nach Dicke des Drahtes
ggf. mit Parallelschaltung.
Walter R. schrieb:> Ahoi Sascha,>> wenn machbar, würde ich das AMM an Metrawatt zur Rep. senden und gleich> eine Kalibrierung durchführen lassen. Das Dingens kann man dann techn.> wieder als Neu betrachten.
Interessanter Vorschlag. Für den Preis bekommst Du sicherlich ein
nagelneues MetraHit x-tra - Dein Schwiegerpapa würde sich sicherlich
über ein solches freuen ;-)
BTW: Was sagt Deine Freundin/Frau dazu? :-)
>Nach dem anschließen hats dann geraucht und ordentlich>gestunken und jetzt sitz ich hier, hab das Teil aufgemacht und ne total>verbrannte Spule vorgefunden ( siehe Anhang )
Da war keine Schutzsicherung drin?
Schlechte Nachrichten für Dich.
Der Widerstand besteht aus Manganin Draht (Isabellenhütte) und hat einen
sehr niedrigen Temperaturkoeffizienten.
Was bei Dir gekokelt hat ist im Schaltbild R2a+R2b mit zusammen 784,4
mOhm !, hat eine Genauigkeit von 1%. Der Teil R2a ist auf Deinem Foto
nicht zu sehen. Reparabel ist das schon (wenn nicht noch mehr gelitten
hat), vorausgesetzt man hat solchen Draht und ein genaues Milliohmmeter.
Der Tip von Walter ist gut, die Leute sind kompetent und äußerst
hilfsbereit.
Das Vorhandene ist eingestellt (4 rote Pfeile), auch wenn das erste Bild
nicht viel hilft. Die Unterlagen sind in schlechtem Zustand, habe
versucht einen Kompromiss zwischen Dateigröße und Lesbarkeit zu finden.
Ach ja, das Teil ist nicht antik, nur alt.
Ein abgeklärter Pragmatiker löst das Problem ganz elegant, indem er
nicht etwa das Multimeter repariert, sondern ganz einfach die Frau
wechselt.
Motto: "das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden". ;-)
WENN der Shunt durchgebrannt sein sollte, wäre noch die Frage zu klären,
ob das Meßwerk/Zeiger noch gesund ist! Miß mal z.B. bei einer
AA-Batterie die Spannung. und vergleiche den Wertmit Digitalvoltmeter.
b35 schrieb:> ein genaues Milliohmmeter
Sowas könntest schnell selber bauen. Eine präzise KSQ mit 100.0 mA
Spannungsabfall direkt am Draht messen....Aber ich denke für Dich wird
einfacher das Ding zum Hersteller schicken.
berliner schrieb:> Anderer Tipp: ganz schnell ein neueres und viel besseres Messgerät> kaufen
Es geht nicht immer um das Bessere, es ist das Herz welches an manchen
Dingen hängt (... hat mich ein Leben lang begleitet..., ...von meinem
ersten Gehalt..., usw.).
Aber das verstehen die Jungen erst wenn sie selber alt sind.
Ahoi b35,
genauso ist es!!!
Es gibt Dinge, die für manch anderen Nonsens, Schrott, Gerümpel .. ist,
jedoch für einen selbst das Größte!
Habe selbst noch so "olle" analoge Dinger in meinem Bunker, die auch
noch zum Einsatz kommen, wo Digitale nur rumzappeln!
GW
Also...
Gleich- und Wechselspannungen scheint es noch genau zu messen.
Allerdings hab ich grad einige Widerstände gemessen und dabei kam
ziemlicher Blödsinn raus. Keine AHnung was ich jetzt machen soll. Selbst
nen Shunt zu basteln kommt mir etwas gewagt vor. Immerhin gehts hier um
ein Messgerät und da will man keine Ungenauigkeiten haben.
btw: Neues Messgerät/Frau kommt nicht in Frage ^^ Ihr Vater hängt an
solchen Sachen (Messgerät).
Naja ruf halt an und frage was die Reparatur kosten würde, falls
unwirtschaftlich sei ein Mann und sprich mit dem Schwiegervater, als
Erinnerung taugt es ja auch in teildefektem Zustand... und auch der
Schwiegervater wird schon das ein oder andere versemmelt haben.
Für die Zukunft: Kauf dir fürs grobe ein günstiges DMM ...
Läubi .. schrieb:> Für die Zukunft: Kauf dir fürs grobe ein günstiges DMM ...
Ein denkbar schlechter Vorschlag! Dann gilt nämlich:
Läubi .. schrieb:> ...mit Glück hat er dann zwei defekte Geräte
Ein besseres Multimeter (z.B. Fluke 179/Metrahit X-tra) hätte diese Art
von Fehlbedienung unbeschadet überstanden. Lediglich eine neue Sicherung
wäre fällig geworden.
So schlimm sieht der Shunt doch noch gar nicht aus. Den könnte man
vermultich sogar noch wieder in Form bringen. Die Genauigkeit könnte
etwas gelitten haben, aber das könnte man relativ einfach kontrollieren
und ggf. auch hinkriegen. Eine hohe Genauigkeit ist aber ohnehin nicht
das Wichtigste an so eine Gerät.
