Hallo Leute!
Ich habe vor einen Stromsensor einzusetzen. Es handelt sich um den Typ
T60404-N4646-X653 der Firma Vacuumschmelze:
http://www.vacuumschmelze.de/fileadmin/Medienbiliothek_2010/Produkte/Kerne_und_Bauelemente/Anwendungen/Stromsensoren/Aktive_Ss_fuer_hoechste_Genauigkeit/4646-X653_de.pdf
Jetzt habe ich mal ein paar Fragen dazu. Der Grund warum ich hier frage
ist, dass ich seit drei Tagen dort anrufe und immer an irgendwelche
Mailboxen verbunden werde. Zurückrufen tut keiner. Auch habe ich
Durchwahlen bekommen, unter denen niemand erreichbar ist. Auf eMails
antwortet leider auch keiner.
Also: Es handelt sich bei dem Teil um einen 6A-Typ. Er besitzt drei
Windungen, welche parallel, reihen-parallel und in Reihe geschaltet
werden können. Das Teil kann somit optimal für einen Nennstrom von 6A,
3A und 2A genutzt werden. Das Ausgangssignal beträgt 2,5V +/- 0,625V.
Ich habe vor, nur eine Stromrichtung zu messen, also kommen für mich nur
die +0,825V in Frage.
Jetzt steht dort weiterhin, dass in der Konfiguration von 6A maximal +/-
20A gemessen werden können, bei 3A noch +/- 10A. Ich möchte gerne von
0...10A messen.
Hat jemand schonmal so ein Teil benutzt und kann mir sagen, ob der
Ausgang über dem Effektivstromwert, also z.B. in der 6A-Variante noch
linear ist? Wie sieht es in der 3A-Variante aus? Durch Nutzen der zwei
Windungen durch den Sensor steigt natürlich die Empfindlichkeit, aber
sind da auch noch gute Ergebnisse zu erwarten bei einem Messstrom 7A
über dem Nennstrom?
Ich würde natürlich gerne die bestmögliche Auflösung haben, also ist die
Frage, ob ich die 3A-Konfiguration nehmen kann und da dann auch noch 10A
(+ evtl. noch ein bisschen mehr...300mA oder so Reserve) durchschicken
kann und dabei dann auch noch ein sinnvolles Ergebnis erhalte.
Dann gibt es noch zwei Varianten, einmal mit interner (Typ X663), einmal
mit externer (Typ 653 vom Datenblatt) Referenz. Externe Referenz heißt
in dem Fall aber, dass es drei Anschlüsse gibt, nämlich Vcc, Vout und
GND. Ist hier eine präzise Versorgungsspannung (5V) gefragt, aus der der
Mittelwert von 2,5V erzeugt wird, oder wie soll ich das verstehen? Weil
einen "externen" Referenzanschluss gibt es ja garnicht.
Kann jemand generell Angaben über die Auflösung eines solchen Sensors
geben? Was ist da zu erwarten? 1mA, 10mA oder gar schlechter?
Zum Vout steht da weiterhin ein Offsetripple von 100mV mit einem
1-poligen 1MHz-Filter - hallo? Was geht denn in dem Ding ab? Bei einem
einpoligen 20kHz-Filter sind es immernoch bis zu 5mV. Wie arbeitet das
Ding, dass so ein Ripple entsteht?
So, das reicht erstmal - ich würde mich freuen, wenn mir jemand dazu ein
bisschen Hilfe geben könnte.
Dennis schrieb:> Ausgang über dem Effektivstromwert, also z.B. in der 6A-Variante noch> linear ist?
Das Datenblatt sagt unter "Meßgenauigkeit–Dynamisches Verhalten":
Ipmax = +/-20A, Linearität = 0,1%
Ich gehe mal davon aus, dass das zusammen gilt.
> Wie sieht es in der 3A-Variante aus? Durch Nutzen der zwei> Windungen durch den Sensor steigt natürlich die Empfindlichkeit, aber> sind da auch noch gute Ergebnisse zu erwarten bei einem Messstrom 7A> über dem Nennstrom?
Es ändert sich durch die andere Verdrahtung nichts im Sensor, weder
elektrisch noch magnetisch. Die 3 Strombereiche (siehe Liste
"Beschaltungsmöglichkeiten") sind daher gleichwertig.
