Hi,
ich hab keine Lust meine Platine selbst zu löten oder auch ätzen zu
lassen.
Momentan habe ich einfach ein kleines Bread Board verwendet, darauf
sitzt ein fertiger Arduino Micro, sodass ich nur noch ein Bischen
Peripherie habe -- also eine ganz kleine Schaltung die mit wenig
Schaltlitze umzusetzen ist.
An Poti's und Schalter, die klassische Lötpins haben, habe ich kleine
Lüsterklemmen geschraubt. Der Arduino Micro hält bereits bomben fest im
Breadboard.
Das Breadboard ist rückwärtig klebbar und klebt im passenden
Plastik-Gehäuse.
Nun sind nur noch die Schaltlitzen-Steckverbindungen, Mosfets und
Kohleschichtwiderstände gefühlt zu lose im Bread Board befestigt.
Überkopf-Rütteln würden sie nicht aushalten.
Daher hatte ich die Idee des Heißklebers. Damit könnte ich sie
isolierend befestigen.
Insgesamt denke ich hat diese Lösung sogar einige Vorteile gegenüber
klassischem Löten auf einer Lochrasterplatine oder Platine ätzen lassen:
- Weniger Probleme mit HF/EM-Einstreuung
- Ohne entlöten lassen sich die Steckverbindungen später modifizieren
(einfach reparieren)
- Die Kabelverbindungen sind trotzdem stabil
- Da die Verflüssigung des Heißklebers bei 200°C+ einsetzt, sollten
sogar Leistungs-Mosfets an den Pins klebbar sein
- Keine Gefahr von Beschädigung der Bauteile beim
Einlöten/Lötbruchstellen etc.
- Die Verbindungen sind durch Lüsterklemmen und Heißkleber ausreichend
stabil und zusätzlich isoliert
Was fällt euch ein, was an dieser außergewöhnlichen Herangehensweise
tatsächlich negativ zu bewerten wäre?
Alternative zu Heißkleber wäre ein Epoxidharz-Bad :-) (nur bis auf das
Level des Breadboards, nicht die Bauteile baden, ist klar... ;)
Bin gespannt was ihr meint!
dev schrieb:> ich hab keine Lust meine Platine selbst zu löten oder auch ätzen zu> lassen.
deine Schaltung-Beschreibung klingt so, als ob es keine speziellen HF-
Oder Platz-Anforderungen hat, also insbesondere auch keine designte oder
geätzte Platine benötigt.
Potis mit Lüsterklemme, mit Heißkleber Bauteile im Breadbord fixieren
... das hört sich total gruselig an.
Kennst du Lochraster-Platinen? Die würden sich für dein Vorhaben gut
eignen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Lochrasterplatine#Prototypen
Woher kommt deine Löt-Phobie? Da am Lötkloben wo der Stecker ist, ist
das kalte Ende. Wenn man den Stecker in die Steckdose oder den Trafo
steckt, wirds am anderen Ende heiß. Nun noch ein bischen Lötzinn an
Spitze und das Bauteil und Platine, und fertig ist die Sache, ganz ohne
Heißkleber ;-)
Löten ist doch auch nur so eine Art heiß kleben, nur halt leitend und
etwas stabiler.
Platine ätzen muss nicht sein - da gibt es reichlich alternativen, z.B.
Lochraster oder Deadbug/Manhattan Style auf einer durchgehenden Cu
Platine. Das geht dann im Gegensatz zum Steckbrett sogar für HF und mit
SMD Bauteilen.
Schonmal Heißkleber im Autoinnenraum verwendet? Dann weißt du, dass weit
unter 200 Grad sich das Zeug verflüssigt. Da reicht ein sonniger Tag bei
Innenraumtemperaturen von 80-90 Grad.
Natürlich ist es vorstellbar, auch längerfristig eine Schaltung auf
einem Breadboard zusammengesteckt lauffähig zu halten. In einer
Umgebung, wo wenig Vibrationen oder Erschütterungen zu erwarten sind,
kann das länger gut gehen. Natürlich sollte das dann auch nur eine
Schaltung sein, die beim Auftreten von Fehlern kein Unheil anrichtet. Du
hast ja immer die Gefahr, dass doch mal irgendein Steckdraht rausrutscht
und eine Stelle kontaktiert, die nicht so günstig ist. Nicht umsonst
verwendet man bei professioneller Kabelverlegung überall Kabelbinder, um
auch den Fehlerfall abzusichern.
