Bis zu welcher Stromstärke ist Gleichstrom ungefährlich?

Gast #3206342
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Hallo,

bis zu welchem Schwellwert ist Gleichstrom gänzlich ungefährlich, d.h. 
verursacht auch bei dauerhafter Körperdurchstromung keine 
gesundheitlichen Schäden (z.B. durch Blutelektrolyse)?

Oder kann man sagen, ein Gleichstrom, der so klein ist, dass man ihn 
nicht merkt, schadet dem Körper auch nicht, selbst wenn er über längere 
Zeit (Minuten, Stunden) fließt?

In einer Schrift der BG ETEM habe ich ein Diagramm gefunden, dass sagt, 
dass Gleichstrom unterhalb von 2 mA auch bei dauerhafter Einwirkung 
unbedenklich ist. Woanders habe ich gelesen, dass die Wahrnehmschwelle 
schon bei 500 µA liegen kann.
#3206352
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Das wird sicherlich konträr Diskutiert und es gibt vmtl. auch immer 
wieder neue Studien die den einen oder anderen Grenzwert als fatal oder 
eben nicht fatal beschreiben.

Wenn man bedenkt, dass unsere Nervenimpulse auch nichts anderes sind als 
schwache Ströme im Nano- bis Microamperebereich, stellt sich wirklich 
die Frage, welche Höhe und Einwirkdauer für den Organismus fatal oder 
zumindest irreparabel schädigend ist?

Bis Dato ist mir persönlich allerdings keine einzige dieser Studien in 
die Hände gefallen. :-(
#3206710
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Christian schrieb:
> In einer Schrift der BG ETEM habe ich ein Diagramm gefunden, dass sagt,
> dass Gleichstrom unterhalb von 2 mA auch bei dauerhafter Einwirkung
> unbedenklich ist. Woanders habe ich gelesen, dass die Wahrnehmschwelle
> schon bei 500 µA liegen kann.

Beides schließt sich doch nicht aus. Einen Stromfluss unter 0,5mA 
bekomme ich als Mensch gar nicht mit. Und 2mA bekomme ich mit, das es 
vielleicht etwas kribbelt, aber muss ja noch nicht schädlich sein. Aber 
wie alle vorher schon geschrieben haben, Irgendwo ist doch alles auf 
Dauer gesehen schädlich, selbst essen und trinken kann bei zu großer 
Einwirkdauer schädlich für den Menschen sein :-)


Dennis
Gast #3212323
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Jeder Strom der wirklich im Gewebe wirkt ist schädlich.
Ob das nun 5000A sind die das Gewebe um den Kohlenwasserstoffanteil 
erleichtern oder 5mA die zehntausend Jahre lang zu Vergiftungen führen 
bleibt sich gleich.
Der Strom muß halt fließen ...
#3212364
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Es lässt sich eben absolut nicht garantieren dass etwas ungefährlich 
ist, schon gar nicht wenn kaum Erfahrungen vorliegen. Die 
Berührungsspannungen sind meines Wissens nach für einen minimalen 
Körperwiderstand von 1k berechnet, 60 Volt würden dann maximal 60 mA 
entsprechen. Dabei geht man aber davon aus dass bei entsprechendem 
spürbaren Stromfluss die Berührung gemieden wird, das sind also nur 
Werte für ausgesprochen kurze Einwirkung.

Geht es um Messströme, wie für Hautwiderstand oder ähnliches, würde ich 
persönlich maximal etwa 1/100 der Reizschwelle, also 5-10µA, anpeilen. 
Wieder ohne Garantie dass das unschädlich ist wenn man es sich 24/7 
anklemmt.
#3212387
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Fritz schrieb:
> Sandra Martinez schrieb:
>> Mhhhh maximale Berührungsspannung:
>> AC 50 Volt
>> DC 120 Volt
>
> Es wurde aber nach einem STROM gefragt!

Die Volt tun weh und die Ampere machen kaputt :-)

Zu meiner Jugendzeit war es immer die Mutprobe schlechthin am 9V Block 
zu "schlozen" oder nen Piezozünder aus 'nem Feuerzeug zwischen den 
Fingern zu zünden. Auch wer als Kind eine feste Spange in Verbindung mit 
Amalgamplomben hatte wusste dass das essen von säurehaltigen 
Lebensmitteln (Nektarinen, Annanas & Co ) zu Schmerzen führt. Wenn ich 
mich recht entsinne gab's früher(tm) im Tabellenbuch Elektrotechnik 
Diagramme zu "Schutzbedarf und Gefährdung von/durch elektrischer 
Anlagen" in Abhängigkeit von Spannung UND Strom.
Gast #3212458
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ah. schrieb:
> Naja. Elektrolyse wirkt integrierend. Dh nach einer gewissen Zeit ist
> alles schaedlich, ausser der Schaden wird schneller repariert als er
> auftritt.

Eben. Elektrolyse wirkt nur integrierend, wenn es keine Abbauprozesse 
für die Produkte gibt. Gase können sich z.B. wunderbar in Flüssigkeiten 
lösen, mit diesen abtransportiert werden und abgeatmet werden.

Christian schrieb:
> Woanders habe ich gelesen, dass die Wahrnehmschwelle
> schon bei 500 µA liegen kann

Die Wahrnehmungsschwelle ist je nach Region unterschiedlich, insofern 
ist es kein Wunder, wenn dir unterschiedliche Werte begegnen. Und die 
Wahrnehmung muß nicht unbedingt etwas mit der Gefährlichkeit zu tun 
haben. Beides hängt von der Region ab.
Gast #3212483
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Schonmal was von Iontophorese gehört?
http://de.wikipedia.org/wiki/Iontophorese
Da nutzt man Gleichstrom um Medikamente schneller in den Organismus zu 
bekommen (nutzt man z.B. mit Diclofenac aka Voltaren).
Da gibts die Regel unter Physiotherapeuten, dass 1mA pro 10x10cm 
Elektrodenfläche maximal, sonst kommt es zu Verätzungen der Haut.
Gängige Ströme liegen im Bereich 2mA und das über 20 Minuten, man merkt 
das nicht und es ist ungefährlich.
Meine Antwort auf die Frage wäre daher: Kommt auf die Größe der 
Elektrode und Einwirkungszeit an.
Gast #3213886
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Flex schrieb:
> Sandra Martinez schrieb:
>> Mhhhh maximale Berührungsspannung:
>> AC 50 Volt
>> DC 120 Volt
>
> wenn du ac und dc vertauschst kanns stimmen.Ich glaub es waren aber
> sowas wie 30 oder sogar nur 15 v DC

Wenn ich ma gerade drüber nachdenke! ist es nich eigentlich falsch zu 
sagen 120V AC weil doch AC für alternating current steht. Müßte doch 
eher AV heißen. oder?
(Das einem das erst nach 5 Jahren E-Technikstudium auffällt! peinlich!)

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