Hi.
Ist es möglich, mittels Konstantspannung und Strombegrenzung (1,4 V, max
50 mA) NiMh Akkus dauerhaft voll zu halten, bis sie gebraucht werden,
ohne dass der Akku zu sehr leidet?
Eine Pulsladung wäre mit vertretbarem Aufwand ebenfalls möglich, selbst
Rückstromladen ginge.
Da ich ungefähr 20 Slots brauche, wäre eine einfache Lösung sehr gut.
1,4 Volt könnten fast zu wenig sein - bei 25 °C ist 1,44 V
der Richtwert.
Rückstromladen ist ein Verfahren, um Starkladung zu unterstützen
- hier gehts aber um Erhaltungsladung.
Da könnten auch 50 mA zu viel sein. - Kommt auf die Kapazität
der Akkus an!
Meine Erfahrung ist, dass eine Erhaltungsladung mit Konstant-
spannung (1,44 V bei 25 °C) über einen Vorwiderstand den Akkus
wenig schadet, also die Lebensdauer wenig beeinflusst. Es fließt
kaum noch Strom, wenn der Akku voll ist.
Der Vorwiderstand sollte so gewählt sein, dass bei 1,0 V
Akkuspannung (Akku entladen) höchstens ein Stromwert von
Ah-Wert/10h fließt. - Die Aufladung dauert zwar "ewig", aber
die Erhaltungsladung belastet den Akku nicht.
Beispiel für einen Akku mit 1000 mAh:
R = U/I = (1,44 V - 1 V)/(1000 mAh/10 h)
R = 0,44 V/100 mA = 0,44 V/100 mA = 4,4 Ohm -> 4,7 Ohm
Vorsicht: Nicht für tiefentladene Akkus geeignet!
Die Spannungsbegrenzung ist vollkommen witzlos.
Die Strombegrenzung kann helfen, 50mA wären bei einem 2500mAh Akku
gerade mal C/50tel, und GP sagt: GP NiMH batteries can be continuously
charged at 0.1C rate geladen werden können ohne Schaden zu nehmen (d.h.
laut DIN ohne daß die Kapazität auf unter 80% des Nennwerts absinkt).
Allerdings ist meine Erfahrung, daß NiMH auch bei C/20 nach 1 Jahr schon
so deutliche Schäden aufweisen, daß sie nur noch als kaputt einzustufen
sind, auch welche von GP.
Die Herstellerangaben sind also eher Wunschdenken, NiMH ist ziemlich
schlecht, nicht ohne Grund gibt es für Akkuwerkzeuge noch immer NiCd,
von denen ich einige haben die über 20 Jahre alt sind und immer noch gut
funktionieren.
Übrigens versuchen billige (oder auch teure) Akkurasierer es nach deinem
Prinzip: Bei niedriger Spannung (unter 1.0V) mit deutlichem Ladestrom,
bei steigender Spannung (bis 1.2V) mit immer geringerem Ladestrom, so
daß über 1.4V nur noch mit dem erlaubten Dauerladestrom geladen wird.
Die Erfahrung der Akkurasiererbesitzer ist, daß die Akkus als erstes
schlapp machen.
1,44 V mit Vorwiderstand liefern aber weder C/10, noch C/20,
sondern UNSCHÄDLICHE 0,000 A an vollgeladene Akkus...
Habe auch geschrieben, dass man so ihrer Lebensdauer WENIG schadet!
- Wenn sich die Dinger Selbst-tiefentladen, schadet es mehr.
- Wenn man Akkus ungebraucht z.B. jeden Monat an ein Super-Duper-
Ladegerät mit minus-delta-U etc.pp. hängt, verkürzt das auch
(erfahrungsgemäß!) ihre Lebensdauer.
Habe dies auch nicht als LADE-Schaltung propagiert (Rasierer...),
sondern (wie es der TO wünscht) zum Ladungserhalt vorgeschlagen.
Ich habe damit (für Akkus, die nur selten gebraucht werden) die
besten Erfahrungen gemacht.
> 1,44 V mit Vorwiderstand liefern aber weder C/10, noch C/20,> sondern UNSCHÄDLICHE 0,000 A an vollgeladene Akkus...
Absoluter Käse von jemandem der offensichtlich keine Ahnung von Akkus
hat, denn auch mit 1.25V ist ein NiMH Akku voll geladen, wie man leicht
erkennen kann, wenn man einen gestern geladenen Akku heute misst.