Ich würde mal sagen, wenn du erstmal das Löten gelernt hast, wirst du
dir über solche Ideen nur noch wenig Gedanken machen. Mir erschließt
sich einfach die Attraktivität deines Ansatzes nicht.
Hi
Ist ja mal ein wirklich toller Vorschlag.... Steckbrett und Heißkleber.
Man, ihr müsst ja Langeweile haben, solchen Mist von euch zu geben. Ich
erwarte von einem "Elektronikbastler", das er die Kunst des Lötens kennt
und versteht. Nicht verstehen kann ich die Aussage
dev schrieb:> Weniger Probleme mit HF/EM-Einstreuung
Grad Steckbretter sind prädestiniert dafür. Nix gegen einen
Versuchsaufbau mit Steckbrett, aber warum willst du dann solch ein
Gefummel als Schaltung verpacken. Lochraster sind ja schon genannt und
lassen sich für einfache Schaltungen zu zuverlässigen Aufbauten prima
benutzen. Löten wirst du irgendwann mal müssen. Dazu gibt es Tipps im
Internet. Ist nix kompliziertes. Da wird eine Kupferspitze aufgeheizt
bis max.400° C und gut is.
Wichtig: lass die Finger von Lötfett und nimm ein gutes Elektroniklot.
Eine regelbare Lötstation ist optimal und die Lötspitzen auch langlebig.
Und falls mal etwas daneben geht oder umgestaltet werden muss: einen
Lötzinnabsauger. Damit kann man in Grenzen etwas retten oder
umverdrahten.
Also trau dich.
Gruß oldmax
Noch mal: Es geht mir nicht um das Können, sondern um das wollen. Mit
dem Löten hab ich kein Problem an sich. Es geht aber leichter und
schneller von der Hand mit einem Steckbrett zu arbeiten. Sollte man die
Schaltung also einfach und schnell fixieren können, spart man sich eine
Menge Arbeit und Fummelei.
Bis auf folgende zwei Einwände habe ich bisher aber noch keine
technischen Begründungen gehört, was dagegen sprechen sollte.
1.
Winfried schrieb:> Schonmal Heißkleber im Autoinnenraum verwendet? Dann weißt du, dass weit> unter 200 Grad sich das Zeug verflüssigt. Da reicht ein sonniger Tag bei> Innenraumtemperaturen von 80-90 Grad.
Die Schaltung ist in einem klimatisierten Raum in einem Gehäuse dass
sich in einem Schrank befindet fest an die Schrankwand montiert.
Sonneneinstrahlung ausgeschlossen.
Maximale Innenraumtemperatur: 40°C.
2.
oldmax schrieb:> dev schrieb:>> Weniger Probleme mit HF/EM-Einstreuung>> Grad Steckbretter sind prädestiniert dafür.
Ich kleide das Gehäuse mit Kupfergewebe aus.
Und wegen der Ästhetik:
Björn R. schrieb:> Sieht scheisse aus!
Ich werde ein Foto uploaden. Dann könnt ihr selbst entscheiden.
Besser als der oben genannte "Manhatten Style" sieht es auf jeden Fall
aus.
s. "Manhatten Style":
http://www.swschwedt.de/kunden/dl2bqd/assets/images/MAS-TX_504_kleinO.jpg
Bei Heißkleber kommt es außerdem auf die Zusammensetzung des Klebers an,
ab welcher Temperatur er sich verflüssigt.
Als Alternative: Könnte man auch einfach das ganze Breadboard kurz in
ein Epoxidharz-Bad tauchen. Natürlich nur so tief, dass die Bauteile
dabei nicht überflutet werden. Schließlich entstehen beim Aushärten von
Epoxidharz höhere Temperaturen über einen längeren Zeitraum.
