>Oder was gibt es da zu beachten?
Du mußt den Faradayischen Käfig auch über die Kabel ausdehnen. Also,
abgeschirmte Leitungen verwenden und den Kabeschirm 360° mit dem Gehäuse
verbinden, sodaß ein durchgehender und ununterbrochener Faradayischer
Schirm entsteht.
Alle Leitungen an nur einer Stelle in das Gehäuse führen. Sonst zwingst
du Störungen dazu bei unvollkommener Schirmung und Filterung teilweise
durch die Schaltung zu fließen, also in das Innere des Gehäuses
einzudringen.
>Ist es sinnvoll das Gehäuse mit dem GND der Schaltung zu verbinden, oder
>warum nicht?
Wenn das Gehäuse nicht auf dem gleichen Potential wie die Signalmasse
liegt, verwandelt sich die Abschirmung in das Gegenteil und strahlt
Störungen in die Schaltung ein. Also, natürlich das Gehäuse mit der
Signalmasse verbinden, entweder hart, also mit direkter Verbindung, oder
weich, über einen 10nF/1kV Kondensator.
>Durchführungskondensatoren?
Macht nur Sinn, wenn das entsprechende Signal auch kapazitiv mit der
Gehäusemasse verbunden werden darf, also DC- oder Versorgungsspannungen.
Aber nicht alle Signale dürfen über die Kapazität eines
Durchführungskondensators mit der Gehäusemasse verbunden werden. Bei
abgeschirmten Leitungen ist das ja auch garnicht erforderlich.