Meßsender Oldie SMDF

OP #3178319
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Hallo allerseits,

kann mir jemand bei meinem R&S SMDF Meßsender weiterhelfen? Er ist 
gerade nicht mehr voll funktionsfähig und leider habe ich keine 
Unterlagen zu dem Gerät. Ich habe schon im Frequenzkontroller als auch 
im Meßsender selbst einige kurzgeschlossene Tantalelkos ersetzt, worauf 
hin das Gerät wieder funktionierte. Nun ist ausgerechnet der für 
Radioreparaturen nützliche Bereich IV (57-100Mhz) komplett ausgefallen 
und ich komme nicht weiter. Das Tastenaggregat habe ich schon überprüft, 
ebenso den für den Bereich zuständigen Mikroschalter an der Trommel. 
Falls jemand die Service-Unterlagen zu dem Gerät hat, würde ich mich 
darüber freuen mir diese einmal - gegen Aufwandsentschädigung natürlich 
- für die Reparatur ausleihen zu können. Oder hat jemand eine konkrete 
Idee was das Problem sein könnte?

Gruß
Michael
#3178323
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Michael H. schrieb:
> Hallo allerseits,
>
> kann mir jemand bei meinem R&S SMDF Meßsender weiterhelfen? Er ist
> gerade nicht mehr voll funktionsfähig und leider habe ich keine
> Unterlagen zu dem Gerät. Ich habe schon im Frequenzkontroller als auch
> im Meßsender selbst einige kurzgeschlossene Tantalelkos ersetzt, worauf
> hin das Gerät wieder funktionierte. Nun ist ausgerechnet der für
> Radioreparaturen nützliche Bereich IV (57-100Mhz) komplett ausgefallen
>

Hallo Michael, Unterlagen habe ich keine, auch das Gerät kenne ich 
nicht.
Manchmal sind "Sicherungswiderstände" vorhanden die bei einem 
Tantalschluss auslösen damit die Kiste nicht abbrennt.
Ich würde mal in diese Richtung schauen.


Kurt
#3178609
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Michael H. schrieb:
> Falls jemand die Service-Unterlagen zu dem Gerät hat, würde ich mich
> darüber freuen mir diese einmal - gegen Aufwandsentschädigung natürlich
> - für die Reparatur ausleihen zu können. Oder hat jemand eine konkrete
> Idee was das Problem sein könnte?

Hallo Namenskollege,

hmm, Unterlagen verleihen mache ich sehr ungern. Scannen der Textseiten 
ist nicht das Problem, aber die Schaltpläne. Das sind meterlange Fahnen! 
Wenn sich das Problem auf den Bereich IV beschränkt, könnte sich das 
Problem auf das angehängte Blatt 2 des Schaltplans beziehen.

Ansonsten: Wenn die Kopien von Rainer Förtig gut sind, sind sie ihre 50 
€ wert.

Servus
Michael
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Gast #3178733
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Schreibe mal dem Hersteller eine mail.
R&S hat eine eigene Abteilung für die Unterstützung mit ihren alten 
Unterlagen.
Sie sind auch sehr freundlich und freuen sich auch über Angaben zum 
Gerät, z.B. wo und wann gekauft, Zustand, usw.
OP #3178871
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Hallo,

@technikus: Hallo Michael, der Plan sieht so aus, als könnte er mir 
weiterhelfen :-). Vielen Dank!
Das Problem ist momentan wirklich nur der Bereich IV, alles andere geht.
Bei Rainer Förtig kann man wohl wirklich die kompletten Unterlagen für 
den Meßplatz bekommen, ist dann aber auch schnell bei über 100 Euro 
angelangt. wenn die Kopien gut sind, ist dagegen auch nichts zu sagen.
Ich hatte mir nach dem Totalausfall auch schon überlegt, mich nach etwas 
anderem umzusehen, man gewöhnt sich schließlich schnell an so ein 
Messgerät.
Wenn ich mir aber die Preise beim Auktionshaus so ansehe. Dort werden 
u.a. fast 1000 Euro für den Nachfolger SMDU verlangt. Bei dem dürften 
allerdings auch so einige Tantals verbaut sein. Selbst solche Hobel wie 
der Abgleichsender Grundig AS-5F wechseln ihren Besitzer für über 700 
Euro (200912433193). Schön für den Verkäufer, aber nichts für mich. An 
dem SMDF hänge ich auch deshalb, da es damals mein erster Ebay Kauf war. 
Ein paar Jahre im kalten Keller hatten ihm dann aber offenbar nicht gut 
getan. Nun bekommt er seinen festen Platz im Bastelzimmer und wird auch 
immer wieder mal eingeschaltet :-).
@kurt-b: Die von Dir angesprochene Sicherungsfunktion wird hier von den 
jeweils direkt vor den Tantals eingebauten HF-Drosseln übernommen. Wie 
auf den Bildern zu sehen verkraften sie den Kurzschlußstrom nicht und 
brennen durch. Beim Öffnen der "Fischdosen" im Frequenzkontroller zeigte 
sich daher glücklicherweise gleich ein klares Fehlerbild. Die Platinen 
sind übrigens beidseitig vergoldet und die "Fischdosen" natürlich 
Hf-gerecht versilbert, halt ein richtiges Messgerät.