Da gibt es dann kein Problem, dass sich der Kleber verflüssigt oder sich
lösende Verbindungen Kurzschlüsse auslösen. Allerdings wäre dann auch
die schnelle Austauschbarkeit der Komponenten beim Teufel.
1. Schaltung auf dem Steckbrett aufbauen
2. Steckbrett in Schuhkarton stellen
3. 500g Heißklebestangen in Schuhkarton legen
4. Im Backofen bei ca 100 -150°C überbacken lassen
Ofenfrische Elektronik :-)
Es gibt auch Lochrasterplatinen bei denen jeweils 3 Löcher
streifenförmig verbunden sind, oder sogar spezielle mit DIL layouts und
durchgehenden Spannungsschienen, da kann man sein Zeug auch einfach
zusammenstecken und halt rückseitig verlöten.
Nachteil: man muss verhindern dass die Bauteile beim Umdrehen
rausfallen.
Vorteil: es ist kein absolut perverser Murks der durch Kontaktkorrosion,
Vibrationen, Wärmeverformung des Boards beim Versauen mit Heißkleber,
Kriechen von Klebstoff(komponenten) zwischen die Kontakte und aus 100
anderen Gründen ausfällt.
HF auf Steckboard? Ihhhh!
Die Übergangswiderstände der Koantkfedern und die parasitären
Kapazitäten verhindern doch ein HF-Schönes Design.
Und die langen Drähte streuen fröhlich vor sich hin.
Mein Lochrasteraufbau vom "DRAM LCD Controller" aus diesem Forum, zeigte
immer wider sporadische Fehler, welche auf das Steckbrett zurückzuführen
waren.
dev schrieb:> Steckbrett zu arbeiten. Sollte man die> Schaltung also einfach und schnell fixieren können
Das genau ist doch das Problem. Steckbretter sind nun mal
klopfempfindlich und verursachen die dümmsten Wackelkontakte genau dann,
wenn man sie gerade am wenigsten braucht. Meine bevorzugte Technik ist
Lötpunktraster und Fädeldraht, aber 'Manhattan' Style ist für HF auch
nicht schlecht, wenn die Drähte kurzgehalten werden. Ich habe schon
einige VCOs bis 2,5 Ghz so aufgebaut, die dann zum Schluss mit einem
Tröpfchen Heisskleber oder Pattex fixiert werden. Wurde übrigens von
Plessey selber so vorgeschlagen (Satellite, Cable and TV Handbook)
> Steckbretter sind nun mal klopfempfindlich und verursachen die dümmsten> Wackelkontakte genau dann, wenn man sie gerade am wenigsten braucht.
Nur wenn man sie mehrfach verwendet und so ausleiert... .
Grüße Löti
Lothar S. schrieb:> Nur wenn man sie mehrfach verwendet und so ausleiert...
Das wäre schön. Die billigen machen aber auch Wackler, wenn sie frisch
aus der Packung kommen. Ich vermute mal, das der TE die billigen nehmen
will, um die Kosten niedrig zu halten für sein Ex- und Hopp Projekt.
Tach zusammen
tut mir den Gefallen und lest den Thread erstmal richtig durch. Der TE
hat eine funktionierende Schaltung die er nur fixieren möchte. Also
liegt nahe das jemand nach der Sendung mit der Maus am Sonntag Mittag,
Langeweile hatte und uns mit diesem Thema unterhalten wollte. Lasst ihn
sein Zeugs mit dem Heisskleber fixieren und wir haben Ruhe vor Ihm.
Experiementieren und lernen geht anders.
Roman
Lothar S. schrieb:>> Such dir ein anderes Hobby und verschone uns mit so einem Schwachsinn.>> Das is' kein Schwachsinn und Deine blöde Anmache is' eine> Unverschämtheit!> Jeder fängt irgerndwann mal klein an.
Das ist auch völlig ok. Der TE ist aber offensichtlich der Meinung den
heiligen Graal gefunden zu haben und eine ernstzunehmende Alternative
zum Löten und Ätzen erfunden zu haben. Die Formulierung
"außergewöhnlichen Herangehensweise" legt nahe, dass er sich für ein
kleines Genie hält.
Das ist natürlich vollkommen lächerlich.
