Hallo,
Ich würde gerne für eine Versorgung einer Schaltung eine Versorgung mit
einem externen Netzteil sowie auch eine Versorgung über USB planen. Das
externe Netzteil kann 9-30 V liefern. USB liefert ja bekanntlich 5V.
Kann ich diese beiden Spannung nun mit Hilfe von 2 Dioden parallel
schalten? Wenn beide Speisungen eingesteckt ist sollte das Gerät über
das externe Netzteil versorgt werden.
Nein, geht nicht mit dem LM1117.
Die Eingangsspannung sollte 15V nicht übersteigen.
Das Prinzip ist aber richtig, wenn du bei 30V Eingangsspannung auch die
Verlustleistung weg bekommst.
Stimmt das habe ich ganz vergessen. Was passiert den nun wenn ich ein
unstabilisiertes 9V Netzteil anhänge? Im ersten Moment ohne Last kann es
ja sein das da mehr als 15V anliegen. Verträgt der Regler dank der
Kondensatoren dies?
> Je nach Trafo ist die Leerlaufspannung ca. Faktor 1,5 bis 2 größer.
Wow, das ist ja mehr als beim Klingeltrafo.
Meinst du nicht eher 15 bis 20 Prozent mehr, je nach Grösse des Trafos.
Abdul K. schrieb:> Faktor 1,5 bis 2 größer.
Faktor 1.5 ginge ja noch. Faktor 2 würde auch gehen den die Surge
Voltage ist mit 20V angegeben. Oder ist damit etwas anderes gemeint?
MaWin schrieb:> eher 15 bis 20 Prozent mehr
Dann wäre es ja kein Problem.
Falls aber nun doch eine höhere Spannungsspitze käme, gäbe es da
irgendeine einfache Schutzschaltung? Z-Diode?
Nimm nen LM317 - den kannste auch auf 3,3V einstellen und der geht bis
etwas über 30V hoch. 5V auf 3,3 müsste auch gerade noch gehen.
Oder gleich nen Schaltregler, bei mehr als ein paar mA Stromaufnahme
empfiehlt sich das eh.
Wenn du eine Z-Diode nimmst, musst du den Strom dadurch begrenzen - die
hat eine Diodenkennlinie. D.h. nach Erreichen der Durchbruchspannung
fließt so viel Strom wie zur Verfügung steht, bis die Diode nicht mehr
zur Verfügung steht.
Oder nen geregeltes Netzteil...
Deneriel schrieb:> Nimm nen LM317 - den kannste auch auf 3,3V einstellen und der geht bis> etwas über 30V hoch. 5V auf 3,3 müsste auch gerade noch gehen.
Mit Diode dazwischen eher nicht. Auch sonst nur, wenn USB wirklich 5,xV
liefert - ist nicht so selbstverständlich.
MaWin schrieb:>> Je nach Trafo ist die Leerlaufspannung ca. Faktor 1,5 bis 2 größer.>> Wow, das ist ja mehr als beim Klingeltrafo.> Meinst du nicht eher 15 bis 20 Prozent mehr, je nach Grösse des Trafos.
Faktor 2 bei den ganz kleinen irgendwas 1W.
Deine 20% gelten für dicke.
A. K. schrieb:> Der LF33 schaltet zwar oberhalb von 18V ab, verkraftet aber immerhin> 40V. Für ein unstabilisiertes 9V Netzteil sollte das reichen.
Ist ja interessant. Wußte ich bislang nicht. Danke! Gleich mal schauen,
ob man das ausnutzen kann.
Das ganze wäre kein Problem, wenn das Netzteil etwa 6 Volt abgeben
würde. Wenn es mit beliebigen Netzteilen von 9 - 30 V betrieben werden
können soll, schalte in diesen Zweig doch einfach einen 7806
Spannungsregler davor. Mit einem großen Kühlkörper, wenn er den Rest von
30 Volt verbraten soll.
Jobst Quis schrieb:> Mit einem großen Kühlkörper, wenn er den Rest von 30 Volt verbraten soll.
Gerade im Winter kann das sehr angenehm als Kaffeetassenwärmer sein.
Ein LM317 wird nicht gehen, wenn die USB-Spannung nach einem Hub nur
noch 4,6V beträgt. Bei nur 20mA Laststrom und 25°C liegt die
Dropout-Spannung schon über 1,5V, dazu kommt noch die Vorwärtsspannung
der Diode. Du musst einen Low-Dropout-Regler nehmen. Der LF33 oder
LM1117-3.3 wären geeignet, aber auch dort wird es Eng, denn bei 200mA
liegt deren Dropout-Spannung auch bei 1,25V.
Zu Beachten ist halt noch die Spannungsfestigkeit, die bei den
Lowdrop-Reglern selten über 15V (LF33 16V, LM1117 15V) beträgt.
Eventuell kann man am Netzteil-Eingang noch mit einer Z-Diode
Überspannungen abfangen und im Vorwiderstand bereits einen Teil der
Verlustleistung verheizen.
Bei USB kann die Spannung laut Specs irgendwo zwischen 4,6V und 5,2V
liegen. Ich habe aber auch schon Ports gehabt, an denen nur 4,1V lagen,
für eine Maus reichts, den Stick auch, aber die Platte lief nicht an.
Stundenlanges Fehlersuchen...