Wollte seit längem mal wieder zwei Platinen belichten, bekomme aber nach
dem Entwickeln nur Schrott raus.
So einen richten sicheren Prozess habe ich noch nie geschafft, aber nach
einem Fehlversuch klapptes meist beim 2. Mal. Heute leider nicht.
Zu den Eingangsbedingungen:
- zwei Leiterplatten aus einer Bungard-Euro ausgesägt, Gesamtfläche ca
3/4 Europlatte.
- Belichtungsvorlage mit Canon-Tintendrucker auf Epson-Transparentfolie
- Belichtet unter 4mm Glas aus 40cm Entfernung 2:15 min mit 80iger-Jahre
Höhensonne (Quecksilber-Quarzlampe).
- Entwickler von Reichelt nach Vorschrift 1/2 l, in flacher Schale mit
handwarmen Wasser angesetzt.
Sobald ich die Platine ins Entwicklerbad gebe, setzt bereits nach 2-3s
der Prozess ein, d.h. lila Fotolack löst sich ab. Habe die Platine etwa
30s im Bad gelassen.
Das Ergebnis ist richtig schlecht: z.T. ist alles incl. der Leiterbahnen
weg, zum großen Teil sind aber die belichteten Stellen noch nicht mal
freigelegt. Das heisst das das Kupfer noch immer mit einem dünnen
Schleier aus Fotolack bedeckt ist.
Habe die größere Platte mal mit einen Tuch kräftig abgewischt: dabei
wurde ein Teil des Fotolackschleiers entfernt. Ist natürlich auch keine
Lösung.
Hat jemand Ideen was da schief läuft?
Das ist ein viel zu größer Abstand, ich belichte meine Platinen mit
einem alten Gesichtsbräuner aus ca. 10cm Entfernung und erziehle sehr
gut Ergebnisse.
Floh schrieb:> Mach eine Belichtungsreihe. Ergebnisse inklusive Randbedingungne> festhalten, damit der Prozess sicher klappt.
Die Belichtungsreihe habe ich vorher gemacht: mit einem Edding Zeiten
auf die Transparentfolie geschrieben, sonst gleiche Bedingungen bis auf
die kleine, schmale Leiterplatte. Ab 1:30 min waren die Zahlen gut
erkennbar.
Mein Problem ist das extrem unterschiedliche Entwicklungsergebnis auf
recht kleiner Fläche: anscheindende Überbelichtung und nicht
durchentwickelt liegen nur ein paar Zentimeter auseinander.
Queckksilberdampflampe ist sicher nicht so gleichmäßig wie notwendig.
Wenn schon Gesichtsbräuner, dann welche mit Röhren oder gleich eine
Osram Vitalux ...da passt dann auch der Abstand von 40cm. Ich kann mir
leider nicht vorstellen ,das ein Tintenpisser Vorlagen macht die es mit
einem Laserausdruck aufnehmen können. Ich habe mal Ausdrucke unter einer
vierfach Lupe verglichen...da liegen Welten dazwischen. Schärfe deutlich
besser und die Dichte sowieso. Mit alten Bungard Platinen hatte ich auch
schon mal ein Problem....andere nicht aber das liegt wohl am Anspruch
wie die Platine danach aussehen soll.
Könnte das Layout morgen in der Firma mal auf einem Laser ausdrucken.
Vielleicht liegts aber eher an der Lampe: bei der Belichtungsreihe war
ab 1:30 min die Abbbildung brauchbar, schon ab 3:30 min wurde die
Kontour im Entwickler völlig aufgelöst, mit einem Edding 3000 auf Folien
beschrieben.
Das ist ziemlich wenig Belichtungsspielraum. Und der Tintendruck ist
wohl kaum dichter als der Edding.
1)Übliche Copyshop-Folien(!) ausdrücke sind sind ansich absolut
ausreichend.
Wenn man den Hempels denn verklcikert das es Blickdicht sein soll, sonst
"grauen" die das nur aus....
Kosten auch nicht die Welt...
2)Deine Platinen sehen zerkratzt aus, beim Sägen drauf geachtet die
Platinen zu schonen? Wenn du den Fotolack halb abkratzt wirds natürlich
nix...
3)Test Reihen mit Edding sind hinfällig, das kann man mit
einer(ordentlichen) Foliendruckvorlage nicht annäherend vergleichen...
Hier werden mal wieder Mythen und Märchen verbreitet.
Mal ein paar Aussagen egal von wem:
> Queckksilberdampflampe ist sicher nicht so gleichmäßig wie notwendig.
Spielt überhaupt keine Rolle, wenn der restliche Prozess stimmt. Man
kann auch mit Baustrahlern perfekte Ergebnisse erzielen oder einer
Vitralux. Braucht nur mehr Zeit und Energie als mit UV-Röhren. Eine
rundum strahlende HQL schleudert ihr Licht überall hin, aber nur wenig
in Richtung Platine (zumindest ohne Reflektor). Der Röhrenbelichter ist
noch immer die billigste (mit etwas Glück braucht es gerade mal 10 Euro
inkl. Versand) und beste Lichtquelle fürs Platinenbelichten. In jüngster
Zeit kommen auch verstärkt UV-LED-Belichter auf. Auf so ein Teil würde
ich mich aber erst nach etwas Erfahrung im Belichten/ENtwickeln/Ätzen
einlassen. Ob diese LEDs ihre Lichtstärke über die Zeit beibehalten ist
noch die Frage und ob das Licht auch gleichmäßig strahlt, hängt stark
davon ab wie man so ein Teil aufbaut.
> Mit alten Bungard Platinen hatte ich auch> schon mal ein Problem
So alt kann die Bungard gar nicht sein, dass man damit nix mehr anfangen
kann, solange man die blaue Schutzfolie noch rückstandsfrei abbekommt.
Mit zunehmenden Alter braucht es aber etwas längere Belichtungszeit.
> Ich kann mir> leider nicht vorstellen ,das ein Tintenpisser Vorlagen macht die es mit> einem Laserausdruck aufnehmen können.
Dann schaff dir mal einen brauchbaren Tintendrucker an mit hoher
Auflösung. Und füttere das Teil nicht mit NoName Billigtinte. Die
Lichtdichtigkeit bei doppelt verwendeten Folien ist PERFEKT! Die
Konturenschärfe besser als mit jedem Laser. Wer den Prozess absolut
perfekt beherrscht kommt auch mit einer Folie hin. Aber wozu?! Mit
doppelten Folien ist der Belichtungsspielraum sehr viel größer und
deutlich weniger fehleranfällig. Bedenke, dass du auch mal 6 Monate nix
belichtest. Da ist Belichtungsspielraum äußerst nützlich, sonst hagelt
es Ausschuss bis die Parameter wieder eingespielt sind.
> Und der Tintendruck ist> wohl kaum dichter als der Edding.
Was soll das hier mit dem Edding? Der Begriff Edding hat beim selber
belichten nix verloren. Lass ihn dort wo er hingehört, in die Schublade.