Es sind aber vermutlich noch andere Widerstände betroffen, die man dann
eher ersetzen müsste. Dann funktioniert auch die Widerstandsmessung
wieder.
A. K. schrieb:> Ich hatte so eine Aktion mal mit italienischer Wertarbeit gemacht, da> war ein recht ähnlich aussehender Shunt drin.
Bestimmt ein ICE 680R aus den frühen 1970-ern, das hatte ich auch mal.
Der Shunt für 10A war ein einfacher Kupferdraht, wie abisolierter 1,5
Quadrat, nicht Konstantan. Verheizt habe ich aber einen exotischen
Metallfilmwiderstand mit 5,76 Ohm in einem kleineren Strommeßbereich, wo
nicht der dicke Shunt geschaltet ist, und ein paar OA95
Germanium-Spitzendioden. Gute Wertarbeit war das Gerät auf jeden Fall,
1% Toleranz waren für ein Analoggerät auch gut. Ich bekam das Gerät mit
meinen damaligen geringen 1970-er-Jahre-Kenntnissen dann nicht mehr hin,
und irgend jemand entsorgte es mal. Ich würde es auch heute wieder
kaufen, Zeigerinstrumente sind nicht immer verkehrt.
Na ja, ich würde einfach versuchen, das Instrument mit irgend einem
passenden Elektro-Starrdraht zu reparieren. Anhand der Schaltung könnte
man den ungefähren Wert heraus bekommen, und dann vielleicht am Ende die
Sache mit einem guten anderen Multimeter vergleichen.
Konstantandraht zu nehmen, erscheint auf den ersten Augenblick logisch.
Die anderen Widerstände der Schaltung sind aber eben wahrscheinlich
nicht aus Konstantan, müssen sich mit der Temperatur alle proportional
verhalten, so daß man damit evtl. mehr verschlimmbessern würde, als gut
machen.
b35 schrieb:> Schlechte Nachrichten für Dich.> Der Widerstand besteht aus Manganin Draht (Isabellenhütte) und hat einen> sehr niedrigen Temperaturkoeffizienten.> Was bei Dir gekokelt hat ist im Schaltbild R2a+R2b mit zusammen 784,4> mOhm !, hat eine Genauigkeit von 1%. Der Teil R2a ist auf Deinem Foto> nicht zu sehen. Reparabel ist das schon (wenn nicht noch mehr gelitten> hat), vorausgesetzt man hat solchen Draht und ein genaues Milliohmmeter.> Der Tip von Walter ist gut, die Leute sind kompetent und äußerst> hilfsbereit.> Das Vorhandene ist eingestellt (4 rote Pfeile), auch wenn das erste Bild> nicht viel hilft. Die Unterlagen sind in schlechtem Zustand, habe> versucht einen Kompromiss zwischen Dateigröße und Lesbarkeit zu finden.> Ach ja, das Teil ist nicht antik, nur alt.
R2a sieht unbeschadet aus. R2b ist ja auch nicht ganz durch. die letzten
5 Windungen von R2b stehen noch. Wo steht, dass die zusammen 784,4 mOhm
haben? kann man auch rausfinden, welchen Widerstand R2b allein hat?
Leute das ist doch nicht so schwer das Teil zu reparieren.
Da loetet man fuer die Widerstand einen Draht ein dessen Widerstand
etwas groesser ist als erforderlich. Dann mit dem Messgeraert ein
funktionierendes in Reihe schalten und den Widerstand kuerzen bis es
past. Das Teil ist doch kein Multimeter mit 6 1/2 Stellen. Der ganze
Widerstand hat doch gerade 1% Genauigkeit. Also die Groessenordnung von
Feld, Wald und Wiesenwiderstaaende.
Oder du nimmst einen Handelsueblichen 0.82 Ohm Widerstand und schaltest
dem kleine Widerstaende parallel bist es passt.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Bestimmt ein ICE 680R aus den frühen 1970-ern, das hatte ich auch mal.> Der Shunt für 10A war ein einfacher Kupferdraht, wie abisolierter 1,5> Quadrat, nicht Konstantan.
Ich benutze heute noch zwei von den 680R. Die beiden
Draht-Meßwiderstände (0,064 und 0,567 Ohm) sind aber nicht aus simplen
Kupferdraht.
Helmut Lenzen schrieb:> Leute das ist doch nicht so schwer das Teil zu reparieren.> Da loetet man fuer die Widerstand einen Draht ein dessen Widerstand> etwas groesser ist als erforderlich. Dann mit dem Messgeraert ein> funktionierendes in Reihe schalten und den Widerstand kuerzen bis es> past. Das Teil ist doch kein Multimeter mit 6 1/2 Stellen. Der ganze> Widerstand hat doch gerade 1% Genauigkeit. Also die Groessenordnung von> Feld, Wald und Wiesenwiderstaaende.>> Oder du nimmst einen Handelsueblichen 0.82 Ohm Widerstand und schaltest> dem kleine Widerstaende parallel bist es passt.
