Alex schrieb:
> ich fliege für zwei Jahre nach Afrika und dort bricht der Netzstrom
> öfter am Tag.
Der Transport von touristenunüblichem technischem Equipment könnte sich
problematisch gestalten. Wer noch nicht mit afrikanischen Verhältnissen
vertraut ist, sollte sich auf eine allgegenwärtige Korruption
einstellen, die nicht nur das Geschäftsleben vollständig durchdringt,
sondern auch bis ins hinterste Privatleben hineinreicht!
Besonders ausgeprägt in Schwarzafrika, ist dies ein ganz normaler
Bestandteil des Soziallebens. Jeder, wirklich jeder, nutzt seine
Position – ohne jegliches Unrechtsbewusstsein - konsequent und
rücksichtslos aus, um sich persönliche Vorteile zu verschaffen. Ein tief
verwurzeltes, archaisches Verhalten: "wenn du deine Jagdbeute nicht
herausgibst, dann schlage ich dir mit meiner Keule den Schädel ein".
Durch längere Aufenthalte in Asien hatte ich durchaus Erfahrung mit der
Bestechung von Polizisten, Immigration-Beamten, Zöllnern. Was ich aber
in dieser Hinsicht in Afrika erleben musste, verschlug mir oft die
Sprache.
Beim Einchecken auf dem Flughafen von Lagos (Nigeria) hatte ich
beispielsweise solch ein spezielles Erlebnis. Dort wurde von jedem
Passagier ohne irgendeine Begründung die Entrichtung eines Geldbetrags
gefordert. Ein Afrikaner in der Warteschlange wies mich dezent darauf
hin, dass man nur dann mitfliegen könne, wenn man den "family support"
bezahlt...
Richtig übel dagegen spielten uns skrupellose Provinz-Polizisten in
Benin mit. Sie setzten meinen Kollegen und mich unter einem Vorwand
fest, filzten uns samt PKW und pressten uns exakt die Hälfte unseres
Bargeldes ab.