Die Spannung an einem NiMh-Akku sagt nichts über den Ladezustand aus,
sondern eher etwas darüber, ob kürzlich Strom hineinfloss oder entnommen
wurde. Erst wenn der Akku so leer wird, daß die Selbstentladung zu einer
Belastung wird, sinkt die Spannung unter die chemische Spannung von
1.2V.
Am oberen Diagramm auf Seite 7
http://www.scarpaz.com/Documents/NiMH_technical.pdf
sieht man, daß am Akku auch bei 10% Ladezustand schon 1.4V anliegen
einfach weil Strom hineinfliesst, und die Spannungserhöhung über 1.2V
hinaus im wesentlichem vom Ladestrom abhängt und nicht so sehr vom
Ladezustand. Am Diagramm dadrunter sieht man, daß die Spannung mehr von
der Temperatur als vom Ladezustand abhängt.
Die Spannung sagt bei einem NiMH-Akku nichts aus. In Ruhe geht sie immer
auf 1.2V, egal vom 10 oder 100 Prozent geladen.
Naja, ich bräuchte halt ungefähr 20 "Lagerslots", um die Akkus so
aufzubewahren, dass sie nicht leer werden.
Das wollte ich mögglichst einfach realisieren.
Wenn es so kompliziert wird, dass ich einen Mikrocontroller oder einen
Ladechip brauche, kann man auch gleich ein komplettes Ladegerät damit
bauen oder kommerzielle Ladegeräte mit Erhaltungsladefunktion in
ausreichender Stückzahl kaufen.
MaWin schrieb:> Absoluter Käse von jemandem der offensichtlich keine Ahnung von Akkus> hat, denn auch mit 1.25V ist ein NiMH Akku voll geladen, wie man leicht> erkennen kann, wenn man einen gestern geladenen Akku heute misst.
Das ist genau so ein Käse, denn ein gestern geladener NiMH-Akku hat
heute noch um 1.38V und auch nächste Woche noch mindestens 1.35V. Die
Spannung sagt schon etwas über den Ladezustand aus, wenn auch nicht sehr
verlässlich. Bei 1.25V Leerlaufspannung ist ein NiMH Akku jedenfalls
bald leer.
Die ganze Idee ist Käse total da sich NiMH-Akkus anders als die
NiCd-Vorgänger nicht für Erhaltungsladung eignen.
Also: Nein es ist nicht möglich . Zumindest nicht wirklich.
Grüße Löti
MaWin schrieb:> Die Spannung sagt bei einem NiMH-Akku nichts aus. In Ruhe geht sie immer> auf 1.2V, egal vom 10 oder 100 Prozent geladen.
Die Aussage ist nicht haltbar. Mach Dir die Mühe und miss nach. Nimm
dabei mal einen frisch geladenen Akku und welche, die schon eine Weile
´rumstehen. Ermittle die Leerlaufspannung. Entlade die Akkus definiert
und nimm die Kennlinie und die Entladekapazität auf. Vergleiche frische
und länger nicht geladene Akkus.
Lothar S. schrieb:> Die ganze Idee ist Käse total da sich NiMH-Akkus anders als die> NiCd-Vorgänger nicht für Erhaltungsladung eignen.>> Also: Nein es ist nicht möglich . Zumindest nicht wirklich.
Na sowas... Dann hat Varta wohl einen Riesenfehler mit den
Memory-Backup-Akkus auf NiMH-Basis gemacht, die sie millionenfach
verkauft haben...
>Ist es möglich, mittels Konstantspannung und Strombegrenzung (1,4 V, max>50 mA) NiMh Akkus dauerhaft voll zu halten, bis sie gebraucht werden,>ohne dass der Akku zu sehr leidet?
Kein einziger Hersteller empfiehlt Erhaltungsladung mit Dauerströmen.
Panasonic prüft bei der empfohlenen Erhaltungsladung nach dem Volladen,
ob die Spannung irgendwann unter 1,3V fällt. Dann wird mit 0,1C x 4h
nachgeladen. Danach wird wieder geprüft, ob die Spannung irgendwann
wieder unter 1,3V fällt und wie oben beschrieben nachgeladen. Auf diese
Weise kommt eine Zykluszeit von rund einer Woche zustande. Zwischen den
vierstündigen Nachladephasen fließt kein Ladestrom!
NiMh dürfen nicht mit Dauerströmen geladen werden und seien sie auch
noch so klein! Wenn von Erhaltungsladung gesprochen wird, dann meint das
nur den kurzen Zeitraum von der Beendigung des Ladevorgangs bis zum
Herausnehmen aus dem Ladegerät, also höchsten ein paar Stunden. Aber
selbst in diesem kurzen Zeitraum leiden die Akkus unter dem Nachladen.