Da müssen aber nachher 15A drüber gehen.
BeBeCe schrieb:> Die beiden> Draht-Meßwiderstände (0,064 und 0,567 Ohm) sind aber nicht aus simplen> Kupferdraht.
Uuuups, der Draht sah farblich original wie Kupfer 1,5-er Draht
abisoliert aus. Was gibt es denn da, was so aus sieht? Konstantan nicht.
Meine Güte, sag dem ollen Schwiegervater doch einfach dass du es
geschrottet hast und das du es versuchst zu reparieren. Dann kauf dir
ein besseres DMM, baust dir aus z.B. einem Bleistift/Widerstandsdraht
und der besagten Autobatterie eine Konstantstromquelle und wickelst aus
Widerstandsdraht einen neuen Widerstand. Mit der Konstantstromquelle und
deinem besseren DMM kalibrierst du die alte Gurke dann.
Wilhelm Ferkes schrieb:> BeBeCe schrieb:>>> Die beiden>> Draht-Meßwiderstände (0,064 und 0,567 Ohm) sind aber nicht aus simplen>> Kupferdraht.>> Uuuups, der Draht sah farblich original wie Kupfer 1,5-er Draht> abisoliert aus. Was gibt es denn da, was so aus sieht? Konstantan nicht.
Der draht von dem abgebrannten shunt hier sieht auch aus wie kupfer.
Hab jetzt bei ebay nen manganin flachdraht gefunden. Der hätte mit 1x0,
5 mm sogar nen etwas größeren Querschnitt als der originale 0,7mm
runddraht. Also ist es machbar, daraus nen passenden shunt zu wickeln?
Dann würd ich mich da dran machen.
Sascha Tomato schrieb:> Also ist es machbar, daraus nen passenden shunt zu wickeln?> Dann würd ich mich da dran machen.
Ja, warum denn nicht. Was anderes macht der Hersteller auch nicht.
Und dann kalibrieren durch laengenaenderung.
Sascha Tomato schrieb:> Hab jetzt bei ebay nen manganin flachdraht gefunden. Der hätte mit 1x0,> 5 mm sogar nen etwas größeren Querschnitt als der originale 0,7mm> runddraht. Also ist es machbar, daraus nen passenden shunt zu wickeln?> Dann würd ich mich da dran machen.
Wenn der Draht ungefähr die richtigen Werte hat, ja. Ich würde trotzdem
mal bei Gossen-Metrawatt fragen. Vielleicht ist ein Ersatz überraschend
günstig!?
BeBeCe schrieb:> Manganindraht:
Also muß er nun Manganindraht oder das Original-Ersatzteil besorgen?
Sascha Tomato schrieb:> Hab jetzt bei ebay nen manganin flachdraht gefunden. Der hätte mit 1x0,> 5 mm sogar nen etwas größeren Querschnitt als der originale 0,7mm> runddraht. Also ist es machbar, daraus nen passenden shunt zu wickeln?> Dann würd ich mich da dran machen.
Das klingt doch gut.
Wenn ich hier zu Hause zu Experimentierzwecken irgend einen Widerstand
im Milliohm- oder unteren Ohm-Bereich brauche, wickele ich mir sowas
immer aus Draht selbst. Ich tue einen Teufel, da was extra zu bestellen.
Es sei denn, für eine ausgesprochene Präzisionsanwendung.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Wenn ich hier zu Hause zu Experimentierzwecken irgend einen Widerstand> im Milliohm- oder unteren Ohm-Bereich brauche, wickele ich mir sowas> immer aus Draht selbst.
Ist dir denn schon mal in den Sinn gekommen warum man Konstantan- oder
Manganin-Draht für solche Meßaufgaben bei hohen Strömen verwendet?
Vielleicht der spezifische elektrische Widerstand (bzw.
Temperaturkoeffizient)?
>Meine Güte, sag dem ollen Schwiegervater doch einfach dass du es>geschrottet hast und das du es versuchst zu reparieren.
Wahrscheinlich hat er den Shunt selbst schon einmal geschrottet und
irgendeine Drahtwendel reingewürgt.
Ein Multimeter ohne Sicherung im Strommeßbereich ist doch sowieso
Schrott, egal wie antik.
Kai Klaas schrieb:> Wahrscheinlich hat er den Shunt selbst schon einmal geschrottet und> irgendeine Drahtwendel reingewürgt.>> Ein Multimeter ohne Sicherung im Strommeßbereich ist doch sowieso> Schrott, egal wie antik.
Eben.
Nimm einen 1.5 Draht und gleich den bei Raumtemperatur ab. Meinst du dem
SV wird das mit der Temperatur auffallen? Wenn er meckert bekommt er
seine Tochter zurueck :=)
Kai Klaas schrieb:> Ein Multimeter ohne Sicherung im Strommeßbereich ist doch sowieso> Schrott, egal wie antik.
Das ist es. Mittelpreisige Geräte hatten keine Sicherungen, eher höher
preisige.
