Hallo,
ist es realistisch im Tonertransferverfahren eine Platinen für einen
PIC32MX795F512
im 64 Pin TQFP Package selbst anzufertigen?
Gelötet habe ich die schon erfolgreich, bleibt die Frage nach einer
Homemade Platine.
Danke für Eure Einschätzungen und Erfahrungen.
Platinen für MLF-Chips mit 0.5mm Pitch sind schon machbar, wichtig ist
nur dass der Toner nicht zerläuft.
Es lohnt sich für mich einfach nicht 10 Platinen in China fertigen zu
lassen, dabei 15 Euro auszugeben und 2 bis 4 Wochen zu warten. Da geht
es bedeutend schneller und billiger die eine Platine zu Hause zu ätzen.
@6502oldpapa (Gast)
>Falk, bezog sich Deine Antwort jetzt auf das Löten oder die>Platinenherstellung?
Beides ;-)
0,5mm Pitch Löten braucht Erfahrug und gutes Flußmittel.
6502 Old Papa schrob:
>Meine Tochter spielt Geige ;-)
Das spielt keine Geige, ob Deine Tochter Geige spielt. Wichtig ist, daß
sie Dir genug Kolophonium abgibt.
;-)
MfG Paul
@ 6502oldpapa (Gast)
>gibt's da besseres als Kolophonium ?
Sicher, Flußmittelgel. Wie das flutscht wenn es das richtige ist, sieht
man hier.
http://www.youtube.com/watch?v=wQXhny3R7lk
Siehe auch SMD Löten
6502oldpapa schrieb:> ist es realistisch im Tonertransferverfahren eine Platinen für einen> PIC32MX795F512> im 64 Pin TQFP Package selbst anzufertigen?
Beim 44-pin-Gehäuse (atmel 8535) schaff ich es selbst, allerdings
verwende ich da mein eigenes selbst hergestelltes Tonertransfer-Papier -
und da bin ich wohl an der Grenze.
Fotolack-Technik dürfte eventuell bis zu TQFP64 reichen, aber da fehlt
mir die entsprechende Erfahrung.
Hans Jelt schrieb:> Es lohnt sich für mich einfach nicht 10 Platinen in China fertigen zu> lassen, dabei 15 Euro auszugeben und 2 bis 4 Wochen zu warten. Da geht> es bedeutend schneller und billiger die eine Platine zu Hause zu ätzen.
Dann kauf bei Ebay doch einfach Adapter und löte den Chip mit Adapter in
Deine Platine (z.B. sowas:
http://www.ebay.de/itm/Aptinex-TQFP-64-32-44-pin-to-DIP-adapter-/181038226948?pt=LH_DefaultDomain_0&hash=item2a26b81e04
)
Ich hab mir einen ähnlichen aus Malaysia bestellt und der war nach
vier/fünf Tagen da - zu meiner großen Überraschung.
Peter R. schrieb:> Fotolack-Technik dürfte eventuell bis zu TQFP64 reichen
Ich habe auch schon Platinen für QFN mit 0,5-mm-Raster selbst
gemacht, allerdings waren es jeweils nur einfache Testplatinen, bei
denen wenige der Pads zu verlöten waren, der Rest hatte nicht
interessiert für diese Anwendung. QFP oder TSSOP ist da etwas
einfacher, weil die Pins zumindest auf die Lötfläche ragen (die
kleinen Seitenflächen bei QFN haben keine garantierte Lötfähigkeit).
Auf industriell hergestellten Platinen mit Lötstopplack macht es auf
jeden Fall mehr Spaß.
Meine Erfahrungen bis TQFP mit 0,8mm und TSOP mit 0,65mm waren
akzptabel, wobei ich denke die Grenze dürfte bei meinem Drucker bei
0,5mm liegen.
Gegenfrage: Warum probierst du es nicht einfach aus? Die Kosten halten
sich in Grenzen (nur etwas Platinenmaterial), sofern Laserdrucker und
Bügeleisen vorhanden sind.
Grüße.
Bügeln würde ich das nicht mehr wollen. Da fand ich schon QFN20@0.5
grenzwertig. Mit Laminator ist TQFP64@0.5 okay. Kritischer wird's erst
drumrum. Einseitiges Fanout ist nur bedingt angenehm, ein paar
Drahtdrücken werden sich kaum vermeiden lassen. Die gehen aber nicht
unter dem TQFP. Bleiben also nur die Ecken, um nach innen rauszukommen.
Weiß nicht wie es anderen geht, aber bei mir ist da bei zwei Traces pro
Ecke Schluss. Also lieber zweiseitig, was aber auch je nach Duko-Technik
von Hand nur bedingt angenehm ist. Der Versuch mit Nieten unter so einem
Bauteil steht bei mir noch aus.
Malte S. schrieb:> Drahtdrücken werden sich kaum vermeiden lassen. Die gehen aber nicht> unter dem TQFP.
Draht-Durchkontaktierungen unter einem QFP habe ich schon gemacht.
Muss man halt am Ende das überstehende Lot etwas abfräsen.
Ich drucke immer auf handeluebliches Transparentpapier mit einem HP
Laser Jet 5. Dann auf Fotopositiv beschichtete Bungardplatinen. Die
0.5mm TQFP lassen sich einwandfrei aetzen.