So, ich werde dann mal das herrliche Frühjahrswetter ignorieren und mit 
Michael Schaltplan auf Fehlersuche gehen.

Viele Grüße
Michael
Angehängte Dateien:
#3178993
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Michael H. schrieb:
> @technikus: Hallo Michael, der Plan sieht so aus, als könnte er mir
> weiterhelfen :-). Vielen Dank!
Ich werde mal versuchen, den DIN A4/A3 Teil des Handbuchs durch den 
automatischen Vorlageneinzug des Scanners zu jagen. Ist aber ein 
schmaler Aktenordner voll, das werden einige MB. Die kann ich hier nicht 
einfach so als Anhang posten. Schick' mir mal eine PN, dann können wir 
den Datenaustausch arrangieren.

> Wenn ich mir aber die Preise beim Auktionshaus so ansehe. Dort werden
> u.a. fast 1000 Euro für den Nachfolger SMDU verlangt. Bei dem dürften
> allerdings auch so einige Tantals verbaut sein. Selbst solche Hobel wie
> der Abgleichsender Grundig AS-5F wechseln ihren Besitzer für über 700
> Euro (200912433193). Schön für den Verkäufer, aber nichts für mich. An
Stimmt, komplette Funkmeßplätze werden meist ziemlich teuer. Warum der 
Grundig AS-5F so teuer geworden ist, kann ich allerdings nicht 
verstehen. Ein einzelner SMDF/SMDA ist meist für rund 200€ zu haben, 
allerdings fehlen dann Frequenzkontroller und Leistungsmeßadapter dazu.

Servus
Michael
OP #3180457
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Ralph Berres schrieb:
> Der SMDF ist weitgehend baugleich mit dem SMDA.
>
> Vielleicht sind diese Unterlagen besser zu bekommen.
>
> Die Reparauranleitung habe ich als PDF File. Nur nicht die Schaltbilder.
>

Hallo Ralph,

ja, diese Anleitung habe ich auch im Netz gefunden. Sie ist jetzt auch 
ganz nützlich gewesen, ebenso wie der Schaltplanauszug von technikus. Zu 
meiner großen Freude schwingt der ausgefallene Oszillator nun auch 
wieder. Betriebsspannung und Modulation lagen an, aber schwingen tat er 
nicht. Ich war schließlich drauf und dran den Fet zu tauschen. Der 
Komponententester in meinem Hameg meinte aber "sieht gut aus".  Das 
Auslöten von Bauteilen mit umgebogenen Anschlußdrähten aus der dicken 
Keramikplatte wollte ich ohne gescheite Entlötstation nicht riskieren, 
also habe ich nur nachgelötet und wieder eingebaut. Und Bingo - es piept 
wieder im Radio :-).
Anbei noch ein paar Impressionen von dem Oszillatorsegment. Habe nicht 
dran gekratzt, aber es schein entweder massiv, oder aber ziemlich dick 
vergoldet zu sein. Kupfer ist jedenfalls nicht zu sehen.  Eine 
Leiterplatte an der man nicht gespart hat :-). Da hat es in der 
Produktion sicher auch einige Platinenbohrer verschlissen, bei der 
Hartkeramik.

Gruß
Michael
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#3180770
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Michael H. schrieb:
> Eine
>
> Leiterplatte an der man nicht gespart hat :-). Da hat es in der
>
> Produktion sicher auch einige Platinenbohrer verschlissen, bei der
>
> Hartkeramik.

Das drückt sich auch in einer für einen analogen Oszillator exellenten

Frequenzstabilität aus. Ich hatte den SMDA auch mal. Die Drift war auch 
bei abgeschalteten Controller selbst bei 430MHz nach ca 15 Minuten 
kleiner als 100Hz/ Stunde

Der SMDU war ähnlich gut.

Ich kenne keinen anderen analogen Signalgenerator mit einer ähnlich 
kleinen Drift. Das war damals eine erstaunliche Leistung.

Ralph Berres

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