Meine teueren Instrumente bei der Post hatten Sicherungen. Aber da war
auch Geld, man kaufte nur das beste.
BeBeCe schrieb:> Ist dir denn schon mal in den Sinn gekommen warum man Konstantan- oder> Manganin-Draht für solche Meßaufgaben bei hohen Strömen verwendet?> Vielleicht der spezifische elektrische Widerstand (bzw.> Temperaturkoeffizient)?
Ja.
Helmut Lenzen schrieb:> Nimm einen 1.5 Draht und gleich den bei Raumtemperatur ab.
Meistens verwendet man so ein Gerät eh nur in begrenzten angenehmeren
Umgebungstemperaturen, sagen wir vielleicht 15-25°C. Deshalb würde ich
persönlich auch einfachen Kupferdraht aus dem Baumarkt nehmen. Was soll
es, manchmal interessieren bei einer 10A-Messung auch noch keine 3%.
Ein Grundlagen-Prof. sagte mal immer: Alles, was mehr als drei Stellen
hat, muß man genauer hinterfragen gehen, oder viel Geld aus geben, und
ist in der Praxis meistens Nonsens.
Helmut Lenzen schrieb:> Nimm einen 1.5 Draht und gleich den bei Raumtemperatur ab.
Der muss als Kupferdraht dann aber ziemlich lang werden. Wenns billig
sein soll, nimmt man eher einen Draht aus einem Fön/Toaster o.ä.
und schaltet dann soviele Drähte paralell, bis der Querschnitt stimmt.
Gruss
Harald
Wilhelm Ferkes schrieb:> Meistens verwendet man so ein Gerät eh nur in begrenzten angenehmeren> Umgebungstemperaturen, sagen wir vielleicht 15-25°C.
Der Messstrom erwärmt den Widerstand nach Pv=I^2*R nicht unerheblich,
die damaligen Entwickler habe sich dabei schon etwas dedacht.
Ich halte so ein Gebastel an einem geliehenen! Gerät für nicht besonders
ehrenhaft.
b35 schrieb:> Ich halte so ein Gebastel an einem geliehenen! Gerät für nicht besonders> ehrenhaft.
Geliehen: Da hast du Recht. --> Originalteil bestellen. Wenn sonst aus
dem Gerät nicht noch was anderes angegriffen wurde. Wer weiß?
Harald Wilhelms schrieb:> Wenns billig> sein soll, nimmt man eher einen Draht aus einem Fön/Toaster
Ich hab ja gerade mal meinen Toaster kalt gemessen. 57 Ohm für 220V. Ein
uralter Rowenta von 1970, Anschlußleistung 1kW. Damit erreicht er kalt
noch nicht mal ganz die Nennleistung, noch nicht mal jetzt mit erhöhten
230V im Netz.
>Wenns billig sein soll, nimmt man eher einen Draht aus einem Fön/Toaster
Zuerst hatte der Schwiegervater nur ein kaputtes Multimeter und jetzt
kommt noch der Fön und Toaster dazu...
Ich denke, dass dürfte der vernünftigste Vorschlag sein um den Haussegen
zu bewahren.
Walter R. schrieb:> wenn machbar, würde ich das AMM an Metrawatt zur Rep. senden und gleich> eine Kalibrierung durchführen lassen. Das Dingens kann man dann techn.> wieder als Neu betrachten.Kai Klaas schrieb:> Zuerst hatte der Schwiegervater nur ein kaputtes Multimeter und jetzt> kommt noch der Fön und Toaster dazu...rofl Der war wirklich gut!
> Zuerst hatte der Schwiegervater nur ein kaputtes Multimeter und jetzt> kommt noch der Fön und Toaster dazu...
Kreativ sein: beides geht doch noch zu gebrauchen:
Beim Föni ist die Nur-Pusten-Stellung "Kalt" die klassische
Stromsparstufe; und welcher handelsübliche Brotröster hat schon eine
solche Option ??? ;-)
Wenn er mit dem Widerstandsdraht aus dem Toaster das Meßgerät reparieren
kann, dann kann der Schwiegervater ja dann mit dessen Hilfe feststellen,
daß der Toaster defekt ist....
Flücht
;-)
MfG Paul
Paul Baumann schrieb:> Wenn er mit dem Widerstandsdraht aus dem Toaster das Meßgerät reparieren> kann, dann kann der Schwiegervater ja dann mit dessen Hilfe feststellen,> daß der Toaster defekt ist....
Da kann er den alten Draht aus dem Messgerät einbauen. Der fällt da
nicht weiter auf.
Für den Hausfrieden:
Vor dem einfügen der Ersatzlösung den Lapsus beichten und die Lösung
anbieten. Kostet zwar Überwindung, aber nicht den Schwiegervater. :)
(Wenn er Dich mag, wird das auch nach der Beichte so bleiben.)
Also. Ich hab die funktionen jetzt noch mal weitgehend getestet. Einzig
die 15A gleich- und wechselstrommessung bringt keine verlässlichen
ergebnisse mehr. Der R1 ist heil, besteht auch aus nem relativ massiven
blech. Der R2a scheint unbeschadet und der manganin draht ist bestellt.