- Entwickler von Reichelt nach Vorschrift 1/2 l, in flacher Schale mit
> handwarmen Wasser angesetzt.
FEHLER!! Lass den Mist mit "lauwarmen Wasser". Damit kriegst du NIE
reproduzierbare Ergebnisse. Nimm Wasser aus der Leitung und lass es sich
auf Zimmertemperatur annähern. Damit hast du ganzjährig (bis auf Extreme
Tage) einen variablen Parameter eliminiert. Temperaturänderungen sind
wie Änderungen der Konzentration der Entwicklerlösung. Was man erreichen
möchte ist KONSTANZ im Prozedere!
"Entwickler von Reichelt"??? Scheiss egal wo der herkommt. Wichtig ist
die (richtige) Konzentration und diese dann möglichst immer gleich
anzusetzen. Abwiegen verhilft das einzuhalten. Nur so lässt sich ein
weiterer variabler Parameter eliminieren. Lass die Finger vom
Abflussreiniger. Natriumhydroxid in Reinform ist spott billig. Beim
Abflussreiniger musst du Fremdstoffe und andere Nachteile.
> - zwei Leiterplatten aus einer Bungard-Euro ausgesägt, Gesamtfläche ca> 3/4 Europlatte.
Aus eigener Erfahrung: Leiterplatten lassen sich kaum durchsägen ohne
sie einzuspannen oder durch Druck zu fixieren. Darunter kann die
Fotoschicht leiden und beschädigt werden (Druckstellen, schrammen).
Seitliche Fixierung im Schraubstock ist eine Möglichkeit dies zu
verhindern.
> - Belichtungsvorlage mit Canon-Tintendrucker auf Epson-Transparentfolie
Schon mal gut. Nimm die Folie doppelt, dann ist sie absolut lichtdicht.
> - Belichtet unter 4mm Glas aus 40cm Entfernung 2:15 min mit 80iger-Jahre> Höhensonne (Quecksilber-Quarzlampe).
Reicht nicht. 4mm Glas schluckt verdammt viel UV-Licht. Die Entfernung
hast du gut gewählt. Mit licht-dichteren Folien und längerer
Belichtungszeit klappt es, vorausgesetzt dein Entwickler ist nicht zu
scharf (aber auch nicht zu schwach) angesetzt. MaWin würde dir hier zu
einer Belichtungsreihe raten.
Sie sind nicht zwangsweise besser(häufig aber schon zumidnest wenn es
Lasergedruckte sind), aber du könntest es mal probieren um
auszuschließen das es an den Vorlagen liegt.
Mit Copyshop-Vorlagen belichte ich schon seit einiger Zeit und hatte nur
einmal Probleme als sie mir so komisch gegrauten Standard-Druck gegeben
haben, das muss wirklich schwarz Deckend sein auch die Flächen...
Als Format einfach PDF.
> Mit Copyshop-Vorlagen belichte ich schon seit einiger Zeit und hatte nur> einmal Probleme als sie mir so komisch gegrauten Standard-Druck gegeben> haben, das muss wirklich schwarz Deckend sein auch die Flächen...
Deswegen ist ein Copyshop auch Mist! Die Leute dort wissen überhaupt
nicht was du möchtest bzw. worum es geht und werden dir jedesmal
halbdurchlässige Folien auf die Theke schmeissen. Bei dem
Personalwechsel heutzutage endet das jedesmal in nervigen Debatten mit
den Leuten. Sowas macht dann wenn schon dann beim Spezialisten, der
weiß, was ein Leiterplattenfilm ist.
Holler schrieb:> - Belichtet unter 4mm Glas aus 40cm Entfernung 2:15 min mit 80iger-Jahre> Höhensonne (Quecksilber-Quarzlampe).
da kommt mir 2:15 doch eher kurz vor, da stimmt sicher was mit der
Belichtungsreihe nicht.
4 mm dickes Glas? Das ist schon ziemlich dick! Normales Glas absorbiert
UV-Licht, 4 mm könnte da schon eine Rolle spielen.
> - Entwickler von Reichelt nach Vorschrift 1/2 l, in flacher Schale mit> handwarmen Wasser angesetzt.
Glaube ich nicht. Für mich sieht die linke Platine so aus, als ob der
Entwickler nicht gut genug umgerührt war.
just my 0,02 €
Timm
Holler schrieb:> - zwei Leiterplatten aus einer Bungard-Euro ausgesägt, Gesamtfläche ca> 3/4 Europlatte.> Die eine Bungard war 1/2 Jahr, die andere etwa 1 1/2 Jahre alt. Im> Keller im Schrank gelagert, auch im Sommer bleibts da < 18°C.
Die doch recht unterschiedlichen Ergebnisse würde ich auf das
unterschiedliche Alter schieben. Und links oben scheint nicht genug
Licht hingekommen zu sein.
> - Belichtungsvorlage mit Canon-Tintendrucker auf Epson-Transparentfolie> - Belichtet unter 4mm Glas aus 40cm Entfernung 2:15 min mit 80iger-Jahre> Höhensonne (Quecksilber-Quarzlampe).
Ist beides kein Beinbruch, auch wenn ich eine lasergedruckte Vorlage für
deutlich tauglicher halte als alles, was aus einem Tintenspritzer
rauskommt.
> - Entwickler von Reichelt nach Vorschrift 1/2 l, in flacher Schale mit> handwarmen Wasser angesetzt.
Was ist "nach Vorschrift"? Entwickler auf NaOH-Basis ist 10g auf 1l
Wasser. War der Entwickler evtl. nicht richtig aufgelöst? Die wolkige
Freistelle auf der linken Platine sieht aus, als wäre da ein Fleck höher
konzentrierten Entwicklers gewesen.
> Sobald ich die Platine ins Entwicklerbad gebe, setzt bereits nach 2-3s> der Prozess ein, d.h. lila Fotolack löst sich ab.
Dann war der Entwickler zu scharf.
> Das Ergebnis ist richtig schlecht: z.T. ist alles incl. der Leiterbahnen> weg, zum großen Teil sind aber die belichteten Stellen noch nicht mal> freigelegt. Das heisst das das Kupfer noch immer mit einem dünnen> Schleier aus Fotolack bedeckt ist.
Eine Kombination aus zu schneller Entwicklung und ungleichmäßiger
Belichtung, würde ich sagen.
> Habe die größere Platte mal mit einen Tuch kräftig abgewischt: dabei> wurde ein Teil des Fotolackschleiers entfernt. Ist natürlich auch keine> Lösung.
Etwas mechanische Einwirkung ist ok. Entweder die Fotoschale schwenken,
daß der Entwickler über die Platine fließt und gelösten Fotolack
abspült. Oder mit Wattebausch (Papiertaschentuch, Küchenrolle) in der
Flüssigkeit und ohne Druck über die Platine "streicheln" (Pinzette oder
Gummihandschuh verwenden).
XL
Mir kommt deine Belichtungszeit viel zu lang vor. Ich benutze ebenfalls
eine 400W Quecksilberdampflampe aus einer Höhensonne, 6 mm Quarzglas,
eine Vorlage auf mattierter Zeichenfolie per Laser bedruckt.
