Gast
#3182321
Hallo, ich habe es jetzt schon mehrfach gehabt, dass Geräte (die mehr oder weniger gut geschirmt sind) durch massive Störaussendungen im Bereich 30-100 MHz aufgefallen sind. Das interessante dabei ist, dass die Störungen extrem von der Lage der Kabel und Massebänder auf dem Messtisch abhängen. Z.B. verschiebt ein leichtes Verbiegen des Massebandes um 1-2 cm den Peak von 52 MHz auf 45 MHz usw. Offensichtlich sind es Gleichtaktstörströme auf den Kabelschirmen und Massebändern, die hier die Abstrahlung verursachen, die Abstrahlung direkt vom Gerät ist wohl eher überschaubar. Die starken Freuqenzverschiebungen durch leichte Veränderung der Kabellage habe ich mir so erklärt, dass auf den Kabeln und Massebänder praktisch im gesamten Bereich 30-100 MHz Störströme fließen und je nach konkreter Führung ändert sich die Resonanzfrequenz der "Antennen", so dass dann bestimmte Frequenzen besser bzw. schlechter abgestrahlt werden. Diese Theorie konnte ich aber durch eine Messung der Störströme auf den Kabeln und Massebändern mittels einer Stromzange nicht bestätigen. Auch diese Spektren sind sehr selektiv, d.h. es gibt nur wenige sehr breitbandige Peaks zwischen 30-100 MHz aber keinesfalls einen nennenswerten Pegel im gesamten Bereich. So war z.B. ein starker Abstrahlungs-Peak bei 62 MHz nach einer leichten Verschiebung der Kabel nicht nur in der Abstrahlung, sondern auch im Störstromspektrum auf den Kabeln/Massebändern nicht wiederzufinden, d.h. er war weg! Und das kann ich mir nicht erklären, die Verlegung der Kabel kann doch eigentlich keinen Einfluss darauf haben, welche Frequenzen vom Prüfling überhaupt emittiert werden?