Der Schwiegervater spricht zu ihm:
"So, wie viele Schwiegerväter,
lieh ich Dir mein Multimeter,
dringend hätt' ich es gebraucht,
doch nun ist es abgeraucht.
Behandel meine Tochter gut,
halt' sie nicht an die Phase
sonst zieh' ich Dir die Ohren lang
und dreh' an Deiner Nase!"
;-)
MfG Paul
Sascha Tomato schrieb:> der manganin draht ist bestellt
Warum hast du den gegrillten Meßwiderstand nicht herausgelötet,
'abgewickelt' (nicht einfach lang ziehen) und wieder wie eine Spule
schön aufgewickelt (mit Abstand zwischen den Windungen). Vielleicht
funktioniert er ja noch. :-)
Allerdings würde ich die Leiterbahnen auch noch kontrollieren. Die
Pertinaxplatine ist ganz schön angekokelt.
BeBeCe schrieb:> Sascha Tomato schrieb:>> der manganin draht ist bestellt>> Warum hast du den gegrillten Meßwiderstand nicht herausgelötet,> 'abgewickelt' (nicht einfach lang ziehen) und wieder wie eine Spule> schön aufgewickelt (mit Abstand zwischen den Windungen). Vielleicht> funktioniert er ja noch. :-)>> Allerdings würde ich die Leiterbahnen auch noch kontrollieren. Die> Pertinaxplatine ist ganz schön angekokelt.
Der ist schon extrem deformiert und hat am ansatz nen stark verringerten
durchmesser. Sieht allgemein stark instabil und formverändert aus. Die
platine scheint nur oberflächlich verbrannt. Auf der anderen seite sieht
man nicht den Hauch davon was auf der Rückseite geschah.
BeBeCe schrieb:> Warum hast du den gegrillten Meßwiderstand nicht herausgelötet,> 'abgewickelt' (nicht einfach lang ziehen) und wieder wie eine Spule> schön aufgewickelt (mit Abstand zwischen den Windungen). Vielleicht> funktioniert er ja noch. :-)
Also ich hab bisher bei allen Drähten die Erfahrung gemacht, dass - so
sie denn so heiß wurden, dass sie sich verformt haben, bzw. geschmolzen
sind - sie sich nicht mehr biegen lassen.
Sascha Tomato schrieb:> Der ist schon extrem deformiert und hat am ansatz nen stark verringerten> durchmesser.
Vielleicht gibt es nahe der Einlötstelle der Platine noch ein originales
Stück. Aber so ein Draht ist doch dankbar! Denn ich killte auf deine Art
auch ein Multimeter im 10A-Bereich. Ein vergossener Shunt mit dem ganzen
Widerstandsarray für alle Meßbereiche war 3 mm weit auseinander
gesprengt, da ging gar nichts mehr, Gerät direkt für die Tonne.
Stiller schrieb:> Hoffentlich fliegst Du deswegen nicht aus dem Kreis des Vertrauens,> Gaylord.>> "Meine Frau, ihr Vater, sein Messgerät und ich"
Die Frage ist halt, unter welcher Flagge Sascha in den Hafen der Ehe
eingelaufen ist. Als erfolgreicher Elektronik-Experte, der auch in der
Lage ist, seine Tochter (des Schwiegervaters) und die aus der Ehe
enstehenden 12 Kinder versorgen zu können?
Dann wäre es natürlich peinlich, jetzt nen "Kurzen" zugeben zu müssen...
Ansonsten: Karten auf den Tisch! Wenn der Vater selber schon ein
Messgerät hat, wird er es vielleicht auch mal aufschrauben oder schon
mal aufgeschraubt haben.
Ich würde mal sagen er ärgert sich MEHR, wenn er später das Dings
aufmacht und auf ein Wolleknäuel Manganindraht stößt als wenn Sascha im
sagt: Schwiegervater setzt dich, es ist was schreckliches passiert.
Wenn dann im Hintergrund noch Feuerwehrfahrzeuge zu hören sind und
Sascha kommt mit dem läppischen Messgerät, wird sich SV freuen wie an
Weihnachten.
P.S. Last but not least: Sacha sollte sich freuen, dass er nix von der
SchwiegerMUTTER abgefackelt hat. DAS sind die richtigen Probleme im
Leben.
J. Ad. schrieb:> P.S. Last but not least: Sacha sollte sich freuen, dass er nix von der> SchwiegerMUTTER abgefackelt hat. DAS sind die richtigen Probleme im> Leben.
Hat die etwa die richtig teuren Messgeräte jenseits der 10K€ Klasse :=)
Helmut Lenzen schrieb:> J. Ad. schrieb:>> P.S. Last but not least: Sacha sollte sich freuen, dass er nix von der>> SchwiegerMUTTER abgefackelt hat. DAS sind die richtigen Probleme im>> Leben.>> Hat die etwa die richtig teuren Messgeräte jenseits der 10K€ Klasse :=)
Ob auf dem Schrank gewischt ist, wird mit dem Zeigefinger gemessen.