Nochmals: Kein Hersteller empfiehlt die Erhaltungsladung mit
Dauerströmen. Man kann zwar dann oft lesen, daß die Akkus durch
Erhaltungsladung nicht defekt gehen. Das meint aber nur genau das, daß
sie sich nämlich nicht überhitzen, explodieren oder anderen Unfug
treiben. Ein Kapazitätsverlust wird damit in keinster Weise
ausgeschlossen!!! Man denke daran, daß das Geschäft eines
Akku-Herstellers im Verkaufen von Akkus liegt...
Eine Abschaltspannung von 1,400V ist völlig ungeeignet für NiMh-Akkus,
weil die Ladespannung ganz extrem von der Temperatur abhängt. Bei
niedrigen Temperaturen erhält der Akku nicht einmal 10% seiner
Volladung, während er bei hohen Temperaturen immer unter 1,400V liegt,
also immer weiter geladen wird, sich dabei immer weiter erhitzt und
deshalb immer weiter geladen wird, sich dabei immer weiter erhitzt...
Ein Teufelskreis, der spektakuläre Folgen haben kann. Kriminell!
Was auch weitgehend unbekannt ist: Die Temperaturabhängigkeit ändert
sich mit dem Alter der Akkus. Wenn das mit 1,400V vielleicht im
Neuzustand noch funktioniert hat, kann das nach ein paar Monaten völlig
abhauen.
Die Ladespannung ist ein ganz schlechter Ratgeber, wenn es um das Laden
von NiMh-Akkus geht. Wenn man immer nur bis 1,400V lädt, werden die
Akkus nie richtig voll. Man stellt dann nach einer Weile fest, daß das
gespeiste Gerät immer früher meldet, daß die Akkus leer sind. Der Grund:
Die Entladekurve verändert sich und der malträtierte Akku fällt früher
auf unter 1,2V. Man kann auf diese Weise den NiMh-Akkus regelrecht einen
Kapazitätsverlust antrainieren.
Überladung und Tiefentladung sind extrem ungesund für einen Akku. Wer
einen vollen Akku in ein Ladegerät mit 16h Timer steckt und ihn weiter
auflädt, obwohl er schon eigentlich voll ist, hat nach den 16h mit
Sicherheit einen defekten Akku, der nur noch ein Bruchteil seiner
Kapazität besitzt. Viele Hersteller von Akkus verkaufen gerne solche
Ladegeräte, weil sie damit garantiert ihren Umsatz ankurbeln. Wie
schnell ist es passiert, daß man aus Versehen einen vollen oder
halbvollen Akku ins Ladegerät steckt... Diese Akkukocher sind völliger
Müll!
Apropos Kocher. Ebenso ungesund sind für einen Akku zu hohen
Temperaturen. Ein Akku darf beim Laden höchstens handwarm werden. 50°C
und mehr, die viele Ladegeräte erzeugen, bewirken eine drastische
Abnahme der Lebensdauer, weil sich die Chemie im Inneren des Akkus
verändert.
NiMh-Akkus MÜSSEN intelligent geladen werden. Beispielsweise mit einem
Gerät wie dem BC700 von Technoline:
http://www.amazon.de/Technoline-BC-700-Akku-Ladeger%C3%A4t-schwarz/dp/B000WILI42/ref=pd_bxgy_ce_img_b
Man lese auch die Rezension von "lockkopf".
Wer Akkus braucht, die mit einer Erhaltungsladung dauernd nachgeladen
werden müssen, sollte man von NiMh Abstand nehmen und lieber eine andere
Akku-Technologie wählen.
Naja, selbst wenn der Akku die Dauer-Erhaltungsladung nicht auf Dauer
übersteht - was ist dann besser?
Sie einfach nen Monat so lassen, und dann nachladen? (Oder gar nen
kompletten Zyklus machen), falls sie bis dahin noch nicht zum Einsatz
kamen?
Besser wird er davon auch nicht. Man muss also einen Kompromiss finden.
Wenn die Akkus nur 2 Jahre halten, ist das dann halt so.
Danke Kai für deine Antwort.
So einen Lader habe ich sogar.
Würdest du dir dann einfach 5 Stück von denen hinstellen, und die Akkus
da rein packen?
Alternative wäre auch noch, komplett auf NiZn umzusteigen, (Falls die
besser für sowas geeignet sind) aber diese Akkus haben auch gewissen
Probleme.