Zum Lernen und für Kinder oder um schnell was auszuprobieren sind
Steckbretter dagegen völlig legitim.
> Experiementieren und lernen geht anders.
Wiederspruch, so beginnt ein große Hobbyistenkariere!
Denn, irgentwann sind die Breadbords nicht mehr ausreichen.
Dann fängt er, auf Experimetierplatinen, eben doch das Löten an...
Irgentwann sind die Expeimentierptinen nicht mehr ausreichend... .
Grüße Löti
@Dev:
Probier's doch einfach aus, jeder hat seine Methode zu einem Aufbau zu
kommen.
Der heilige Gral ist das vielleicht nicht, aber wenn's für Dich
funktioniert: Bingo!
Vielleicht wir der Lötkolben eines Tages doch Dein Freund!?
Grüße!
Warum hat eigentlich noch niemand Wirewrap erwähnt? Ist auch lötfrei und
korrekt ausgeführt soll es wohl ziemlich zuverlässig und auch
HF-tauglich sein.
>> wie knotest Du denn die Drähte an die Bauteile. ROFL.>
dafuer gibts natuerlich werkzeug.
siehe auch http://en.wikipedia.org/wiki/Wire_wrap
lieber wirewrap als breadboard + heisskleber ;)
-- randy
dev schrieb:> Bis auf folgende zwei Einwände habe ich bisher aber noch keine> technischen Begründungen gehört
Ein ernstgemeintes Gegenargument: Die Kontakte im Board lassen mit der
Zeit nach.
Das ist kein Problem bei kurzzeitigen Aufbauten, und wenn man eine alte
Schaltung wieder in Betrieb nimmt, wackelt man eben mal an allen
Bauteilen. Das kann aber zum Problem werden bei Aufbauten, die lange
laufen sollen und wo die Bauteile fixiert sind.
Zweites Gegenargument: Ich hab mit Heisskleber schon Kondensatoren
zerstört.
Man sollte nicht die Wärmekapazität der Masse unterschätzen. Seitdem
nehm ich das Zeug höchstens, um mal eine Platine zu fixieren, aber nicht
direkt an Bauteilen. Zumal es meist eh bescheiden hält.
Timm Thaler schrieb:> Ein ernstgemeintes Gegenargument: Die Kontakte im Board lassen mit der> Zeit nach.>> Das ist kein Problem bei kurzzeitigen Aufbauten, und wenn man eine alte> Schaltung wieder in Betrieb nimmt, wackelt man eben mal an allen> Bauteilen. Das kann aber zum Problem werden bei Aufbauten, die lange> laufen sollen und wo die Bauteile fixiert sind.
Danke, das hilft mir weiter. Die Schaltung sollte länger in Betrieb
bleiben.
Timm Thaler schrieb:> Zweites Gegenargument: Ich hab mit Heisskleber schon Kondensatoren> zerstört.>> Man sollte nicht die Wärmekapazität der Masse unterschätzen. Seitdem> nehm ich das Zeug höchstens, um mal eine Platine zu fixieren, aber nicht> direkt an Bauteilen. Zumal es meist eh bescheiden hält.
Stimmt natürlich auch.
Dann wird die Schaltung wohl schlussendlich doch auf eine
Lochrasterplatine gelötet werden.
Steckbretter sind unzuverlässig. Irgendwann oxidieren die Kontakte und
dann suchst Du länger nach Fehlern, als alles neu aufzubauen. Deswegen
erneuere ich meine Steckbretter häufig und ich verwendet sie nur zum
experimentieren. Sobald die Schaltung funktioniert, wird gelötet und
anschließend mit "Plastik"-Spray vor Korrosion geschützt.
Wegstaben Verbuchsler schrieb:> Da am Lötkloben wo der Stecker ist, ist das kalte Ende.
Genau, wenn man versucht, damit zu löten, bekommt man
sog. kalte Lötstellen. :-)
Gruss
Harald
Stefan Nie schrieb:> und> anschließend mit "Plastik"-Spray vor Korrosion geschützt.
Was ist das genau für ein Spray, dass Du da verwendest?