Eichprotokoll ist da auch gleich mit dabei... :-)
Nase schrieb:> Die nächste Frage wäre, den netten Geruch aus dem Gerät zu bekommen ...
Tja, mit Humor nehmen. Lieber das Messgerät durchgebrannt als die Frau.
Helmut Lenzen schrieb:> J. Ad. schrieb:>> P.S. Last but not least: Sacha sollte sich freuen, dass er nix von der>> SchwiegerMUTTER abgefackelt hat. DAS sind die richtigen Probleme im>> Leben.>> Hat die etwa die richtig teuren Messgeräte jenseits der 10K€ Klasse :=)
Das Teil gilt bald als Antiquität. Seine Kinder oder die Kinder der
Kinder haben damit ein Erbe. Unterschätze den Wert nicht.
>P.S. Last but not least: Sacha sollte sich freuen, dass er nix von der>SchwiegerMUTTER abgefackelt hat. DAS sind die richtigen Probleme im>Leben.
Das Ganze kommt mir vor, wie der Sketch von Loriot: "Das Bild hängt
schief...". Habe selten so gelacht wie in diesem Thread!
Sascha, ich glaube nicht, daß der Schwiegervater das antike Multimeter
als etwas wirklich Wertvolles betrachtet. Wahrscheinlich lacht er sich
halb tot, wenn du ihm die Geschichte von deinem Mißgeschick erzählst.
Und wer sagt denn, daß das Teil nicht schon vorher defekt war???
"Schwiegerpapa, es gibt nur eine Möglichkeit, wie du verhindern kannst,
dass deine Tochter zur Witwe wird! Aber dafür musst du jetzt ganz stark
sein und dich erstmal hinsetzen ..." ;-)
Sascha Tomato schrieb:> Ihr Vater killt mich, wenn ich ihm das> beichten muss.
Tut er sowieso: wahrscheinlich hat er das hier schon lange mitgelesen.
Das erinnert mich an einen Fall in der Nachbarschaft wo das Kind heulend
zur Mama in den Garten lief: Mama ich habe beim abtrocknen die Glaskanne
der Kaffeemaschine fallen gelassen.
Anstatt der erwarteten Strafpredigt vom Vater kam dann nur: Endlich ein
Grund für einen Vollautomaten.
Helmut Lenzen schrieb:> Nimm einen 1.5 Draht und gleich den bei Raumtemperatur ab. Meinst du dem> SV wird das mit der Temperatur auffallen? Wenn er meckert bekommt er> seine Tochter zurueck :=)
Exzellente Idee. Vielleicht wird ihm diese Rückgabe vergütet. :-))))
J. Ad. schrieb:> Helmut Lenzen schrieb:>> J. Ad. schrieb:>>> P.S. Last but not least: Sacha sollte sich freuen, dass er nix von der>>> SchwiegerMUTTER abgefackelt hat. DAS sind die richtigen Probleme im>>> Leben.>>>> Hat die etwa die richtig teuren Messgeräte jenseits der 10K€ Klasse :=)>> Ob auf dem Schrank gewischt ist, wird mit dem Zeigefinger gemessen.> Eichprotokoll ist da auch gleich mit dabei... :-)
Sehr sehr teures Messgerät. Allerdings genauso nervig wie Windows XP.
Wenn es neu ist, dann funktioniert es, man hat Spaß damit, man versteht
sich. Aber mit der Zeit wird es immer langsamer, bringt immer mehr
Fehlermeldungen (Gemecker), und man nutzt dann halt doch nur die
gleichen drei Knöpfe: Start, Ausführen und Beenden. Und wenn man dann
schwermütig Richtung Windows 7 blinzelt, bekommt man einen Anschiss und
das XP ist beleidigt. Mit der Zeit wird der Unterhalt auch immer teurer.
Am Anfang hat ein neuer Desktophintergrund noch frischen Wind
hineingebracht, irgendwann müssen es schon teure Programme wie
Tuneup-Utilities, das Botox des XP, sein.
Ob der Schwiegervater über "Format Frau:\" dankbar wäre?
Martin Schwaikert schrieb:> J. Ad. schrieb:>> Helmut Lenzen schrieb:> Ob der Schwiegervater über "Format Frau:\" dankbar wäre?
Da fällt mir ein: Wir hatten mal einen uns zugeteilten "Beratungschef",
der sich an unseren Win3.1-Rechner zu schaffen machte. Also zu einer
Zeit, als erst mal das DOS kam und man dann am prompt "win" eingeben
musste.
Da haben wir den Prompt einfach mal umgetauft in "enter password:" - und
Ruhe war!
J. Ad. schrieb:> Martin Schwaikert schrieb:>> J. Ad. schrieb:>>> Helmut Lenzen schrieb:>>> Ob der Schwiegervater über "Format Frau:\" dankbar wäre?>> Da fällt mir ein: Wir hatten mal einen uns zugeteilten,> der sich an unseren Win3.1-Rechner zu schaffen machte. Also zu einer> Zeit, als erst mal das DOS kam und man dann am prompt "win" eingeben> musste.
