wo guten Phasenprüfer kaufen

Gast #3191371
Lesenswert?

Hallo

ich suche ein paar Schraubendreher mit Phasenprüffunktion. Wie kann ich 
erkennen ob die auch was taugen? Gibt es die Teile von bekannten 
Herstellern? Der letzte den ich hatte ist mir beim Festdrehen einer 
Schraube unter den Fingern auseinandergebrochen.
Wenn ich in der Bucht suche, finde ich die Dinger für zwischen 1€ und 
20€. Aber nur weil sie mehr kosten muss nicht heißen, dass sie auch 
besser sind...
Gast #3191426
Lesenswert?

Also ich hatte neulich einen von Hornbach (2 EUR), bei dem die Klinge in 
der Schraube einfach abgedreht wurde weil der ganze Schraubendreherteil 
aus Weicheisen oder Blei war.

Wohl vorsätzlich, damit man nicht den Plastegriff zerbricht, wie bei 
dir.

Es gibt wirklich üblen Ramsch.
(Firma: privatfrickler.de) #3191437
Lesenswert?

Schtrom schrieb:
> Hallo
>
> ich suche ein paar Schraubendreher mit Phasenprüffunktion. Wie kann ich
> erkennen ob die auch was taugen? Gibt es die Teile von bekannten
> Herstellern? Der letzte den ich hatte ist mir beim Festdrehen einer
> Schraube unter den Fingern auseinandergebrochen.
> Wenn ich in der Bucht suche, finde ich die Dinger für zwischen 1€ und
> 20€. Aber nur weil sie mehr kosten muss nicht heißen, dass sie auch
> besser sind...

stimmt. Hab einen von Wera und bin nicht glücklich damit. Die Idee, dass 
man mit einem Spannungsprüfer unbedingt auch Schrauben schrauben können 
muss, ist aber auch ein bisschen seltsam.

Wenn Du was hochwertiges willst, wie wäre es dann mit einem 
Schraubenzieher und einem zweipoligen Spannungsprüfer?

Vlg

 Timm
#3191480
Lesenswert?

Timm Reinisch schrieb:
> Die Idee, dass
> man mit einem Spannungsprüfer unbedingt auch Schrauben schrauben können
> muss, ist aber auch ein bisschen seltsam.

Ich nehme immer den Hammer, um die Schrauben einzuschlagen.

Die Klinge am Phasenprüfer ist nur dazu gedacht, um die Madenschrauben 
in den Lüsterklemmen fest zu ziehen. Für alles andere nimmt man einen 
richtigen Schraubendreher.
Gast #3191611
Lesenswert?

Klaus schrieb:
> Hier ist einer, allerdings ohne Schraubenzieher.
> http://www.fluke.com/fluke/dede/elektrische-messge...

kein schlechtes Ding. Der hat mir schon viel geholfen.
Und ja nimm einen von Fluke. Ich hatte zuerst einem vom Baumarkt, aber 
der hat keinen Funktionscheck beim einschalten. Also wenn nicht 
leuchtet, dann ist es spannungslos. Nur doof wenn die Batterien leer 
sind. Hat mich im übrigens ein Loch im Seitenschneider gekostet...

Allerdings ist ein Duspol trotzdem unerlässlich.
Gast #3191661
Lesenswert?

Dieter schrieb:
> Nur doof wenn die Batterien leer
> sind. Hat mich im übrigens ein Loch im Seitenschneider gekostet...

na da hattest du ja glück das nur dem seitenschneider was passiert ist. 
genau das ist das argument für einen einfachen phasenprüfer, keine 
batterie, kein elektronikkram der womöglich von leuten wie hier 
entwickelt wurde- eine grausige vorstellung;-)

elektrikergeselle
Gast #3191663
Lesenswert?

walTTer schrieb:
> na da hattest du ja glück das nur dem seitenschneider was passiert ist.
> genau das ist das argument für einen einfachen phasenprüfer, keine
> batterie, kein elektronikkram der womöglich von leuten wie hier
> entwickelt wurde- eine grausige vorstellung;-)

nein dafür macht man laut Lehrbuch vorher und nachher eine 
funktionsprüfung des Gerätest. Dann kann soetwas nicht passieren. 
(Zumindest ab 10kv mache ich das auch immer)
(Firma: privatfrickler.de) #3191722
Lesenswert?

walTTer schrieb:
> Dieter schrieb:
>> Nur doof wenn die Batterien leer
>> sind. Hat mich im übrigens ein Loch im Seitenschneider gekostet...
>
> na da hattest du ja glück das nur dem seitenschneider was passiert ist.
> genau das ist das argument für einen einfachen phasenprüfer, keine
> batterie, kein elektronikkram der womöglich von leuten wie hier
> entwickelt wurde- eine grausige vorstellung;-)

ja! Das mit der Batterie ist wirklich ein gravierender Nachteil! Vor 
allem im Privatbereich, wenn man nur noch 1x im Jahr so ein Teil braucht 
und dann für jeden Einsatz eine neue Batterie kaufen darf.

Zwei Fragen:
1. Mein Eindruck ist, dass es viele zweipolige Spannungsprüfer gibt, die 
keine Batterie brauchen, obwohl sie auch Anzeigen haben, das gilt zum 
Beispiel auch mindestens für einige Produkte mit der Marke „Duspol”?