Abstand zur Lampe ~ 70 cm. Mit 90s Belichtungszeit (Lampe vorher 3 Min.
warmlaufen lassen) habe ich einen absolut stabilen Prozess.
Gruß
Einhart
Timm Reinisch schrieb:> 4 mm dickes Glas? Das ist schon ziemlich dick! Normales Glas absorbiert> UV-Licht, 4 mm könnte da schon eine Rolle spielen.
Meines ist auch 4mm dick und das macht gar nichts.Iat normales
Fensterglas. 2 Minuten Belichtungszeit bei einfacher milchiger Folie
3491, 3.30 bei doppelter Folie. Lampe Osram Vitalux, 40 cm Abstand.
Adler schrieb:> So alt kann die Bungard gar nicht sein, dass man damit nix mehr anfangen> kann, solange man die blaue Schutzfolie noch rückstandsfrei abbekommt.> Mit zunehmenden Alter braucht es aber etwas längere Belichtungszeit.
Du schast deine Platinen wahrscheinlich nicht so genau an wie ich. Ich
mag keine ungeplanten Löcher. Die nehmen aber bei alten Platinen zu.
Wenn dann noch Teile des Folienklebers auf der Fotoschicht
zurückbleiben...dann nimmt der Murks seinen Anfang. Aber ok dir macht
das nichts aus, sag aber nicht perfektes Ergebnis dazu.:-)
Hallo,
ich bin bekennender "Tintenpisserfan" ;-)
Mit Laser hatte ich nur Probleme und doppelt legen ist nun auch nicht
der Hit.
Leiterbahnen bis runter zu 0, 2mm überhaupt keine Kunst.
Zurück zum Thema:
4mm Glas ist schon eine Hausnummer, nur noch ein Schal vor der Lampe
könnte das toppen ;-)
Dann noch irgendeine HQL, deren Licht ist schön gleichmäßig im Raum
verteilt. Ach, es soll auf die Platine? Nu, warum dann eine HQL?
Mein Bastelkumpel und ich machen das nun einige Jahrzehnte, dabei auch
mal Jahre alte Bungard.
Drucker: Aktuelle HP und Epson mit normaler Tinte
Folie: Zum Drucker passene aus dem Versandhandel. Billig!
Belichter: Eigenbauten mit Röhren aus Philips Gesichtsbräunern.
Ätzmaschine: Isel mit Eigenbauküvetten
Chemie: Handelsübliches Natrium-xy-Gedöhns
Old-Papa
herbert schrieb:> Meines ist auch 4mm dick und das macht gar nichts.
Vielleicht hast du eine andere Lampe. Die kräftigste Spektrallinie vom
Quecksilber bei 254nm kommt kaum noch durch 4mm Glas durch. Erst die
365nm-Linie funktioniert. Je nach dem, wie stark in der Lampe die UV-C
Strahlung durch Gasbeimengungen/Phosphore in den längerwelligen Bereich
konvertiert wird, kann die nutzbare Lichtausbeute sehr unterschiedlich
sein.
Old Papa schrieb:> ich bin bekennender "Tintenpisserfan" ;-)
Ich auch,wenn ich meine Fotos ausdrucke.Layouts kann der Laser besser.
Old Papa schrieb:> 4mm Glas ist schon eine Hausnummer, nur noch ein Schal vor der Lampe> könnte das toppen ;-)
Ja ,ich habe gerade auch gelacht. Ich habe halt eine gute Lampe mit 14
Watt Strahlungsleistung im benötigtem Spektrum....keinen
Schwachbrustbelichter. Steht so im Datenblatt. Bei anderen Lösungen
weißt gar nicht woran du bist.
Mein Equipment passt und wenn ich nicht aufpasse dann ist ruckizucki
überbelichtet. Also an Leistungsreserven mangelt es nicht. Ich könnte
sogar noch eine zweite Scheibe drauflegen;-) Aber die Lampe kostet halt
knapp vierzig Euro und soooooviel Geld will keiner ausgeben. Da muß es
doch billigeres geben.Ja gibt es aber es taugt halt nicht viel und
kommt nicht mal durch normales Fensterglas.:-)
Adler schrieb:> Auf so ein Teil würde> ich mich aber erst nach etwas Erfahrung im Belichten/ENtwickeln/Ätzen> einlassen. Ob diese LEDs ihre Lichtstärke über die Zeit beibehalten ist> noch die Frage und ob das Licht auch gleichmäßig strahlt, hängt stark> davon ab wie man so ein Teil aufbaut.Adler schrieb:> 4mm Glas schluckt verdammt viel UV-Licht.
Hier noch ein paar Anmerkungen dazu, weil es immer wieder (falsch!)
geschrieben wird.
UV-LED Belichter funktionieren. Die Leistung fällt natürlich leicht ab
durch die Alterung. ABER: Das Ding läuft bei mir pro Platine höchstens
mal ein paar Minuten. Völlig irrelevant. Zur Not macht man einmal pro
Jahr eine Belichtungsreihe und passt es wieder an. Auch Röhren altern.
Gleichmäßigkeit: LED oben aufrauen (Glasfaserstift) und das Problem ist
erledigt. Hab nen 300 UV-LED Belichter mit Gesamtfläche von ca. DIN A4.
Absolut gleichmäßig! Niemals Probleme gehabt.
Und nun zum Glas: Das Märchen, dass Glas UV-Licht total schluckt ist
einfach falsch. Natürlich hat man kleinere Verluste, aber im Bereich um
400nm geht nicht mehr als 10-20% verloren bei einigen mm Glasdicke.
NACHMESSEN!
Man liest hier immer wieder viel über Belichtung, Probleme, irgendwelche
Gesichtsbräuner usw. Einfach mal nen Tag Zeit nehmen um die LEDs
einzulöten und man hat für immer Ruhe. Musste NOCH NIE etwas an meinem
Belichter ändern, der läuft seit dem ersten Tag wie er soll. (und wenn
man Zeit hat kann man sich auch noch ne Zeitsteuerung einbauen)
Vielen Dank für die zahlreichen Tipps.
Ich denke das Entwicklerbad mit den verschiedenen Parametern
Konzentration und Temperatur hatte ich unterschätzt und zu meinen
zufälligen Ergebnissen geführt.
TRotzdem vorweg ein paar Dinge zu den Posts oben:
- eine Quecksilber-Hochdrucklampe hat richtig Power auch im UV-Bereich,
da sollten die 4mm Fensterglas kein Problem sein. Man riecht schon kurz
nach Erreichen der vollen Helligkeit das Ozon, dass durch das UV-Licht
entsteht.
- Ich behandele meine Platinen wie rohe Eier: die "Kratzstreifen" auf
den Fotos sind wie im Ausgangspost beschrieben vom nachträglichen
Abwischen mit einem Lappen: war wie gesagt nur ein kläglicher Versuch,
mache ich sonst nicht.
- Mein Arbeitsplatzdrucker in der Firma (HP Laserjet 2300d) liefert
schlechtere Foliendrucke als mein recht neuer Cannon "Tintenpisser".
Wollte noch unseren deutlich besseren Abteilungsdrucker testen, konnte
den aber zunächst nicht zur Annahme der Druckfolie aus dem Seitenfach
überreden. Probiere ich die Tage nochmal.
Das Zwischenergebnis einer Belichtungsreihe. Gemäß den Vorschlägen oben
habe ich an zwei Parametern gedreht:
Wie empfohlen, 2h vor Benutzung mit kaltem Wasser den Entwickler
angesetzt.
Dadurch ist die Durchmischung optimal und die Temperatur fest auf 22°C.
Ich glaube dass eine Kombination aus Unterbelichtung und zu scharfen -
weil zu warmen - und schlecht durchmischten Entwicklerbad zu dem
Ergebnis führte.
Die neue Belichtungsreihe zeigt erst ab 4:30 min keinen
Fotolackschleier, man siehts auf dem Foto nicht so gut.
Werde jetzt die richtige Plantine belichten, habe heute neues Material
besorgt.
herbert (Gast) schrieb:
Adler schrieb:
>> So alt kann die Bungard gar nicht sein, dass man damit nix mehr anfangen>> kann, solange man die blaue Schutzfolie noch rückstandsfrei abbekommt.>> Mit zunehmenden Alter braucht es aber etwas längere Belichtungszeit.> Du schast deine Platinen wahrscheinlich nicht so genau an wie ich.
"schast" ???
> Ich> mag keine ungeplanten Löcher. Die nehmen aber bei alten Platinen zu.> Wenn dann noch Teile des Folienklebers auf der Fotoschicht> zurückbleiben...dann nimmt der Murks seinen Anfang. Aber ok dir macht> das nichts aus, sag aber nicht perfektes Ergebnis dazu.:-)
Alterung hat mit Löchern nichts zu tun. Das ist ein Märchen. Löcher im
CU kommen vom durch den Belichtungsträger durchdringenden Licht. Bungard
Basismaterial wird beim Herstellungsprozess bereits künstlich
vorgealtert. Ein paar Jahre altes Basismaterial geht genauso wie neues.
Nur beim Belichten merkt man (zeitlich) den Unterschied ein wenig und in
der Entwicklerbrühe (etwas störrischer). Beim brandneuen Basismaterial
löst sich die belichtete Fotoschicht schneller ab bzw. auf. Bei älteren
BM kann je nach dem schon mal der Finger (empfindliche Naturen nehmen
was anderes zuhilfe) zum Einsatz kommen, um den Schleier abzutragen.
meckerziege (Gast) schrieb:
Adler schrieb:
>> Auf so ein Teil würde>> ich mich aber erst nach etwas Erfahrung im Belichten/ENtwickeln/Ätzen>> einlassen. Ob diese LEDs ihre Lichtstärke über die Zeit beibehalten ist>> noch die Frage und ob das Licht auch gleichmäßig strahlt, hängt stark>> davon ab wie man so ein Teil aufbaut.
Adler schrieb:
>> 4mm Glas schluckt verdammt viel UV-Licht.> Hier noch ein paar Anmerkungen dazu, weil es immer wieder (falsch!)> geschrieben wird.> UV-LED Belichter funktionieren.
Ich hab auch nie das Gegenteil behauptet.
> Die Leistung fällt natürlich leicht ab> durch die Alterung. ABER: Das Ding läuft bei mir pro Platine höchstens> mal ein paar Minuten. Völlig irrelevant. Zur Not macht man einmal pro> Jahr eine Belichtungsreihe und passt es wieder an. Auch Röhren altern.> Gleichmäßigkeit: LED oben aufrauen (Glasfaserstift) und das Problem ist> erledigt.
Kann helfen.
> Hab nen 300 UV-LED Belichter mit Gesamtfläche von ca. DIN A4.> Absolut gleichmäßig! Niemals Probleme gehabt.> Und nun zum Glas: Das Märchen, dass Glas UV-Licht total schluckt ist> einfach falsch.
Das hat doch niemand gesagt. Übertreib doch nicht so!
> Natürlich hat man kleinere Verluste, aber im Bereich um> 400nm geht nicht mehr als 10-20% verloren bei einigen mm Glasdicke.> NACHMESSEN!
Bei starken UV-Quellen mag man das nicht merken. Ich habe in der
Vergangenheit mit 500 W Baustrahlern belichtet und da kann ich dir
sagen, es war ein spürbarer Unterschied ob mit oder ohne 4mm
Schutzglascheibe. Zumal die Halogenstäbe bereits schon einen UV-Stopp
besaßen.
> Man liest hier immer wieder viel über Belichtung, Probleme, irgendwelche> Gesichtsbräuner usw. Einfach mal nen Tag Zeit nehmen um die LEDs> einzulöten und man hat für immer Ruhe. Musste NOCH NIE etwas an meinem> Belichter ändern, der läuft seit dem ersten Tag wie er soll. (und wenn> man Zeit hat kann man sich auch noch ne Zeitsteuerung einbauen)
Das nimmt sich gegenseitig nichts, weil der gesamte Prozess dazu
verleitet Fehler zu machen. Bei den UV-LED Belichtern hört man nur
deswegen nicht so oft Probleme, weil die einfach kaum verbreitet sind.
Was das Thema Alterung betrifft dürften UV-Röhren etwa genau so altern,
wie normale Leuchtstofflampen und die sind im allgemeinen recht
langlebig (bei mir viele Jahre ohne Ausfall). Die gebrauchten
Gesichtsbräuner wurden ja auch schon beim Vorbesitzer einige Jährchen in
Betrieb genommen. Das Alterungsproblem halte ich hier für überschaubar.
Bei UV-LEDs aber kennt keiner so genau die Qualität, die der Chinese
gerade liefert. Steht auch selten ein Hersteller auf 5mm UV-LEDs drauf.
;-)
Holler (Gast) schrieb:
> - eine Quecksilber-Hochdrucklampe hat richtig Power auch im UV-Bereich,> Man riecht schon kurz> nach Erreichen der vollen Helligkeit das Ozon, dass durch das UV-Licht> entsteht.
Ja die haben wohl Power (hatte ich oben beim zu schnellen lesen mit
einer 80W HQL verwechselt). Pass auf, dass du da deine Augen schützt
(was davorhängen, so dass kein direktes Licht in Richtung Gesicht
strahlt)!
Denke du bist auf einem guten Weg!
;)
Nu ja, ich bleibe halt beim Tintendrucker, jeder wie er (sie) mag.
Eine HQL-Lampe geht natürlich, ohne Frage. Nur es ist und bleibt eine
Bastellösung und ist nicht prozesssicher. Genau das hat der TS ja
erfahren müssen. Dann noch dickes (Fenster?)Glas, das macht die
Geschichte noch unzuverlässiger. Irgendwie geht auch das, doch da ist
mir mein "Gesichtsbräuner" lieber.