Wie wirkt sich das an Stellen aus, an denen im Betrieb große Hitze
entsteht?
dev schrieb:> - Weniger Probleme mit HF/EM-Einstreuung
Die HF-Probleme nehmen wegen der höheren Kapazität deutlich zu
> - Keine Gefahr von Beschädigung der Bauteile beim> Einlöten/Lötbruchstellen etc.
Dafür Bescädigungen beim Reindrücken.
> Was fällt euch ein, was an dieser außergewöhnlichen Herangehensweise> tatsächlich negativ zu bewerten wäre?
Die Ausfallwahrscheinlichkeit dürfte mindestens um den Faktor 10
zunehmen. Ich würde mal so annehmen, das nach einem Jahr die
Ausfälle gegen 90% tendieren werden
> Alternative zu Heißkleber wäre ein Epoxidharz-Bad :-) (nur bis auf das> Level des Breadboards, nicht die Bauteile baden, ist klar... ;)
Dadurch werden m.E. die Kontakte noch schlechter.
Gruss
Harald
Also wenn Du so einen "Aufbau" tatsächlich längere Zeit verwenden willst
empfehle ich Dir den Einbau in eine Blechdose.
Das Bredboard klebst Du dabei auf den Boden, legst eine isolierende
Plastikfolie über die Schaltung darauf kommt dann ein Schwamm der die
Bauteile fixiert sobald der Deckel geschlossen und (mit Tesa) zugeklebt
ist.
Das ist relativ erschütterungsfest und korrodiert auch nicht ganz so
schnell.
Grüße Löti
Also ich mag ja ungewöhnliche und kuriose Ideen. Aber Breadboard und
Heißkleber? s.
http://www.spreadshirt.de/das-kannste-schon-so-machen-aber-dann-isses-halt-C4408A22229116
Abgesehen von der zu erwartenden Unzuverlässigkeit. Von den garantiert
nicht besseren EMV-Eigenschaften. Vom...interessanten...Aussehen. Das
ist doch vor allem niemals weniger Arbeit als Lochraster (auch wenn das
in puncto Aussehen jetzt nicht so überlegen ist) Du musst Löten ja
wirklich sehr ablehnen.
Und selbst bei normalem Lochraster hast du die Option auf zumindest
einzelne SMD-Teile. Da brauchst du beim Steckbrett erstmal nen Adapter.
Fertig gekauft, selbst geätzt oder mit kreativer Nutzung von *raster.
Also ungefähr die Optionen, die du auch direkt hättest haben können.
> Von den garantiert nicht besseren EMV-Eigenschaften
Im Inneren einer Blechdose nicht wirklich wichtig.
> Vom...interessanten...Aussehen
Das is' völlig irrelevant!
> Und selbst bei normalem Lochraster hast du die Option auf zumindest> einzelne SMD-Teile
Und wenn er Die garnicht verwenden will?
> Abgesehen von der zu erwartenden Unzuverlässigkeit.
So unzuverlässig sind Breadboards, nach meinen Erfahrungen, gar nicht,
zumindest wenn er meinen Rat folgt und die Blechdose mit Tesa luftdicht
abklebt. Dann fehlt der Wasserdampf und Sauerstoff zum Oxidieren .
Grüße Löti
Lothar S. schrieb:> zumindest wenn er meinen Rat folgt und die Blechdose mit Tesa luftdicht> abklebt. Dann fehlt der Wasserdampf und Sauerstoff zum Oxidieren .
Das zeigt, dass Du keine Ahnung hast, wovon Du redest.
Hast Du eine ungefähre Vorstellung, welchen Aufwand man treiben muss, um
ein Gehäuse luftdicht zu bekommen? Hast Du mal mit Ex-geschützten
Geräten zu tun gehabt?
Deine Idee scheitert daran, dass es Luftdruckschwankungen gibt. Bei
einer Druckänderung um 100hPa wirkt auf Deine Dose die gleiche Kraft,
als würdest Du 30kg draufpacken. Wenn Dein Tesa das luftdicht abkleben
würde, kannst Du Dir vorstellen, was mit Deiner Blechdose passiert.