2. Warum funktionieren denn diese Berührungslosen Dinger? So ganz 
verstehe ich das nicht. Einer der Vorwürfe gegen Phasenprüfer Modell 
„Lügenstift” ist doch, dass er auch Spannung anzeigen kann, wenn gar 
keine richtige Phase anliegt. (Kapazitive Einkopplung)

Das ist doch einer (nicht der Hauptgrund) der Gründe für die Verwendung 
eines Duspols, dass dieser die Leitung belastet und man so eine 
zuverlässigere Aussage erhält.

Sollte denn nicht ein berührungsfreier Spannungsprüfer genau das Problem 
des „Lügenstiftes” auch haben? Der belastet doch die Leitung ebenfalls 
nicht!

Sollte man da dann nicht, wenn man sich schon von der Glimmlampe 
verabschiedet gleich den Schritt zum zweipoligen Spannungsprüfer ohne 
Batterie gehen? Der hat doch eigentlich bei korrekter Anwendung nur 
Vorteile, oder?

Vlg

 Timm
Gast #3191747
Lesenswert?

> Wobei er das dann macht wenn du Schuhe mit Gummisohlen hast.

Eher nicht, denn die Freiraumkapazität des Menschen reicht der 
Glimmlampe als Gegenpol.

> Oder wenn jemand so blöd ist nicht an den oberen Kontakt zu fassen.

Sogar wenn jemand so blöd ist, den Phasenprüfer nicht in den 
Steckdosenkontakt zu halten.
#3191758
Lesenswert?

@ Timm Reinisch (treinisch)

>1. Mein Eindruck ist, dass es viele zweipolige Spannungsprüfer gibt, die
>keine Batterie brauchen, obwohl sie auch Anzeigen haben, das gilt zum
>Beispiel auch mindestens für einige Produkte mit der Marke „Duspol”?

Wo sit das Problem. Jedes altes MEssgerät mit Drehspulinstrument kann 
das, alternativ mit Glimm/Glühlampe.

>2. Warum funktionieren denn diese Berührungslosen Dinger?

Die detektieren das E-Feld.

>„Lügenstift” ist doch, dass er auch Spannung anzeigen kann, wenn gar
>keine richtige Phase anliegt. (Kapazitive Einkopplung)

Das machen die kontaktlosen Prüfstifte.

>Das ist doch einer (nicht der Hauptgrund) der Gründe für die Verwendung
>eines Duspols, dass dieser die Leitung belastet und man so eine
>zuverlässigere Aussage erhält.

Genau.

>Sollte denn nicht ein berührungsfreier Spannungsprüfer genau das Problem
>des „Lügenstiftes” auch haben? Der belastet doch die Leitung ebenfalls
>nicht!

Hat er.

>Sollte man da dann nicht, wenn man sich schon von der Glimmlampe
>verabschiedet gleich den Schritt zum zweipoligen Spannungsprüfer ohne
>Batterie gehen? Der hat doch eigentlich bei korrekter Anwendung nur
>Vorteile, oder?

Sicher.
Gast #3191841
Lesenswert?

Timm Reinisch schrieb:
> Einer der Vorwürfe gegen Phasenprüfer Modell
> „Lügenstift” ist doch, dass er auch Spannung anzeigen kann, wenn gar
> keine richtige Phase anliegt. (Kapazitive Einkopplung)

richtig und wenn der stift leuchtet fliest strom!! also vorsicht! 
natürlich kann ein phasenprüfer keinen duspol ersetzen. für mich ist der 
phasenprüfer meine lebensversichung. ich arbeite seit ca 40jahren im 
industriellen bereich. kabel mit leitungslängen von über 100m sind eher 
die regel, die dann auch noch in vollgepackten kabelbahnen liegen.
da kann man sich schon "einen fangen" auch wenn eine ader garnicht 
aufgelegt ist. im übriegen weiss man in so einem umfeld wie man einen 
phasenprüfer zu halten hat und man trägt selbstverständlich 
sicherheitsschuhe mit leitfähiger sohle.
Gast #3191928
Lesenswert?

In mein Chauvin Arnoux Multimeter haben sie so einen Detektor wie in dem 
Fluke Stift eingebaut. Zusätzlich hat das Multimeter noch einen 
Low-Impedance-Eingang für Wechselspannungsmessung, um bei der Messung 
nicht auf kapazitive Einkopplung hereinzufallen.
Gast #3192134
Lesenswert?

Harald Wilhelms schrieb:
> Viel schlimmer ist, das er manchmal  k e i n e  Spannung anzeigt,
> obwohl eine anliegt.


Jedes Messgerät kann einen unerkennbaren Defekt haben und keine Spannung 
anzeigen obwohl eine anliegt. Um das Risiko so klein wie möglich zu 
halten, müsste man vor jeder Messung eine Referenzmessung vornehmen.
Gerade deswegen verwende ich gerne den Lügenstift. Minimalistischer 
Aufbau und dadurch fast keine Fehlerquellen.
Außerdem kommt es darauf an, in welchem System ich arbeite bzw. mit 
welchen Spannungsbereichen ich es zu tun habe. Habe ich "nur" 230V vor 
mir, benutze ich den Lügenstift immer wieder mal. Bei 400V und darüber 
nehme ich andere Instrumente.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren