Hallo Leute, habe heute mal den Widerstand von Destwasser mit dem
unseres (offiziell sehr harten) Leitungswassers verglichen.
Ergebnis bei gleichen Elektrodendaten:
Destwasser ca. 300KOhm
Leitungswasser ca. 200KOhm
Hätte ehrlich gesagt einen z.B. 100fach höheren Widerstand des
Destwassers erwartet. Zahlt man beim Destwasser praktisch nur einen
Kanister voll guten Glauben, oder sagt die Leitfähigkeit gar nichts aus?
Natürlich gibt es so Messeinheiten wie Siemens/cm, aber das kann ja auch
nur eine Einheit des Widerstands sein.
Beim destillierten Wasser geht es nicht um den Widerstand, es geht um
die Verunreinigungen, und das sind nicht alles Salze.
Koch mal 10 Liter Leitungswasser und 10 Liter Destilliertes Wasser ein
und schau dann mal was übrig bleibt.
Panzerwaschanlage Spandau schrieb:> Hätte ehrlich gesagt einen z.B. 100fach höheren Widerstand des> Destwassers erwartet.
Das zeigt, dass du keine Ahnung von Chemie hast.
> Natürlich gibt es so Messeinheiten wie Siemens/cm, aber das kann ja auch> nur eine Einheit des Widerstands sein.
Das zeigt, dass du keine Ahnung von Physik hast.
So entstehen Verschwörungstheorien.
Destilliertes Wasser ist doch nichts besonderes.
Besser ist Reinstwasser. Das wird noch durch ein Ionentauscher,
Aktivkohle und durch andere verfahren gejagt. Danach hast du fast reines
H-O-H fast ohne Verunreinigungen.
Alles nur eine Geldfrage.
Wenn du es wirklich seeeehr rein brauchst:
Wasser "TRACEPUR" für die anorganische Spurenanalyse (36 Elemente mit
jeweils <1ppb zertifiziert) 5 Liter für schlappe 372,33€ (exkl.)
Wem das zu dreckig ist kann ja noch:
Wasser "ULTRAPUR" ordern (60 Elemente zertifiziert zwischen <0,01 bis
<0,5 ppb) als Schnäppchen für 172,03 / Liter (als 860,15 für den 5L
Kanister)
>> Destwasser ca. 300KOhm> Leitungswasser ca. 200KOhm>
Wie hast Du das gemessen? Insbesondere Verunreinigungen an Elektroden
oder Behältern sollten den Wert ordentlich beeinflussen.
Viele Grüße
Nicolas
>Das zeigt, dass du keine Ahnung von Chemie hast.>Das zeigt, dass du keine Ahnung von Physik hast.
Warum eigentlich immer so blöde Antworten ?
Wenn ich mit einem Kollegen rede und der frägt mich
"...Hätte ehrlich gesagt einen z.B. 100fach höheren Widerstand des
Destwassers erwartet...."
Dann sag ich zu dem ja auch nicht "Das zeigt, dass Du keine Ahnung hast
.."
-kopfschüttel-
Chris B. schrieb:> Alles nur eine Geldfrage.> Wenn du es wirklich seeeehr rein brauchst:>> Wasser "TRACEPUR" für die anorganische Spurenanalyse (36 Elemente mit> jeweils <1ppb zertifiziert) 5 Liter für schlappe 372,33€ (exkl.)>> Wem das zu dreckig ist kann ja noch:> Wasser "ULTRAPUR" ordern (60 Elemente zertifiziert zwischen <0,01 bis> <0,5 ppb) als Schnäppchen für 172,03 / Liter (als 860,15 für den 5L> Kanister)
Wehe Du machst den Deckel auf ... dann ist das Wasser schon dreckiger.
Markus Müller schrieb:> Wehe Du machst den Deckel auf ... dann ist das Wasser schon dreckiger.
Deshalb verwendet man solche hochreinen Wasser nur in Reinräumen.
Basti schrieb:> Besser ist Reinstwasser.