Als sich die andern mit DOS um die Ohren geschlagen haben, tat ich das
selbe viel lieber mit TOS. Und natürlich mit GEM. Gehörte ja dazu...
:-)))
> Da haben wir den Prompt einfach mal umgetauft in "enter password:" - und> Ruhe war!
Wieso? Musste der "Beratungschef" nach seinem Besuch beim Pissiater zur
Endstation Klappsmühle?
Fragen über Fragen... :-)))
Sei einfach ehrlich und Beichte ihm, was passiert ist.
Sowas kann doch jedem mal passieren. Wenn ich Dein Schwiegervater wäre,
würde ich mich wahlweise entscheiden:
a) Du sollst mir ein neues Meßgerät MEINER Wahl bezahlen, natürlich eins
mit fairem Preis
oder
b) Du sollst die Reparaturkosten tragen
oder
c) Ich repariere es selbst und du schuldest mir einen Gefallen.
Mach Dich nicht verrückt, Schwiegerväter sind keine Hausdrachen - das
sind nur die Schwiegermütter. Die sollte von der Sache am Besten nichts
erfahren.
Gar nicht lustige fände ich, wenn Du mir ein schlecht repariertes Gerät
zurück gibst, das nicht mehr gut ist und die Sache verheimlichst. Wenn
ich das herausbekommen würde, dann wäre ich richtig sauer auf Dich.
Lügen und Verschlagenheit ist 10x schlechter, als Bockmist bauen und
gestehen. So sehe ich das jedenfalls.
Sascha Tomato schrieb:> Auf der anderen seite sieht> man nicht den Hauch davon was auf der Rückseite geschah.
Haste Glück gehabt. Verkohltes Pertiknacks hätte dir zusätzliche
Nebendwiderstände in sehr kreativen Anordnungen in die Schaltung
eingebracht. ;-)
Jörg Wunsch schrieb:>> Auf der anderen seite sieht>> man nicht den Hauch davon was auf der Rückseite geschah.>> Haste Glück gehabt. Verkohltes Pertiknacks hätte dir zusätzliche> Nebendwiderstände in sehr kreativen Anordnungen in die Schaltung> eingebracht. ;-)
...bringt aber parallel zu 784,4 mOhm keinen grossen Unterschied.
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:>> Verkohltes Pertiknacks hätte dir zusätzliche>> Nebendwiderstände in sehr kreativen Anordnungen in die Schaltung>> eingebracht. ;-)>> ...bringt aber parallel zu 784,4 mOhm keinen grossen Unterschied.
Vermutlich (sehr genau kann man das oben in den Scans nicht erkennen)
gehen da aber noch andere Leiterzüge drunter durch.
Jörg Wunsch schrieb:> Harald Wilhelms schrieb:>>>> Verkohltes Pertiknacks hätte dir zusätzliche>>> Nebendwiderstände in sehr kreativen Anordnungen in die Schaltung>>> eingebracht. ;-)>>>> ...bringt aber parallel zu 784,4 mOhm keinen grossen Unterschied.>> Vermutlich (sehr genau kann man das oben in den Scans nicht erkennen)> gehen da aber noch andere Leiterzüge drunter durch.
Ja, eine gründliche Reinigung mit Alkohol ist auf jeden Fall sinnvoll.
Irgendwie erscheint mir der Wert für einen 10A-Bereich sowieso zu gross.
Gruss
Harald
Vielleicht der der SV ja auch eher sparsam und hat sich nur deshalb
nicht schon ein neues Messgerät gekauft, weil das alte ja noch
funktionierte...
Da freut er sich vielleicht, wenn es der Bub abgefackelt hat und ihm ein
schickes Digitalmessgerät "ersetzt".
Wenn der das notdürftig reparierte Gerät mal aufmacht und dir
dahinterkommt, dann hält er dich auch für nen falschen Fuffziger.
Also: Bekennerschreiben!
Stefan Frings schrieb:> Pollin wäre bei mir allerdings ein Ausschlußkriterium. Die haben mir zu> oft Müll verkauft.
Hi mikrocontroller.net-Folks,
Und wie sieht's mit "Conrad" aus? Etwa besser?
Da lachen ja die Hühner. :-(
Ich habe soeben eine leide AEG-Telefon-Geschichte hinter mir. Das erste
Telefon summte zwischendurch im aufgelegten Hörer. Immer etwa 10
Sekunden lang. Tagsüber störte das nicht. Aber in der Nacht.
Eingeschickt für einen Umtausch. Mit dem neu zugesandten selben
Telefon-Typ der selbe Bockmist. Ich habe erneut das Telefon eingeschickt
und verlangte eine Gutschrift, die ich bekommen werde.
Die Umtriebe, die man dabei hat kommen, in wenig Euro/Std umgerechnet,
wesentlich teurer, als das AEG-VOXTEL-C115 kostet.
