Bezugsquelle Ferrit-Antennen

OP #3201215
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Hallo allerseits,

kennt jemand eine gute Bezugsquelle für kleine Ferritantennen für 
Leiterplattenmontage? Ich weiß die Frequenz ist unüblich hoch, aber ich 
suche etwas für 13,56MHz. Ferrit-Stab Anbieter finde ich genügend, aber 
eigentlich würden wir gerne etwas fertig von der Stange kaufen.

Gruß,
Nikias
#3201711
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B e r n d W. schrieb:
> Wie wärs mit einer UKW-Drossel

Hallo!
Nur weil ein Bauelement eine Wicklung hat, kann man es nicht einfach 
überall als Induktivität einsetzen.
Das Kernmaterial von Drossel-Induktivitäten wird auf maximale Verluste 
im angepeilten Frequenzband entwickelt und ausgewählt. Deshalb nimmt man 
Sinterwerkstoffe, damit für Gleichfelder keine Sättigung auftritt. Das 
ist für Schwingkreis-Induktivitäten oder Speicher-Induktivitäten alles 
Andere als optimal.

Warum nicht gleich einen 100er Nagel als Spulenkern empfehlen?
#3201726
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Eine fertige Antenne ( bewickelt ) wird schwer zu finden sein.
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine fertig bewickelte Antenne für den 
Anwender genau 1mm zu gross ist, ist so hoch, dass man üblicherweise 
sowas als "custom made" in Auftrag geben muss.
Die exakt gewünschten Daten der Antenne muss der Kunde dann natürlich 
wissen und Angeben.
Wird teuer.
#3201841
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N. K. schrieb:

> kennt jemand eine gute Bezugsquelle für kleine Ferritantennen für
> Leiterplattenmontage? Ich suche etwas für 13,56MHz.
> Ich weiß die Frequenz ist unüblich hoch,

Deshalb wirst Du da wohl auch nichts fertiges finden. Selbst wenn
Du nach leeren Ferritstäben suchst, musst Du darauf achten, ob sie
für diese hohe Frequenz geeignet sind.
Gruss
Harald
#3201859
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Hallo Nikias

Stabdrosseln gibt es in Ferrit und in Eisenpulver-Ausführung. Sieh Dir 
z.B. mal die Drossel "MESC 5R0M-YY" von Fastron an:
http://www.fastrongroup.com/image-show/31/MESC.pdf?type=Complete-DataSheet&productType=series

Der Kern besteht aus Eisenpulver mit einer Abmessung von ca. 20x5mm. Bei 
der Eigenresonanz beträgt die parasitäre Kapazität ca. 2pF. Mit weiteren 
20-30pF verschiebt sich die Resonanz in den gewünschten Bereich. Die 
Resonanzspitze sieht recht schmal aus, was auf eine ausreichende Güte 
schließen lässt.

Eine andere Frage ist allerdings, ob bei der Stabdrossel das magn. Feld 
in der gewünschten Richtung verläuft.
#3201915
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Die Frequenz ist aber noch im Rahmen des machbaren.
Kürzlich hatte ich eine Fernbedienung für einen Garagentoröffner 
repariert.
als Antenne ist dort ein ca 10mm dicker und 50mm langer Ferritstab 
eingebaut.
Bewickelt mit ca. 6Wdg. CuL.
Das Teil läuft auf 40,68MHz.
Derartige Antennen kannte ich bisher nur für max. 27MHz.
#3202041
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Nicht alles was produziert wird, ist auch sinnvoll und durchdacht.
Der Sinn eines Ferritkerns ist ja sein µ_r bei der gewünschten Frequenz, 
und das geht je nach Material schon im Kurzwellenbereich stark herunter. 
Dazu gibts von den Herstellern Kurven, ich denke da an gutes altes 
Siemens-Material mit Namen wie N22 oder U17 (heute vermutlich Epcos).
Die Stabform macht natürlich auch was aus, ist eigentlich ungünstiger 
für hoche Induktivitätswerte als gedrungene Bauformen.
Gast #3202498
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N. K. schrieb:
> kennt jemand eine gute Bezugsquelle für kleine Ferritantennen für
> Leiterplattenmontage? Ich weiß die Frequenz ist unüblich hoch, aber ich
> suche etwas für 13,56MHz. Ferrit-Stab Anbieter finde ich genügend, aber
> eigentlich würden wir gerne etwas fertig von der Stange kaufen.

Als Empfangsantenne nehme ich an... ?!

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