Da zieht unweigerlich Luft rein, und damit auch Wasser und neuer
Sauerstoff. Verhindern kannst Du das nur durch komplettes Vergießen oder
ständigen Spülen mit Stickstoff.
Davon abgesehen: Da müssen sicher Kabel rein oder raus. Willst Du die
auch mit Tesa abdichten?
Hi
Nun, mittlerweile ist ja alles doppelt und dreifach beantwortet und
sollte nun auch demm TO klar sein: Für eine Endlösung ist ein Steckbrett
nicht geeignet. Aber das ist nun doch des Guten zuviel:
dev schrieb:> Stefan Nie schrieb:>> und>> anschließend mit "Plastik"-Spray vor Korrosion geschützt.>> Was ist das genau für ein Spray, dass Du da verwendest?> Wie wirkt sich das an Stellen aus, an denen im Betrieb große Hitze> entsteht?
Hitze und Steckbrett ? Ach neee, große Hitze! Damit ist auch das letzte
Fünkchen "Verständnis für Steckbrett" aus. Geklemmte Kontakte sind
Federn und wennn du die heiß machst, waren es Federn und sind keine
geklemmten Kontakte mehr.
Gruß oldmax
> Hast Du eine ungefähre Vorstellung, welchen Aufwand man treiben muss, um> ein Gehäuse luftdicht zu bekommen?
Ja.
> Hast Du mal mit Ex-geschützten Geräten zu tun gehabt?
Auch ja.
Von absolut Luftdicht war nicht die Rede, aber diese Abkleberei
verbessert das Korrosinsverhalten erheblich.
Ach ja, mein HP 1700B ist eine U-Boot-Version... .
Also, ich kenn' die Kräfte auf ein Luftdichtes Gehäuse. Ihr übertreibt
und zwar gewaltig.
Grüße Löti
Lothar S. schrieb:> Ach ja, mein HP 1700B ist eine U-Boot-Version... .>> Also, ich kenn' die Kräfte auf ein Luftdichtes Gehäuse.
Taucht dein U-Boot in der Luft?
Meister Eder schrieb:> Lothar S. schrieb:>> Ach ja, mein HP 1700B ist eine U-Boot-Version... .>>>> Also, ich kenn' die Kräfte auf ein Luftdichtes Gehäuse.>> Taucht dein U-Boot in der Luft?
Nein, aber mein Oszi ist dicht von 3bar Überdruck (30m Wassertiefe) bis
20km Flughöhe* (den Druck kenn' ich jetzt nich' auswendig).
Es heist AN/USM-339 und ist weltberühmt
http://forums.qrz.com/showthread.php?256014-AN-USM-339-OSCILLOSCOPE-HP1700B
Das erste Wasser und Luft dichte Scope der Welt... .
Grüße Löti
*Wurde hauptsächlich auf U-Booten verwendet, daher U-Boot-Scope.
Lothar S. schrieb:> Nein, aber mein Oszi ist dicht von 3bar Überdruck (30m Wassertiefe) bis> 20km Flughöhe* (den Druck kenn' ich jetzt nich' auswendig).
In 20km Höhe hast du unter 0,1Bar.
Ist das Oszi auch mit Tesa abgedichtet? :-)
Udo Schmitt schrieb:> Lothar S. schrieb:>> Nein, aber mein Oszi ist dicht von 3bar Überdruck (30m Wassertiefe) bis>> 20km Flughöhe* (den Druck kenn' ich jetzt nich' auswendig).>> In 20km Höhe hast du unter 0,1Bar.>> Ist das Oszi auch mit Tesa abgedichtet? :-)
Nein, mit Silikon-Gummy-Dichtungen, aber es ist ja auch luftdicht und
nicht nur "luftdicht"... .
Die Anführungszeichen hab' ich bei meinen Vorschlag für nicht
erwähnenswert erachtet.
War aber bei dem Ton in diesen Forum hier ein schwerer Fehler... .
Grüße Löti
> Was ist das genau für ein Spray, dass Du da verwendest?> Wie wirkt sich das an Stellen aus, an denen im Betrieb große> Hitze entsteht?
