Hallole,
ich versuche gerade rauszukriegen, welchen NTC ich als Ersatz brauche.
Ist irgendwie gar nicht mal so leicht. Vielleicht kennt jemand den
Standardwert für diese Kfz-Standardschaltung:
Ein NTC im Tank in Reihe mit der gelben 3,4W Glühlampe im
Armaturenbrett, aka "Tankleuchte". Das ganze an 12-14,4V. Solange der
NTC eingetaucht ist, hat er also max. ca. 30-40°C, wobei die 3,4W-Lampe
nicht brennen soll. Ich habe ausgetestet, daß die Lampe bei 1,7V zu
Glimmen beginnt.
Hängt der NTC in der Luft, erwärmt er sich durch den Lampenstrom und der
Strom steigt weiter an, irgendwo begrenzt durch die PTC-Wirkung der
Lampe.
Schwierigkeit ist nun, einen NTC zu finden, so daß
1.) der Lampe möglichst hell leuchtet, wenn der Tank leer ist aber
2.) die Lampe bei vollem Tank aus ist und
3.) der NTC nicht zu heiß wird
Momentan habe ich einen 1k(R25) eingelötet, die Lampe wird aber nicht
ordentlich hell. Ich weiß, ich könnte jetzt eine Tüte NTC kaufen und
durchprobieren. Aber Ansätze, Spice-Modelle, Standardwerte, alles ist
willkommen.
ich würde mal die U-I Kennlinie der hernehmen und an ihrer flanke
spiegeln
so das der Schnittpunkt auf der Halben spannung zu liegen kommt
dann solltest du in etwa die passende Kennlinie habe nach der du den NTC
wählen kannst.
Winfried J. schrieb:> dann solltest du in etwa die passende Kennlinie habe nach der du den NTC> wählen kannst.
Die elektrische Kennlinie reicht nicht aus. Für die Eigenerwärmung des
NTC braucht man noch die Verlustleistung und den Wärmeübergang vom NTC
an die Umgebung.
@ michael
jo das mag stimmen, aber wenn du dasso genau machen willst musst du dass
auch noch für die Lampe betrachten und für die Temperaturdifferenz zu
Umgebung. Es ist halt kein Schalter.
Minineodyn Magnet an Schwimmer und Halsensor erscheinen mir sinnvoller.
Zumindest wenn es eng zugeht und mit Benzin zu tun hat.
Winfried J. schrieb:> jo das mag stimmen, aber wenn du dasso genau machen willst ...
Das hat nichts mit "genau" zu tun. Zwei NTCs mit unterschiedlicher
Bauform und identischer Kennlinie werden sich in der Anwendung ganz
verschieden benehmen, solange das Gehäuse nicht den gleichen
Wärmeübergangskoeffizent besitzt.
der ist doch aber eher für das Zeitverhalten, denn für das Gleichgewicht
ursächlich. es sei den er weicht um größenordnungen ab? Die
Wärmekapacität wäre dann aber auch noch von Interesse
Winfried J. schrieb:> der ist doch aber eher für das Zeitverhalten, denn für das Gleichgewicht> ursächlich.
Umgekehrt, Heizleistung und Wärmekapazität bestimmen das Zeitverhalten,
während Heizleistung zusammen mit dem Wärmeübergang an die Umgebung die
Temperatur im stationären Zustand bestimmen.
Eine google Suche nach 'Fuel Reserve Sensor' bringt mir Werte zwischen
270 und 470 Ohm für den NTC. Die Amis nennen das oft Thermistor, kann
also was bringen, nochmal dazu was zu suchen, vllt. direkt in Verbindung
mit deinem Fahrzeug.
Interessant, so etwas muss in meinem Auto auch sein, da die Lampe genau
das gleiche Verhalten zeigt. Im Winter ist der Tank also prinzipiell
etwas voller :-)
Matthias Sch. schrieb:> Eine google Suche nach 'Fuel Reserve Sensor' bringt mir Werte zwischen> 270 und 470 Ohm für den NTC. Die Amis nennen das oft Thermistor, kann> also was bringen, nochmal dazu was zu suchen, vllt. direkt in Verbindung> mit deinem Fahrzeug.
Ja super, danke! Das trifft sich auch mit meinen Schätzungen. Irgendwo
in dem Bereich 270-470 Ohm R25 wird die Lampe doppelt so hell werden wie
bei bei meinem jetzigen 1000 Ohm und das wäre sicherlich passabel.
Problematisch scheint mir dabei allerdings die Verlustleistung und
Temperaturen mit Standard-NTC wie K164, die anscheinend oft genommen
werden. Größere passen auch nicht in die üblichen Röhrchen. Allein bei
der Verlustleistung kommen die dann kaum noch in den grünen Bereich. Bei
leerem Tank gehts dann teilweise über 1,5W mit den 0,45W Typen, wenn ich
mich nicht grob verrechnet oder verschätzt habe. Naja, muß vielleicht
nicht allzulange halten.
batman schrieb:> Problematisch scheint mir dabei allerdings die Verlustleistung und> Temperaturen mit Standard-NTC wie K164, die anscheinend oft genommen> werden. Größere passen auch nicht in die üblichen Röhrchen.
Das hat einige der Poster in den Foren, die mir bei der Suche
untergekommen sind, auch gewundert. Sie haben sich damit beruhigt, das
der Sprit erst bei 250-260°C zündet, aber ganz geheuer war den meisten
diese Überlastung auch nicht. Gut, der NTC, den die Jungs genommen
haben, soll bis zu 120°C locker wegstecken und bei einem Versuchsaufbau
hats wohl nur leicht gezischt beim Eintunken in Wasser - merkwürdig ist
es trotzdem.
Vllt. könnte man ja 2 Stck. 1k parallel schalten? Jedenfalls muss ich
demnächst glatt mal messen, was bei meiner Nuckelpinne da im Tank
steckt.
Bei der ganzen Elektronik in den Autos wundert mich eigentlich die
archaische Methode, könnte man doch über einen Komparator bequem aus dem
Füllstandssensor die Reserve errechnen - ist alles recht komisch.
Matthias Sch. schrieb:> Bei der ganzen Elektronik in den Autos wundert mich eigentlich die> archaische Methode, könnte man doch über einen Komparator bequem aus dem> Füllstandssensor die Reserve errechnen - ist alles recht komisch.
Normalerweise haben einfache Methoden gegenüber den komplizierteren
immer den Vorteil,das sie zuverlässiger funktionieren. :-)
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:> Normalerweise haben einfache Methoden gegenüber den komplizierteren> immer den Vorteil,das sie zuverlässiger funktionieren. :-)
Je nee, offensichtlich brennen die Dinger ja doch durch, und das scheint
auch daran zu liegen, das sie generell ein wenig überlastet werden. In
meinen Konstruktionen würde ich mir jedenfalls überlegen, ob ich eine
3,4 oder 4W 12v Lampe einfach in Reihe mit einem 0,25 - 0,4 W NTC lege
und die Chose dann in den Tank stecke. Für mich klingt das eher nach
'Das haben wir schon immer so gemacht' und die Jungs bauen extra in ihre
mit LED überladenen Armaturen nur dafür auch noch ne klassische
Glühlampe ein.