Von dem sind nur die Lampen/Starter/Vorschaltgeräte, Gehäuse ist
Eigenbau, Steuerung auch. Die Glasscheibe ist von Isel (die größte die
sie hatten, Quarzglas) und so leuchtet dat Dingens seit Anfang der 90er
Jahre schon hunderte Platinen an. In letzter Zeit allerdings weniger,
man (ich) ist eher zu Kaufplatinen übergegangen.
Für LED-Belichter hatte ich mich auch mal interessiert, doch nachdem mir
in den letzten Jahren dutzende China-LEDs (alle Farben) langsam (manche
auch gleich) gestorben sind, habe ich das als Belichter verworfen. Diese
Phillips-Röhren habe ich noch im Dutzend liegen (es bleibt kein
Gesichtsbräuner auf dem Sperrmüll stehen ;-) ) doch noch hat keine
versagt.
Die Röhre wechsel ich im Notfall in ein paar Minuten, eine oder mehrere
schwache LEDs rausfummeln ist nerviger.
Doch auch hier gilt: Jeder wie er (ja auch sie) mag. ;-)
Old-Papa
PS: Eine HQL-Lampe habe ich in den 80ern zum EPROM-Löscher
umfunktioniert, allerdings nur das Innenleben. Den Glaskolben
(UV-Sperre) darum einfach in einen Schraubstock geklemmt, Decke drüber
und zugedreht. Das Innenteil hat jetzt zwar offene Anschlüsse, doch wir
sind hier ja nicht bei den Stricklieseln.... ;-) So wird das was.... ;-)
Doch Vorsicht! JETZT kommt da wirklich harte UV-Strahlung raus.
Old Papa schrieb:> Eine HQL-Lampe geht natürlich, ohne Frage. Nur es ist und bleibt eine> Bastellösung und ist nicht prozesssicher.
Kannst du das 'mal belegen? Ebenso die Aussage, dass das Glas "unsicher"
macht. Oder meinst du man wechselt nach jeder Platine Lampe und Glas.
Gibt's da vielleicht eine Tagesform der Komponenten?
Ich hatte oben bereits geschrieben, dass ich mit HQl und Glas einen
absolut sichern Prozess habe.
Einhart Pape schrieb:> Kannst du das 'mal belegen? Ebenso die Aussage, dass das Glas "unsicher"> macht. Oder meinst du man wechselt nach jeder Platine Lampe und Glas.> Gibt's da vielleicht eine Tagesform der Komponenten?>> Ich hatte oben bereits geschrieben, dass ich mit HQl und Glas einen> absolut sichern Prozess habe.
Ok, hatte mich nicht richtig ausgedrückt, sorry: Ich meine natürlich mit
"Bastellösung", wenn man Lampe, Glas usw. jedesmal neu aufbaut. Wenn das
ähnlich einem Belichter zusammen in einem Gestell sitzt, mag das eher
nachvollziehbar sein. Die Lösungen mit HQL, die ich gesehen hatte, waren
wirklich ein Stuhl, eine Glasplatte und eine Lampe an der Stuhllehne
(ja, habe ich wirklich so gesehen und ging sogar irgendwie). Das ist ein
willkürliches Beispiel, ja, aber dass schwirrte mir als erstes durch das
Kleinhirn ;-) Wie weit ist denn Deine HQL vom Glas entfernt? Ich kann
mir nicht richtig vorstellen, dass diese so dicht wie ein Rudel Röhren
nebst Reflektoren an der Glasplatte liegen kann. Ich kann ja mal ein
Foto meiner Kiste einstellen.
Old-papa
@ Adler Wenn du dich an einem fehlenden Buchstaben aufhängt dann nur
deswegen weil du schwach bist. Zum Rest deiner Postings bezüglich
voraltern von Bungard Platinen und und und...fehlt die Quellenangabe.
Ich habe schon eine nicht belichtete alte Platine von Bungard in
Entwickler und Ätzbad geworfen und es waren danach feine Löcher drin.
Die Behauptung 4mm Fensterglas ist zu dick ist wohl ein Märchen für
Erwachsenen.
@Old Papa
70 cm - hatte ich oben schon geschrieben. Der Vorteil des großen
Abstands: Das Licht kommt senkrecht an. Das reduziert die Unterleuchtung
wenn die Folie nicht perfekt anliegt.
Die Linke Platine sieht eigentlich recht gut aus stellenweise
jedenfalls.
Kann das sein das die Platinen nicht grade sind ?
Ich mach da mittlerweile immer Gewichte drauf hab das schon öfters
gehabt das die leicht verzogen waren.
Die Rechte sieht einfach nur unterentwickelt aus, bei feinen Strukturen
kannste auch bedenkenlos mit einem Weichen Pinsel etwas nachhelfen damit
der Fotolack sich auflöst, normal sollte das aber ohne auch gehen.
Platinen sind meistens nicht plan. Damit es nicht zu einer
Unterstrahlung mit unschärfen kommt ist es gut wenn die verwendete
Glasplatte auch eine gewisse Masse hat. Bei größeren Platinen lege ich
auf die Ränder der Glasplatte noch Gewichte in Form von vier
geschliffenen Schraubstockbacken von einem Leinen Schraubstock a´250
Gramm. Das geht aber nur wenn die Glasplatte nicht zu dünn ist weil die
sich dann leicht verbiegt. Das darf nicht sein. 4mm ist dafür gut zu
gebrauchen.
Wollt nur folgendes anmerken:
Habe mit der Zeit die Erfahrung gemacht, das vor allem UV-Röhren erst
mit ihrer richtigen Betriebstemperatur sauber belichten.
Als Folge unsauberer sofortiger Belichtung nach dem Einschalten
verzweifeln unsere Lehrlinge jedesmal an unseren Laugen oder Cu-Material
und schimpfen rum.
Wenn jedoch Belichtung mit dem Röhrenbelichter ca 15 ... 20 min nach
Einschalten, gibt es kaum Probleme ... und sie sind glücklich..
mattkookoo schrieb:> Wollt nur folgendes anmerken:> Habe mit der Zeit die Erfahrung gemacht, das vor allem UV-Röhren erst> mit ihrer richtigen Betriebstemperatur sauber belichten.> Als Folge unsauberer sofortiger Belichtung nach dem Einschalten> verzweifeln unsere Lehrlinge jedesmal an unseren Laugen oder Cu-Material> und schimpfen rum.> Wenn jedoch Belichtung mit dem Röhrenbelichter ca 15 ... 20 min nach> Einschalten, gibt es kaum Probleme ... und sie sind glücklich..
Das liegt daran ,dass bei längerer Brenndauer die UV-Anteile bis zu
einem gewissen Grad stärker werden. Das Problem ist und was kaum
berücksichtigt wird bei UV Röhren ,dass die Leistungsangabe sich auf
das komplette Spektrum bezieht wärend beim belichten von Platinen ja nur
ein kleiner Teil des Spektrums und deren Anteiliger Leistung zum wirken
kommt. Die Osram Ultra Vitalux zb. hatt eine Nennleistung von 300 Watt.
die UV-A Anteile werden mit etwa 15 Watt angegeben ,die UV-B Strahlung
mit 3 Watt. Der Rest der Leistung verteilt sich unter irgendwie und
sowiso.....nicht aufgeführt.