> Dann gibt es noch zwei Varianten, einmal mit interner (Typ X663), einmal> mit externer (Typ 653 vom Datenblatt) Referenz. Externe Referenz heißt> in dem Fall aber, dass es drei Anschlüsse gibt, nämlich Vcc, Vout und> GND. Ist hier eine präzise Versorgungsspannung (5V) gefragt, aus der der> Mittelwert von 2,5V erzeugt wird, oder wie soll ich das verstehen? Weil> einen "externen" Referenzanschluss gibt es ja garnicht.
Anders herum: X653 hat die interne Referenz und ist nicht herausgeführt,
X663
(http://www.vacuumschmelze.de/fileadmin/Medienbiliothek_2010/Produkte/Kerne_und_Bauelemente/Anwendungen/Stromsensoren/Aktive_Ss_fuer_hoechste_Genauigkeit/4646-X663_de.pdf)
hat interne oder externe Referenz und hat einen 4. Pin (Pin Nr. 10), der
als Eingang oder Ausgang funktioniert (siehe Innenschaltung).
Die Referenz ist spezifiziert mit 2,5V +/- 0,005V, unabhängig von der
Versorgungsspannung (die natürlich im erlaubten Bereich sein muss).
Anwendungsmöglichkeiten:
1. Referenz offen lassen: X663 ist identisch wie X653
2. Referenz (hier als Eingang benutzt) mit externer Referenz beschalten,
z.B. die gleiche Referenz, die der A/D-Wandler benutzt
3. Referenz (hier als Ausgang benutzt) verwenden, um die Referenz des
A/D-Wandlers zu versorgen.
In den Fällen 2. und 3. geht der Fehler der Referenzspannung nicht in
die Genauigkeit ein.
Gruß Dietrich
Dietrich L. schrieb:> Das Datenblatt sagt unter "Meßgenauigkeit–Dynamisches Verhalten":> Ipmax = +/-20A, Linearität = 0,1%> Ich gehe mal davon aus, dass das zusammen gilt.
Naja OK, also nehmen wir mal an, dass es linear bleibt.
Dietrich L. schrieb:> Es ändert sich durch die andere Verdrahtung nichts im Sensor, weder> elektrisch noch magnetisch.
"Im" Sensor ändert sich nichts, klar, aber ich führe das Signal bei der
3A-Variante halt zweimal durch den Sensor, wodurch die Empfindlichkeit
steigt. Und der Messbereich ist dabei bis zu +/- 10A. Also theoretisch
für meinen Zweck geeignet. Nur wie sieht es mit 10,1A aus? Auch noch
drin? Ich würde den Strom elektronisch auf 10A begrenzen, aber halt nur
zur Sicherheit.
Dietrich L. schrieb:> Anders herum: X653 hat die interne Referenz und ist nicht herausgeführt,> X663>
(http://www.vacuumschmelze.de/fileadmin/Medienbiliothek_2010/Produkte/Kerne_und_Bauelemente/Anwendungen/Stromsensoren/Aktive_Ss_fuer_hoechste_Genauigkeit/4646-X663_de.pdf)
> hat interne oder externe Referenz und hat einen 4. Pin
Das sieht im Schaltbild so aus, aber so scheint es nicht zu sein, denn
hier in der Übersicht http://www.vacuumschmelze.de/index.php?id=404
steht ja, ob mit Vref oder nicht. Und im Datenblatt vom X663 ist ja auch
die interne Referenz eingezeichnet, welche durch eine externe
überschrieben werden kann. Im DB vom X653 ist zwar auch ein REF in der
Zeichnung zu sehen, aber ganz klar ist die Geschichte auch nicht. Weil
in der Übersicht steht hier ja "Vref: nein".
Dietrich L. schrieb:> Referenz offen lassen: X663 ist identisch wie X653
OK, das kann natürlich auch heißen, dass der einzige Unterschied darin
besteht, dass ich beim X663 mit "Vref: ja" lediglich die Möglichkeit
habe, extern eine dran zu hängen.
Hi
>OK, das kann natürlich auch heißen, dass der einzige Unterschied darin>besteht, dass ich beim X663 mit "Vref: ja" lediglich die Möglichkeit>habe, extern eine dran zu hängen.
Nein, das heißt, das ein Referenzspannungsanschluß vorhanden ist. Du
kannst die dort ausgegebene Referenzspannung für deinen Messung benutzen
(Vref als Ausgang) oder eine eigene Referenzspannung anlegen (Vref als
Eingang). Damit 'überschreibst' du die interne Referenzspannung.
