Harry Up schrieb:
> Batteriesäure verdampft durch die Stöpsel. Nicht nur Wasser, es muss
> schon was säureartiges sein, ein Zewa zur Abdeckung oben drauf gelegt,
> verfärbte sich nach einigen Wochen in Richtung rosa (was auch immer das
> zu bedeuten hat) und zerfällt dann.
Das klingt schon plausibel. Schwefelsäure ist ja eher nicht flüchtig,
aber ab und an werden dann doch ein paar Schwefeltrioxidmoleküle in die
Luft gehen. Diese gehen dann auf die normale Oberflächen-Feuchtigkeit
des Küchentuchs und dann bildet sich mit den immer vorhandenen
Oberflächenwasser konzentrierte Schwefelsäure. Und die zersetzt ja ganz
gerne Papier und andere Cellulose.
Warum das zwischendurch Rosa erscheint muß ich spekulieren, vielleicht
Farbstoffe/Aufheller im Küchenpapier, die diesen Effekt bewirken.
Längerfristig sollte es ja dann mehr oder weniger in Kohlestaub enden.
Zur Ursprungsfrage würde ich aber sagen, dass die Handbücher für offenen
Batterien ja besagen, man soll den Flüssigkeitsstand überwachen und bei
Bedarf destilliertes Wasser nachgiesen.
Sollte ich noch morgen während der Arbeit an die Frage denken, schlage
ich kurz in meinem Chemiebuch (Holleman-Wiberg) nach, wo auch manchmal
solche durchaus interessante Details erötert werden.
Bei verdünnter Schwefelsäure sollte aber das Wasser schneller
verdunsten, d.h. verdünnte Schwefelsäure ist nicht hygroskopisch. Ich
kenne aber nicht die Konzentrationsgrenze. Bei der Autobatterie sollte
es keine Rolle spielen, da man ja immer nur gelernt hat Destilliertes
Wasser zuzugeben und nicht etwas von der Batterie abzusaugen.