Das Ganze muss halt "Hausfrauentauglich" werden.
Meine Mutter kauft immer normale Batterien, weil das ganze mit den Akkus
ihr zu kompliziert ist, und die Akkus dann wenn man sie braucht, grade
nicht voll sind. Bzw wenn sie im Gerät leer wurden, vor dem nächsten
Einsatz erst geladen werden muss.
Deswegen wollte ich ein paar Akkusätze Gebrauchsfertig halten, die meine
Mutter dann nur noch aus dem Ladegerät nehmen muss (wie normale
batterien aus der Packung).
Die Akkus werden auch satzweise beschriftet, damit ich die Sätze wieder
passend zusammenstellen kann, wenn meine Mutter sie nach gebrauch
achtlos in das "leere batterien kästchen" wirft.
In Uhren, Fernbedinungen und Co sind normale Batterien sinnvoll.
Aber in LED Lampen o.ä, wo ein BAtteriesatz nur ne Woche oder 2 hält,
ist es unfug.
Das schreit IMHO nach LSD-NiMH-Akkus. Mit den original eneloop habe ich
seit Jahren beste Erfahrung gemacht. Selbst nach >1 Jahr im Schrank
sofort einsatzbereit. Ich kaufe mittlerweile nichts anderes mehr. (Außer
für ständig tiefentladene Kindertaschenlampen...)
>Deswegen wollte ich ein paar Akkusätze Gebrauchsfertig halten, die meine>Mutter dann nur noch aus dem Ladegerät nehmen muss (wie normale>batterien aus der Packung).
Wie mein "Vorredner" schon schrieb: Nimm "Eneloop", die haben eine sehr
geringe Selbstentladerate. Die lädst du auf und stellst sie deiner
Mutter wie neue Batterien hin.
Normale NiMh haben eine graussige Selbstentladerate. Da kannst du fast
zuschauen, so schnell entladen sich diese Dinger.
Danke für den Tip mit den Eneloops. Die scheinen gut zu taugen.
Hatte schon NiMh, bei denen ist die Selbstentladung so hoch, dass sie
nach 6 Wochen leer sind.
Müssen es die Original Sanyo Eneloos sein, oder gibts auch gute "Noname"
LSD Akkus?
Elektroniker schrieb:> Ist es möglich, mittels Konstantspannung und Strombegrenzung (1,4 V, max> 50 mA) NiMh Akkus dauerhaft voll zu halten, bis sie gebraucht werden,> ohne dass der Akku zu sehr leidet?
Das hängt wohl davon ab, wie der Akku ausgelegt ist.
Bernie schrieb:> sondern UNSCHÄDLICHE 0,000 A an vollgeladene Akkus...
Mit abnehmender Ladestrom kommt zunehmend Kristall- und Dendritenbildung
ins Spiel.
Da kann durchaus sowas:
MaWin schrieb:> Allerdings ist meine Erfahrung, daß NiMH auch bei C/20 nach 1 Jahr schon> so deutliche Schäden aufweisen, daß sie nur noch als kaputt einzustufen> sind, auch welche von GP.
bei rauskommen.
In meinem Braun werden die Akkus mit ca. 0.5C bis 1C geladen.
Laut meinem Multimeter geht der Ladestrom bei 1,405 Volt aus, und bei
1,396 Volt wieder an.
Bei vollem Akku für 3 Sekunden. Dabei stellt sich ein mittlerer
Ladestrom von ca. C/40 bis C/80 ein.
Der Rasieren ist jetzt schon bestimmt 5 Jahre alt und ich kann keinen
Kapazitätsverust bemerken.
Siggi schrieb:> Das hängt wohl davon ab, wie der Akku ausgelegt ist.
Nein. Das richtige Ladeverfahren für lange Akkulebensdauer hängt von der
Akkutechnologie ab: CCCV eben nicht für NiMH/NiCd sondern für Pb und Li.
NiHM eben möglichst gar nicht oder nur mit geringem Strom dauerladen.
Die Spannung eines NiMH/NiCd geht zurück, wenn er voll ist (-DeltaU).
Hallo,
weil Leute ihre Akkus gern quälen.
Daher empfehle ich, ein normales Ladegerät zu nehmen, welches der
Hersteller empfiehlt.
In der Schaltung abschalten ab ~1V pro Zelle. Damit hat man auch
Alkaline abgedeckt.
Leider kann man kaum feststellen, ab wann ein NiMh leer ist. Daher
kommts auf die Schaltung an: Von mir aus kalibrierung der Akkuanzeige.