MfG Spess
Dennis schrieb:> Nur wie sieht es mit 10,1A aus? Auch noch> drin? Ich würde den Strom elektronisch auf 10A begrenzen, aber halt nur> zur Sicherheit.
Bei Überschreitung des max. Stromes leidet in erster Linie die
Linearität, aber geht ja nicht gleich was kaputt. Überlastung ist hier
eher ein Thermisches Problem: Verlustleistung am Innenwiderstand.
Als Ergänzung kann Dir vielleicht noch helfen:
Die Vacuumschmelze-Teile sind offensichtlich (fast?) identische
Nachbauten des Originals LTSR6 der Fa. LEM:
LTSR6 (http://www.lem.com/docs/products/ltsr%206-np.pdf)
Dieser LEM-Typ hat übrigens noch ein extra Loch. Da kann man die
Primärwicklung an die Bedürfnisse anpassen.
Gruß Dietrich
Edit: Gregor B. nannte schon den wohl neueren Typ CAS 6. Ich kannte nur
den "alten" LTSR6.
Dietrich L. schrieb:> Die Vacuumschmelze-Teile sind offensichtlich (fast?) identische> Nachbauten des Originals LTSR6 der Fa. LEM:
Möglicherweise sind die Teile für Anwendungen kompatibel. Wenn man sich
aber die jeweiligen Datenblätter ansieht gibt es schon einen technischen
Unterschied. LEM verwendet eine Hall-Magnetsonde, während Vacuumschmelze
eine weichmagnetische Sonde verwendet (was auch immer das ist) und deren
Vorteile gegenüber Halleffektsonde anpreist.
Gregor B. schrieb:> Dann ist es das gleiche Prinzip wie im LEM CAS 6.
Da hast du natürlich Recht. Ich verglich den LTSR6 Typ mit der
Vacuumschmelze.
Außerdem steht bei Vacuumschmelze, dass sie die einzigen Hersteller
seien. Stimmt scheinbar nicht, oder einer kauft vom anderen ein.
> dass ich seit drei Tagen dort anrufe und immer an irgendwelche> Mailboxen verbunden werde.
Tja, zum Thema Kundenorientierung bei VAC hatte ich seinerzeit nicht nur
einmal eine verbale Auseinandersetzung mit einigen Herren dort, allen
vor mir Dierk H.!
Wenn Du nicht weiter kommst, frag Dich mal zu Herrn Lenhard durch. Der
ist da inzwischen verantwortlicher Entwickler, soweit mir bekannt.
>Dietrich L.
Bei DEM Vornamen kommt mir eine interessante Assoziation.(?)
> Hat jemand schonmal so ein Teil benutzt
Ich habe welche mitentwickelt, allerdings nicht den.
> Die Vacuumschmelze-Teile sind offensichtlich (fast?)>identische Nachbauten des Originals LTSR6 der Fa. LEM:
Hm, eigentlich haben sich die Vacianer immer beklagt, dass LEM angeblich
deren Sensoren nachbaut - ok, ich nehme das zur Kenntnis.
> dass sie die einzigen Hersteller> seien. Stimmt scheinbar nicht, oder einer kauft vom anderen ein.
Zu meiner Zeit hat VAC jedenfalls nicht bewusst LEM nachgebaut - wäre
mir erinnerlich. In Qualität hätte man allerding gut daran getan sich an
den Schweizern zu orientieren :-)
> Kann jemand generell Angaben über die Auflösung eines solchen Sensors> geben? Was ist da zu erwarten? 1mA, 10mA oder gar schlechter?
Die Auflösung hängt von mehreren Dingen ab: Zum einen gibt es ein
Übertragungsverhältnis der Windungen, die den Primärstrom auf die
Sekundärwindung übersetzt, die im Kompensationszweig liegt. Diese lässt
nicht jede Übersetzung zu. Vorausgesetzt, die Wickelmaschine hat nicht
wieder Mist gebaut, müsste das allerdings stimmen. Nachmessen hilft. Die
interne Elektronik ist nämlich so ausgelegt, dass das Teilerverhältnis
genau passend übersetzt wird. Gfs wird ein mismatch der Windungszahlen
durch die Spannungsverstärkung des OPV im Sondenzweig ausgeglichen, um
zu einem einfachen Ü-Verhältnis zu gelangen. Massgeblich sind dabei
allerdings die Präzision der beteiligten R's und da nichts sonderliches
verbaut.