Reinstwasser ist chemisch übrigens erataunlich agressiv. Ich habe
damit mal meine Schuhsohlen gereinigt. Zwei Tage später waren diese
völlig zerbröselt.
Gruss
Harald
hinz schrieb:> Das zeigt, dass du keine Ahnung von Chemie hast.
Deine Antwort auch.
Als der alte Wilsdruffer Sender hier noch stand (wenn auch nicht
mehr in Betrieb), hat uns jemand, der früher dort Wartungs- und
Bedienpersonal war, eine Führung gegeben.
Das war ein 250-kW-Sender, und die Röhren (4 an der Zahl, zwei
für die Senderendstufe, zwei für die Modulationsendstufe) hatten
wassergekühlte Anoden. Klingt einfach, bis zu dem Zeitpunkt, da
man sich vergegenwärtigt, dass diese Röhren mit einigen kV
Anodenspannung betrieben werden, der Rest des Kühlwassersystems
jedoch natürlich Erdpotenzial hat. Das Kühlwasser selbst muss daher
die nötige Isolation erbringen, und genau dafür haben sie sich ihr
Wasser selbst destilliert. Die Qualität des Destillats wurde sehr
wohl nach der spezifischen Leitfähigkeit bestimmt; diese musste
gering genug sein, damit man es benutzen kann. Die Anodenspannung
ist schließlich Gleichspannung, und die bei Vorhandensein von Ionen
sofort einsetzenden galvanischen Prozesse zerstören sonst in kürzester
Zeit das Kühlsystem.
Sie haben auch mal einen Ionentauscher ausprobiert, aber die Qualität
des damit erzeugten deionisierten Wassers war bei weitem nicht
ausreichend. Also haben sie weiter destilliert …
Vermutlich wird der TE einfach deionisiertes Wasser benutzen. Der
wesentliche Zweck dort ist ja, eine möglichst rückstandsfreie
Verdunstung zu haben, das genügt für die meisten Anwendungen völlig.
In der Uni hatten wir früher eine DI-Wasserleitung (mit eigener
Deionisationsanlage im Dachboden), damit war das komplette
Chemielabor zufrieden.
Jörg Wunsch schrieb:> Vermutlich wird der TE einfach deionisiertes Wasser benutzen.
Denke ich auch.
Das was in den Drogeriemärkten verkauft wird, ist meistens deionisiertes
H2O. Es wird trotzdem als H2Odest verkauft, damit die Hausfrauen/männer,
die das für ihre Bügeleisen brauchen, mit dem Begriff was anfangen
können. "Destilliert" hat jeder schon mal gehört und kennt es noch aus
der Schule.
Fra Nk schrieb:> Harald Wilhelms schrieb:>> meine Schuhsohlen gereinigt>> Normales Wasser ist zu dreckig für Deine Schuhe?
Ich wollte meine Sicherheitsschuhe im Reinraum benutzen, um einen
2t-Tisch umzusetzen.
Gruss
Harald
Fra Nk schrieb:>> im Reinraum benutzen>> -> Isopropanol
Das Alkohol teilweise Kunststoffe angreift, war mir bekannt. Bei
destilliertem Wasser hätte ich das nicht vermutet. Ausserdem
war das Wasser leichter erreichbar (direkt aus einem speziellen
Wasserhahn)
Gruss
Harald
PS: Die Schuhe waren nicht besonders verschmutzt, da ich sie
vorher nur innen benutzt hatte. Trotzdem wollte ich sie für
den Reinraum zusätzlich säubern. Normalerweise tragen wir im
Reinraum spezielle Schuhe, die den Reinraum nicht verlassen.
Wenn du einfach dein Multimeter an zwei Elektroden in einem offenen
Gefäß angeschlossen hast, misst du nur Hausnummern.
Bei Leitfähigkeitsmessungen mit Gleichstrom tritt in ionenleitenden
Flüssigkeiten "Polarisation" auf, die dein Messergebnis völlig
unbrauchbar macht. Leitfähigkeitsmessgeräte messen deshalb normalerweise
mit Wechselstrom (ca. 1-5 kHz).
