Ich habe ihn jetzt bekommen und spiele seit Freitag ( 14.06 ) damit rum.
Für Hobby und Amateurzwecke völlig OK, für berufliche Servicezwecke auch
brauchbar.
Die Bedienung ist etwas umständlich, denn die "center frequency" und
alles Andere muss immer per Menü mit den "up" "down" Tasten eingetippt
werden.
Besser wäre eine Lösung, die bei direktem Druck auf die "Pfeiltasten"
z.B. 1er und 10er Schritte macht, ohne dass man jedesmal ins Menü
muss...
Die Frequenzanzeige vom Peakdetector ( Marker ) ist bei etwas breiter
eingestelltem "Span" ( z.B. Span=10 MHz ) sehr ungenau.
Es findet offenbar keine Frequenzmessung des Peaks statt, sondern nur
eine "in etwa" Anzeige wo der höchste Peak ist.
Bei schmalerem "Span" ist es hingegen auch zur Frequenzmessung
brauchbar.
Die Bedienung wäre mit einem Drehimpulsgeber ( JogShuttle ) wesentlich
komfortabler geraten. Die Tastenlösung finde ich etwas "hakelig".
Der Funktionsumfang ist für so ein kleines ( günstiges ) Gerät
erstaunlich vielfältig und wendet sich an Nutzer die mehr wollen als ein
Scanner-Empfänger mit Panoramaanzeige.
Die Firmware hat hier und da noch ein paar Stolpersteine.
Bei Betrieb als Handgerät ( ohne USB + Windows Software ) stört etwas,
dass man keine selbst erstellten Setups abspeichern kann.
Das geht aber, wenn man ihn über USB am Rechner hat.
Der RF Generator Modus ist bei der 15-2700 MHz Version ( 3G ) NICHT
verfügbar.
Das wird in der Anleitung nicht deutlich erwähnt, sonder ist nur in der
Modellübersicht erkennbar.
Dennoch gibt es im Menü diese Funktion, die dann aber per Popup anzeigt:
"Not available in this Modus" o.ä.
Die Windows Software ( RF Explorer Windows Client ) ist problemlos zu
installieren, wirkt allerding noch unausgereift.
So kann man z.B. per Windows gewisse Parameter einstellen, die es im
Gerätemenü selbst garnicht gibt.
Ebenso gibt es Funktionen, die man trotz Windows Verbindung nur am Gerät
verstellen kann, am Rechner aber nicht.
Der Test geht weiter...
Wenn ich so ein Gerät vor 10 oder 15 Jahren gesehen hätte, hätte ich (
als Funkamateur ) auch den dreifachen Preis bezahlt.
Alternativen gibt es nur aus dem Profibereich, wo man heute -mit Glück-
3000 bis 5000 Euro für ein Gebrauchtgerät hinlegt.
Der RF Explorer ist sicher noch durch bessere Software aufwertbar, aber
auch so sind die knapp 300 Euro nicht schlecht investiert.