Hallo zusammen,
ich habe ein digitales USB-Oszilloskop, mit dem ich Ströme im KFZ messen
möchte. Nun heißt es überall "Shunt Widerstand benutzen". Nur blicke ich
da irgendwie nicht durch. Die einen meinen, dass die Zuleitung schon als
Shunt ausreichen würde und die anderen meinen es nicht.
Ich habe einen Verbraucher der bei 12V 3A benötigt. Der Einschaltstrom
wird wahrscheinlich drüber liegen. Und genau den möchte ich messen.
Wie gehe ich also am besten vor? Extra einen Shunt-Widerstand bestellen
möchte ich nicht.
Engelbert schrieb:> Wie gehe ich also am besten vor? Extra einen Shunt-Widerstand bestellen> möchte ich nicht.
R = U / I kennst du? Damit sollte sich alles deine Fragen bentworten
lassen.
"Möchte man den Strom messen, ist dies mit dem Oszilloskop nur indirekt
möglich. Das Oszilloskop ist ein reines Spannungsmessgerät. Dank des
ohmschen Gesetzes ist es dennoch möglich,
Hiefür benötigt man nur einen weiteren Widerstand, der in Reihe mit dem
zu messenden Verbraucher geschaltet wird. Das Oszilloskop misst nun den
Spannungsabfall an diesen Widerstand und mit Hilfe des ohmschen Gesetzes
ist die Berechnung des entsprechenden Stromes leicht möglich. Im
Beispiel müsste man eine Spannung von ca. 4,5 V messen.
Im nebenstehenden Beispiel wurde ein sehr großer Widerstand zur
Strommessung verwendet. Man sollte aber Widerstände verwenden, die so
klein wie möglich sind um die Spannungsreduktion so gering wie möglich
zu halten. Dabei kann man sich auf den kleinsten möglichen Messbereich
des Oszilloskop stützen. Beträgt dieser z.B. 5 mV/Div und wird ein
Maximalstrom von 0,1 A erwartet, ist ein Widerstand von 0,5 Ohm durchaus
angebracht. Je größer der Strom desto kleiner kann der Widerstand
werden."
Zitat:
http://www.dieelektronikerseite.de/Lections/Oszilloskop%20-%20Messgeraet%20fuer%20Schnelle.htm
Engelbert schrieb:> Hallo zusammen,>> ich habe ein digitales USB-Oszilloskop, mit dem ich Ströme im KFZ messen> möchte. Nun heißt es überall "Shunt Widerstand benutzen". Nur blicke ich> da irgendwie nicht durch. Die einen meinen, dass die Zuleitung schon als> Shunt ausreichen würde und die anderen meinen es nicht.
Die Anderen haben absolut recht. Um die Zuleitung als Shunt zu nutzen,
muss der Widerstand genauestens bekannt sein. Alleine schon das Lösen
und wieder Anschrauben (bzw. Stecken) dieser Leitungen verändert den
Widerstand an den Kontaktflächen, und macht damit jede Messung zur
Schätzung.
> Ich habe einen Verbraucher der bei 12V 3A benötigt. Der Einschaltstrom> wird wahrscheinlich drüber liegen. Und genau den möchte ich messen.
Was ist das für ein Verbraucher?
> Wie gehe ich also am besten vor? Extra einen Shunt-Widerstand bestellen> möchte ich nicht.
0,1 Ohm Widerstand in Serie am Masseanschluss, Auto muss auf
Massepotential des Oszis liegen, und dann über den Widerstand messen.
Bei 0,1 Ohm kannst Du den Messbereich auf 0,5V/Teiler stellen. Vergiss
nicht den Spannungsabfall über Deinen Widerstand bei der
Leistungsaufnahme zu berücksichtigen und auch, dass die Spannung am Auto
nicht 12V beträgt. Die musst Du parallel dazu natürlich auch messen (und
auch, ob sie beim Einschalten zusammenbricht).
Martin Schwaikert schrieb:>> Ich habe einen Verbraucher der bei 12V 3A benötigt. Der Einschaltstrom>> wird wahrscheinlich drüber liegen. Und genau den möchte ich messen.>> Was ist das für ein Verbraucher?
Eine Spule / ein Relais.
>> Wie gehe ich also am besten vor? Extra einen Shunt-Widerstand bestellen>> möchte ich nicht.>> 0,1 Ohm Widerstand in Serie am Masseanschluss, Auto muss auf> Massepotential des Oszis liegen, und dann über den Widerstand messen.> Bei 0,1 Ohm kannst Du den Messbereich auf 0,5V/Teiler stellen. Vergiss> nicht den Spannungsabfall über Deinen Widerstand bei der> Leistungsaufnahme zu berücksichtigen und auch, dass die Spannung am Auto> nicht 12V beträgt. Die musst Du parallel dazu natürlich auch messen (und> auch, ob sie beim Einschalten zusammenbricht).
Kann ich es auch so machen wie im Anhang gezeigt? In einer
Reihenschaltung ist es doch egal wo der Widerstand ist, oder? Wie viel
Watt soll ich für den Shunt haben?