Ich habe immer eine 1l Apothekerflasche Entwickler angerührt rumstehen.
Die wird solange genommen bis sie leer ist, erst dann wird wieder neu
angesetzt. Das Zeug hält sich viele Wochen im angerührten Zustand und
hat so immer Zimmertemperatur.
Gruß,
Markus
Gerd schrieb:> Ich habe immer eine 1l Apothekerflasche Entwickler angerührt rumstehen.> Die wird solange genommen bis sie leer ist, erst dann wird wieder neu> angesetzt. Das Zeug hält sich viele Wochen im angerührten Zustand und> hat so immer Zimmertemperatur.>>> Gruß,> Markus
Richtig ,wenn man darauf achtet und die Flasche nicht unnötig offen
stehen lässt da der Enwickler mit dem Sauerstoff reagiert und schlecht
wird. Gestern habe ich entwickelt und die Brühe ist schon mehrere Monate
alt. Demnächst werde ich neuen ansetzten.
Hi
>Richtig ,wenn man darauf achtet und die Flasche nicht unnötig offen>stehen lässt da der Enwickler mit dem Sauerstoff reagiert und schlecht>wird.
Wenn du Natriumhydroxid meinst, dann reagiert das mit dem Kohlendioxid
in der Luft, nicht mit dem Sauerstoff.
MfG Spess
Ich hatte das Glück dass daaamals meine erste Platine (Zf-Verstärker für
9 MHz ) trotz selber beschichten ein voller Erfolg war. Glück deshalb
weil damals gab es noch kein Internet wo ich um Rat hätte fragen können.
Natürlich hatte ich auch Fehlschläge bis ich in der Lage war
einigermassen gleichmäßig zu beschichten um die Belichtung mit dieser
kurzlebigen Nitraphot S in den Griff zu bekommen. Manchmal sind die auch
vor Beendigung der Belichtungszeit durchgebrannt.:-( Heute mit den
Bungard Sachen ist das eigentlich kein Problem. Das Problem heute ist
eher die vielen unterschiedlichen Beschreibungen wie de eine oder ander
zu seiner Platine kommt. Flapsige Schilderungen mit Daumen mal pi
Anweisungen und ähnliches sind für Anfänger das größte Ärgernis. Wenn in
jedem Prozess ein Fehler drin sein kann dann dann gute Nacht. Anfänger
benutzen am besten bewährte Sachen nach Rezept.Entwickler und soweiter.
Da ist auch eine Anweisung dabei.Wennst im Baumarkt Rohrreiniger kaufst
was dann ? Daumen mal pi Tips aus dem Internet? Manche mißlungene
Platine hat nicht nur eine sondern mehrere Ursachen. Da ist der Spass
schnell vorbei gerade bei denen die jeden Groschen umdrehen müssen.
herbert (Gast) schrieb:
> @ Adler Wenn du dich an einem fehlenden Buchstaben aufhängt dann nur> deswegen weil du schwach bist.
Langsam wird mir das zu dumm mit dir. Schreib verständliche Sätze. Mit
"schast" kann ich nix anfangen.
> Zum Rest deiner Postings bezüglich> voraltern von Bungard Platinen und und und...fehlt die Quellenangabe.
Siehst du, daran merke ich wie wenig du Ahnung hast. Die Quelle heißt
Dietmar Bungard. Nur ist der bereits tot. Den wirst du also nicht mehr
fragen können.
> Ich habe schon eine nicht belichtete alte Platine von Bungard in> Entwickler und Ätzbad geworfen und es waren danach feine Löcher drin.
Das kann alle möglichen Ursachen haben. Weiß ich wie du deine Platinen
behandelst?! Meine haben jedenfalls keine Löcher.
> Die Behauptung 4mm Fensterglas ist zu dick ist wohl ein Märchen für> Erwachsenen.
Das ist genauso eine Übertreibung wie die von weiter oben. Ich habe
selber lange durch 4mm Glasscheibe belichtet (und auch durch noch
stärkeres Glas) und weiß wovon ich schreibe.
Dein größter Unsinn den du hier zum besten gabst ist noch immer dieser
Satz
Originalzitat herbert (Gast)
"Ich kann mir
leider nicht vorstellen ,das ein Tintenpisser Vorlagen macht die es mit
einem Laserausdruck aufnehmen können. "
Absoluter Bullshit!!
mattkookoo (Gast) schrieb:
> Wollt nur folgendes anmerken:> Habe mit der Zeit die Erfahrung gemacht, das vor allem UV-Röhren erst> mit ihrer richtigen Betriebstemperatur sauber belichten.> Als Folge unsauberer sofortiger Belichtung nach dem Einschalten> verzweifeln unsere Lehrlinge jedesmal an unseren Laugen oder Cu-Material> und schimpfen rum.> Wenn jedoch Belichtung mit dem Röhrenbelichter ca 15 ... 20 min nach> Einschalten, gibt es kaum Probleme ... und sie sind glücklich..
Nur ist das ein unpraktisches Prozedere. Wie soll das funktionieren bei
eingeschalteten Belichter die Belichtungsvorlage samt Andruck gescheit
zu positionieren? Für mich nicht praktizierbar. Wenn die Belichtung mal
eingeschaltet ist, wird nichts mehr angerührt oder verschoben. Das
Problem was du schilderst (ungleichmäßige Belichtung durch kalte Röhren)
tritt dann nicht mehr in Erscheinung, wenn die Belichtungszeit stark
ausgedehnt wird gegenüber der Warmlaufphase der Röhren. Da hier im Forum
aber immer wieder Leute mit Rekordzeiten von 30s o.ä. Belichtungszeit
aufschlagen (und darauf stolz sind), sind solche auftretenden Probleme
quasi hausgemacht.
herbert schrieb:> Ich kann mir> leider nicht vorstellen ,das ein Tintenpisser Vorlagen macht die es mit> einem Laserausdruck aufnehmen können. Ich habe mal Ausdrucke unter einer> vierfach Lupe verglichen...da liegen Welten dazwischen. Schärfe deutlich> besser und die Dichte sowieso.
Hallo, Herbert,
dann hast Du:
1. einen sehr schlechten "Tintenpisser"
2. einen Super-Laserdrucker
Ich habe genau das Gegenteil erlebt, Laser konnte man im Gegenlicht fast
durchsehen, Tinte sattes Schwarz! Und das bei mehreren Lasern und
Tintendruckern. Immer, ja immer, waren die Tintendrucke um Welten
genauer.
Klar geht das mit Laser auch, aber ein "Tintenpisser" nimmt es locker
damit auf. Deine Behauptung wiederspricht meinen Erfahrungen vollkommen.
Anbei mal ein Foto, gedruckt mit einem HP Officejet 8000, meinem
derzeitigen Standarddrucker.
Old-Papa
Adler schrieb:> Langsam wird mir das zu dumm mit dir. Schreib verständliche Sätze. Mit> "schast" kann ich nix anfangen.