Das Plastik Spray sieht wie Klarlack aus, aber es kokelt nicht, wenn
mann nachher doch mal etwas nachlöten muss. Der Lack schmilzt dann
einfach nur.
http://www.conrad.de/ce/de/product/814169/CRC-Kontakt-Chemie-207436131201-PLASTIK-70-Hochisolierender-Schutzlack-400-ml
Das Zeug ist ein alter Klassiker, wie auch Kältespray und WD40. Sollte
man immer vorrätig halten.
Es gab da mal so etwas, das nannte sich Wire Wrap, kann aber nichts dazu
sagen wie man das handhabt und ob es das noch gibt. Ist vielleicht eine
alternative für Nichtlöter. Jedenfalls gibt's damit keine Brandblasen an
den Fingern :-)
Nur so am Rande, bevor ihr euch die Rüben einschlagt... wollte ich mal
erwähnen, dass ich etwa 10 Antworten über dieser hier bereits folgendes
schrieb:
"Dann wird die Schaltung wohl schlussendlich doch auf eine
Lochrasterplatine gelötet werden."
Dennoch danke für alle Antworten. Besonders an Loeti, dessen Lösung mit
der Blechdose und einem relativ luftdichten verschließen ich sehr gut
finde. So werde ich das auch machen. Danke, guter Tipp.
Außerdem ist natürlich besonders zu erwähnen, dass Loeti einer der
wenigen ist, die sich hier nicht über mein Laienwissen lustig gemacht
haben. Ist nicht böse gemeint, ich kann auch verstehen, dass ihr das
lustig findet -- vielleicht war meine Wortwahl "Alternativvorschlag"
auch zu forsch... ABER jeder hat mal klein angefangen, oder?
Jedenfalls sind meine Fragen nun geklärt und trotz dem zwischenzeitlich
kritischen Ton, dennoch allen ein danke für eure Antworten.
Stefan Nie schrieb:> Das Zeug ist ein alter Klassiker
Aber nicht auf Dauer gegen Wasserdiffusion beständig. Ich hab damit
Folien beschichtet, die relativ hoher Luftfeuchte ausgesetzt sind, die
Farbe auf den Folien ist nach einiger Zeit trotzdem vom Wasser
verwaschen.
Hi
>Nur so am Rande, bevor ihr euch die Rüben einschlagt... wollte ich mal>erwähnen, dass ich etwa 10 Antworten über dieser hier bereits folgendes>schrieb:>"Dann wird die Schaltung wohl schlussendlich doch auf eine>Lochrasterplatine gelötet werden."
Na und. Mit deiner hirnrissigen Idee hast du die Trolle auf den Plan
gerufen.
Kommt davon, wenn man Goethe nicht gelesen hat.
MfG Spess
Spess53 schrieb:> Na und. Mit deiner hirnrissigen Idee hast du die Trolle auf den Plan> gerufen.>> Kommt davon, wenn man Goethe nicht gelesen hat.
Naja, in Goethe haben die Geister wenigstens nicht zu Goete gesprochen.
dev schrieb:> Dennoch danke für alle Antworten. Besonders an Loeti, dessen Lösung mit> der Blechdose und einem relativ luftdichten verschließen ich sehr gut> finde. So werde ich das auch machen. Danke, guter Tipp.
Am besten wirfst du aber noch einen Silicagel Deckel von einem
Brausetabletten-Röhrchen mit dazu - das zieht für ein paar Monate die
Feuchtigkeit an. Vor allem, wenn die Büchse wechselnden Temperaturen
ausgesetzt wird, bilden sich sonst ungewollte Kondensationen und lassen
Sachen oxidieren.
Hi
Nun ja, mittlerweile sind wir ja schon beim Gehäuse. Eine Luftdicht
verschlossene Dose mag ja ganz lustig sein, aber hast du nicht irgendwas
von
> im Betrieb große Hitze
geschrieben ? Klar, du kannst ja eine Blechdose nehmen und daraus eine
Kühlfläche machen. Aber sonst würd ich nochmal über "luftdicht"
verschließen nachdenken.
Übrigends, PVC Abwasserrohre eignen sich auch gut für Gehäuse.... und
Luftdicht geht auch. Doppelmuffe und zwei Endkappen.
Gruß oldmax