CNC Steuerung USB

OP (Firma: KSW Schwanewede) #3165625
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Hallo,
ich bin neu hier im Forum und wollte mal wissen ob es geht, eine 
CNC-Steuerung zu bauen, die den G-Code gesendet bekommt, und dann die 
Takt- und Richtungssignale ausgibt?
Bei den normalen CNC-Steuerungen gibt ja der PC die Takt- und 
Richtungssignale direkt aus (meist über LPT). So kommt es aber schnell 
mal zu Schrittverlusten, weil Windows ja kein Echtzeit-Betriebssystem 
ist.

Ich habe vor mir diese Maschine zur CNC umzubauen:
http://www.werkzeugmaschinen-baxmeier.de/shop/cgi-bin/shop.dll?SESSIONID=030768964602612&AnbieterID=14

Mit CNC´s kenn ich mich schon aus, ich arbeite jetzt seit zwei Jahren an 
einer Deckel FP2NC mit Dialog Steuerung und stecke gerade mitten in der 
Abschlussprüfung.
Gast #3165630
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Christian Keller schrieb:
> Hallo,
> ich bin neu hier im Forum und wollte mal wissen ob es geht, eine
> CNC-Steuerung zu bauen, die den G-Code gesendet bekommt, und dann die
> Takt- und Richtungssignale ausgibt?

Natürlich geht das, gehen tut fast alles.
Ob DU das kannst steht auf einem anderen Blatt, dass war ja aber auch 
nicht die Frage
Gast #3165664
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Bedenke, dass auch Dreh- bzw. Anlaufmomente, die auf den Motor wirken, 
zu Schrittverlusten führen können. Vorallem bei einem Anspruch an 
Dynamik. Bei diesem Problem wird dann eher die Regelungstechnik zu 
Deinem Gegner und nicht die USB-Implementierung.
Vermutlich würdest Du schon einen ordentliches Schwert an µC benötigen. 
Vorallem um sich die Probleme mit der Kommaarithmetik vom Hals zu 
halten. Da ist dann noch zusätzliche Einarbeitungszeit einzuplanen.

EMC kennst Du?...darauf würde ich setzen. EMC wurde im Ursprung wohl 
extra Entwickelt um die Machbarkeit eines Regelstruktur ohne 
Rückkopplung aufzuzeigen. Es gibt wohl auch einen Performancetest um die 
Echtzeitfähigkeit der Hardware im Vorraus sicherzustellen.
#3165689
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Hallo Christian,

für den Anfang würde ich mir die Sache mit dem USB erst mal schenken. Es 
gibt auch Steuerungsysteme für Windows. Beispiel: Mach3

http://www.einfach-cnc.de/allgemeines.html

Und wenn es wirklich kostenlose Software sein soll, dann hole Dir einen 
alten Rechner mit einer parallelen Schnittstelle und spiel das Image von 
EMC drauf, ist zwar Linux, aber hat einen Echtzeitkernel und die 
Bedienung ist trivial.

In beiden Fällen brauchst Du aber eine Verstärkerkarte (China-Produkt), 
die kostet auch nicht die Welt.

Ich denke die Software und die Ansteuerung sind nicht kompliziert, die 
Anbindungen der Schrittmotoren wird sicherlich schwieriger -- aber wenn 
man schon eine Drahterodiermaschine in der Firma hat, wo sollen die 
Grenzen sein.

Also spar Dir die Zeit mit dem USB und lass die Maschine laufen.

Gruß
Marvol
Persönliche Seite #3165807
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> Bei den normalen CNC-Steuerungen gibt ja der PC die Takt- und
> Richtungssignale direkt aus (meist über LPT). So kommt es aber schnell
> mal zu Schrittverlusten, weil Windows ja kein Echtzeit-Betriebssystem
> ist.

Nimm einen PC und linuxcnc (linuxcnc.org) dann hast du mit Echtzeit 
keine Probleme. Ich habe damit zwei Maschinen erfolgreich in Betrieb. Du 
wirst eine Weile brauchen um da durchzusteigen, aber die Dokumentation 
ist ausführlich und das Forum hilfsbereit.
(Keine Angst vor Linux: linuxcnc kommt als fertige Distribution. Die 
Installation ist eine Sache von einer halben Stunde; dannach kannst dich 
an der hübschen Oberfläche anmelden.)
Statt PC könntest du auch einen raspberry Pi nehmen.

Gruß
Axel

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