Sei mir net böse aber was soll ich von einem halten der sich wegen eines
fehlenden Buchstaben aufregt? Wenn deine Fehlerkorrektur im Oberstübchen
nicht will was kann ich dafür. Wer so kleinlich agiert hat in der Regel
ein ganz anderes Problem. Du schreibst ja wie der mit den fünf
Buchstaben.....
herbert (Gast) schrieb:
> Sei mir net böse aber was soll ich von einem halten der sich wegen eines> fehlenden Buchstaben aufregt? Wer so kleinlich agiert ...
Das hat mit "kleinlich" nichts zu tun. Was soll ich mit so einer Aussage
bitte schön anfangen???
"Du schast deine Platinen wahrscheinlich nicht so genau an wie ich."
???
Wie wäre es wenn du mal aufhören würdest andere anzupissen? Mit solchen
Sätzen hier wie
"Wenn du dich an einem fehlenden Buchstaben aufhängt dann nur
deswegen weil du schwach bist."
Entweder unterhalten wir uns hier fachlich oder überhaupt nicht. Im
ersteren Fall reden wir dann über solche Behauptungen wie
"Ich kann mir
leider nicht vorstellen ,das ein Tintenpisser Vorlagen macht die es mit
einem Laserausdruck aufnehmen können. "
und zwar FACHLICH und nicht mit verbaler Anpinkelei. Kennst du den
Unterschied? Der ist ganz einfach. Wenn ich aber anderen solche Dinger
hier an den Kopf knalle wie
" ... weil du schwach bist" o.ä., dann ist die Fachebene verlassen.
In diesem Sinne, mäßige dich mal!
Habe jetzt die Platinen neu belichtet, entwickelt und nachdem das
Ergebnis sehr gut ausfiel gleich geätzt.
Folgende Parameter blieben gleich:
==================================
- Bungard Foto-Platine 1,5mm (doppelseitig)
- Vorlage auf eine Schicht Epson-Transparentfolie mit
Cannon-Tintenstrahldrucker, im Druckertreiber s/w, max Dunkel, max
Kontrast. Die Folie war die gleiche wie bei den ersten Fehlversuchen.
- Belichtet mit Quecksilberdampflampe mit Reflektor aus 40cm durch 4mm
Fensterglas.
Folgendes habe ich geändert:
============================
- Entwicker mit kaltem Leitungswasser angesetzt und 2h vor Benutzung auf
Raumtemperatur temperieren und durchmischen lassen.
- Belichtungszeit von 2:15 min auf 5:00 min verlängert.
Als Nebeneffekt ergibt sich eine deutlich längere Entwicklungszeit:
statt nach 2-3s lösen sich erste Fotolackschleier nach etwa 20s.
Insgesamt benötigte ich mehrere Minuten. Die größere Platine auf dem
Foto war noch nicht durchentwickelt, habe ich nochmal für 2min in den
Entwicker getaucht und anschliessend mit einer Küchenrolle
(Zellulosepapier) abgewischt.
Anschließend geätzt: sieht doch nahezu perfekt aus. Die kleinsten
Strukturen sind 0,3mm, um den 44Pin Flatpack sind es 0,4mm.
Vielleicht teste ich nochmal ein Foliendruck auf dem
Abteilungs-Laserdrucker in der Firma, aber eigentlich bin ich mit dem
Ergebnis zufrieden. Unter der Lupe sieht man zwar leicht ausgefranzte
Ränder, aber Strukturen unter 0,3mm werde ich zu Hause nicht brauchen.
Fazit: den Entwickler habe ich deutlich unterschätzt, sowohl der extreme
Einfluß der Temperatur als auch die kritische Durchmischung: eine Wolke
hoher Konzentration hatte im ersten Versuch ihren Abdruck hinterlassen.
Ist eben nichts für Schnellschüsse.
Holler schrieb:> - Vorlage auf eine Schicht Epson-Transparentfolie mit> Cannon-Tintenstrahldrucker, im Druckertreiber s/w, max Dunkel, max> Kontrast. Die Folie war die gleiche wie bei den ersten Fehlversuchen.
Die EPSON-Folie ist Spitze, aber leider abgekündigt. Passt am besten zu
einem EPSON-Drucker ohne pigmentierte Tinte. Dann gibt es auch keine
ausgefranste Ränder.
Holler schrieb:> - Entwicker mit kaltem Leitungswasser angesetzt und 2h vor Benutzung auf> Raumtemperatur temperieren und durchmischen lassen.
Besser ist ein Tag vorher. Das lernte man im Chemieunterricht.
Holler schrieb:> Die größere Platine auf dem> Foto war noch nicht durchentwickelt, habe ich nochmal für 2min in den> Entwicker getaucht und anschliessend mit einer Küchenrolle> (Zellulosepapier) abgewischt.
Lass die Fotoschicht in Ruhe! Es gibt keinen Grund mit irgendwas darauf
herumzukratzen.
Holler schrieb:> Vielleicht teste ich nochmal ein Foliendruck auf dem> Abteilungs-Laserdrucker in der Firma,
Aber bitte nicht mit Tintenfolie!
Gib da mal einen Bericht.
@ Holler (Gast)
Bei den CU-Außenbereichen der Schaltung würde ich dir raten ein paar
Millimeter Abstand zum Platinenrand zu halten. Also die Platine etwas
großzügiger planen als nötig. Rändern fransen gerne mal etwas aus beim
Ätzen und das sieht sonst unschön aus. Links beim geätzten Bild sieht
man das deutlich.
Befestigungslöcher kann man sinnvollerweise auch als Teil des Layouts
gestalten u. z.B. entsprechend freiätzen.
Ansonsten schon merkliche Steigerung, also alles richtig gemacht.
Besser ist's schon - aber "alles richtig gemacht" würde ich jetzt nicht
unterschreiben.
@Holler
Was hast du da für eine HQI Lampe. Die Belichtungszeit ist im Vergleich
zu meiner gewaltig hoch.
Bezüglich des Entwicklers: Ich benutze den frisch angesetzt wenn keiner
mehr in der Flsche ist oder auch den mehrere Monate alten. Da sehe ich
keinen Unterschied im Ergebnis. Nur wenn der zu konzentriert ist geht's
daneben.
Einhart Pape schrieb:> @Holler> Was hast du da für eine HQI Lampe. Die Belichtungszeit ist im Vergleich> zu meiner gewaltig hoch.
Das ist eine sog. Heimsonne, ca Anfang 80iger Jahre.
Das Gerät hat in der Mitte die HQL-Lampe incl Reflektor, wo mittels
Drehknopf ein Schutzglas zur Verringerung der UV-Leistung vorgeschoben
werden kann.
Rechts und Links daneben ist je ein IR-Strahler, die gleichzeitig als
Vorwiderstand der HQL dienen. Die reine Lampenleistung ist 70W.
Ok, dann passt das wahrscheinlich auch mit der Belichtung. Meine Philips
Heimsonne (ohne IR) hat 400W.