> Wie arbeitet das Ding, dass so ein Ripple entsteht?
Es ist ein freilaufender Schwingkreis, der eine PWM erzeugt, deren d.c.
sich so einstellt, dass das vom übersetzten Strom erzeugte Magnetfeld im
Inneren des Sensors durch einen von dieser PWM gespeisten
Kompensationskreis im Mittel Null ist. Die Elektronik regelt quasi den
Strom von vorne weiter hinten im Kleinen aus. Dabei entsteht besagte
PWM, die man glätten muss. Z.T. macht das der Sensor selber, indem ein
TP verwendet wird und der ripple auch aktiv geglättet wird, z.T. macht
man es extern. Jeder Kunde will das ja anders. Es gab auch Versuche, das
digital zu erfassen, was aus denen geworden ist, entzieht sich meiner
Kenntnis. Die ASIC Geschichte, die angeleihert wurde und die TI damals
an ie grosse Glocke gehängt hat, scheint ins Wasser gefallen zu sein.
>Refstufe
Die Referenzstufe liefert die BIAS-Spannung, auf die sich der
Kompensationskreis bezieht. Diese Spannung muss möglichst genau und
stabil sein. Einige Sensoren haben dazu eine eigene Ref-Elektronik. Bei
den billigen Sesoren ist die Ref unbestückt oder nicht vorhanden. Das
Problem sind hier die meist instabilen Versorgungen. Mit Ref bist Du
genauer. "Lagegenauer" und exakt zu sein. Mit etwas Schmackes in einem
PLD kann man das auch ohne Ref wegprozessieren. Hat die VAC aber nicht
kapiert und die Kunden auch nicht.
>eine weichmagnetische Sonde verwendet
Dieses Material, z.B. "Vitrovac" liegt im Inneren des Sensors und
koppelt das vom Kompensationsstrom erzeugte Magnetfeld, abzüglich des
Aussenmagnetfelds vom Erregerstrom in die Sondenspule, die die PWM
steuert. Das Verfahren ist von VAC patentiert, dürfte aber abgelaufen
sein - zumindest das Prinzip. Ob dort was nachgeschoben wurde, kann ich
nicht sagen: Von meiner Seite wurden dem damaligen Bereichsleiter, Herrn
Dr P. Vorschläge gemacht, wie man mit einem verrauschten Signal die
Vitrovac Sonde ansteuern könnte, um mit der Grenzfrequenz weiter nach
oben zu kommen und bei definiertem Filter weniger ripple zu haben. Hat
man sich angehört und in die Schublade gesteckt. Nun ja, Vorschläge von
Entwicklern waren dort nicht gerne gesehen und wurden vom anderen Dr. P
abgebügelt.
Zurückkommend auf die Genauigkeit sei noch erwähnt, dass es selbstredend
thermische Effekte gibt und die Sache vom ripple der Versorgng abhängt.
Wenn man den misst, kann man ihn manuell in den Ausgangszweig
gegenkoppeln. Einige Sensoren machen das intern.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dort mehrere Faktoren eine Rolle
spielen und es auch eine Definition des Betrachtungszeitraumes ist: Sehr
niederfrequent und gut geglättet, ist das Ding so genau, wie seine
Elektronik es zulässt, höherfrequenz muss man sich die PWM-Effekte
wegdenken oder -rechnen und dabei berücksichtigen, dass ein AC-Anteil
von den Spulen direkt in den Kompensationskreis übertragen wird. Es
existiert eine Durchtrittsfrequenz unterhalb welcher der Sensor im
DC-Betrieb arbeitet, oberhalb ist er ein klassischer Übertrager. Die
Sache ist so aufeinander abgestimmt, dass die Ü-Verhältnisse für DC und
AC annähernd gleich sind. Leider geht das aber nicht für die Phasen.
Lustig ist es, sich mal ein Pulsübertragung anzusehen, was der daraus
macht.
Wenn man den Sensor einsetzen will, muss man sich überlegen, wie man die
PWM in den Griff bekommt: Das einfachste ist eine digitale Auswertung.