Bei Rein- und Reinstwasser löst sich das CO2 der Luft im Wasser, der
Widerstand sinkt deshalb in kurzer Zeit stark ab. Beispielsweise beträgt
der Widerstand von höchstreinem Wasser 18,2 MOhm.cm bei 25°C. Dieser
Wert sinkt in einem offenen Gefäß innerhalb von 1-2 Minuten auf 1-2
MOhm.cm
Aus diesen Gründen benötigt man schon ein vernünftiges
Leitfähigkeits-Messgerät, um Wasserqualitäten korrekt beurteilen zu
können. Für höchstreines Wsser muss man sogar Durchflussmesszellen ohne
Atmosphärenkontakt verwenden, in einem offenen Gefäß kann man wegen des
CO2 aus der Luft nicht korrekt messen. Temperaturkompensation ist
sowieso Pflicht, weil der Widerstand von Wasser auch noch sehr stark
temperaturabhängig ist.
Was jetzt die Einheiten bei Leitfähigkeitsmessungen in Flüssigkeiten,
speziell bei Rein- und Reinstwasser angeht, gemessen wird in MOhm.cm
(Widerstand) oder µS/cm (Leitfähigkeit).
MOhm.cm gibt den Widerstand in MOhm an, den eine würfelförmige Messzelle
mit 1cm Kantenlänge hat, wobei zwei gegenüberliegende Würfelflächen als
Elektroden mit jeweils 1cm² Fläche ausgebildet sind.
Eine solche Messzelle hat einen Widerstand von 18,2 MOhm, wenn sie mit
höchstreinem Wasser bei 25°C gefüllt wird. µS/cm (MikroSiemens pro cm)
wäre dagegen die Leitfähigkeit dieser 1cm großen Messzelle.
µS und MOhm werden einfach durch den jeweiligen Kehrwert berechnet. Wenn
K für die Leitfähigkeit steht und R für den Widerstand, gilt also:
R=1/K und K=1/R.
Zu den typischen Werten für diverse Wasserqualitäten bei 25°C:
Normales Trinkwasser: 100 - 1500 µS/cm je nach Härte und Mineralgehalt
Wasser aus Revers-Osmose-Anlagen: 10-50 µS/cm
VE-Wasser (z.B. das "destillierte" Wasser aus dem Baumarkt): ca. 1-10 µS
Aqua Purificata aus der Apotheke: ca. 1µS
Höchstreines ("ultrapur") Wasser: 0,055 µS/cm oder 18,2 MOhm.cm
Gruß
Andreas
Martin Schwaikert schrieb:> Markus Müller schrieb:>> Wehe Du machst den Deckel auf ... dann ist das Wasser schon dreckiger.>> Deshalb verwendet man solche hochreinen Wasser nur in Reinräumen.
Wir hatten 18MOhm-Wasser für die Halbleiterforschung. Das
Aufbereitungsgerät war so groß wie ein Schrank. Die Leitungen waren alle
aus Kunststoff. Ein Abfüllen in einen Metallbehälter hätte das Wasser
sofort versaut.
Man sollte sich vielleicht einen Ueberblick goennen, was die
verschiedenen Wasser enthalten koennen
Dest. Wasser : keine Salze, aber vielleicht fluechtige
organische Verbindungen, weil :
Alkohol kann mitdestillieren.
Deionisiertes Wasser : keine Salz Ionen, aber vielleicht
organischer Siff, es wird ja nicht mal destilliert.
Guido B. schrieb:
(Destwasser)
> @Dirk J: Das ist eine leider typische Schwachmatenantwort. Troll dich!
Das ist keine "Schwachmatenantwort", sondern es ist eine
Schwachmatenbezeichnung für destilliertes Wasser, aber es gibt immer
wieder faule Leute, die Wörter nicht komplett ausschreiben. Das sind
auch diejenigen, die Compi, Läppi, Transi, Kondi und ähnlichen
Schwachsinn absondern. Aber wahrscheinlich gefällt Dir die Babysprache
;)