An das Teil das du beschreibst kann ich mich noch gut erinnern. Meine
Eltern hatten so ein Ding - dürfte in den 70ern gewesen sein. Den
Ozongeruch habe ich immer noch in der Nase ;-)
Einhart Pape (einhart) schrieb:
> Besser ist's schon - aber "alles richtig gemacht" würde ich jetzt nicht> unterschreiben.
Kann man ruhig mal feststellen mit dem Ergebnis jetzt und dem Blick auf
das erste Posting. Haben andere in vergleichbaren Threads schon
schlechter gemacht.
Holler schrieb:> Insgesamt benötigte ich mehrere Minuten. Die größere Platine auf dem> Foto war noch nicht durchentwickelt, habe ich nochmal für 2min in den> Entwicker getaucht und anschliessend mit einer Küchenrolle> (Zellulosepapier) abgewischt.
Schaut schon besser aus, allerdings ist die ein Anzeichen für "noch
nicht genügend belichtet". Nach 1 Minute sollte der Lack entwickelt
sein. (Diesen Parameter würde ich auch festnageln bei der
Belichtungsreihe)!
tobi schrieb:> Nach 1 Minute sollte der Lack entwickelt sein
Wo kommt denn das jetzt wieder her? Die Zeit ist sch.. schön egal.
Hauptsache der belichtete Lack kommt 'runter. Das darf auch schon einmal
3 Minuten dauern wenn die Konzentration und Temperatur ein bisserl
niedrig sind.
Was nützt es wenn nach 1 Minute die belichteten Teile frei sind und nach
2 Minuten die ganze Platine blank ist (weil die Entwicklerkonzentration
zu hoch war)?
Zu agressiver weil zu warmer oder zu hoch konzentrierter Entwicker ist
auf jeden Fall schädlich, das habe ich jetzt kapiert. Lieber etwas
länger entwickeln.
Außerdem halte ich es für sehr nützlich die entwickelte Leiterplatte mit
einem weichen Zellulosetuch abzuwischen, um zu prüfen ob wirklich kein
Fotolack mehr drauf ist. Keiner redet vom Rumkratzen auf der Platine.
Sind dagegen noch Lackreste auf der Platte, egal wie dünn, geht das
Ätzen schief.
Wie die Fotos weiter oben beweisen, ist kein einziges Loch im Kupfer.
Hätte wahrscheinlich noch ein paar Minuten länger ätzen können, dann
wären die letzten Fransen auch weg.
Der Vollständigkeit halber noch ein Scan meiner Transparentvorlage vom
Tinterdrucker Canon MG5250 (Kombi-Gerät) und zum Vergleich einem
Drucksystem Ricoh Aficio: sagt eigentlich nur aus, dass der Laser mit
den Folien nicht sonderlich gut klarkommt, sind einfach einige Löcher
drin.
Die dünneren Leiterbahnen sind 0,4mm. Scanauflösung 600dpi, dürfte die
physikalische Auflösung des Scanners schon leicht übersteigen.
OK, dein Belichtungs-, Entwicklungs- und Ätzprozess ist in Ordnung.
Deine Drucker geben nicht mehr her. Beim Laserdrucker mit matter
Polyester- Zeichenfolie habe ich bessere Vorlagen.
Holler schrieb:> Der Vollständigkeit halber noch ein Scan meiner Transparentvorlage vom> Tinterdrucker Canon MG5250 (Kombi-Gerät) und zum Vergleich einem> Drucksystem Ricoh Aficio: sagt eigentlich nur aus, dass der Laser mit> den Folien nicht sonderlich gut klarkommt, sind einfach einige Löcher
Auch beim Laserdruck gibt es einiges zu beachten.Nicht jedes Fabrikat
arbeitet sauber. Mein HP 1005 mit original Toner ist recht gut. Mein
Epson Pisser schafft nur fransige Ausdrucke ist aber schon einige Jahre
alt. Gut ich räume ein,dass ein neuerer Drucker das besser kann. Bei
Laserausdrucken vom Copyshop muß man vorsichtig sein .Die Geräte sind
häufig schlecht gewartet und das macht sich bemerkbar. Auch der Laser
Office Drucker muß von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Ein Programm dazu
im Treiber übernimmt das. Meine milchige Folie von Zweckform wird sehr
häufig für diesen Zweck verwendet.Für Tintenpisser taugt sie aber nicht.
Demnächst steht ein neuer Tintendrucker an da werde ich das mal testen
und vergleichen.
Einhart Pape schrieb:> tobi schrieb:>> Nach 1 Minute sollte der Lack entwickelt sein>> Wo kommt denn das jetzt wieder her? Die Zeit ist sch.. schön egal.> Hauptsache der belichtete Lack kommt 'runter. Das darf auch schon einmal> 3 Minuten dauern wenn die Konzentration und Temperatur ein bisserl> niedrig sind.>
Ich meine auch zum Prozesseinstellen. Klar wenn man mal weiss wie lange
man Belichteen muss, also sein Prozess kennt, kann man langer
drinlassrn, falls was schief ging.
Konzentration: Dieser Parameter muss konstant gehalten werden! Dafür
gibt auch ne Erfindung: Waagen. Temperatur Haaren wir schon: möglichst
konstant halten. (idr kein Problem > Raumtemperatur schwankt nicht so
viel.)
Die Weisheit habe ich hiervon:
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.6
Holler schrieb:> Zu agressiver weil zu warmer oder zu hoch konzentrierter Entwicker ist> auf jeden Fall schädlich, das habe ich jetzt kapiert. Lieber etwas> länger entwickeln.
siehe oben. Entwicklungszeit ist nur fuern reperatur, wenn der Prozess
nicht passt.
> Außerdem halte ich es für sehr nützlich die entwickelte Leiterplatte mit> einem weichen Zellulosetuch abzuwischen, um zu prüfen ob wirklich kein> Fotolack mehr drauf ist. Keiner redet vom Rumkratzen auf der Platine.> Sind dagegen noch Lackreste auf der Platte, egal wie dünn, geht das> Ätzen schief.> Wie die Fotos weiter oben beweisen, ist kein einziges Loch im Kupfer.> Hätte wahrscheinlich noch ein paar Minuten länger ätzen können, dann> wären die letzten Fransen auch weg.
Probeatzen. 10 sek in die Sätze und du siehst sofort ob noch lack da
ist.
Zellusosetuch macht nichts am lack, passt also. Man sollte ja auch
vermeiden die Flussigkeiten zu verschleppen.
> Der Vollständigkeit halber noch ein Scan meiner Transparentvorlage vom> Tinterdrucker Canon MG5250 (Kombi-Gerät) und zum Vergleich einem> Drucksystem Ricoh Aficio: sagt eigentlich nur aus, dass der Laser mit> den Folien nicht sonderlich gut klarkommt, sind einfach einige Löcher> drin.> Die dünneren Leiterbahnen sind 0,4mm. Scanauflösung 600dpi, dürfte die> physikalische Auflösung des Scanners schon leicht übersteigen.
Ich verwende normales Papier. keine Folien. Geht auch