So wies bei Smartphones gemacht wird.
Dieter W. schrieb:> Warum nur musste jemand nach 3 Jahren wieder diese Leiche ausbuddeln?
... der Thread wird nicht jünger und Kaffee und Kuchen dürften
mittlerweile auch schon trocken sein ...
@ Kwi (Gast)
>Hallo,>weil Leute ihre Akkus gern quälen.>Daher empfehle ich, ein normales Ladegerät zu nehmen, welches der>Hersteller empfiehlt.
Was der Akkuhersteller empfiehlt, ist eher die schlechteste Empfehlung
...
Aus praktischer Erfahrung folgende Punkte für die einschränkende
Voraussetzung, dass man an Stelle von Vollladung immerhin etwa 50 %
Ladung erreichen oder halten will:
- Begrenzung des Ladestroms auf etwa C/50 durch jede Akku-Zelle,
Beispiel: 50 mA für Zellen mit 2500 mAh
- Vermeidung von Überschreiten einer Ladespannung von 1,38 V für
jede Zelle
- Vermeidung von Entladespannungen unter 1,22 V für jede Zelle
- Beim Messen der Spannung an den Akkuzellen den Lade- oder
Entladestrom immer abschalten
- Nach Erreichen der etwa 1,38 V die Zellen ohne Ladestrom lagern
- Gute Lagerspannung der Zellen ist etwa 1,33 V (dann ist immerhin
etwa 40 % bis 50 % nutzbare Ladung enthalten)
- Zellen nie unter 1,2 V lagern
- Wartung: Nach etwa 20 Ladungen auf die 1,38 V mit C/50 wirklich auf
1,22 V entladen und an einem "intelligenten" Ladegerät mit etwa C/5
voll
aufladen; erreicht werden dann etwa 1,45 V
- Nach etwa 3 Jahren und etwa 200 Zyklen konnte kein bleibender Schaden
an
den Zellen festgestellt werden
- Begrenzung des Ladestroms auf C/50 geht recht einfach mit einer
Glühlampe
entsprechenden Stroms in Reihe, insbesondere falls man an einem
Solarmodul
lädt
- Kaltwiderstand des Glühfadens ist klein, Glühwiderstand ist groß und
begrenzt den Ladestrom
- Begrenzung der Ladespannung geht recht einfach mit täglichem
Nachmessen;
wenn man es mal versäumt, sind die Zellen nicht gleich verschlissen,
falls
etwa 1,42 V nicht überschritten werden
- Das Solarmodul, falls verwendet, für sich genommen möglichst großzügig
überdimensionieren für Tage mit geringer Sonnenstrahlung; die
Glühlampe
in Reihe sollte auch bei Bewölkung mindestens rot glühen
- Gute Betriebserfahrungen an einem Solarmodul gemacht mit:
* 60 Wp (bei Bewölkung, Nebel oder Abschattung geht die Leistung grob
ermittelt bis auf etwa 5 % davon runter)
* 22 V Leerlaufspannung
* Glühlampe 24 V, 50 mA
* 1 bis etwa 10 Akku-Zellen, je 2500 mAh, in Reihe aufladen
* Hinweis: Leerlaufspannung des Moduls ist deutlich weniger abhängig
von
der Einstrahlung als der Kurzschlussstrom
Sven schrieb:> - Begrenzung des Ladestroms auf etwa C/50 durch jede Akku-Zelle,> Beispiel: 50 mA für Zellen mit 2500 mAh
Das hängt nicht von der Kapazität ab. Sondern von der Bauform (AA).
Wen da mehr Kapazität drin ist bleibt die Oberfläche für Wärmeabgabe
trotzdem gleich.
Unterhalb der maximalen Ladespannung darf der Strom auch höher sein als
die 40-50 mA bei Ladeende.
Sven schrieb:> - Vermeidung von Überschreiten einer Ladespannung von 1,38 V für> jede Zelle
Dieser Wert ist Temperaturabhängig. Mit etwa -3mV / K und Zelle.
Ich rechne bei 20 Grad mit bis zu 1.45 V maximaler Ladespannung.
Sven schrieb:> - Vermeidung von Entladespannungen unter 1,22 V für jede Zelle
Das hängt sicher auch vom Entladestrom ab.
Ich gehe bis 1.15V/Zelle bei geringer Last (25mA) allerdings mit
zusätzlicher Überwachung auf "schnellen Spannungsabfall" > 0.6V / Minute
Siehe auch: Batteriewächter
Gruß Anja