Ich kaufe kuhzünftig beim Hohen-C nur noch ganz einfache Dinge, wo eine
gewisse Wahrscheinlichkeit besteht kein Bockmist mehr zu bekommen. Ich
hatte schon anderen Ärger mit dem Hohen-C, wie z.B. mit einer Funkuhr.
Aaaaarghhh
Auch mal eine Infrarot-Fernsteuerung zum Schalten, als Bausatz. Das war
sogar ein "CONRAD"-Produkt. Die Reichweite war unbrauchbar. Ich
untersuchte kurzerhand die Schaltung und verbesserte mit sehr wenig
Aufwand die Endstufe. Danach war die Reichweite exzellent gut. Wenn
"CONRAD" fähige Schaltungsentwickler (gehabt) hätte, hätten sie das
ebenso gut koennen, wie ich es tat und das ohne Mehrpreis.
So dieser selbsterlebte Hohe-C-Bullshit musste mal raus. Warum nicht
hier...?
Vielleicht verbessert sich das Hohe-C, wenn sie u.a. zufällig hier
landen und diese ernst gemeinten und wahrhaften Lobeshymnen mitlesen. Es
gibt auch WWW-Seiten wo das Hohe-C mit Lobeshymnen beweihräuchert wird.
Im umgekehrten Fall würde ich das Hohe-C ehrlich loben. Versteht sich
von selbst, ohne Wenn und Aber. Aber Kritik muss sein, wenn sie
berechtigt ist. Und das ist sie.
Gruss und schoenen Feierabend,
Thomas
PS.: Nur Ärgern, wenn es sich lohnt! :-)
Stefan Frings schrieb:> Sei einfach ehrlich und Beichte ihm, was passiert ist.> Sowas kann doch jedem mal passieren. Wenn ich Dein Schwiegervater wäre,> würde ich mich wahlweise entscheiden:>> a) Du sollst mir ein neues Meßgerät MEINER Wahl bezahlen, natürlich eins> mit fairem Preis>> oder>> b) Du sollst die Reparaturkosten tragen>> oder>> c) Ich repariere es selbst und du schuldest mir einen Gefallen.>> Mach Dich nicht verrückt, Schwiegerväter sind keine Hausdrachen - das> sind nur die Schwiegermütter. Die sollte von der Sache am Besten nichts> erfahren.>> Gar nicht lustige fände ich, wenn Du mir ein schlecht repariertes Gerät> zurück gibst, das nicht mehr gut ist und die Sache verheimlichst. Wenn> ich das herausbekommen würde, dann wäre ich richtig sauer auf Dich.>> Lügen und Verschlagenheit ist 10x schlechter, als Bockmist bauen und> gestehen. So sehe ich das jedenfalls.
Volle Zustimmung.
Auch hier gilt (wie überall im Leben): Du hast Mist gebaut, und Du
allein bist dafür verantwortlich, also hab auch die Eier und stehe dazu.
Gut; keine Ahnung, wie Euer Verhältnis ist, und das hier:
> Ihr Vater killt mich, wenn ich ihm das> beichten muss.
klingt ja auch nicht all zu positiv (wobei für mich als Schwiegersohn
hier die Frage wäre, inwieweit Du mit "Ihrer" Familie klarkommst, denn
diese "kaufst" Du ja grundsätzlich mit und musst zwangsläufig auch mehr
oder weniger häufig gut mit ihnen auskommen).
Wenn sich von mir allerdings jemand (unabhängig davon, wer) etwas leiht,
dieses beschädigt und dann versucht, den Vorfall zu vertuschen, so wird
das mit massivem Vertrauensverlust geahndet. Wird der Vorfall hingegen
gebeichtet - meine Güte; sowas passiert einfach mal. Wir sind alle nur
Menschen und machen Fehler (d. h. sind nicht perfekt). Wenn mir
derjenige einen gleichwertigen Ersatz beschafft oder mir die Kosten zur
Beschaffung erstattet, ist doch gar nichts passiert...
Hier wurde ja schon alles gesagt, meine Vorgehensweise:
Dem Schwiegervater es beichten mit dem Hinweis, dass du dich schon
erkundigt hast, dass es nur der Shunt zu sein scheint, dessen Werte du
schon weißt (siehe ein Post in diesem Thread), und dass du diesen
ersetzen könntest, mit einem besseren, Konstantan.
Dann kaufst du dir einen Widerstandsdraht mit geeignetem Durchmesser,
aus dem Datenbklatt entnimmst du die Werte um die benötigte Länge zu
berechnen, schneidest diese dir zurecht, wickelst es zu einer Spule und
baust ihn ein. Mit einer KSQ kannst du dann das Messgerät sogar noch
'eichen' und ggf. den Draht verkürzen.
Böse sollte da kein normaler Mensch werden, da es eben ein Unfall war
und er sieht, dass es dir nicht egal ist und du sogar eine Lösung hast.
Im besten Fall sagt er, dass es halb so schlimm sei und kauft sich bei
nächster Gelegenheit einfach ein neues Multimeter.