Dein USB Oszi wird aber hoffentlich NICHT über die Autobatterie
betrieben!
Seh zu daß das Ganze galvanisch getrennt ist.
Und falls du auf die Idee kommst, auch mal die Spannung +über die Spule
messen zu wollen, die kann beim Ausschalten durch einen Schalter dann
kurz mal bei über -150V liegen (Induktion) und dir auch schon beim 1.
Versuch dein Eingang vom USB Oszi zerstören.
Ich frage mich jetzt ernsthaft, was Du mit den gemessenen Werten
anfangen möchtest, wenn Dir onehin die Basics der Elektrotechnik
fehlen...
Und wenn Du das Oszi so wie im Obigen Bild anschliesst, musst Du GENAU
wissen, was Du machst. Eine falsche Verbindung, vielleicht mit den 2.
Kanal) und Dein Oszi hat nur noch Schrottwert! Ja, auch bei 12V!
Autoelektriker schrieb:> Seh zu daß das Ganze galvanisch getrennt ist.
Ein Auto mit Netzversorgung ist zumindest eher unüblich. Damit dürfte
das weniger das Problem sein.
> Und falls du auf die Idee kommst, auch mal die Spannung +über die Spule> messen zu wollen, die kann beim Ausschalten durch einen Schalter dann> kurz mal bei über -150V liegen (Induktion) und dir auch schon beim 1.> Versuch dein Eingang vom USB Oszi zerstören.
Naja, bei den Fragen die er stellt, ist das eh nur eine Frage der Zeit.
Martin Schwaikert schrieb:> Engelbert schrieb:>>> Was ist das für ein Verbraucher?>> Eine Spule / ein Relais.>> Damit hat sich die Sache wohl eh erledigt, oder?>> Schau mal auf der rechten Seite, und dann stelle Deine Frage nochmal:> http://de.wikipedia.org/wiki/Einschaltstrom#Indukt...
Gleichstrommagnete und Relais haben daher immer Einschaltströme, die
geringer als der Betriebsstrom sind.
Martin Schwaikert schrieb:> Autoelektriker schrieb:>> Seh zu daß das Ganze galvanisch getrennt ist.>> Ein Auto mit Netzversorgung ist zumindest eher unüblich. Damit dürfte> das weniger das Problem sein.
Galvanisch von den zu messenden 12V!
Sonst gibt es ganz schnell schöne abgebrannte Leiterbahnen, wenn er high
side am Shunt messen will. Die Autobatterie dürfte stärker sein als das
Oszi.
Und ob das Oszi einen -100V Spannungspuls beim Abschalten der Spule
verkraftet ist auch zumindest fraglich!
Engelbert schrieb:> Gleichstrommagnete und Relais haben daher immer Einschaltströme, die> geringer als der Betriebsstrom sind.
Richtig, interessanter sind aber die Spannungen die induziert werden,
wenn die Spule ausgeschaltet wird.
Solange dein Oszi und dein PC nur über die Messleitung mit dem Shunt
verbunden sind (Laptop) geht das auch gut, ansonsten muss man vorher
denken oder nachher neues Oszi und im absolute worst case auch neuen
Laptop kaufen.
Autoelektriker schrieb:> Dein USB Oszi wird aber hoffentlich NICHT über die Autobatterie> betrieben!> Seh zu daß das Ganze galvanisch getrennt ist.
Es wird, da es USB schon im Namen hat, über USB am Laptop betrieben.
Eine andere Möglichkeit gibt es bei dem Teil nicht. ;-)
> Und falls du auf die Idee kommst, auch mal die Spannung über die Spule> messen zu wollen, die kann beim Ausschalten durch einen Schalter dann> kurz mal bei über -150V liegen (Induktion) und dir auch schon beim 1.> Versuch dein Eingang vom USB Oszi zerstören.
Das Oszilloskop hat folgende Eingangswerte:
Input Coupling: DC
Input Impedance: 1MΩ
Attenuation Factors Supported Voltage: 1X, 10X, 100X, 1000X, 10000X,
20:1
Maximum Input Voltage: 400Vpk(DC + peak)
Engelbert schrieb:> Es wird, da es USB schon im Namen hat, über USB am Laptop betrieben.> Eine andere Möglichkeit gibt es bei dem Teil nicht. ;-)
Und der Laptop hängt dann mit einem selbstgebastelten Netzteil an der
Autobatterie -> Peng.
Also sag ichs vorher. Solange Laptop mit Akkubetrieb ists ok.
Engelbert schrieb:> Maximum Input Voltage: 400Vpk(DC + peak)
Auch wenn der Eingang auf max. empfindlich geschaltet ist?
Und ich garantiere dir nicht, daß das Relais beim Ausschalten nur bis
max. -400V erzeugt, hängt vom Schalter ab.
Autoelektriker schrieb:> Und der Laptop hängt dann mit einem selbstgebastelten Netzteil an der> Autobatterie -> Peng.> Also sag ichs vorher. Solange Laptop mit Akkubetrieb ists ok.
Ne, entweder Akkubetrieb oder 230V-Steckdose.