Ich habe ein entsprechendes Prinzip mit einem PLD umgesetzt und das
VAC-Patent dadurch umgangen, dass ich die Sonde aktiv ansteuere. Das ist
etwas mehr Aufwand, man hat aber die Information der Kompensation aktiv
im Griff und kann sie rechentechnisch behandeln. Das Problem ist
nämlich, dass die PWM nicht festliegt, sondern je nach Sensor
(typischerweise bei 200-400kHz) schwingt und im Betrieb etwas driftet.
Der Drift ist z.T. die Information und zum Teil Rauschen. Mit einer
Aktivsteuerung kann man das Trennen, die VAC filtert leider nur. Für
mich war das VAC-Prinzip immer eine intelligente Idee, die nicht voll zu
Ende gedacht urde und auch noch schlampig umgesetzt worden ist. Deshalb
haben die LEM auch nie verdrängen können.
Es gäbe zu dem Thema noch mehr zu sagen, aber man muss nicht jede Idee
ausplaudern. Wbei es bei VAC keine Gefahr gibt: Ich war vor Jahren mal i
einem der Heräus-Foren im Material Valley, dem auch die VAC angehört und
habe in Gesprächen erklärt, wie man - buchstäblich mit meinem Mausklick
- die Streuung der Sensoren halbieren könnte. Aber weder damals, noch
als ich noch in der Firma war, wurde die Idee vom Produktionsleiter
aufgenommen und umgesetzt.
Hallo ehemaliger Stromsensorentwickler
Danke für deinen ausführlichen Bericht zu den VAC-Sensoren und
Hintergrundinfos.
Da ich mich mit Leistungsmessung im Netzfrequenzbereich beschäftige,
habe ich mich immer wieder für diverse Stromsensoren interessiert und
bin vor Jahren auch auf die von VAC gestoßen. Leider hatten die damals
+/- 15V Versorgung was überhaupt nicht in die modernere
Microprozessorwelt mit 5V/3,3V Versorgung passte.
Generell habe ich das Gefühl, dass sich nur wenige Hersteller über den
Bereich der Strommessung trauen. AC-Stromzangenhersteller für
industrielle Anwendungen gibt es nur wenige, auch bekannte
Meßgeräteerzeuger kaufen da zu.
DC-fähige Sensoren sind abgesehen von R-Shunts auch sehr rar. Die
Genauigkeit und Linearität von den aktiven Sensoren erreicht da meist
nur mit Mühe 0,1%. Das ist dann aber für ein Präzisionsleistungsmeßgerät
zu wenig.
Auch ich bedanke mich für die ausführliche Erläuterung.
Ich habe mich jetzt mit LEM kurzgeschlossen und werde diese Sensoren
verwenden. Man war so nett, mir zwei Muster zukommen zu lassen. Verwende
jetzt den CASR6-NP mit externer Referenz. Aussagen über die Resultate
kann ich aber leider noch keine geben.
ehemaliger Stromsensorentwickler schrieb:>> Die Vacuumschmelze-Teile sind offensichtlich (fast?)>>identische Nachbauten des Originals LTSR6 der Fa. LEM:> Hm, eigentlich haben sich die Vacianer immer beklagt, dass LEM angeblich> deren Sensoren nachbaut - ok, ich nehme das zur Kenntnis.
Da ist nichts zur Kenntnis zu nehmen - ich hatte das einfach nur
angenommen, da ich die Dinger immer nur von LEM kannte und gar nicht
wusste, dass VAC die auch baut.
>>Dietrich L.> Bei DEM Vornamen kommt mir eine interessante Assoziation.(?)
mir nicht... sollte ich das wissen/verstehen?
Gruß Dietrich
Jetzt habe ich doch nochmal eine Frage:
Ich möchte 0...10A messen.
Für den Sensor gilt nun (6A-Version):
1
Allen drei Wicklungen parallel: Vout = Vref + (10A/6A)*0,625V
2
Zwei Wicklungen parallel, eine in Serie: Vout = Vref + (10A/3A)*0,625V
3
Drei Wicklungen in Serie: Vout = Vref + (10A/2A)*0,625V
Als maximale Ausgangsspannung wird 4,625V angegeben. Die maximale
Empfindlichkeit erreicht man ja, wenn die drei Wicklungen in Serie sind,
sprich der Strom dreimal durch den Sensor geht.
Sehe ich das richtig, dass ich auch die 10A mit drei Wicklungen in Serie
messen kann, wenn ich z.B. als Vref nur 1,25V nehme: